Schreiben Jobcenter/ Unterhalt

    • (1) 15.07.18 - 09:19

      Huhu!

      Ich hätt gern mal eure Meinung gehört...

      Mein Freund hat einen Sohn (7Jahre alt) aus einer früheren Beziehung. Er zahlt jeden Monat 105% laut Düsseldorfer Tabelle.
      Schon seit der Trennung 2013- es gab da nie Probleme.

      Gestern war ein Schreiben vom Jobcenter im Briefkasten, dass für den Sohn Leistungen bezahlt werden und er als Vater eventuell unterhaltspflichtig sei und er solle seine Vermögensverhältnisse offen legen 🤔

      Heißt das jetzt, die Kindsmutter hat beim Jobcenter den Unterhalt verschwiegen?
      Ich hab mal etwas im Internet geschaut, demnach hätte er einen Anspruch auf Leistungen von knapp 300€, der Unterhalt ist aber schon höher als dieser Betrag...
      Also bräuchte das Jobcenter doch gar keine Leistungen für den Sohn erbringen, oder?

      LG Ladymacbeth82

      "Ich hab mal etwas im Internet geschaut, demnach hätte er einen Anspruch auf Leistungen von knapp 300€, "

      Und Unterkunftskosten?

      Das Schreiben muss nicht heißen, dass der Unterhalt verschwiegen wurde, es wird sich um eine Überprüfung handeln, ob der Unterhalt in der korrekten Höhe gezahlt wird.

      • 322€ Unterhalt und 194€ Kindergeld sollten doch den Regelbedarf von 296€ decken- falls die Zahl nicht stimmt, ich hab nur das gefunden, deshalb frag ich hier nach.

        Es geht eben nicht um die Höhe, damit haben wir kein Problem, der Unterhalt ist korrekt berechnet und wird auch regelmäßig angepasst. Es geht darum, dass das Jobcenter Leistungen für den Sohn bezahlt und die prüfen wollen, ob nicht mein Freund diese Leistungen in Form von Unterhalt zahlen müsste... tut er aber ja eh.

        • Wenn deine Meinung eh schon feststeht (=böse Ex beschummelt das Jobcenter), was fragst du dann hier nach?!

          "322€ Unterhalt und 194€ Kindergeld sollten doch den Regelbedarf von 296€ decken"

          Und nochmal: Was ist mit den Unterkunftskosten? Oder lebt das Kind auf der Straße?! #augen

          • Eben das wollte ich nicht- ich wollte wissen, wieso man so ein Schreiben vom Jobcenter bekommt, wenn man regelmäßig Unterhalt zahlt... Ich finde im Internet nur Angaben zur Höhe des Bedarfs und dieser beläuft sich auf 296€, laut Jobcenter wird dieser momentan von denen bezahlt und ich frage mich, warum sie das tun, wenn der Bedarf gedeckt ist. Da steht nichts von Wohnungskosten oder ähnlichem, ich kenne mich aber auch zu wenig mit dem Thema aus, dachte auch, man muss da Kontoauszüge vorlegen, wenn man Leistungen bezieht und da steht ja der Unterhalt drauf.

            Ich wollte hier lediglich wissen, ob es rechtens ist, dass wir unsere Vermögensverhältnisse offen legen müssen.

            • "Ich wollte hier lediglich wissen, ob es rechtens ist, dass wir unsere Vermögensverhältnisse offen legen müssen."

              Offen legen würde ich erst mal gar nichts.

              Ich würde dem Jobcenter schriftlich mitteilen, dass ich Unterhalt in Höhe von XY Euro zahle und das durch Kontoauszüge nachweisen.

              Wenn das JC dann noch weitere Auskünfte brauchen, wird es sich schon wieder melden.

              Ich könnte mir vorstellen, dass die überprüfen wollen, ob dein Freund gemessen an seinem Einkommen ausreichend Unterhalt zahlt.

              • Wir haben jetzt schriftlich Widerspruch gegen die Offenlegung eingelegt.

                Laut dem Schreiben soll geprüft werden, OB er unterhaltspflichtig gegenüber seinem Sohn ist.
                Wenn es um die Prüfung der Höhe ginge, würden wir das einfach offen legen, ist ja legitim, das neu zu berechnen.

    Es klingt aber auch ein bisschen nach Fake! Ich würde dort anrufen und nachfragen, ob die wirklich den Brief geschrieben haben. Danach kann er immer noch handeln.
    Bei mir und auch meiner Familie sind schon öfters täuschend echte schreiben reingeflattert. Ich bin einfach vorsichtig geworden

    (12) 15.07.18 - 11:45

    Hallo,

    besteht über den Unterhalt ein Titel? Wann fand die letzte Überprüfung statt? Ich würde die Zahlungen nachweisen und wenn damit der Bedarf des Jungen gedeckt ist, nachfragen, warum sie dann trotzdem noch Auskunft haben wollen.
    Meiner Kenntnis nach würde jeder Euro mehr, der an den Jungen gezahlt wird, dazu führen, dass die Mutter weniger bekommt. D. h. die Summe, die in den Haushalt fließt, bleibt die Gleiche, ohne dass der Mehrbetrag dem KInd zu Gute kommt, sondern so dass Dein Partner indirekt Unterhalt für die Mutter zahlt.

    Außerdem würde ich sehr genau gucken, ob der Auskunftsanspruch rechtmäßig ist, wenn das Kind nicht bedürftig ist und die letzte Auskunft weniger als 24 Monate her ist. Aber dazu sollte man sich dann an einen Fachmann wenden.

    LG

    • Danke für deine Antwort.
      Er soll morgen da mal anrufen! Einen Titel gibt es nicht, aber vom Gericht festgelegt (2013) überprüft wurde das danach nicht mehr. Es geht halt auch nicht um die Höhe des Unterhalts, sondern die Überprüfung, ob er zahlen muss- das kommt mir komisch vor, weil er es ja tut.

      • (14) 15.07.18 - 15:10

        Ein gerichtlicher Beschluss hat die gleiche Wirkung wie ein Titel. Wenn die Höhe seitdem nicht mehr überprüft wurde, kann eine grundsätzliche Überprüfung erfolgen.

        Vielleicht reicht denen einfach die Übersendung der Zahlungsnachweise. Ich bin gespannt, was sie dazu sagen.

        LGg

        • Wir haben jetzt erstmal schriftlich Widerspruch gegen die Offenlegung eingelegt.
          Er ruft da morgen an und versucht, was rauszubekommen.
          Wie gesagt, es soll eben keine Prüfung über die Höhe des Unterhalts stattfinden, sondern ob er überhaupt unterhaltspflichtig ist.
          Würde es um die Höhe gehen, würden wir das einfach nachweisen.

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