Lebenspartnerschaft eintragen lassen zwecks Steuerklasse

    • (1) 05.08.18 - 13:17

      Hallo,
      mein Freund und ich wollen irgendwann heiraten, das steht fest. Aber wir wollen die
      Hochzeit jetzt nicht nur aus finanziellen oder praktischen Gründen übers Knie brechen. Das soll etwas Besonderes sein, wenn das Baby auf der Welt ist und jetzt nicht kurzfristig wegen des geplanten Babys geschehen.
      Was aber schon krass ist, ist ja der finanzielle Vorteil, der sich ergeben würde, wenn mein Freund während meiner elternzeit in eine andere Steuerklasse wechseln könnte. Wären fast 400€ jeden Monat bei uns.
      Deshalb die Frage: Hat jemand Erfahrungen mit dem Eintragen einer Partnerschaft und mag Berichte ? Klappt das alles? Was muss man machen? Hat es Nachteile?
      Danke!

      Das ist ja dasselbe wie die Eheschließung, nur bei homosexuellen Paaren? 🤔
      Und Vorteile gibt's auch nur bei der Berechnung des Elterngeldes bei Wechsel der Steuerklasse VOR Entbindung, die Steuerlast ist praktisch immer gleich, egal ob 4/4 oder 3/5. Es ändert sich nur der Zeitpunkt der Zahlung, wie kommt ihr denn auf 400 Euro Unterschied pro Monat??

    Hallo,

    warum nicht? Ihr heiratet standesamtlich - nur ihr zwei. Und später gibts dann "richtige" Hochzeit und Taufe zusammen. Wenn ihr nicht kirchlich heiratet: es gibt auch "freie" Trauungen, die nicht weniger schön sind.

    Bei einem kleinen Kind sind 400 Euro im Monat schon eine Menge! Und das nur wegen der sentimentalen "Hochzeit" wegzuschmeißen finde ich keine gute Idee. Nachdem das Kind ja auch vor der Hochzeit kommt, verstehe ich das rumgeeiere nicht. Wenn ihr den Papierkram und das Standesamt vor die Geburt legt, ist das doch eher ein Vor- als ein Nachteil, auch fürs Kind (naja, man wills nicht herbeischreien, aber Stichwort Witwen- und Waisenrente usw.).

    VG
    Gael

    (8) 05.08.18 - 15:20

    Zum einen müsst 8hr schon heiraten, um die Steuerklassen zu wählen, nur "eintragen" reicht da nicht.
    Zum anderen hättet ihr zwar bei 3/5 in der Elternzeit mehr Geld, aber dann müsst ihr auch ordentlich zurück zahlen auf Grund des Progressionsvorbehaltes. Das heißt es wird dein Elterngeld auf sein Brutto mit drauf gerechnet, aber nur die Lohnsteuer genommen, die er für sein Gehalt gezahlt hat. Das ist dementsprechend viel zu wenig und wenn Uhr nicht viel zum Absetzen habt, dann könnt ihr von den 400 Euro pro Monat mehr auch gleich einen Großteil wieder bei Seite legen für die Steuerrückzahlung.

    • Ich wurde von einer Bekannten heute aufgeklärt, dass man eine eheähnliche Gemeinschaft eintragen lassen kann (Lebenspartnerschaft war der falsche Begriff, sorry).
      Ich werde mich dann an offizieller Stelle nochmal informieren.
      Danke für eure Meinungen und Infos.

      • Da wurdest du wohl falsch aufgeklärt denn Sowas gibt es nicht!
        Ein Steuerklassenwechsel gibt es nur nach Heirat.
        Also ganz oder gar nicht.
        Eheähnliche Gemeinschaft oder Bedarfsgesmeinschaft sind eher Begriffe wenn es um soziale Leistungen geht oder um Unterhalt im Trennungsfall von nichtehelichen Gemeinschaften.
        Aber informiere dich gerne an offizieller Stelle.

        Wenn ihr nicht heiratet und zusammen wohnt bekommt keiner von euch eine andere Steuerklasse als die 1. Da hilft kein Firlefanz, da brauchst du dich auch nirgends erkundigen. #isso

Eingetragene Lebenspartnerschaft ist nicht mehr möglich. Homosexuelle dürfen jetzt heiraten.
Ohne Hochzeit keine Änderung der Steuerklassen und damit Inanspruchnahme des Ehegattensplitting und kein Erbrecht.

(14) 06.08.18 - 09:10

Wenn es das so gäbe und auch noch so toll funktionieren würde, wie Du es Dir ausmalst, dann müsstest Du nicht hier fragen, ob und wie man das anstellt.

Heiratet doch einfach. Sex vor der Ehe ging doch auch und dabei noch ein Kind gezeugt.

Da sind die Werte einer traditionellen, eventuell sogar kirchlichen Trauung allerhöchstens zweitrangig.

Wie schon geschrieben wurde kann man eine eheähnliche Lebensgemeinschaft nicht eintragen lassen.
Was steuerrechtlich möglich ist, dass wenn du z.B. Anspruch auf Alg2 hättest und aufgrund der eheähnlichen Gemeinschaft das Einkommen deines Partners angerechnet würde und du aus diesem Grunde kein Alg2 bekommen würdest, dann könnte dein Partner diesen Betrag als aussergewöhnliche Belastung bei seiner Steuererklärung absetzen.
https://www.smartsteuer.de/online/steuertipps/unterhalt-an-lebensgefaehrten/

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