Kündigung gesetzeswidrig

    • (1) 03.07.18 - 13:40
      Inaktiv

      hallo Mädels habe heut über meinen neuen Partner und seiner Rechtsschutzversicherung erfahren das die Kündigung unwirksam ist da sie sich nach der Probezeit an die gesetzl. fristen richten muss
      habe jetzt ein schreiben fertig gemacht das sie heut noch bekommt
      das jobcenter hat heut auch angerufen und warn voll auf meiner seite was die Arbeitsbedingungen betrifft. Akkordarbeit und keine pausenzeiten usw.
      dann den umgang mit ihren schulpraktikanten einfach nich da sein Urlaub machen und die anestellten solln sich drum kümmern

      Das sind ja schon mal gute Neuigkeiten. Dann hast du ja jetzt noch genug Zeit, dir einen besseren Arbeitgeber zu suchen während die Frist ausläuft. Lass dich nicht unterkriegen und viel Erfolg weiterhin! :)
      Wenn du jetzt während der Frist schwanger wirst, wäre die Kündigung dann auch unwirksam?

        • Hm, ich will nicht belehrend rueberkommen, zumal man herauslesen kann, dass Du Dich sebst gut informierst - nur, was moechtest Du eigentlich erreichen? Ich hab jahrelang im Betriebsrat gesessen bei meinem ehemaligen Arbeitgeber, und aehnliche Situationen ein paar Mal gesehen (mit und ohne Schwangerschaft).... und auf Wiedereinstellung wollte da fast niemand klagen, es ging in 90% um Abfindungsgelder (wenn sie denn jetzt wirklich irgend etwas mit der Kuendigung verpatzen und Du rechtliche Mittel hast, gegen Deinen Arbeitgeber vorzugehen). Denn wenn das Verhaeltnis erst einmal so geschaedigt ist, nicht nur gegenueber der Vorgesetzten sondern gegenueber der Firma (und da die Firma die Vorgesetzte da hingesetzt hat, wo sie ist, werden die auch meist hinter ihr stehen und ihr Vorgehen gutheissen), will Dich keine Firma wiederhaben, die sehen in Dir dann nur Aerger (so ein Gerichtsverfahren ist kein Gerichtsverfahren gegen Deine Vorgesetzte als Privatperson, sondern gegen Dein Arbeitgeberunternehmen, die stehen schwarz auf weiss vor Gericht mit Dir, nicht die, mit der Du da persoenlich nicht zurechtkommst). Gesetzt des Falles dass Du irgend wie wieder zurueckkaemst in die Firma, dann wuerden sie vermutlich entweder

          (a) Dich ohne etwas zu aendern dahin zurucksetzen, wo Du vorher warst - nur mit einer Vorgesetzten, die jetzt wahrscheinlich erst recht keinen Bock mehr auf Dich hat.

          oder

          (b) Dich in eine andere Abteilung versetzen, in der die neuen Vorgesetzten dann schon genau informiert werden, wen sie da reingesetzt bekommen (vermutlich mit einer persoenlichen "Warnmeldung" von Deiner Ex-Vorgesetzten beim gemeinsamen Mittagessen oder so).

          In beiden Faellen wuerde die Firma betulichst darauf achten, dass sie sich rechtlich nichts (mehr) zu Schulden kommen lassen - gleichzeitig wuerden Deine sozialen zwischenmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz aber vermutlich genug leiden, dass Du ueber kurz oder lang entweder daran erkrankst und Dich dann wochenlang wegen Mobbings krankschreiben laesst... oder kuendigst.

          Es ist zwar wirklich traurig, aber aus meiner Zeit im BR habe ich mitgenommen, dass der Arbeitgeber Dich immer los wird, wenn er moechte, und dass in den meisten Faellen, wenn erstmal was im Argen liegt, mit einer erzwungenen Wiedereinstellung (oder mit dem Aussitzen einer verlaengerten Kuendigungsfrist) niemandem gedient ist.

          Was immer Ihr also jetzt als naechstes macht, setzt Euch zusammen und klaert fuer Euch genau, was das Ergebnis sein soll, und was realistisch zumutbar ist fuer Dich.

          Ganz liebe Gruesse und viel Erfolg,
          Vanillie

          • Ok, great.... nicht belehrend rueberzukommen hat ja jetzt mal gar nicht geklappt, sorry dafuer, hoffe, es hilft trotzdem ein bisschen.... #liebdrueck

            (9) 03.07.18 - 14:44

            Danke für deine ausführliche antwort
            Ich bin friseurin wir warn nur 3 leute...

            • Uih, ok, ist das ein kleiner Privatbetrieb? Oder Teil einer groesseren Franchise-Kette?

              Ich frage, weil, wenn ihr eh nur 3 Leute seid dort, moechtest Du dann wieder zurueck in dieses sehr beengte soziale Berufsumfeld mit der Vorgesetzten, mit der Du nicht zurechtkommst?

              Weiss nicht, ob ich das alles richtig verstanden habe - sie haben Dir 'betriebsbedingt' gekuendigt? Ich frage nur, weil ich meine mich zu erinnern, dass Kleinstbetriebe mit weniger als, hm, zehn? Acht? Weiss nicht mehr genau, aber eben einer so geringen Zahl an Mitarbeitern sozusagen jederseit "betriebsbedingt" kuendigen koennen. Dann muessten sich sich aber immer noch an die gesetzliche Kuendigungsfrist halten nach Ablauf der Probezeit, soviel ist mal sicher. Haettest Du denn nach Ablauf der Probezeit jetzt dann einen unbefristeten Vertrag gehabt? Worum geht es? Geht es darum, dass Du gegen die Kuendigung angehen moechtest, oder darum dass sie die gesetzliche Kuendigungsfrist einhalten muessen und Du dann noch Gehalt fuer die ausstehenden Monate bekaemst, bis die Kuendigung rechtswirksam waere?

              LG
              Vanillie

              • (14) 03.07.18 - 15:28

                Es geht deum das die frist eingehalten wird und sie mich voll bezahlt für einen monat. Meine probez warn 6 mon. Dsnn hab ich einen monat unbefristet gearbeitet.wurde nach 4 mon. Von 20 auf 30 std hochgestuft . Wenn ich schwanger wäre dann hab ich kündigungsschutz und würde eh aus gesundhtl. Gründen rausgenommen.

                • Also, es geht um ein Monatsgehalt - und um einen Monat Aufschub, den sie Dich noch weiterbezahlen muss und in dem Du offiziell noch fest und unbefristet angestellt bist bei ihr.... was Dir einen zusaetzlichen Zyklus lang Zeit geben wuerde, schwanger zu werden, damit Du dann bei einem 3-Mann-Friseurbetrieb ins bezahlte Berufsverbot gehen koenntest bis zum Ende einer potentiellen Schwangerschaft? Falls sich das jetzt urteilend liest, bitte ueberlesen - jeder ist sich selbst der naechste, versuche nur, das etwas genauer zu verstehen.

                  LG
                  Vanillie

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