Das liebe Geld...

    • (1) 06.07.18 - 13:31

      Ich fĂŒhre seit kurzem ein Haushaltsbuch und muss sagen, es erschreckt mich alles etwas đŸ€”đŸ˜…

      Wir haben eine Tabelle in der alles eingetragen wird UND (am wichtigsten) am Ende angekreuzt, ob diese Ausgabe notwendig war. 😬😅
      Es kristallisiert sich schon so langsam heraus, dass wir wirklich so manche kleine und auch grĂ¶ĂŸere unnötige Ausgabe haben.

      Aber allgemein finde ich wirklich Wahnsinn, dass wir jeden Tag Geld ausgeben. JEDEN!!! Das war mir echt nicht klar 😧

      Jeden Abend sitze ich nun da und trage alles ein und je mehr ich da eintrage, umso mehr habe ich das dringende GefĂŒhl, wir sollten unser Geld besser beisammen halten.

      Es ist nicht so, dass wir Geldsorgen haben und wir sparen jeden Monat etwas aber im Hinblick darauf, dass wir mal ein Haus kaufen oder bauen wollen ist einfach jeder Euro mehr gut.

      Ich frage mich jetzt, ob wir da "normal" sind oder doch ĂŒberdurchschnittlich viel ausgeben? Ich dachte immer wir sind eigentlich recht sparsam đŸ€·â€â™€ïžđŸ€”
      Wie ist das bei Euch? Achtet ihr darauf? Ist Euch euer Konsum bewusst? FĂŒhrt ihr ein Haushaltsbuch? Versucht ihr, viel zu sparen? Wenn ja: was sind so eure Tipps?

      Ich hatte nun die Idee, 1-2 Tage in der Woche einzufĂŒhren, an denen wir "konsumfrei" leben 😆 Das mĂŒsste sich in jedem Falle auf unserem Konto wiederspiegeln! Und es ist einfach auch eine Kopfsache, denke ich...

      Das Haushaltsbuch hat in jedem Falle dazu beigetragen, dass ich echt grade jede Ausgabe hinterfrage.

      Bin ja sehr gespannt auf Eure Antworten!

      Liebe GrĂŒĂŸe

      • FĂŒr ein Haushaltsbuch bin ich viel zu unordentlich. Hab ich schon ein paar Mal versucht, aber es klappt immer nur sehr kurze Zeit.

        Aber ich weiß schon, dass die grĂ¶ĂŸten Posten eigentlich die sind, die man gar nicht so recht wahrnimmt. Hier mal eine Kleinigkeit und dann da noch eine, und dann haben die Kinder einen Wunsch oder einfach Lust auf irgendwas... Das summiert sich schon. Und wirklich brauchen tut man diese Sachen eigentlich nicht.

        Mir hilft eigentlich schon die Frage "BRAUCHE ich XY jetzt wirklich, oder will ich es grade einfach nur haben?". Meist letzteres und dann stört es mich auch nicht, wenn ich es zurĂŒck ins Regal stelle.

        Geplant kauffreie Tage wĂŒrden bei mir garantiert daran scheitern, dass mir die letzte Flasche Milch aus der Hand fĂ€llt und ich mich dann "schuldig" fĂŒhlen wĂŒrde, mein Versprechen mir selbst gegenĂŒber gebrochen zu haben.

        lg

        was heisst konsumfrei zu leben?
        Nichts einkaufen? Nichts essen, nicht ausgehen?

        Ich kaufe in der Regel 1x die Woche ein und zwischendruch mal Klenigkeiten.
        Lebensmittel schmeisse ich so gut wie nie weg, backe Bot, etc. alles selber.

        Ich kaufe keine Frauenzeitschriften, lese es entweder im Internet oder bei Kaffee trinken im Cafe..nur sparen macht keinen Spass.

        Man kann jeden Tag viel Geld zum Kochen ausgeben aber eine Linsensuppe, Kartoffelsuppe, etc ist fĂŒr zwei Tage auch lecker und preiswert.

