Urlaub nach Elternzeit

    • (1) 08.08.18 - 19:36

      Hallo,

      ich frage im Auftrag einer Freundin, die nicht genau weiß, wie sie sich verhalten soll.

      Sie ist nun seit 2 Monaten wieder bei Ihrem AG in Elternzeit beschäftigt.
      Vor der Elternzeit hatte sie den Urlaub genommen, der ihr bis zu Beginn Elternzeit zustand.
      Eine Kürzungserklärung des AG ist aber NICHT erfolgt, so daß sie auch während der EZ normalen Urlaubsanspruch erlangt hat, der Ihr jetzt nach der Rückkehr durch das Zeiterfassungssystem zugeteilt wurde. Also reale Menschen sind bisher nicht involviert.

      Soweit so gut. Das ist im Grunde erstmal alles rechtlich in Ordnung.

      Sie ist jetzt aber verwundert, daß diese Kürzungserklärung nicht kam, da das eigentlich üblich sei und fragt sich, wie sie weiter vorgehen soll. Soll sie den AG mit der Nase drauf stossen, auf die Gefahr, daß er die Kürzung nachholt, oder die unverhofften Urlaubstage einfach hinnehmen?

      Das einzige was sie und ich selbst nun auch dazu gefunden haben ist, das der AG auch nach der Elternzeit diese Erklärung noch abgeben kann.
      Aber in welchem Zeitraum kann er das, also ginge auch noch in 5 Jahren? Und was passiert wenn sie den Urlaub dann schon genommen hat? Muss sie den dann "zurückzahlen", oder hat der AG dann keine Ansprüche mehr, da er ihr diesen Urlaub ja zum Zeitpunkt der Urlaubsmeldung genehmigt hat?

      Sind hier Juristen unterwegs, die da die rechtliche Lage kennen?
      Moralisch kann man da jetzt auch die Keule schwingen, aber ich finde das, solange diese Kürzung nicht vorliegt, Ihr der Urlaub legal und rechtlich einwandfrei zusteht.

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