Wiedereinstieg nach 5 Jahren Elternzeit- Arbeitszeiten

    • (1) 06.07.18 - 07:21

      Hallo zusammen,
      bald ist es für mich an der Zeit wieder in den Beruf einzusteigen. Nur habe ich das Gefühl, mein alter Arbeitgeber möchte es mir schwer machen. Meine Stelle von vor 6 Jahren (ich war im Berufsverbot von Beginn der Schwangerschaft) gibt es so nicht mehr.
      Schon kurz vor Ende der ersten Elternzeit gab es Gespräche ob und für wie viel ich wieder einsteigen möchte, Teilzeit wurde abgenickt mit kein Problem. Nun nach dem zweiten Kind wurde mir Teilzeit zugesichert und es wurde auch eine Stelle "erschaffen" in die ich zurück kehren kann. Soweit so gut.
      Jetzt wird von mir "verlangt" ich solle alle zwei Wochen Nachmittags bis 17.30h arbeiten. Aber meine Kinder sind "nur" bis 15h betreut, mein Mann kommt gegen 17.30h/18h nach Hause, helfende Familie nicht vor Ort.
      Im Gespräch diese Woche wurde mir dann gesagt, private Belange sind mein Problem, entweder werde ich flexibler oder ich solle kündigen...

      Nun meine Fragen:
      In wie weit ist es z.B.rechtens, mir so etwas vorzuwerfen? (flexibel sein versus kündigen)
      Habe ich wirklich so eine naive Vorstellung, dass man mit 20 Stunden Arbeit seine Kinder (neben Kita) alleine betreuen kann?
      Gibt es nicht mehr sowas wie "Vereinbarkeit Familie- Beruf"?
      Wie kann ich weiter vorgehen?

      Bei ersten Recherchen von anderen Jobs fällt auf, dass es kaum mehr einen Job von "9-12" gibt.. Wie händelt ihr das so?

      Verzweifelte Grüße
      Mika, die wohl ganz schön naiv an die Sache ran gegangen ist :-(

      • Hey, ich verstehe dein Problem. Allerdings finde ich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schon ziemlich gut ist mittlerweile. Allein dass dir sechs (!) Jahre lang dein Arbeitsplatz freigehalten würde bzw du noch einen hast, obwohl die Stelle nicht mehr existiert, ist schon enorm und toll für Mütter, die in den Job zurückkehren. Jobs von 9 bis 12 gibt es kaum. Das leuchtet ja aber auch ein. Und für zwei von fünf nachmittagen findet ihr sicher eine Lösung. Vielleicht reduziert dein Partner oder jmd anders springt ein. Ich finde solche betreuungsplane auch manchmal Kompliziert. Deinem Arbeitgeber einen Vorwurf zu machen fänd ich jedenfalls nicht fair. Viel Erfolg dir u einen guten wiedereinstieg

        (3) 06.07.18 - 07:45

        Wenn alle Mütter von 9-12 arbeiten würden, dann würde in der Zeit niemand zum Einkaufen kommen. Logisch, oder?

        Wenn du mit dem Angebot deines alten AG nicht zufrieden bist, dann such dir was anderes, das besser passt.

        20 Std. Arbeit ist gar nicht so wenig. Versuch es doch mal mit 15 Std.

        • (4) 06.07.18 - 07:59

          Na ja, "9-12" war ja auch nicht so gemeint. Ich meine einen Teilzeit Job, der tatsächlich nur am Vormittag ist. Die meisten setzen totale Flexibilität voraus. Arbeiten könnte ich von 8.30h/9h - 14h/14.30h. Die kinder sind von 8-15h betreut. Mir wurde im Gespräch "vorgeworfen", dass ich die beiden "ja noch nicht mal Vollzeit" in der Kita hätte... Ne, müssen sie ja auch nicht, bei einem Vorhaben nur 20 Stunden zu arbeiten..Interessant ist vielleicht noch, das ich von einem kirchlichen, sozialen Träger spreche...

          • (5) 06.07.18 - 08:06

            Ich sag es mal so, du bringst recht wenig mit um als AN attraktiv zu bleiben und erkennst nicht, inwieweit dir dein AG schon entgegen kommt.

            Mir erschließt sich auch nicht, warum du erst so spät anfangen kannst. Die meisten Betriebe beginnen zwischen 6 und 8Uhr mit der Arbeit.

            • (7) 06.07.18 - 11:18

              Weil die Kita meiner Kinder erst um 8h öffnet und die Kita in der ich arbeite ebenfalls nicht um 6h öffnet. Gibt also auch bereiche, in denen man nicht um 6h beginnen kann. Nicht mal mein Mann, der in einem "Büro Unternehmen" arbeitet, kann seine Arbeit um 6h aufnehmen #kratz

          Hallo,

          das sind in der Tat Deine privaten Belange. Du kommst nach 5 Jahren Elternzeit wieder, es wurde Dir eine Stelle "geschaffen" und Du darfst Teilzeit arbeiten. Für die beiden Tage wird sich doch wohl eine Möglichkeit finden, die Kinder zu betreuen! Ansonsten musst Du wohl kündigen und Dir etwas suchen, was auf Dich passt. Der AG hat seine Pflichten erfüllt und sogar noch darüber hinaus.

