Muss ich ein schlechtes Gewissen haben - Elterngeld für Kind 2

    • (1) 14.07.18 - 20:28

      Hallo!

      Ich hätte gerne eure Meinung.
      Ich bin eigentlich jemand, der das Geld durch Arbeit verdienen will. Also ich schau nicht nach Wohngeld oder sonstige Hilfen, oder überlege Tricksereien, nur um hier und da ein paar Euro rauszuschlagen. (Nichts gegen diejenigen, die das wirklich brauchen!)
      Und zwar endet in 2 Monate das erste Jahr meiner Elternzeit, also auch der Elterngeldbezug.
      Beim AG (keine tolle Arbeit, will da auf Dauer eigentlich nicht zurück) habe ich mal 3 Jahre EZ angegeben. Der Plan war bisher, dass ich spätestens ab dem zweiten Jahr bei einem anderen AG wieder zu arbeiten anfange.
      Jetzt denke ich über ein zweites Kind nach. 2 Jahre Abstand wären schon schön. Wenn ich in den kommenden Monaten aber nicht arbeite, gibt es ja auch nur die 300 Euro. Mehr wäre natürlich schön :-p Viel Geld verdienen mein Mann und ich nicht, daher zählt jeder Euro. Naja, sagen wir mal jeder Fuffziger.

      Also würde ich gerne die Kleine in die KiTa geben und arbeiten.
      Variante 1: Beim alten AG EZ abbrechen und Vollzeit anfangen. Wenn ich aber schwanger werde, dann würde ich ein BV vom AG bekommen. Das war bei der ersten SS auch so.
      Angenommen, ich werde schnell schwanger, dann fände ich das für meinen AG auch doof, als ob ich ihn ausnutzen würde. Wäre mir echt unangenehm. Aber theoretisch hätte ich ja nichts gegen das Arbeiten in der SS. Kann ich ja nix dafür, dass er keine geeignete Stelle hat, oder?
      Variante 2: In EZ in TZ arbeiten. Aber auch dann wäre ja eine SS für den neuen AG irgendwie blöd. Wäre mir auch unangenehm. Vielleicht käme da anfangs auch eine Krankschreibung wegen Übelkeit.

      Also egal wie ich es mache, mir wäre das gegenüber jedem AG wirklich unangenehm.
      Und alles nur, weil ich mehr Elterngeld will.

      Muss ich ein schlechtes Gewissen haben? #zitter

      Ich freue mich auf eure Meinung

      • (2) 14.07.18 - 20:53

        HI

        Funktioniert die Umsetzung Deines Planes überhaupt?

        Bei uns (auch Bayern) geht das Krippenjahr am 1.9. los ... für den 1.9.2018 wärst Du überall deutlichst zu spät dran - oder hast Du schon einen Platz?

        Wenn Du Deinem AG gesagt hast "ich komm 3 Jahre nicht" und du nun auf einmal doch arbeiten möchtest, dann musst Du erstmal schauen ob das überhaupt funktioniert

        Wie das ist mit Elternzeit kündigen und wieder Vollzeit anfangen weiß ich nicht (ich hab meine Arbeitsverträge immer gekündigt und somit auch die EZ um bei einem neuen AG anzufangen)

        Und wenn Du dann das Kind in der Krippe hast und wieder VZ oder auch TZ in EZ arbeiten gehst, musst Du dann erstmal schwanger werden ... muss ja nicht immer im 1 oder 2. ÜZ funktionieren

        Genauso könnte Dein AG es mittlerweile geschafft haben auch schwangerschaftsgerechte Arbeitsplätze anzubieten ... dann musst Du auch nicht ins BV.

        VG

        • (3) 14.07.18 - 22:34

          Klar, da kann auch einiges anders laufen.
          Wenn ich nicht ins BV käme, hätte ich kein schlechtes Gewissen :)
          Mein alter AG könnte mir auch gleich nach Arbeitsbeginn kündigen.
          Oder es passiert irgendwas anderes.

      (4) 15.07.18 - 10:11

      Schlechtes Gewissen, nein.
      Viele versuchen und verfolgen so einen Plan.

      Eine andere Option wäre, dass du (bei einem neuen AG oder beim Alten) arbeitest und dein Mann die Elternzeit nimmt. Er hat ja durchgehend voll gearbeitet.

    • (5) 15.07.18 - 10:45

      Variante 1 wird nur mit Zustimmung des AG funktionieren.
      Variante 2 wäre möglich.

      Beide setzen allerdings voraus, dass du eine Betreuung findest. Ist das bei euch so problemlos möglich?

      Hallo,

      Ganz ehrlich: Du machst dir viel zu viel Gedanken darüber, wie es schön für deinen Arbeitgeber passen würde.
      Mach dir Gedanken, wie es für DICH am besten passt.
      Deine Ansicht in allen ehren, aber damit müssen Arbeitgebern leben, dass Frauen schwanger werden können. Und du bezeichnest dich ja als arbeitswillig und wenn es dann doch nicht klappt ist es halt so.

      Zumal du ja gar nicht schwanger bist und 1. überhaupt nicht weisst ob es überhaupt klappen wird mit einem 2. Kind und 2. wenn es klappt auch nicht weisst wann es soweit sein wird.

      Also würde ich das Kind so lange in die Kita geben, wie mir das von meiner Einstellung her gefallen würde und es dem Kind gut tut. Dann würde ich in dem Job arbeiten wo ICH am besten gestellt bin und finanziell das beste für MICH erhalte.
      Und dann würde ich weiter versuchen Kinder zu bekommen, frei von dem Gedanken, was das für andere bedeutet.
      Denn: MIR / DIR dankt es kein Arbeitgeber die (falsche) Rücksichtnahme und die eigenen Pläne / Finanzen hintenanzustellen.
      Ein Arbeitgeber sieht dich als Mitarbeiter und als Nummer unter vielen.
      Wenn ein Arbeitgeber dich loswerden möchte überlegt er auch nicht lange, wie er es dir am bequemsten machen kann. Umgekehrt gesehen.

      Also schau ein bisschen mehr, wie DEINE Situation am besten geregelt ist.
      Denk in erster Linie an DICH und deine Familie, grad weil du schreibst das Geld ist knapp.
      Das heißt ja nicht, dass du als "Schmarotzer" durchs Leben gehen musst, der alle ausnutzt. Da gibts ja noch den Weg der Mitte.

      Mich wundert es nicht, warum Beruf UND Familie hier im Land für Frauen immer noch so schwer zu vereinen sind.
      So manche legt sich selbst die größten Steine in den Weg. Mit dieser Einstellung, sich an falschen Ecken zurückzunehmen. Und seine Pläne mit den falschen Richtlinien festzumachen. Durch falsche Rücksichtnahme anderen gegenüber.

      VG

Top Diskussionen anzeigen