Beschäftigungsverbot ?

    • (1) 09.08.18 - 12:44

      Hallo ihr Lieben,

      Ich war gestern bei meinem Gynäkologen( 7+0ssw).
      Er sagte ich könne nicht wieder in meinem job arbeiten, ich arbeite.im Krankenhaus in einer Ambulanz mit op und röntgen und diversen anderen körperflüssigkeiten, sagt aber er darf mir kein bv ausstellen,das muss mein Arbeitgeber machen. Eigentlich wollte ich es bei der Arbeit.kurz vor der 12 ssw mitteilen. Wenn ich pech habe, werde ich dann jetzt noch auf station als Assistentin eingeteilt.
      Habt ihr eine idee wie ich mich verhalten soll?
      Ab Montag müsste ich wieder arbeiten,jetzt habe ich noch Urlaub.

      Vielen Dank ihr Lieben

      • So lange dein AG nichts von der Schwangerschaft weiß, hat er dir gegenüber keine Verpflichtugen was das MuSchG betrifft (wie kann er auch?).
        An deiner Stelle würde ich es deinem Vorgesetzten ggü. eher sagen. Rumtratschen darf er oder sie es nicht, aber er ist dann verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und ggf. das Beschäftigungsverbot zu erteilen, Maßnahme einzuleiten, die dich und die Schwangerschaft schützen oder dich auf einen anderen (ungefährlichen) Posten zu versetzen.

        Der Gyn. kann dir nur ein Individuelles BV ausstellen - auf anderen Grundlagen, nämlich der massiver gesundheitlicher Einschränkungen, die ein Weiterarbeiten nicht mehr möglich machen oder einem gesundheitsbedingten Risiko für Mutter und Kind.

        • Der Chef ist auch bereits vor der Schwangerschaft verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen!

          • Ja, im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes, aber nicht zum Mutterschutz - die Beurteilung ist individuell und muss mit der schwangeren AN besprochen werden.

            Nachdem ich meine jetzige Schwangerschaft verkündet habe, ist meine Vorgesetzte auf mich zugekommen und wir haben, mit einem entsprechenden Formular, meine Gefährdungspotenziale eingeschätzt. Der zuständige Betriebsarzt hat dann beurteilt, dass der Arbeitsplatz für mich zu riskant ist und mein Arbeitgeber hatte für mich (leider) keine anderweitige Aufgabe, für die ich qualifiziert bin, deshalb versauere ich seit Mai daheim.

            Oder wie meinst du das?

            • So ähnlich meinte ich das. Allerdings ist auch vorher bereits das Thema Mutterschutz abzuhandeln, wenn eine Schwangere die Tätigkeit ausführt. Das Mutterschutzgesetz konkretisiert das nur noch mal, aber eigentlich muss jede Tätigkeit - auch hinsichtlich des Mutterschutzes - gem. Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung beurteilt werden.

              Und aus deinem „der AG ist JETZT verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen“ habe ich einfach nur geschlossen, dass du - wie sehr viele hier - denkst, dass erst mit Bekanntwerden der Schwangerschaft eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden muss. So hat es sich zumindest gelesen. Deswegen hatte ich es nur korrigiert 😉

              (6) 10.08.18 - 13:23

              Hallo,
              du schriebst:
              "Ja, im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes, aber nicht zum Mutterschutz - die Beurteilung ist individuell und muss mit der schwangeren AN besprochen werden."

              Nicht mehr seit dem 01.01.2018
              Seit diesem Jahr ist jeder Arbeitsplatz oder Arbeitsstätte oder Tätigkeit (je nachdem was und wie die Gefährdungsberuteilung aussieht) auf die Beschäftigung von Schwangeren zu berurteilen.

              Ich habe das gerade mit unserem FaSi durch.
              Wir haben alles, auch dort wo wir gar keine Frauen beschäftigen, auf schwangere Mitarbeiterinnen beurteilen müssen.
              Übergangsfrist ist bis zum Ende des Jahres, dann muss jeder AG nachweisen, dass die Gefährdungsberurteilung für schwangere nach Mutterschutzgesetz durchgeführt wurde.
              Unabhängig ob es überhaupt Frauen in dem Bereich gibt ;-)
              https://www.haufe.de/arbeitsschutz/recht-politik/gefaehrdungsbeurteilung-mutterschutz-bis-jahresende-durchfuehren_92_453852.html

              Ich stelle aber häufig fest, dass dieses Wissen merkwürdigerweise oft nicht vorhanden ist.
              Viele Betriebe wissen oft anscheinend nichtmal was eine Gefährdungsberurteilung ist, wenn dann noch eine Schwangere ankommt ;-)

              Gruß
              Demy

      Wo wäre das Problem als Orga zu arbeiten?

      • Ich glaube das Problem ist eher, dass die TE die Schwangerschaft noch nicht verkünden möchte vor der "üblichen" Frist von 12 Wochen.

        • Das impliziert das Wort "Pech" im Text aber nicht.

          • (10) 09.08.18 - 13:57

            In dem Satz der "Pech" enthält, finde ich allerdings die Stelle nicht, in der sich für dich ein Einsatz als "Orga" erschließt.
            Ich hatte die Einteilung als "Assistentin auf Station" so interpretiert, dass die TE auf Weisung von Vorgesetzten (möglicherweise Ärzte und Ärztinnen) direkt an PatientInnen arbeitet, was ein mögliches Risiko beinhaltet mit Körperflüssigkeiten, Röntgenstrahlung und Co in Berührung zu kommen.

    Ich würde nochmal mit deinem FA sprechen. Wenn er dir "vorschreibt", dass du das nicht mehr arbeiten kannst, dann soll er dir das Verbot ausstellen. Der AG kann das auch nicht mehr so ohne Probleme. LG

Mir ging es ähnlich wie dir....ich habe in den sauren Apfel gebissen und es meinem ag erzählt .... schließlich ging es um das Wohl meines Babys .... gerade in unserem Job!!!!!
Mein FA hat das selbe gesagt. Mein Arbeitgeber hat mir eine Bürotätigkeit angeboten
.... bislang konnte ich diese nicht antreten da ich aufgrund Blutung in Verbindung mit einer plazenta praevia ein vorläufiges BV von meinem FA bekommen habe ..... auch mit so einem Risiko wird dir der FA nur eine vorläufige BV geben ..... Sprech mit deinem AG und deinem Betriebsarzt......ich würd gern wieder arbeiten.... und ne BV bekommt man echt nur wenn Gefahr für dich oder dein Baby besteht.... Kann dein AG dir keinen sicheren Arbeitsplatz bieten erhälst du von ihm eins.

Also mein Arzt hat mir ein vorläufiges BV ausgestellt, bis der Arbeitgeber alles geklärt hatte! Das bedeute einfach auch das du es jetzt schon deinem Chef sagen musst, aber er darf es ja nicht weiter rum erzählen! Daher müsste er es den Kollegen von dir anders erklären! So hab ich das gemacht, es ist zwar doof so früh was zu sagen aber manchmal geht es einfach nicht anders. Ich war auch nicht davon begeistert es so früh sagen zu müssen, aber deshalb riskiere ich ja nicht meinen Zwerg irgendwie zu schaden. In der 10/11 SSW habe ich es dann öffentlich gemacht.
Dir alles Gute
Lg Viertermai mit 💜18J. 💙10J. und 💙29+6SSW inside😍

Top Diskussionen anzeigen