          LG

    (10) 06.07.18 - 07:47

    Hattest du einen schriftlichen Antrag auf Teilzeit nach deiner Elternzeit gestellt? Da müssen die genauen Stunden und Verteilung rein.

    Es müssen aber keine Zeiten rein.
    Der Ag kann auch schreiben, aufgeteilt auf 20 Stunden in der Woche!

    • Natürlich müssen Zeiten rein. Bei so etwas geht es um Einigung.

      Hätte sie genau beantragt und der AG die Frist zur schriftlichen Ablehnung verpasst würden eben diese Zeite für sie gelten!

      Aus diesem Grund sollte man es auch alles genau formulieren.

      • Ich habe auch keine Zeiten stehen, nur meine wöchentiche Arbeitszeit.
        Hast du einen Link, wo das steht?

        • Es geht um den Antrag auf Teilzeit. Dort sollte die Verteilung drinstehen. So wie der Antragsteller arbeiten möchte.

          • Mmmh ok. Wenn sie aber nur den Antrag auf Teilzeit gestellt hat, ohne Zeitangaben?
            Also nur auf 20 Stunden in der Woche? Dann kann der Ag die doch so verteilen, wie er mag, oder?

            • Dann wird es wirklich schwieriger für die TE.

              Entweder sollte sie es nachholen, wenn die Frist noch ausreicht oder wirklich nochmal sprechen mit dem AG.

              Wobei ich ehrlich auch kein Problem sehe , mal alle 2 Wochen 2 Nachmittage länger zu arbeiten...

(19) 06.07.18 - 07:58

>>ich solle alle zwei Wochen Nachmittags bis 17.30h arbeiten.<<

Das sollte wohl wirklich kein Problem sein oder? Und von familienfeindlichen Arbeitszeiten kann man hier auch nicht sprechen. Was sollen dann Krankenschwestern, Polizistinnen etc sagen?!

Dein Mann soll mit seinem AG reden ob er alle zwei Wochen früher anfangen und dementsprechend eher aufhören kann.
Alternativ kannst du Freunde und Nachbarn fragen, ob diese einspringen können. Du wirst ja einen Plan B für Notfälle haben oder?

  • (20) 06.07.18 - 08:03

    Das mein Mann einspringt funktioniert leider nicht, er müsse schon um 14h Feierabend machen, um pünktlich in der Kita zu sein. So viele Stunden kann er an den restlichen Tagen nicht auffangen. Eine Reduzierung der Stunden ist aus finanzieller Sicht leider auch keine Option.

(21) 06.07.18 - 08:28

Hallo Mika,

20h sind schon wenig. Warum kommst du deinem Chef nicht ein wenig entgegen und arbeitest nicht nur 4h am Tag sondern 5-6h? Zeitlich müsste es ja passen. Eventuell kommt er dir dann etwas mehr entgegen.

Ich kann aber auch verstehen, dass du nicht bis 17:30/18 Uhr arbeiten kannst. Manche stellen es sich immer so einfach vor. Einen Plan B zu haben ist nie verkehrt, aber mal eben alle 2 Wochen jemanden zu finden der die Kinder bis 17:30 betreut ist nochmal eine ganz andere Schiene.

Notfalls musst du dir leider was anderes suchen.

Alles Gute für dich.

  • (22) 06.07.18 - 11:20

    Die 20 Stunden sollten auf 4 Tage geteilt werden (auf Wunsch des AG), es geht aber um eine Teamsitzung, an der ich teilnehmen soll. Die für meinen Berufszweig/Stellenbeschreibung in meinen Augen aber nicht zwingend erforderlich ist. Also ob ich nun 20 oder 25 Stunden arbeiten würde, würde an dieser Situation nichts ändern.

    • (23) 06.07.18 - 13:38

      Hallo,

      was machst du wenn deine Kinder krank sind? Du weisst das du nur eine bestimmte Anzahl von Kind-Krank-Tagen hast.

      Ich bin seit 9 Jahren alleinerziehend, darf 2x in der Woche bis 20 Uhr arbeiten. Meine Tochter ist jetzt 13. Als sie noch im Kindergarten war gabs nur eine Zeit und die ging bis 13.30Uhr. Ich hab mich mit Freunden, Nachbarn etc. über Wasser gehalten.

      Niemand wartet auf so einen Arbeitnehmer!!!


      laus

      • (24) 07.07.18 - 07:28

        Wer Fachkräfte braucht, muss aber lernen auf solche Arbeitnehmer zu warten. Wenn wir uns nur immer gegenseitig die Augen aushacken, wird es immer schwerer Beruf und Familie zu vereinbaren. Bin selbst Krankenschwester, mein Mann Krankenpfleger und wir stecken häufig im Dilemma, das wir nur mit viel Orga geregelt bekommen. Das nimmt Energie und wertvolle Familienzeit. Ich fordere: Arbeitgeber werdet flexibel und Gemeinden regelt endlich eine flexible Kinderbetreuung! Nicht immer nur die Zelle Familie in die Pflicht nehmen

    (25) 08.07.18 - 19:00

    Es geht um eine Teamsitzung? Verstehe ich es dann richtig, dass es alle 2 Wochen um EINEN Nachmittag bis 17:30 Uhr geht und nicht um alle 4 Tage in der 2. Woche??

    Denn dann könntest du doch easy die Kinder diese 2x im Monat von einem Babysitter von der Kita abholen und bis zu deiner Rückkehr betreuen lassen?

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