Ich schon wieder.. helft mir, welchen Job würdet Ihr nehmen?

    • (1) 05.07.18 - 16:27

      Ich weiß, heutzutage ist das eine Luxusfrage aber ich kann einfach keine Entscheidung treffen. Bei der Bahn bleiben, im langweiligen aber sicheren Job bleiben und täglich 3 Stunden pendeln.
      oder:
      Ganz von vorne anfangen, der Bahn den Rücken kehren, viele neue Herausforderungen, einen Berg an Arbeit und nicht wissen wie lange es den Betrieb geben wird. (20 Jahre gibt es ihn aber schon, der Chef will aber in 13 Jhren in Rente, und dann??)- dafür aber täglich nur 20 Minuten pendeln?

      Ich arbeite seit über 20 Jahren bei der Deutschen Bahn. Nun habe ich mich betriebsintern für eine andere Fachabteilung beworben und die Stelle bekommen. Zeitgleich habe ich mich auch betriebsextern beworben, in einem kleinen Privatbetrieb. Nun möchte man mich auch dort gerne einstellen. Was mach ich bloß? Hier mal eine Tabelle der jeweiligen Stellen und Hintergründe:

      betriebsinterne Stelle:Teilzeit 32h, 36 Tage Urlaub Geld ca.1450 netto Gleitzeit, Bürojob (Sachbearbeiter) fester Dienstposten, kein WE, kein Feiertag, Anfahrt 1,5 h
      zu Arbeit: langweiliger Job ohne großartige Kopfarbeit, immer dieselben Handgriffe und Vorgänge - das Team bis auf ein paar Ausnahmen ist soweit ok. Zukunftsprognosen=? im espräch ist Homeoffice irgendwann..für ein Tag pro Woche, auch ist im Gespräch die Abteilung gänzlich unzustrukturieren... das wäre gar nicht gut...

      externe Stelle: ab 01.12.2018 mit ca.2 Monate Einweisung Teilzeit 35h, 30 Tage Urlaub, Geld 1350 netto, Gleitzeit aber auch an Wochenenden und Feiertagen , an diesen Tagen wäre die Arbeitszeit von 09.30-17.30 /sehr umfangreicher , mir völlig unbekannter Arbeitsbereich - (Einarbeitung durch meine Mutter, die geht in Rente und ich könnte übernehmen, sie würde mir aber auch nach Rentenbeginn bei Fragen zur Seite stehen) (Tätigkeiten wären: Personalplanung, Urlaubsplanung, Ein und Ausgangsrechnung, Statistiken, Kostenangebote, Museumsdienst am Wochenende, Museumsführungen,Kassenwesen..) Der Betrieb ist klein, es gibt keinen Betriebsrat. Außer mir gäbe es niemanden der meine Arbeit im Krankheitsfall vertreten würde. Allerdings hätte ich nur einen Anfahrtsweg von 10 min.

      Sorry für den ellenlangen Text, bin aber total aufgelöst, weil ich nicht weiß was ich machen soll. Der Chef vom externen Job will am Montag mit mir über den Arbeitsvertrag reden und denkt ich komme zur Unterschrift.. bis dahin muss ich wissen was ich mache.
      Und bei der Bahn kann ich nicht mehr kündigen, weil ich die Kündigungsfrist von 7 Monaten nicht einhalten kann also müsste ich einen Aufhebungsvertrag machen, dann kann ich eine Abfindung vergessen, wenn die mich überhaupt gehen lassen. Meine derzeitige Abteilung ist stark unterbesetzt. Ich kann übrigens nicht näher an die betriebsinterne Stelle ziehen habe Wohneigentum und Familie hier.

      LG Moppel

      • Bleib bei der Bahn, nimm den "neuen" Job an.
        Da sitzt Du warm und trocken.

        • Hallo bruchetta, ich bin schon im neuen Job bei der Bahn und er ist echt langweilig. Gleitzeit ist zwar ok aber ich stehe täglich um 3.30 auf um 6.10 anzufangen. Dann fahre ich um 13.45 wieder nach hause und bin erst 15.30 zu hause um was von meiner Tochter zu haben. Mein Mann arbeitet auch im Schichtdienst im Konzern und ich bin die Fahrerei echt leid.

          • Dann ist doch alles klar! Ich findecdanit hast du es dir schon selbst beantwortet. Ganz ehrlich... nen langweiligen Job seit 20 Jahren inkl. aufstehen um 3.30 Uhr? Ich wäre schön depressiv.

          • Du arbeitest doch dann weniger. Also hättest du andere Arbeitszeiten. Und wenn du Gleitzeit hast, dann teil dir das so ein, dass es passt.

            Ich arbeite von Montag bis Donnerstag 06.00 Uhr bis 14.00/14.30 und Freitag von 06.00 bis 12.00 Uhr dank Gleitzeit. Ich stehe 4.15 auf um 6.00 Uhr anzufangen. Mein Mann kommt aus der Nachtschicht und macht den Kleinen soweit für die Schule fertig. Von der Schule 13.30 Uhr kommt er alleine nachhause. Ich bin dann 15.30 Uhr zuhause bzw. freitags 13.30 Uhr.

        warm und trocken ist doch langweilig ;-)

    Wie wäre es, wenn du ein paar Tage Urlaub nimmst und zur Probe arbeitest, damit Du mal genauer fühlen kannst, wie das im neuen Job ist?
    Kann aber auch ziemlich daneben gehen. Bei meinem jetzigen Job habe ich 2 Tage hospitiert, alle Kollegen waren total freundlich, die Arbeit abwechslungsreich...Als ich anfing zu arbeiten, merkte ich, dass sich alle verstellt hatten, da sie dringend eine erfahrene Kollegin brauchten. Die Realität war leider ganz anders als die 2 Probetage.
    Genau kann ich dir nicht raten. Das mit der Fahrtzeit gleicht das geringere Gehalt aus. Aber alles Andere? Für mich klingt die neue Stelle nach seeeeehr viel Arbeit, viel Stress...Also ich würde mich für keinen der beiden Jobs entscheiden...

