Beschäftigungsverbot

    • (1) 10.07.18 - 10:00

      Hallo ihr Lieben,
      Also folgende Frage, ich arbeite in einer Dialyse und bin in der 10. Woche schwanger. Seit knapp 2 Wochen bin ich mit Blutungen krank geschrieben. Mein AG hat mich nun gebeten, den Frauenarzt um ein individuelles Beschäftigungsverbot zu bitten, da ich ja so definitiv nicht zurück kommen kann in meinem Job. Alternativ wäre der Schonplatz in der Ambulanz möglich allerdings müsste ich da, da es sehr komplex ist 3 Monate eingearbeitet werden. Heißt, sobald ich keine Blutungen mehr habe (keine Ahnung wann das sein wird) gehen wir mal von August aus, 3 Monate. Heißt ich stehe dann November und einem Teil vom Dezember in derr Ambulanz zur Verfügung, vorausgesetzt es gibt keine erneute Krankschreibung. Im Dezember beginnt der Mutterschutz.
      Also habe ich heute meinen Frauenarzt angerufen und den Fall geschildert, ihre Aussage ist, dass Blutungen im 1. Trimester immer zur AU führen und es keine Diagnose für ein Beschäftigungsverbot ist.
      Mein Kollegen laufen auf Hochtouren weil wir 2 Dauerkranke haben, Urlaubszeit ist und ich jetzt noch schwanger mit AU ausfalle und damit auch kein Ersatz geschaffen werden kann, da ich ja die Stelle besetzte.
      Wäre ich im BV, könnte jemand auf die Stelle einbestellt werden...

      Ich bin gespannt auf eure Meinungen, vielleicht hat jemand diesbezüglich Antworten.

      Ich hoffe ihr versteht mein wirres Geschreibe.

      Mein AG bemüht sich jetzt um ein Termin beim Betriebsarzt.

      Ich bin ziemlich wütend, weil die einen Frauenärzte die Schwangeren reihenweise ins BV schreiben und andre sich so haben.

      Ich sitze richtig zwischen den Stühlen und das nimmt mich psyschisch ziemlich mit.

      Vielen dank und liebe Grüße.
      It-is-magic mit Nudel 9+5 im Bauch und 2 Jungs an der Hand

      • (2) 10.07.18 - 10:05

        Da es einen alternativen Arbeitsplatz gibt sehe ich keinen Grund für ein BV.

        Zumal dieses dein Chef ausstellen muss wenn er dir keinen anderen Arbeitsplatz geben kann.

          • Na und? Das hört ja wieder auf. Alsorwuct eine Krankschreibung aus und danach kannst du wieder fein arbeiten gehen oder dein AG schickt dich ins BV. Da gibt’s für ihn keine Nachteile, kostet ihn nichts und er kann Ersatz besorgen.

            Voraussetzung für ein BV ist, dass du generell arbeitsfähig bist. Mit einer drohenden Fehlgeburt bist du es aber nicht. Daher hast du aktuell sowieso nur ein Recht auf eine AU.

          • (7) 10.07.18 - 13:21

            Eine Arbeitsfähigkeit, die hast du durch die Blutungen nicht, sind aber gesetzliche Vorgaben für ein BV.

            Steht übrigens im Gesetz für jeden nachzulesen.

      (8) 10.07.18 - 10:08

      Hallo :) bei mir ist es fast genauso!
      Ich bin seit 3 Wochen krankgeschrieben und in unnserem Maklerbüro arbeiten wir nir zu dritt. Ich bin für Außentermine zuständig und für die Vermietung. Ich schaffe es körperlich einfach nicht diese ganzen Termine wahrzunehmen da ich mit Übelkeit, starken Rückenschmerzen und was am Herzen (wird noch untersucht) flach liege.
      Meine Arbeit stapelt sich ins unermessliche und meine Chefin kann keinen neuen Mitarbeiter einstellen, weil ich ja jederzeit wiederkommen könnte.
      Meine FÄ meinte nur dann soll der Arbeitgeber mich ins BV setzten, aber das bedeutet im Umkehrschluss das meine Chefin teotzdem einen Teil für mich weiter zahlen muss. Das ist in soeinem kleinen Betrieb nicht ohne weiteres möglich. Ich fühle mich furchtbar das ich die beiden so hängen lasse 🙁

    (15) 10.07.18 - 12:15

    Dein AG muss doch einkalkulieren, dass jeder MA mal krankheitsbedingt ausfällt und weibliche MA schwanger werden. Das ist ganz einfach unternehmerisches Risiko und weder Dein Problem, noch das der Allgemeinheit.
    Du schreumibst doch selbst, dass du nicht arbeitsfähig bist, da ist doch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nur logisch!

