Teilzeitbeschäftigungsverbot

    • (1) 12.07.18 - 15:52

      Hey ihr Lieben.
      Habe mal eine Frage. Ich bin gerade in der 24. SSW. Eigentlich bisher problemlos, bis auf paar Wehwehchen. Seit 1-2 Wochen quäle ich mich aber auf Arbeit so (spätestens ab Mittags). Bin hundemüde. Kann mich kaum konzentrieren, muss echt alle 15 Minuten aufstehen. Zudem kommt gelegentlicher Drehschwindel und wie so ein drückender Kopf. Alles wahrscheinlich keine sehr schlimmen Beschwerden. Und ich könnte ja die letzten 9 Wochen so durchziehen, aber gut fühle ich mich nicht. Kommt aber auch gerade eine private Belastung hinzu. Was meint ihr. Kann man mit dem Arzt sprechen, dass man nur noch 4,5 oder 6 h arbeiten darf. Oder haltet ihr das für übertrieben? Will ja niemanden im Stich lassen und zu hören bekommen schwanger ist nicht krank. Danke für alle Antworten LG

      • (2) 12.07.18 - 15:54

        Lass dich doch erstmal krank schreiben, danach geht's vll wieder, meistens sind das nur kurzfristige Beschwerden, wo bissl ausruhen hilft, dann sind die privaten Probleme vll auch geklärt

        (3) 12.07.18 - 15:57

        Hier für ist nicht der FA zuständig (nur bei Gefährdung für Mutter oder Kind) sondern dein AG. Ich würde mal mit dem Reden und ihm erklären wie es ist. Nicht alle AG sind dagegen und halten ihre Angestellten für frech weil sie nachfragen.

      Ich denke, da scheiden sich die Geister und Meinungen.

      Ich bin in der 25SSW und habe genau das selbe. Könnte im stehen schlafen, mir tut teilweise der Steiß so unglaublich weh, ich hab schubweise Migräne , Wasser in den Beinen und neben Haushalt und großer Tochter kommt jetzt noch ein Umzug dazu, den ich planen muss.

      Es gibt Tage, da habe ich auch einfach keine Lust mehr.
      Ich hab mir vor MuSchu 2 Wochen Urlaub und eine Woche Ü-Stunden genommen. Somit muss ich noch knapp 6 Wochen arbeiten.

      Rede vielleicht erstmal mit deinem Chef, ob man da ne Einigung finden kann. Und wenn nicht, dann mit deinem FA wegen Teil-BV.

      Alles Liebe

      • (6) 12.07.18 - 16:08

        Für diese harmlosen SS-Beschwerden bekommt man eine AU und kein BV! Weder sie noch das Leben des Kindes sind gefährdet. Das ist Betrug am Sozialsystem. Dafür gibt es aine AU. Selbst bei drohender FG gibt es kein BV. LG

    (8) 12.07.18 - 16:06

    Ein BV wirst wegen dieser normalen SS-Beschwerden nie bekommen. Dafür ist der FA zuständig und nennt man individuelles BV. Das, was die Vorrednerin meinte, ist ein generelles BV und das gibt dir dein AG und nur, wenn er keine Arbeitsbedingungen schaffen kann, die einer Schwangeren gerecht werden, bei Umgang Chemikalien o.ä.

    Da musst du durch oder eine AU anfragen , das BV ist nicht für solche Fälle gedacht, da weder du noch Dein Kind akut gefährdet sind. Selbst bei drohender FG bekommt man eine AU.

    Zur Info:

    Bei folgenden Beispielen handelt es sich in der Regel um Erkrankungen, die kein individuelles Beschäftigungsverbot, sondern eher Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben:

    Schwangerschaftsspezifische Erkrankungen, z. B.:
    Präeklampsie (EPH-Gestose, Spätgestose oder Schwangerschaftsintoxikation),
    drohender Abort,
    unstillbares Erbrechen.

    In der Schwangerschaft sich manifestierende Erkrankungen, z. B.: Diabetes,
    Hypertonie,
    Asthma.

    Schwangerschaftsunabhängige Erkrankungen, z. B.: virale oder bakterielle Infekte.

    Siehe auch: https://rp-giessen.hessen.de/sites/rp-giessen.hessen.de/files/content-downloads/Artikel_zu_§_3_MuSchG.pdf

    Und das gilt auch bei Verkürzung der Zeiten.
    LG

(10) 12.07.18 - 16:14

Und lass deinen Eisenwert kontrollieten.
LG

Sprich bitte mit deiner Ärztin welche Lösung für euch am besten ist. Ich habe ein Teilzeit-BV aufgrund von extremer Müdigkeit (ich hab Mittags teilweise auf WC geweint vor Erschöpfung), ISG-Schmerzen, die bei langem sitzen kaum auszuhalten sind und ziemlichen Stress. Bei mir hat es leider dazu geführt dass Wehen habe, zum Glück aber unproduktiv.
Meine Ärztin wollte mich auch erst krank schreiben, aber diese Lösung ist für alle die beste. So kann ich meine Arbeiten weiter bearbeiten und auch abschließen und meine Kollegen müssen nicht immer für mich einspringen wenn ich mal wieder krank bin.

Wegen der Müdigkeit kannst du aber auch deinen Eisenwert überprüfen lassen. Vielleicht ist da ja auch was im argen.

Alles Gute dir weiterhin 🍀

  • (12) 12.07.18 - 16:44

    Ja, bei dir gab es vorzeitige Wehen, das ist dann eine Auswirklung. Solange es aber "nur" Überlkeit ist und Pdikeit ist, ist das schon etwas anderes. Der Eisenwert wäre wohl das erst, was zu kontrollieren wäre. LG

    • Meine Ärztin hätte aber schon gerne eher so gehandelt. Ich bin immer so müde gewesen, dass ich nachmittags auf der langen Heimfahrt im Auto eingeschlafen bin, sobald es mal zum Stop bzw Stau kam. Erst das Hupen anderer Autos hat mich wieder hochschrecken lassen. Das war ihr auch schon zu gefährlich, aber ich dachte ich habe es im Griff. Zuhause habe ich nur noch auf die Couch fallen können und habe etliche Male vor Erschöpfung geweint und mich sehr gestresst.
      Ich denke es kommt halt auch immer auf das Ausmaß an. Müdigkeit klingt erst einmal nicht schlimm, aber inwieweit es dann vielleicht doch relevante Auswirkungen hat, kann man vielleicht von außen gar nicht immer so beurteilen und können FA und Schwangere bestimmt und hoffentlich gut beurteilen.

(14) 12.07.18 - 16:48

Ich habe es so gemacht, dass ich meinen Resturlaub einfach über Stunden verteilt und recht spontan genommen habe. Das fanden alle gut, da ich dann auch mal selber sehen konnte, wie es lief und so ein Einsatz wird dann auch gewürdigt, wenn man wiederkommen möchte in den Job. Wenn es denn einen Tag mal gar nicht ging, kam die AU und ansonsten bin ich mal zwei Stunden früher gegangen mit zwei Achtel des Urlaubs. Sprich mit deinem Chef. LG

  • (15) 12.07.18 - 16:53

    Übrigens: bei der Regelung hat mich mein Chef auch schon mal früher gehen lassen einfach so ohne Urlaub, wenn es z.B sehr warm war im Büro etc. Wir haben uns aufeinander zu bewegt. Hinterher würde es ja auch besser. LG

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