        Schokoladensauce, etc. kostet als Fertigprodukt viel zu viel Geld, kann man alles selber machen und hĂ€lt ewig im KĂŒhlschrank....geht mit fast allen Fertigpodukten.

        Ich jage auch nicht jedes Angebot hinterher....die Fahrzeit, Spritkosten, etc. rechnen sich oftmals gar nicht.

        Ansonsten setz Dir einen Betrag x pro Woche fest u d wenn man nicht mehr hat, kann man auch nicht mehr ausgeben.

        lg
        lisa

      Hallo, ja, das ging mir nach FĂŒhren eines Haushaltbuches auch so - erschreckend! Macht einem die Konsumgesellschaft bewusst. Und ich denke, das ist auch gut so.

      Bei uns ist es so, dass ich merke, dass ich viel mehr unnötiges Zeug einkaufe, wenn ich einerseits meine arbeitsfreien Wochen und Zeit zum Bummeln habe, andererseits wenn ich ohne Einkaufszettel einkaufen gehe.

      Da wir beide berufstĂ€tig sind und unsere Freizeit mit möglichst wenig andern TĂ€tigkeiten neben der Familie fĂŒllen möchten, gehen wir allermeist nur maximal 1x/Woche einkaufen. Wir haben einen grossen TiefkĂŒhler und VorratsschrĂ€nke. Sehr vieles wird gekauft, wenn's im Angebot ist, GemĂŒse und FrĂŒchte sind wir Sommer/Herbst selbstversorgend durch unseren Garten und frieren da auch viel ein.

      Wir planen eine Auszeit und eine lĂ€ngere Reise. Deshalb habe ich mir angewöhnt, mich bei vielem zu hinterfragen, ob wir es wirklich brauchen. Vieles lege ich dann zurĂŒck - insbesondere Klamotten/Schuhe/Kosmetik - selten ist der 5. Nagellack oder die 20. Tupperdose ein wirklicher Herzenswunsch... Kinderkleider und auch Spielsachen kaufen wir seit jeher fast alles 2nd Hand und verkaufen die Dinge auch weiter - bei vielem ist es so quasi eine gĂŒnstige Miete, wir haben insgesamt wenig Spielzeug - und es ist immer noch mehr als genug!
      Auch vieles im Haushalt gĂ€be es hĂŒbscher, moderner und besser...mein Mann hat Spass am tĂŒfteln und flickt hier so einiges, das wegfliegen wĂŒrde.
      Mein Mann und ich nehmen unser Mittagessen zur Arbeit mit - so sparen wir schon mal einiges, da das Kantinenessen recht stark zu Buche schlÀgt. Auf Restaurantessen verzichten wir fast vollstÀndig - das ist bei uns sehr teuer.

      So kommt doch einiges an Erspartem zusammen, ohne dass man das GefĂŒhl hat, wirklich Verzicht ĂŒben zu mĂŒssen.

      So habe ich auch angefangen. Alles, wirklich alles aufschreiben.

      Ich gönne mir auch weiterhin was, nur gönne ich es mir jetzt bewusst.
      Dieses heute gebe ich nichts aus, klappt bei mir nicht. Termin, Spontanausflug mit Freunden etc. da wĂŒrde mich das Starre einschrĂ€nken.

      Allerdings mache ich es so, dass ich mir bewusster ĂŒberlege: brauche ich es, möchte ich es, kann ich darauf verzichten, ist es mir das wert - fĂŒr den Moment/langfristig.

      Z.B. gibt es Dinge beim Einkaufen, die sehe ich, finde ich toll.
      Jezt mache ich es so: wenn es mir wert ist, extra deswegen noch mal loszugehen, dann ist es mir das wert.
      Wenn ich es bis zu Hause wieder vergessen habe, dann brauche ich es auch nicht.

      Das klappt auch sehr gut bei Angeboten, die noch 1-2 Tage gĂŒltig sind.

