Arbeit suchen 18 SSW (langer Text)

    • (1) 23.07.18 - 12:11

      Hallo ihr lieben,

      Ich bin in der 18 SSW und beziehe zurzeit Harz 4 ich wollte mit Unterstützung vom Amt eine neue Ausbildung anfangen, als ich schwanger wurde meinte meine Betreuerin ich solle bis nach der Geburt warten. Im September will ich mit den Kindsvater zusammen ziehen. Der verdient 1800€ hat ein Kind für das er Unterhalt zahlt und ca 20.000€ Schulden. Dem Jobcenter ist das Natürlich egal sie sagen er verdient genug um mich und das Baby mit zu finanzieren. Die Miete wird bei etwa 650€ liegen und wir haben keine Ahnung wie es klappen soll nur mit seinem Einkommen. Jetzt überlege ich ob ich was
      Mir einen Job suchen aber was ? Ich bin jetzt in der 18 SSW und habe Colitis ulcerosa sprich ich falle öfter Mal Gesundheitsbedingt aus ....
      Was könnte man denn machen ? Ich bin Altenpflegefachhelferin. In den Job kann ich jedenfalls nicht gehen ...

      Habt ihr irgendwelche Ideen ? Tipps ? Jobvorschläge ?

      Danke

      • (2) 23.07.18 - 12:27

        Innerhalb der SS wird es schwer bis unmöglich, sich erfolgreich irgendwo zu bewerben.
        Auch wenn man heutzutage nicht mehr dazu verpflichtet ist die SS zu verkünden, ist es in der 18.SSW doch eher unwahrscheinlich es für sich zu behalten.

        Was ich Dir aber als Tipp mitgeben kann, auch wenn es keiner sein wird der euch als Paar erfüllt, zieht nicht zusammen...
        Wenn ihr als Bedarfsgemeinschaft zählt habt ihr mehr Probleme als ohnehin schon.

      Hallo, ihr könnt ab dem Zeitpunkt wo ihr gemeinsam wohnt Wohngeld beantragen, zusätzlich stehen euch mit dem Kind auch noch Kindergeld und kinderzuschlag zu wenn der Partner mehr als 30 Stunden die woche arbeitet da dann das elterngeld entfällt. Da dies auch Sozialleistungen sind stehen euch trotzdem die erstaustattung und die schwangerschaftsbekleidung zu. Solange ihr noch nicht zusammen lebt kannst du auch noch erstaustattung für euer baby bei z. B. Der Diakonie beantragen.
      Ich hoffe das hilft euch weiter, viel Glück. 😊

      • Den Antrag habe ich bereits gestellt bei der Diakonie die Dame dort meinte auch es wäre prinzipiell besser nicht zusammen zu wohnen ..... Aber das kann doch nicht der Richtige weg sein. Wenn ich einfach einen Job annehmen könnte .... Aber wer nimmt eine schwangere mit Schwerbehinderten Status. .. das ist ohne die Schwangerschaft schon schwer

        Was schreibst Du denn da?
        Was hat denn das Kindergeld/-zuschlag und ihr Elterngeld mit der wöchentlichen Arbeitszeit ihres Partners zu tun?
        Der Vater des Kindes ist übrigens auch bei getrennten Wohnungen ab Mutterschutzbeginn unterhaltspflichtig für Mutter und Kind!

    Achso wegen den Schulden evtl eine privatinsolvenz machen? Wäre vielleicht eine gute möglichkeit

    • Niemals zur Insolvenz raten !!!

      Das zieht einen ewigen Rattenschwanz nach sich. Wenn man anders von den Schulden runter kommt immer den anderen weg wählen. Schuldnerberatung und dann ggf vergleiche mit den Gläubigern.
      Die lassen sich darauf meist ein, da sie dann mehr Geld sehen als im Insolvenzverfahren.

      So minimiert man die Schulden.
      Die Insolvenz wird lange vermerkt und man hat immer wieder Probleme damit.