    • Ich war schon Probe arbeiten. Du hast recht, es ist viel Arbeit, wobei meine Mutter sagt "so viel ist es gar nicht"das käme mir nur so vor. Ich war damals ziemlich geflasht und habe auch Angst, das ich das nicht packe. Wenn ich aber daran denke wie das jedes Jahr mit dem Pendeln im Winter ist, kommt mir jetzt schon wieder die Panik hoch.(uto Batterie tot. Zugausfall usw. egen Sturm war ich einmal 6 Stunden unterwegs um es nach hause zu schaffen...(Ich fahre ca. 20 km bis zum nächsten Bahnhof und von da mit dem Zug.

      • (9) 05.07.18 - 19:01

        Hast du schon außerhalb der Bahn gearbeitet?
        Ich bin ja von extern zur Bahn gekommen und wenn ich so Kollegen höre wie sie teilweise jammern, denke ich mir: ihr habt doch noch nie richtig gearbeitet.

        Ich würde mit meinem jetzigen AG reden, wir haben auch irre Pendler im Büro. Da ist mit Homeoffice schon einiges machbar.

Für mich sind 3h am Tag pendeln ein no go.

Weniger Gehalt bei mehr Stunden (du hättest 15% weniger netto!) plus Wochenendarbeit sind für mich aber auch ein no go!

Kannst du dich nicht innerhalb der Bahn versetzen lassen?

LG

  • Die 3 Stunden mehr sind doch nichts gegen die effektive Zeit, die sie von Haustür zu Haustür unterwegs ist. Und das noch unter Einsparnis der Pendelkosten. Das muss man doch gesamtheitlich betrachten. Und da hat sie bei der Stelle außerhalb der Bahn letztlich vermutlich mehr Freizeit und mehr Geld!

    • Es stimmt schon, dass man das gesamte betrachten muss. Versuchen wir einmal ein wenig zu rechnen.

      Jetzt fährt sie 40 km am Tag mit dem Auto. Beim neuen Job zb 10 km. Also 30 km mehr beim jetzigen Job. Bei zb 10 Cent Treibstoff kosten pro km sind das drei Euro pro Tag oder ca 65 Euro pro Monat. Ohne Abnutzung vom Auto, und ich nehme an, dass sie für die Bahn als Mitarbeiterin nix extra zahlen muss.

      Zeit: sie hätte 2h 40 mehr Freizeit pro Tag. Andererseits 6 Tage weniger Urlaub, kommt auf grob eine Stunde pro Tag hin. Noch immer 1h40 pro Tag mehr Zeit. Das ist viel!

      Dann müsste man zur Wochenendarbeit mehr Details wissen. Muss sie öfter 6 Tage die Woche zur Arbeit fahren? Kann sich in Zeit und Geld auch summieren. Kann sie die Bahnfahrt im Moment sinnvoll nutzen? Ich habe die Zeit im Öffi gerne genutzt um Organisation zu machen, zu telefonieren oder zu lesen, das geht im Auto nicht (jetzt habe ich nur noch einen Arbeitsweg von 10 Minuten - mit dem Fahrrad, ein Segen).

      Dann auch das restliche Umfeld. Bahn als Arbeitgeber ist groß und klingt solide. Wenn es bei einem kleinen nicht funktioniert, dann musst du komplett neu suchen.

      Und sehr wichtig : wie sieht es mit möglichen Steigerungen vom Gehalt über die Jahre aus? Bei der Bahn und beim neuen? Kenne mich da in Deutschland nicht wirklich aus.

      Gibt es sonstige Vergünstigungen? Bahnticket für die Familie? Mittagessen? Sonst was?

      Für mich klingen beide Möglichkeiten nicht ideal.

      Und ich sollte vielleicht dazu sagen: Mein Mann hat aufgrund der Entfernung den Job bei einem großen halbstaatlichen Unternehmen aufgegeben, eine Versetzung in die Nähe hätte gedauert. Der neue Job hat sich als Katastrophe erwiesen. Pech gehabt, kann man vorher aber nicht wissen und hätte auch anders ausgehen können.

      LG

(14) 05.07.18 - 18:18

Du kannst auch so eine Abfindung vergessen, die bekommst du bei der Bahn nämlich nur, wenn sie dich los werden wollen und auf den Aufhebungsvertrag würde ich auch nicht hoffen.
Den bekommst du wenn du konzernintern wechselst, aber alles andere wäre entgegen kommen.
Ich bin auch bei der Bahn und daher weiß ich, dass man sich durchaus auch geistig weiter entwickeln kann ;-)
Soooo sicher sind die Jobs ja auch nicht, aber sicherer als beim neuen AG eher schon.
Da du die 36 Tage Urlaub gewählt hast, scheint es ja keine finanziellen Gründe zu geben, aber immerhin zahlt die Bahn monatlich in eine Altersvorsorge für dich ein.

Was aber schwer wiegt: die Fahrtzeit. Ich bin nach 7 Jahren Pendelei jetzt dichter am Wohnort und das ist ein Traum! Das gebe ich zu!

Eine Entscheidung kann dir keiner wirklich keiner abnehmen.

  • Hallo Nele2014, na dann hast du ja ein wenig Einblick in meine Situation. Leider kann ich mich nicht woanders hin versetzen lassen, bin bei der "Bahntochter". Die neue Stelle war schon das dichteste. Davor bin ich sogar pro Weg 2 Stunden gependelt.

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