Hallo meine Liebe,

genau das gleiche Problem hatte ich auch. Dein FA stellt sich deshalb quer, weil die Krankenkassen denen immer auf die Finger hauen, sobald ein BV ausgesprochen wird. Dein AG kann dich über den Betriebsarzt ins BV schicken, da muss die Kasse auch zahlen, die können aber nicht aufmucken, weil die AG´s das mit ihren Beiträgen absichern.
Ich musste nicht mal zum Betriebsarzt. Hat sich mein Chef drum gekümmert und als ich nach 2 Wochen aus dem krank kam, ging´s sofort ins BV. Und jeder nächste Vorgesetzte von mir findet das gut und richtig.
1. Die können die Stelle besetzten, wie du schon sagst.
2. Zahlen muss die KK, keine Kosten für den AG.
3. Falls auf Arbeit irgendwas passiert und du dein Kind verlierst, ist das Geheule hinterher groß - das Risiko wollte bei mir keiner eingehen.
Mach dir nicht so viele Gedanken. Geh deinem AG bissl auf den Sack, dass das schnell über die Bühne geht und genieße dann die Zeit! Sicher weder die Blutungen aufhören und du fühlst dich auch wieder zum Arbeiten bereit, aber bis dahin ist alles ungewiss. Also kein schlechtes Gewissen haben und ins BV gehen!

Liebe Grüße
Denise mit Helena (26+0) unterm Herzen

#liebdrueck

  • Was ich aber nicht verstehe ist, dass ich bei meinen ersten Sohn 2012, nicht mal ne Woche krank geschrieben war wegen Grippe. Daraufhin habe ich direkt von der Krankenkasse die Aufforderung erhalten ins BV zu gehen...

    Mich nervt einfach nur noch alles.

    • Damit hat die Krankenkasse deutlich ihre Kompetenzen überschritten und wollte vermutlich vermeiden, nach 6 Wochen Krankengeld zahlen zu müssen.

      • Bin ich damals nicht gegangen, habe denen gesagt dich ich eine Erkältung hatte

        • Solche Übergriffe stehen der KV überhaupt nicht zu, darauf wollte ich hinaus, weil Du das Beispiel angeführt hast, um Deine Argumente für ein Bv zu untermauern. Dass jede beteiligte Partei bestrebt ist, für sich das Beste aus der Situation zu holen, liegt in der Natur der Sache. Bei Dir war und ist die Situation rechtlich aber sehr eindeutig und Dein Arzt vollkommen im Recht.

Auch Betriebsarzt und AG müssen sich für ein BV rechtfertigen und mit einer Überürüfung durch die finanzierende Stelle (das ist nicht die KV, die zahlt nur die Gelder der Umlagekasse aus) rechnen.

(22) 10.07.18 - 10:10

Ich versteh dir AG alle nicht 🙄 sie wollen ein BV dann sollen auch Sie.das gefälligst ausstellen. Der FA ist nur für das BV bei Gefährdung der Mutter oder des Kindes zuständig und nicht weil der AG keinen gerechten Arbeitsplatz hat. Sag deinem Chef doch das er es ausstellen soll.

  • (23) 10.07.18 - 10:17

    Na ich habe doch aber Blutungen und bin mit drohenden Abort krank geschrieben. Habe auch eben aus dem Muschu-gesetz einen Absatz gefunden, dass im Falle von Blutungen ein sofortiges allgemeines BV ausgesprochen werden sollte.

    Ich verstehe die Welt nicht, mein AG kümmert auch auch schon, dass ich über den Betriebsarzt ins BV kann aber bei Blutungen ist nun mal die FÄ zuständig...

    • Das BV darf der Arzt aber nur ausstellen, wenn Du grundsätzlich wi der Arbeitsfähig bist. Und genau das ist der Knackpunkt .....du bist eben krank. Die AU hat Vorrang vorm BV - da gab es gestern einen post hier - schau mal dort rein.

      Alles Gute

      Ich hatte auch Blutungen, aber in deiner Woche, so hart es klingt, bringt da auch ein BV nichts. Entweder es bleibt oder eben nicht.

      Mein BV wurde vom Arbeitgeber ausgestellt, aber aufgrund de Gefährdung durch meine Klienten die ... sagen wir mal ... öfter ungehalten reagieren.

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