      • (9) 23.07.18 - 13:03

        Zur Schuldner Beratung wollen wir uns jetzt einen Termin machen. Ich bin total überfordert mit der Situation. Er hat mir das alles verschwiegen es kam jetzt erst raus als der Antrag beim Amt gestellt wurde ob ich noch Harz 4 bekomme. Ich fühl mich so scheise im Moment hab mich wirklich so unfassbar auf unser Baby gefreut und jetzt habe ich keine Ahnung wie es weiter gehen soll und wie wir das schaffen. Sorry für dieses jammern aber ich fühle mich gerade total überfordert und machtlos.

        • (10) 23.07.18 - 13:21

          Das ist kein Jammern. Das sind ganz natürliche Sorgen die du dir machst!

          Du kannst dich auch bei donum vitae oder ähnlichen stellen beraten lassen, wo du evtl noch Gelder beantragen kannst. Außerdem hat er die Schulden und nicht du.

          • (11) 23.07.18 - 13:25

            Ach So...
            Ich würde nun erstmal das Baby wirklich genießen. Ich habe damals nach 6 Monaten direkt wieder gestartet, da ich mein Studium beenden wollte. Aber im Endeffekt hätte ich auch 2 Jahre zu Hause bleiben können. Man denkt immer man verpasst etwas. Aber das einzige das man verpasst ist die Zeit mit dem Baby!

            Und je älter dein Kind ist, desto wahrscheinlicher ist die Möglichkeit auf eine Umschulung. Da du dann eine gesicherte Betreuung z.b. in einer Kita vorweisen kannst usw

        (12) 23.07.18 - 21:30

        Das klingt ja furchtbar, tut mir sehr leid für dich.

        Eure Beziehung hat überhaupt keine emotionale Grundlage, wenn er dich so anlügt und betrügt. Finanziell sieht es noch schlimmer aus.

        "Ihr" müsst gar nichts schaffen. Es sind seine Schulden und seine Unterhaltsverpflichtung, nicht deine. Du musst dich da überhaupt nicht reinziehen lassen.

        Ich habe so etwas ähnliches mit meinem ersten Mann durch, wenn ich daran denke, wie eines Morgens um 7 Uhr der Gerichtsvollzieher vor der Tür stand, läuft es mir heute noch kalt den Rücken runter.

        Sowas steht dir ganz sicher auch bevor.

        Du kannst dir das alles ersparen, in dem du nicht nur nicht mit ihm zusammenziehst, sondern auch nicht mehr mit ihm zusammenbleibst.

        Beantrage ALG 2, Unterhaltsvorschuss später und suche dir in Ruhe eine Betreuung fürs Kind und einen Job, wenn du so weit bist. Jetzt musst du erst einmal die Schwangerschaft und Stillzeit mit deiner Krankheit überstehen.

        Alles Gute!

(13) 23.07.18 - 16:28

Hi, ich habe dir eine private Nachricht geschickt.

Lg

(14) 23.07.18 - 18:45

Darf ich fragen, warum du nicht in deinen alten Job gehen kannst? Ich kenne deine behinderung nicht, deswegen kann ich das nicht einschätzen.
Grundsätzlich würde ich, wenn du es denn gerne möchtest, versuchen, trotzdem in dem Bereich, vllt in der Essensausgabe im Altersheim oder ähnliches anzufangen. Nur um eben was dazuzuverdienen. Und du bleibst in dem Berufsfeld und hast so später bessere Chancen, wieder einzusteigen. Oder geht der Beruf generell nicht? Also bei dem Fachkräftemangel momentan und der Tatsache, dass Behinderte ja offiziell bevorzugt werden sollen (zumindest bei den öffentlichen Trägern) muss es doch möglich sein, dass du da wieder rein kommst.


