Krippe und Kita Plätze um sonst ( Bayern lebende)

Um sonst ja oder Nein?

    • (1) 01.08.18 - 14:28

      Zurzeit wird ja viel Diskutiert über Berlin da ab August die Kita und Krippen Plätze kostenlos sind.
      Meine Frage an die in Bayern lebenden wie denkt ihr drüber? Und was haltet ihr von dem Familiengeld was jetzt eingeführt wird.

      LG Sabrina

      • Ich finde nicht das sie umsonst sein soll, da ich Angst hätte das die Qualität schlechter wird. Lieber sollten sie Geld in die Erzieher, Krippen Plätze und Kita Plätze bauen. Wir haben die Einkommensberechnung und jetzt noch das Familiengeld.

        Uns geht es in Bayern sehr sehr gut! Wir verdienen im Vergleich zu anderen Bundesländern mehr (auch wenn die Lebenshaltungskosten entsprechend höher sind) und Bayern ist ein sehr reicher Staat.
        Tendenziell kann man schon sagen, wer so viel Geld hat (also der Staat) sollte auch die Frühbildung kostenlos sein. Und wir sind mit dem Familiengeld und dem Betreuungsgeld (und bis zu einer gewissen Grenze dem Landeserziehungsgeld) sehr gut finanziell unterstützt!

        Allerdings möchte ich auch lieber gut ausgestattete Kitas mit gut qualifiziertem Personal und guten Öffnungszeiten, damit es sich auch lohnt, wieder in den Beruf einzusteigen. Dafür zahle ich auch gerne Geld! Ich fände es besser, wenn es, so wie bei uns im Betrieb, mehr Betriebskinderkrippen geben würde. Diese dann öffentlich gefördert.

        Das Familiengeld nehme ich gerne an, auch wenn es sich um ein reines Wahlkampfgeschenk vom Marketing-Profi Söder handelt 🙄 Das wäre für mich nie ein Grund gewesen, ihn zu wählen!

        • Das Hauptargument der Staatsregierung gegen die kostenlosen KITA-Plätze war ja eben die bestehende finanzielle Unterstützung. Dass aber jemand in beispielsweise Hof von dem Geld deutlich mehr hat als jemand in München, wird dabei vollkommen vergessen! Meine Schwägerin muss für ihren teils öffentlich geförderten Kita-Platz 600€ zahlen! Das muss man erst mal verdienen, dass sich das auch rechnet. Die Unterstützung sollte auch regional angepasst werden.

          Das grundsätzliche Problem der Platzproblematik löst aber keine der finanziellen Unterstützungen.

      Ich bin dafür, dass es überall kostenlos wird. Die Betreuung von Kindern sollte überall gefördert werden. Es kann im Jahr 2018 nicht sein, dass Frauen zu Hause bleiben, weil die Kosten der Betreuung für 1 plus x Kinder das Gehalt auffressen, das sie verdienen würden.

      Dieses Konzept der kostenlosen Betreuung hat für mich zwei Vorteile:
      1. sie ist ein Schritt zur Vermeidung der Altersarmut und wirtschaftlichen Abhängigkeit von Frauen
      2. sie bringt die Kinder in die Krippen und Kitas, die aus sozial benachteiligten Familien kommen und kann so Defizite abfangen, die das Familienumfeld nicht beseitigen kann.

      Beides kommt auch den Kindern zu Gute. Eine finanziell abgesicherte Mutter muss weder in einer schlechten Beziehung ausharren, noch muss man sie im Alter finanziell unterstützen.

      Ich sehe es auch nicht so, dass etwas qualitativ minderwertig ist, weil es nichts kostet.

      Mir wäre jedenfalls lieber, der gesamte Staat steckt das Geld in die Kinderbetreuung, statt in Herdprämien irgend welcher Art zur Festigung eines Zustands von 1950.

      LG

      Ich bin dagegen............alles was kostenlos ist, wird nicht wert geschätzt.
      Das Geld sollte man lieber in die Gehälter der Erzieher/innen stecken.

      Die Qualität leidet ja jetzt schon wegen dem Fachkräftemangel

      • Den Fachkräftemangel bei den Erziehern wirst du aber mit mehr Gehalt nicht lösen. Zu mal die Gehälter per se nicht so schlecht sind wie immer behauptet wird. Das größte Problem beim Erziehernachwuchs ist doch vielmehr, dass man erst ein mal Geld mitbringen muss um überhaupt Erzieher zu werden. Hier muss ein Umdenken stattfinden und die Ausbildung entsprechend reformiert werden um überhaupt einen Anreiz zu schaffen mehr junge Leute für den Beruf aber auch für andere soziale Berufe zu begeistern.

