Wieviel Leistung, Patchwork?

    • (1) 08.07.18 - 12:28

      Hallo Zusammen,

      ich lebe mit meinem Freund und seiner Tochter in einem gemeinsamen Haushalt. Die Tochter lebt hauptsächlich bei uns. Die Mutter erhält jedoch Unterhaltszahlungen und Kindergeld (aktuell noch...es befindet sich alles in Klärung). Mein Freund arbeitet 35 Stunden und ich arbeite 40 Stunden die Woche.
      Wir möchten nun ein gemeinsames Kind und es stellt sich mir die Frage....wie klappt das finanziell.
      Möglichkeit 1. Die Tochter lebt weiterhin bei uns (alle 14 Tage über WE bei der Mutter) und die Unterhaltszahlung wird eingestellt sowie die Kindergeldzahlung geht an den Vater/Uns.
      Möglichkeit 2. Die Tochter kommt nur alle 14 Tage und mein Freund muss Unterhalt zahlen. Wie es im Enddefekt läuft wissen wir aktuell noch nicht. Die Mutter erhält Zahlungen vom JobCenter und hat noch ein weiteres Kind.

      Frage 1. Ich erhalte wenn wir ein Kind bekommen (6/8 Wochen) Mutterschaftsgeld welches gleichwertig ist wie mein letztes Nettogehalt und Kindergeld ab dem ersten Lebensmonat. Korrekt? Danach erhalte ich Elterngeld für 12 Monate von ca. 67% meines Nettogehalts + Kindergeld. Auch richtig? Gibt es hier noch andere Leistungen die wir geltend machen können?

      Haben wir als Familie "nach der Familie" irgendwelche Ansprüche bezüglich Unterhaltszahlungen (muss mein Freund weiterhin Unterhalt zahlen obwohl wir selbst nicht viel Einkommen haben wenn ein zweites Kind da ist)? Mein Freund würde nach der Geburt natürlich 40 Stunden arbeiten und ich kümmere mich um Beide Kinder zu Hause (Tochter ist bereits 10 J.).

      Alles etwas verwirrend #schwitz
      Vielleicht ist ja jemand auch in einer Ähnlichen Situation. Also Vater lebt mit neuer Partnerin und Kind zusammen und ein weiterer Kinderwunsch besteht.

      • (2) 08.07.18 - 13:38

        Elterngeld errechnet sich aus dem Brutto und klar muss er bei Variante 2 Unterhalt zahlen, egal wie viele Kinder er von wie vielen Frauen hat, die Kinder sind immer gleichwertig.

        • (3) 08.07.18 - 14:50

          Bei einem Verdienst von 1600 Euro von denen 200 Euro weggehen an Unterhalt und mein Anteil von 1000 Euro hätten wir einen Betrag im Moment von 2600 Euro übrig. Davon eine Familie ernähren und Kredit tilgen finde ich schwierig. Seh seh ich was falsch ?

          • (5) 08.07.18 - 16:25

            Schwierig ist die eine Sache. Die rechtliche Seite ist die andere Sache. Und die rechtliche Seite sagt ganz klar, dass Unterhalt für das Kind vorgeht, auch vor den Kredit. Ihr müsst euch halt ausrechnen ob ich euch ein Kind leisten könnt bzw wollt.

            Machbar ist es mit 2400 Euro auf jeden Fall. Vielleicht könnt ihr ja den Kredit ein wenig Strecken und so die Rate verringern.

            LG

            (6) 08.07.18 - 18:10

            Was verdienst du brutto mit deinen 40std?
            Was verdient dein Freund mit seinen 35 Std?

          • (7) 08.07.18 - 20:38

            Hmm naja.. das ist leider so wenn man bereits ein Kind hat. Andere Familien die bereits ein Kind haben müssen das ja auch weiter finanzieren (auch wenn es bei einem selbst lebt und man nicht getrennt ist).

            Ich denke man müsste ggf im Vorfeld so viel sparen dass du dir die EZ leisten kannst bzw ihr euch ein 2.Kind.

            Hall

            Du bekommst ja auch Kindergeld. Sind dann 2594 Euro für 3 Personen. Finde ich jetzt nicht wenig. Kredir ist euer Privatvergnügen.

        (9) 08.07.18 - 16:33

        Ja, Elterngeld berechnet sich aus dem Brutto. Als Faustformel stimmen aber die ca. 65-67% des Netto. Nicht, dass hier jemand denkt er würde 65-67% des Brutto bekommen ;-)

    (11) 08.07.18 - 16:03

    Hallo,
    Kinder muss man sich leisten können. Ist blöd, ist aber so. Kann er sich zwei Kinder leisten? Oder du dir eins alleine?

    Das ist die Frage, denn Unterhalt wird er weiter zahlen müssen, sofern die Tochter nicht dauerhaft bei euch lebt und vom Vater betreut wird. Vom Unterhalt wird das Kindergeld hälftig abgezogen und im Falle weiterer Kinder werden diese auch berücksichtigt, d.h. der Unterhalt fürs erste Kind wird voraussichtlich ein paar Euro niedriger ausfallen, wenn ein weiteres kommt.
    Es gibt einen Selbstbehalt, ihm bleiben grob um die 1080 Euro. Alles darüber kann verteilt werden, falls erforderlich.

