Erst Krankschreibung dann Beschäftigungsverbot-möglich?

    • (1) 27.07.18 - 09:07

      Hallo!
      Da ich positiv testen durfte, mache ich mir jetzt Gedanke bezüglich Beschäftigubgsverbot.
      Ich arbeite im Krankenhaus und weiß das; ch z.B cmv negativ bin.
      Bei uns darf man grundsätzlich nicht mehr im Stationsalltag arbeiten. Selten kann man woanders 'Bürokram' erledigen, ansonsten Beschäftigungsverbot.
      Soweit ich gelesen habe, wird dazu das durchschnittliche Gehalt der letzten 3 Monate vor Eintritt der SS gezahlt. Das wäre ja dann bei mir April , Mai, Juni
      Soweit so gut.
      Nun ist es so, dass ich im August und September eine vertragliche Änderung habe wodurch ich 300-400 Euro pro Monat mehr Gehalt bekommen würde.
      Da es ja nur vorübergehend ist, wird es in der Berechnung nicht berücksichtigt.
      Es wird ja auch gesagt, dass man im Beschäftigungsverbot keinen Nachteil erleiden dürfte . Jedoch würde mir ja dann 800 Euro flöten gehen. Da finde ich schon viel.
      Wenn ich könnte würde ich da ja auch arbeiten, aber mir ist das Risiko auch zu hoch. Wir haben oft CMV Fälle und auch Infektion en ( ist eine Kinderstation )
      Nun ist meine Frage, ist es möglich sich zunächst 6 Wochen krank schreiben zu lassen? Und dann ins Beschäftigungsverbot über zu gehen?

      • Also ich würde mal behaupten wenn dein AG dir keinen SS gerechten Arbeitsplatz bieten kann bekommst du sofort ein BV.

        Warum sollte der Arzt dich vorher 6 Wochen krank schreiben? Damit würdest du dir ja quasi Geld vom AG wissentlich "erschummeln" ...

        Sry ist jetzt nicht gegen dich persönlich gerichtet aber ich finde diese allgemein mittlerweile herrschende Mentalität Hauptsache BV, am besten sofort keinen einzigen Tag mehr arbeiten aber trotzdem um jeden Preis so viel Kohle wollen wie nur möglich so schrecklich... vor allem wenn die schwangeren Frauen dann hintenrum anfangen die Krankenkasse oder den Arbeitgeber zu "bescheißen" .... mir tun die AG mittlerweile so leid... 😒

        • Ich kann deine Ansicht zwar nach vollziehen, aber für mich ist das ehrlich gesagt kein 'erschummeln'.
          Ich würde ja für das Geld arbeiten, aber ich DARF es nicht! Einen anderen Arbeitsplatz nehme ich gerne an, darum geht es ja nicht.
          Ich werde nur definitiv nicht die Schwangerschaft aufs Spiel setzen, bei dem Infektionsrisiko was nicht gerade gering ist. Aber das man dann durch die Schwangerschaft Nachteile erlangt ist halt dann auch nicht so schön.

          Trotzdem danke für deine Meinung

          • Niemand verlangt von dir deine Schwangerschaft zu gefährden, dafür gibt es das MuSchG und eine Behörde die das im Zweifelsfall durchdrückt.

            Aber du willst selber "nachhelfen" und verursachst deinem AG hohe Kosten durch die völlig unnötige geplante AU.

      (6) 27.07.18 - 09:47

      Dein Arbeitgeber ist verpflichtet dir einen anderen Platz zu geben. Zum Beispiel auf einer anderen Station.
      Und seit diesem Jahr Ist das alles noch strenger. Du kannst auf Station noch viel machen, Doku, Tabletten richten, verteilen, im Bett lagern etc.

      Und eine AU ist für Menschen, die krank sind.

      Sorry ist echt nicht böse gemeint, aber es ist hier echt immer wieder das selbe. "wie kann ich schnellst möglich zuhause bleiben" , anstatt sich dafür einzusetzen weiter arbeiten zu können.

      • Ich finde es schade, dass man hier so negativ e Rückmeldung bekommt.
        Vor allem weil nicht richtig gelesen wird, dass es mir nicht darum geht, dass ich nicht arbeiten will!
        Sondern dass der AG bisher keine alternativ en Arbeitsplätze anbieten kann. Auf welches Recht kann ich mich denn beziehen? Der AG macht das ja nicht freiwillig, für die geht ja auch eine Arbeitskraft verloren.
        Und ich es nur nicht fair finde, dass mir dann quasi die Arbeit verboten wird und ich das Geld mir nicht selbst verdienen kann.
        Und ich Frage hier, ob es dazu ein Regelung gibt. Das eine AU für kranke da ist, ist mir bewusst.

