Arbeitslosengeld und Elterngeld

    • (1) 06.07.18 - 12:33

      Hallöchen,

      ich habe ein Problem und zwar ist mein Chef total sauer seit ich ihm von der Schwangerschaft erzählt habe, da ich noch in der Probezeit bin. Neuerdings macht er mich auch echt fertig, sodass ich schon mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehe. Wenn ich mich kündigen lassen sollte, hätte ich ja Anspruch auf ein Jahr Arbeitslosengeld, könnte ich dieses sobald ich Elterngeld beziehe hinten anstellen und nach dem Jahr Elterngeld weiterbekommen?

      Vielen Dank vorab

      BenJen09 mit Bauchzwerg 15+4

      • Dein AG kann dich nicht kündigen, also bleibt nur, dass du kündigst und dann hast du meist eine Sperre.

        Hallo

        Eg kannst du glaube ich nur bis zum 12 Lebensmonat beziehen, bwz 22 Moante, wenn du es splitten lässt.
        Ob du dann Arbeitslosengeld bekommst, hängt von vielen Faktoren ab, ob Anspruch besteht. Ob du eine Kinderbetreuung hast( ohne gibt es kein AG !) Auch gibt es nur Arbeitslosengeld in Höhe der Stunden, in der dein Kind betreut ist.

        Hallo,

        das ist wirklich eine blöde Situation für dich.

        Also sich kündigeb lassen, wird ziemlich unmöglich werden während deiner Schwangerschaft. Da müsstest du schon den goldenen Löffel klauen. Auf eine Bitte des AN, gekündigt zu werden, würde ich als AG auch nicht eingehen, da er ja nie weiß, ob du es dir nicht plötzlich anders überlegst. Ihr scheint ja im Moment eher kein besonders vertrauensvolles Verhältnis zu haben.

        Hast du einen unbefristeten Vertrag? Falls ja, versuch es irgendwie durchzuhalten bis zum Mutterschutz. Gibt es nicht vll doch die Möglichkeit, ihn um ein Gespräch zu bitten und ganz offen mit ihm zu reden und die situation so vll zu bessern, oder ist das aussichtslos?
        Im schlimmsten Fall lässt du dich eben krank schreiben, wenn du wirklich nicht mehr zur Arbeit gehen kannst.

        Wegen des ALG I: du hast zwar die Möglichkeit, das ALG nach Elterngeldbezug zu nehmen, aber da müssen die Faktoren, wie oben genannt, stimmen: kannst du eine Betreuung nachweisen zu dem Zeitpunkt; wenn ja, wie viele Stunden etc. Außerdem würdest du doch, wenn du jetzt die Kündigung bekommen würdest, bis Bezug des EG ins ALG I fallen. EG wäre viel geringer, weil alle Monate mit Arbeitslosengeld mit 0 berechnet würden und viele Monate danach hättest du ja auch nicht mehr zur Verfügung.

        Wenn du einen unbefristeten Vertrag hast, dann würde ich an deiner Stelle 2 oder sogar 3 Jahre Elternzeit anmelden und mich in aller Ruhe und mit weniger Druck nach einem Jahr Elternzeit nach etwas anderem umschauen.
        Bei einem befristeten Vertrag würde ich dir auch raten durchzuhalten, wenn es irgendwie geht (siehe berechnung EG und ALG1), dann würde der Vertrag halt einfach auslaufen und du könntest dich dann arbeitslos melden.

        Ich wünsche dir alles Gute.

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