    Wenn die Tochter bei euch lebt, müsste die Mutter Unterhalt zahlen, sofern sie kann. Wo nichts ist, kann man nichts holen. Da gibt es aber noch Regelungen, mit denen ich mich nicht auskenne (Unterhaltsvorschuss etc.).

    Die Kinder gehen immer vor, d.h. Betreuungsunterhalt für die Mutter in den ersten Lebensjahren käme erst nach dem Unterhalt für die Kinder.
    Beide Kinder haben Anspruch auf Unterhalt und sind als gleichwertig zu betrachten.

    Abgesehen vom Elterngeld für ein Jahr oder gesplittet auf zwei Jahre und dem Kindergeld gibt es keine Zuschüsse speziell für Eltern. Es sei denn ihr lebt in Bayern, da gibt es noch andere Regelungen, mit denen ich mich allerdings nicht auskenne.

    So mein Wissensstand.

    (12) 08.07.18 - 17:18

    Linnea hat es schon sehr gut zusammengefasst. Die nächste Frage wäre, ob die Mutter der älteren Tochter eine ex Frau war. Wenn ja, dann hat sie als bedürftige unter Umständen auch noch einen eigenen Anspruch gegen den Kindesvater.
    Dein Gehalt ist übrigens bei gemeinsamem Haushalt such interessant, da er Vorteile durchs zusammen wohnen hat.

    Kurz und knapp : zivilrechtlich muss er UH zahlen, wenn das Kind nicht hauptsächlich bei euch wohnt. Wie viel, das kommt aus Einkommen an (schau mal in die Düsseldorfer Tabelle). Daneben wird eine sozialrechtliche Vergleichsberechnung gemacht, ob er den UH leisten kann.

(14) 08.07.18 - 21:36

Hallo

Nein, du erhälst nach dem Mutterschutzgeld 10 Monate Eg, keine 12.
Wenn die Tochter deines Freundes bei euch lebt, muss er doch keinen Unterhalt zahlen und das Kindergeld steht euch komplett zu.

(17) 08.07.18 - 21:42

Hallo,

wenn die Große bei euch bleibt, dann solltet ihr nicht heiraten. Denn solange hätte dein Freund Anspruch auf Unterhaltsvorschuss. Trotzdem sollte dann die Mutter auch alles tun, um den Unterhalt der Großen zu erwirtschaften.

LG

Hallo,

warum werde ich das Gefühl nicht los, daß Kind ist Euch lästig?
Ich würde doch erste einmal klären, wo das Kind weiterhin lebt. Unabhängig davon, was sie Euch kostet. Wenn das geklärt ist, kann man die Finanzen in Angriff nehmen und dann ein weiteres Kind planen. Hier geht es um ein Kind, nicht um einen Gegenstand, den man beliebig hin und her schieben kann.

LG

  • Nein. Die Tochter ist nicht lästig. Im Gegenteil, wir hoffen dass sie weiterhin bei uns ist und bleibt. Und das nicht wegen Geld.
    Ich habe bei 40 Stunden 1500 netto aktuell und er 1600 bei 35 Stunden
    Ich bin 32 und möchte auch nicht mit 35 Jahren erst anfangen mit eigenen Kindern.
    Ich finde es auch nicht egoistisch. Zumindest mach ich mir im Gegensatz zu vielen anderen Menschen viele Gedanken darum ob alles machbar ist.
    Wir leben in Bayern.

    • Wie gesagt, klärt doch bitte erst alles ab und bekommt dann Eurer Kind.
      Es ist löblich, daß Ihr Euch Gedanken macht, ich wollte Dir auch nichts unterstellen, ich hatte nur den Eindruck, daß das geplante Kind jetzt volle Priorität hat.

      • Beides hat Priorität.
        Und ich weiss auch dass es die nächsten Jahre immer streitigkeiten geben wird.
        Wieso sehen das viele immer schwarz weiss.
        Ich finde es nicht richtig das man als Stieffamilie so zurückstecken muss.
        Wir wollen beide ein kind und wir gehen beide schon immer arbeiten.

        • Dein Mann hat aber schon ein Kind und Du hast ihn Dir ausgesucht. Ich will auch ganz viel, geht aber nicht immer.

          • Das ist richtig. Aber ich glaube keine Frau weiß wirklich worauf man sich tatsächlich einlässt. Wir machen als Familie das beste daraus aber ich denke auch dass ein unerfüllter Kinderwunsch nicht zu unterschätzen ist und unglücklich macht. Davon hat dann der Rest der Familie auch nichts oder ?
            Die kleine ist wie eine Tochter. Aber dennoch nicht das leibliche Kind. Ich habe ein anderes Verständnis für manche Situationen da sich der Schalter im Kopf einfach nicht auf „Mama“ eingestellt hat. Die Natur hat ja auch Einfluss auf die Gefühle und Hormone welche das denken beeinflussen. Ich glaube dass ich besser als Stiefmutter agieren kann wenn ich selber weiß was es heißt eine leibliche Mutter zu sein.
            Ich hatte im Januar eine FG nach ungeplanter SSW. Das Stiefkind sagt oft „Mama“ zu mir was auch jetzt noch sehr schmerzt und man sich verkneift zu sagen „ich bin aber Keine Mama“
            Ich denke die wenigsten können nachvollziehen was das bedeutet in solch einer Situation zu sein.

    (25) 10.07.18 - 08:04

    Euer Einkommen reicht doch für ein 2 Kind.

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