        • (8) 27.07.18 - 10:08

          Lies das Mutterschutzgesetz.

          Da steht das geregelt drinne, dass er dir erst mal eine Alternative anbieten muss. Und wenn du am Schreibtisch sitzt und nur Doku machst.

          Vollkommen egal.

          Und ich meine meinen Post nicht negativ, aber hier belesen sich so wenige zu ihren Rechten und Pflichten.

          Wenn du wirklich weiter arbeiten willst, dann wende dich an deine zuständige Aufsichtsbehörde und schildere denen, dass du der Meinung bist, irgendwo anders weiter arbeiten zu können und das auch gerne möchtest und dass sie dich dabei unterstützen sollen.
          Ich finde als PDL für jede Fachkraft einen Platz.

          Klar geht deinem Chef ne Kraft verloren, aber die zahlt er ja nicht, sondern brav die Krankenkasse und er kann dann über eine Leiharbeitsfirma jemanden einstellen. Der ist dann auch 100% leistungsfähig, was du in einer Schwangerschaft einfach nicht bist, verständlicher Weise.

          Für den Chef ist das prima. Und ob ein BV für dich auch so toll Ist kannst du ja nun frei entscheiden und dir Hilfe suchen.

          Wie gesagt, das ist nicht böse gemeint, nur ehrlich, auch das mit der AU. Es ist Betrug am System und das finde ich einfach nicht richtig.

          • Exakt. Wenn die TE sich jetzt einen Krankenschein statt BV geben lässt nur um dieses Geld zu "kassieren" ist es ein Betrug.

            Und ich finde es so so schrecklich wie viele hier ernsthaft und offen fragen, wie sie am besten einen Betrug begehen würde. Das man sich hier keine Gedanken macht, dass Betrug eine Straftat ist... ehrlich... Und dann tun immer viele hier so als wären das lapalien und als wäre das vollkommen ok...

        (10) 27.07.18 - 10:11

        Und zu deiner Frage wegen der Einmalzahlung:

        Mutterschutz

        Auch hier steht der Arbeitnehmerin ein Anspruch auf Sonderzuwendung zu. Dieser kann lediglich dann gekürzt werden, wenn eine vertagliche Vereinbarung nach § 4 EFZG getroffen wurde, d.h. die Arbeitnehmerin in der Mutterschutzzeit krank war oder einem Beschäftigungsverbot unterlag.

        Kannst du bekommen, kann aber auch sein, dass du sie nicht bekommst.

        Nein, es gibt keine Regelung dazu.
        Du darfst lt. Deinem AG ab sofort nicht arbeiten und bist nicht krank.
        Er hat aber die Verpflichtung, Dich mutterschutzgerecht weiter zu beschäftigen und darf nur dann ein BV aussprechen, wenn das nachweislich nicht möglich ist.
        Es wird doch bei Euch nicht ernsthaft nur verbotene Tätigkeiten geben - wie klein ist Euer Unternehmen denn?

        Gruß,
        W

        Sondern dass der AG bisher keine alternativ en Arbeitsplätze anbieten kann.

        Das weißt du doch gar nicht, ob er das nicht kann.

Ich geh mal davon aus, dass Du ein Grundgehalt und Schichtzulagen hast. Von den Schichtzulagen wird bei Dir aus den Monaten April, Mai und Juni der Durchschnitt errechnet. Der wird weitergezahlt. Das Grundgehalt bleibt erstmal gleich, die vertragliche Änderung müsste dann für August und September trotzdem in Kraft treten.

Ob das möglich ist, musst du deinen Arzt fragen.

Rechtlich in Ordnung ist es nicht. Euer Ding.

Ich frage mich ernsthaft warum man sowas hier fragt! Willst du die Absolution von uns? Wenn dir die 800 € so wichtig gewesen wären, hättest du die Kindersache eben verschieben müssen, wenn du mit dem BV so sicher bist.

Hier lese ich auch immer: "mir ist das Risiko" zu groß. Wie du das findest ja irrelevant. Ihr werdet eine Gefährdungsbeurteilung machen und dein AG dann entscheiden. Vielleicht hast du ja Glück und man findet doch einen anderen Job für dich. Manchmal ist es ja komisch.

Wenn du nicht krank bist, darfst du dich auch nicht krank schreiben lassen - das wäre Betrug.

Das Beschäftigungsverbot liegt nicht in deiner Entscheidungskompetenz. Dafür ist dein Arbeitgeber zuständig. Der darf dir in so einem großen Haus eine passende, zumutbare, unschädliche Tätigkeit zuweisen und dich dann bis zum Mutterschutz damit beschäftigen.

Das Risiko/die Risiken beurteilt er in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt und der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Nicht du!

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