        Ansonsten bin ich durchaus bei dir, was nichts kostet ist auch nichts wert. Es sollte durchaus etwas bezahlt werden, aber bitte bundesweit gleich und nicht wie derzeit jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen und dann innerhalb der Bundesländer noch die Kommunen. Außerdem finde ich diese einkommensabhängige zahlen eine Frechheit, denn der mit mehr Gehalt zahlt bereits entsprechend mehr Steuern und Sozialabgaben.

        • Wäre das gehalt besser, würden sich auf jeden Fall schonmal mehr Männer für diesen Beruf interessieren.

          Und da sie sich die Aufgaben der Erziehe/innen in den letzten Jahren stark vermehrt haben, sollte man das auch beim Gehalt merken

      Na wie jetzt, leidet die Qualität wegen des Geldes der Erzieher oder wegen des Fachkräftemangels? Die Aussagen sind ja wohl sehr weit hergeholt. Du machst Deine Arbeit also schlechter, weil die Eltern nichts mehr zahlen? Das ist mal ne Hausnummer #schwitz

    Erzieher verdienen schon gut bis sehr gut. Jedenfalls besser als die Büro- und Industriekaufleute.

    Eher mal den Betreuungsschlüssel überdenken.

    In RLP sind schon lange die Plätze ab 3 Jahre, seit paar Jahren ab 2 Jahre kostenlos. Die Qualität leidet da nicht. Es gab schon immer gute und weniger gute Kindergärten, das liegt aber mit am Personal und nicht am Gehalt. Die meisten Einrichtungen hier im Umkreis haben seit 20 Jahren das selbe Personal.

    • Man kann mit einem Erzieher/innen Gehalt aber keine Familie ernähren.
      Und im kaufmännischen Bereich gibt es keinen Fachkräftemangel.

      Es bringt der beste betreuungsschlüssel nichts, wenn man kein Personal dazu hat.
      Dann wart mal mal, .bis die "alten "erzieherinnen "bei euch im.umkreis in rente gehen. Dann macht sich der Fachkräftemangel auch bei euch bemerkbar

      • Patentante des Jüngsten hatte mit einer 30 Std. Woche, 2200,- brutto, mein Mann hat diese mit einer 40 Std. Woche. Und er hatte noch 53 km einfach, sie 7 km.

        Da nützt keine Ausbildung als Speditionskaufmann und Weiterbildung als Industriefachwirt, Ausbilderschein, LKW Führerschein und 20 Jahre Berufserfahrung.

        Meine Schwester und 4 Mütter aus der Krabbelgruppe, alle haben einen höheren Stundenlohn. Sie sind Frauen, haben einen Mann, nein sie müssen keine Familie mit ernähren. Sie könnten es aber.

        Der Arbeitgeber von meinem Mann denkt auch, soll er sich doch ne Frau suchen, die das Geld mit heim bringt.

        Hier gibt es genügend Erzieherinnen. Und auch der Nachwuchs kommt. Manche Berufe sind auch Berufung. Mir würde der Stundenlohn nichts nützen, da ich Kinder nicht leiden kann. Meine Schwester findet Büroarbeit so langweilig, sie wäre da auch völlig falsch gewesen.

        Aber das Erzieherinnen so "wenig" entlohnt werden, geht aus den Köpfen leider nicht raus.

        • Nur weil andere Berufe schlechter bezahlt werden, verdienen erziehe/innen besonders gut.
          Soziale berufe werden allgemein zu schlecht bezahlt!
          Aber gerade dort, wo es um Menschen geht, gehört mehr Geld bezahlt.

          Manche erzieherinnen werden sogar noch als kinderpflegerinnen bezahlt

In erster Linie muss die Qualität der Einrichtung passen und ausreichend Plätze vorhanden sein.

Ich würde es begrüßen wenn es im 1. Schritt ausreichend Plätze gibt, moderene Einrichtungen (ohne Sanierungsrückstau) und gut qualifiziertes Personal.
2. niedrigerer Betreuungsschlüssel
3. gute hochwertiges und vollwertiges Essen
4. die Gebühren für das zweite Kind reduziert und an dem dritten gar keine
5. Geschwisterkinder immer in die gleiche Einrichtung kommen

Und dann kann man über Beitragsfreiheit nachdenken

Das neue Familiengeld gibt es „nur“ für die ersten Drei Jahre. Und ja es ist viel Geld

Mal davon abgesehen. Bayern zahlt jedes Jahr sehr viel Geld in den Länderfinanzausgleich und Empfängerländer meinen sie können sich Dinge leisten wovon Geberländer träumen. Man sollte schon überlegen ob ein Land, mit einer so desolaten Haushaltssituation, sich das Leisten kann und sollte. Schulden gehen zu Lasten unserer Kinder.
Berlin hat nicht genug Betreuungsplätze und nicht ausreichend qualifiziertes Personal.
Da muss man sich schon fragen wer wird wirklich gefördert und wer hat einen Nutzen davon.

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