      Dieses bewusstere Einkaufen tut mir nicht nur im Geldbeutel gut. Auch habe ich dadurch mehr Freude an den EinkĂ€ufen. Einfach weil ich mich bewusst dafĂŒr entschieden habe.

      Bei AusflĂŒgen ĂŒberlege ich mir, was mir wichtig ist. Eintrittspreise sind klar. Essen vor Ort, mal ein Eis, einfach weil es zur AtmosphĂ€re passt oder ist es ein "weil wir dort sind". Möchte ich das jetzt wirklich oder ist es pure Gewohnheit?
      Ja, es darf auch mal Eis oder Essen vor Ort sein. Es muss aber kein Dauerzustand sein. Das spart einiges.

      Bei tĂ€glichen EinkĂ€ufen ĂŒberlege ich mir, wie sie zu Stande gekommen sind:
      Feier und ich konnte nicht alles auf einmal tragen
      AusflĂŒge, SchulausflĂŒge,
      wegen Terminen in der NÀhe von GeschÀften, wo ich sonst nur alle paar Monate hinkomme
      oder sind es so To Go Sachen, die nicht notwendig wĂ€ren. Ab und zu, ok. HĂ€ufig: jetzt ist es wieder an der Zeit darauf zu achten. Nicht erst, wenn das Geld knapp wird, sondern fĂŒr einfach immer wieder stichprobenartig zwischendurch.

      Wenn ich es schwarz auf weiß sehe, ist es mir bewusster, realer.

      Ganz wichtig: auch Bankzahlungen aufschreiben. EC Abbuchungen sind oft so unauffĂ€llig, so (zu) bequem. Wenn ich zum Automaten gehen muss (zu Fuß), fĂ€llt mir das eher auf. Außerdem stellt sich mir hier wieder die Frage: ist mir das der Umweg/Fußweg wert.

      • Ja das tue ich. Ich checke jeden Abend im Onlinebanking was abgebucht wurde usw. Es ist halt echt viel wenn man es sich mal alles vor Augen fĂŒhrt 😧😅
        Es arbeitet in mir wegen diesem Haushaltsbuch 👍 Mal schauen, wie es weiter lĂ€uft.
        Ich habe nun auch ganz bewusst alles "wie immer" gemacht und nicht extra sparsam gedacht oderso eben um ein realistisches Bild unserer Ausgaben zu bekommen und ich sehe deutliches Verbesserungspotenzial.

    Wir haben ein ziemlich strenges monatsbudget fĂŒr Lebensmittel und Haushaltszeug. Kontrolliert wird es mit Einkaufszettel die wir sammeln und dann Ende des Monats zusammenrechnen.
    Haben dann noch Budgets fĂŒr die monatliche spar rate. Unser System gefĂ€llt mir ganz gut weil es sehr einfach zum umsetzen ist.
    Sonst gibt jeder sein Geld aus wie er will.da wir aber beide absolut keine Shoppingfans sind brauchen wir fast kein Geld dafĂŒr.

    Nein ein Haushaltsbuch fĂŒhren wir nicht. Wahrscheinlich wĂŒrde eh die HĂ€lfte fehlen 😅 Wir kommen gut ĂŒber die Runden, haben aber sicher theoretisch Einsparmöglichkeiten.

    Wir legen jeden Monate etwas fĂŒrs Haus, Urlaub und fĂŒr jedes Kind zurĂŒck. Außerdem machen wir Essensplanung bzw. Einkaufsliste fĂŒr die ganze Woche. Dann gehen wir maximal 2x die Woche einkaufen und halten uns meistens auch daran.

    Geld ausgegeben wird trotzdem jeden Tag.... zb mein Mann in der Kantine oder eben der obligatorische Kaffee. ZÀhlt das bei dir auch zu Konsum? Jetzt im Sommer gab es fast jeden Tag frische Erdbeeren oder Himbeeren unplanmÀssig vom Stand am feld.