Ansonsten tatsächlich in eine Behörde an den Empfang oder so. Bei Behörden bist du als Schwangere und Mutter ziemlich gut abgesichert. Ich weiß nicht wo du herkommst, aber bei uns in Bayern suchen die händeringend Leute, weil natürlich die Bezahlung nach TVÖD nicht so gut ist, wie in der Provatwirtschaft.
Alles, was du jetzt als negativ aufgezählt hast, würde ich ins Positive umwenden. Du bist zu einem gewissen Grad behindert, möchtest aber trotzdem normale Arbeiten machen. Du bist schwanger und möchtest aber nicht auf der faulen Haut liegen, sondern deinem Kind ein Vorbild sein und vorarbeiten. Du beziehst Harz IV aber willst da endlich raus, weil du dir dein Geld selber finanzieren möchtest.

Das wären so meine Tipps zum Thema Beruf.
BTW: bei uns hat gerade eine Bankkauffrau in der Verwaltung angefangen, also auch Quereinsteiger haben eine Chance in der öffentlichen Verwaltung 😉

  • (15) 23.07.18 - 21:23

    Hi,
    Du kennst aber schon den Unterschied zwischen einer Bankkauffrau und einer Altenpflegehelferin?

    Letzteres wird Gesucht ohne Ende, aber bestimmt nicht für in die Verwaltung.

    • (16) 23.07.18 - 21:32

      😅 ok ich lasse die Frage einfach mal unbeantwortet!

      Sie hat gesagt, sie kann nicht in ihren Beruf zurück! Ohne dass das in irgendeiner Art und Weise erklärt wurde. Ich habe sie gefragt, wieso. Und für den Fall, dass ihre Behinderung tatsächlich der Grund dafür ist, habe ich ihr eine Alternative aufgezeigt, nach der sie übrigens gefragt hat, wenn du richtig gelesen hättest! Also hör auf, MICH hier anzupampen!

      (17) 24.07.18 - 06:24

      Oder vllt erklärst du mir den Unterschied zwischen einer Bankkauffrau, die sich in ein komplett neues Themenfeld einarbeiten muss, und einer Altenpflegefachhelferin, die sich in ein komplett neues Themenfeld einarbeiten muss?

      • (18) 24.07.18 - 11:18

        Bankkaufrau ist ein Ausbildungsberuf, in dem man richtig viel lernt und Altenpflegehelfer ist erst mal jeder der angestellt wird und waschen kann.

        Da steht nix davon, ob sie die 1 jährige Ausbildung hat oder nicht.

        Und ungelernt ist ein Quereinstieg meistens schwierig.

        • Aber nicht an der Essensausgabe bzw. irgendwo am Empfang...
          Das waren ja die Beispiele für die TE, nicht die Verwaltung.

          • Sorry wenn ich mich missverständlich ausgedrückt habe: mit „Verwaltung“ meine ich den ganzen Behördenapparat. Bei uns Bayern spricht man da halt allgemein von Verwaltung. Damit ist von der Empfangsdame bis zum Abteilungsleiter jeder gemeint. Das hätte ich vllt deutlicher herausstellen sollen.

            Und am Empfang eines Rathauses oder einer Touristeninformation muss man freundlich sein, kommunikativ und ggf. sich mit dem PC auskennen. Da wäre es aus meiner Sicht wurscht, ob man vorher Patienten oder Geldscheine gewendet hat (überspitzt gesagt).

            Aber letztendlich war es ja auch nur ein Vorschlag, weil danach explizit gefragt wurde. Solange sich die TE nicht äußert, sind wir alle nicht schlauer 😊

        Sie schreibt Altenpflegefachhelferin und, dass sie eine neue Ausbildung anfangen wollte bzw. will.
        Für mich klingt das nicht "ungelernt".

        • (22) 24.07.18 - 13:06

          Altenpflegefachhelferin gibt es nicht als Ausbildung.

          Es gibt Fachkraft für Pflegeassistenz oder Altenpflegehelferin.

          Und auch Helferin ist man nach dem 6 Wochen Kurs, ungelernt oder eben nach einem Jahr. Das ist ja mit ein riesen Problem in der Pflege.

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