Lehrerin: Wann sage ich es meiner Chefin?

    • (1) 26.06.18 - 13:38

      Hallo,
      Ich bin Lehrerin an einer Grundschule und bin schwanger (5+6). Die SS ist noch nicht bestätigt, da meine FÄ erst später einen Termin hatte.

      Bald (morgen ist der letzte Schultag) sind Ferien, was mir natürlich sehr entgegen kommt.
      In den Ferien wird der Stundenplan gemacht und ich bin hin und her gerissen, was ich tun soll.

      Ich fände es fair, möglichst zeitig Bescheid zu geben, habe aber auch große Angst, dass etwas schief geht und ich dann ständig nach meiner SS/FG gefragt werde.

      Wir sind ein kleines Kollegium und ich bezweifle, dass es lange ein Geheimnis bleibt. Auch, weil mich die Chefin theoretisch sofort nach Hause/zum Arzt schicken müsste, sobald ich ihr von der Schwangerschaft erzähle.

      Was würdet ihr tun? Bzw. Wie seid ihr vorgegangen?
      Und: Kann ich mich auch selbst beim BAD anmelden, um die Gefährdungsbeurteilung durchzuführen? Dann könnte ich dort in den Ferien hinfahren und würde nicht ausfallen.

      Liebe Grüße

      • Ich würde Bescheid sagen - was befürchtest du denn?
        Die meisten Grundschullehrerinnen die ich kenne haben sehr zeitig ein Beschäftigungsverbot bekommen.

        • Mal ganz blöde gefragt ... warum eigentlich?

          Gelten unsere heutigen Grundschüler generell als gemeingefährlich und potentiell schwangerschaftsgefährdend?

          • Ich habe mal in einer Kita gearbeitet und da wurden alle Schwangeren sofort freigestellt - _auch wenn der Immunstatus ok war.
            Die Arbeitgeber wollen denke ich auf Nummer sicher gehen - wenn was passiert ist das ne ganz blöde Sache. Zum anderen müssen auch bestimmte Bedingungen erfüllt sein sobald eine schwangere Arbeitet ( Möglichkeit zum ausruhen, ruheraum mit liege usw - sie war das bei uns :))

            • Selbst in einer Kita ist das nicht die normale Vorgehensweise.
              Und eine Kita ist noch eine ganz anderes Hausnummer als eine Schule!!
              Möglichkeit zum Liegen gibt es an JEDER Schule, das ist ja Vorschrift.

              • Bei uns war das so und ne Ruhe Möglichkeit ( abgesehen von der Matratze in der puppenecke:)) gab es nicht.
                Ich kenne auch keine Lehrerin (Grundschule) die schwanger im Job war - liegt vielleicht am Bundesland ?!?

                • Nur weil du keine (Lehrerin) kennst, ist das noch lange kein Gesetz.

                  Die Liegemöglichkeit gibt es in JEDER Schule, weil das eine behördliche Vorgabe ist.
                  Und selbst wenn sie fehlt, ist das doch kein Grund, jemanden bei vollen Bezügen freizustellen. Dann stellt man eben eine auf.

                Möglicherweise liegt es am Land. Hier in der Schweiz arbeiten Lehrerinnen (wenn gesundheitlich machbar) bis zur Geburt oder mindestens bis wenige Wochen vor Niederkunft. Aber auch im Verkauf, in der Pflege usw.

        (12) 26.06.18 - 14:00

        Natürlich nicht, aber Kinder haben nun mal Kinderkrankheiten, die für das Ungeborene sehr gefährlich werden können.
        Außerdem muss, wie in jedem Job, ne Gefährdungsbeurteilung erfolgen.
        Für den Sportunterricht bin ich auch nur noch bedingt geeignet ab nem gewissen Monat wird es einfach fahrlässig. Mit einem dicken Bauch ist es eindeutig schwieriger nen ertrinkendes Kind zu retten. Es geht auch um die Sicherheit der Schüler.

      (15) 26.06.18 - 20:25

      Der Immunstatus muss erst überprüft werden, ist er für bestimmte Krankheiten nicht gewährleistet, gibts ein dauerhaftes Beschäftigungsverbot.

      Ich hatte zum Kinderwunsch alle Impfungen aufgefrischt, aber nicht einmal mein Impfpass reichte - ich musste trotzdem zur Blutabnahme und hatte Beschäftigungsverbot, bis das Ergebnis da war.

      LG.

      (16) 27.06.18 - 06:15

      Hallo,

      also, in der Grundschule meiner Tochter läuft eine sehr kugelige Lehrerin rum, sie war schon bei der ersten Schwangerschaft bis zum Mutterschutz da, hat aber keine Klasse als Klassenlehrerin.

      Und im Kindergarten gab es auch eine schwangere Erzieherin, die bis zum Mutterschutz da war. Je nachdem, welche Krankheiten im Umlauf waren, ist sie gekommen oder zu Hause geblieben. Die Kinder wussten, dass sie ein Baby bekommen wird und sie bei ihr immer gut aufpassen müssen.

      Viele Grüße,
      lilavogel

Ic befürchte, wie gesagt, dass es zu schnell die Runde macht und wäre dann absolut fertig, wenn ich ständig von allen Seiten auf mögliche Komplikationen angesprochen -oder auch eben nicht-werde.

  • Ich würde es sagen und dich zur Not bis zu den Ferien erstmal krank schreiben lassen.
    In den meisten Fällen werden die Lehrkräfte eh freigestellt - du wirst sicher auch einen Test bezüglich deines Immunstatus machen müssen und bis die Ergebnisse da sind wird man meist auch freigestellt . Und dann hast du erstmal Ferien und hast Zeit alles in Ruhe zu klären

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