    Ansonsten gibts durchsause Tage an denen wir eben außer essen auf der Arbeit nichts ausgeben. Dann an andren wieder mehr...fĂŒr Hobby, ein neues Buch, die Kinder ne Kleinigkeit oder einfach mal was (grĂ¶ĂŸeres) gönnen.

    Wir sind uns durchaus bewusst das es uns gut geht...und das wir sicherlich nicht total sparsam leben. Aber so wie es ist passt es fĂŒr uns sehr gut.

    • Im Grunde leben wir dann fast identisch was das Thema Konsum angeht 😅 (Bis jetzt! Ich gelobe Besserung đŸ€Ł)
      Und dennoch sehe ich eben nun nach 2 Wochen Haushaltsbuch zum ersten Mal, wie viel wirklich unnötig ist. Finde es sehr spannend und freue mich, wenn wir dadurch etwas bewusster mit unserem Geld umgehen.

      • Kannst ja mal sagen wie die Optimierung funktioniert hat 😂

        Manchmal sind wir uns auch uneinig ĂŒber die Ausgaben. Meiner Meinung nach könnte er ruhig mal essen mitnehmen....aber gut ich versteh schon das es doof ist als einziger am Schreibtisch zu essen, wĂ€hrend alle Kollegen in der Kantine sitzen 😂 Oder eine Arbeit ohne Kaffee đŸ˜± Deswwegrn ist es schwer zu sagen das ist wirklich unnötig.

        Was wĂ€re denn bei euch eindparbar bzw ĂŒberflĂŒssig?

Ist das ein bestimmtes Buch oder hast du es selber gemacht?

  • Ich habe eine Tabelle erstellt und ausgedruckt.

    Datum, Kategorie (z.B. Auto), Typ (z.B. Tanken), Person (wen betrifft es?), notwendig (ja/nein), Einnahme, Ausgabe. Also du trĂ€gt eben auch alles Positive ein. 👍

    Anhand der Kategorien lĂ€sst sich exakt zusammenrechnen, wofĂŒr genau das meiste Geld draufgeht. Die Kategorien muss man sich im Grunde selbst ausdenken, was da so Sinn macht.

(14) 06.07.18 - 14:53

Ich fĂŒhre kein Haushaltsbuch. Was meinst du denn mit zwei konsumfreien Tagen? Kaufst du tĂ€glich ein? #kratz

Durch die Elternzeit bin ich gerade zuhause. Ich kaufe zweimal die Woche im Supermarkt ein und etwa einmal im Monat in der Dogerie. Wir brauchen eigentlich kaum je Dinge die wir nicht dort bekommen. Kleidung, Spielzeug oder diverse andere Artikel kaufen wir höchstens einmal im Monat.

Ich frage mich gerade echt was du mit tÀglich Geld ausgeben meinst?

  • Ich bin auch in Elternzeit mit dem dritten Baby.

    Ich kaufe nicht unbedingt tĂ€glich ein, nein. 😅 Zumindest nicht was den Wocheneinkauf angeht, den haben wir einmal die Woche.

    Aber dennoch geben entweder mein Mann oder Ich irgendwie tĂ€glich Geld aus aktuell. Sei es Tanken, Erdbeeren vom Feldstand, ein Brötchen zum Mittagessen, ein Eis essen gehen, gestern habe ich neue BettwĂ€sche fĂŒr die Mittlere gekauft zum Beispiel, vorgestern nochmal schnell zu Rossmann weil irgendwas fehlte...
    Aber natĂŒrlich fĂŒhre ich auch alle Versicherungen usw auf. Die kommen ja auch nicht alle an einem Tag!

    Irgendwie kommt da einiges zusammen. Ich fĂŒhre das Buch jetzt seit 2 Wochen und es verging kein Tag ohne dass Geld floss. đŸ€·â€â™€ïž

    Finde es ja eben auch so erschreckend aber genau dafĂŒr machen wir es ja 😅 Vielleicht entlarven wir so viel unnötiges.

Top Diskussionen anzeigen