Arbeit in Flüchtlingshilfe, wann Arbeitgebern Bescheid geben?

    • (1) 24.08.18 - 18:14

      Hallo,

      Ich arbeite in der Jugendhilfe und da speziell mit Flüchtlingen. Teilweise auch mit Kleinkindern.
      Ich bin heute 4+1 und eine fruchthöhle ist zu sehen.
      Wann soll ich es meinem arbeitsgeber sagen?

      Soll ich den Frauenarzt auf ein beschäftigungsverbot ansprechen?

      • (2) 24.08.18 - 18:17

        Warum solltest du deinen Frauenarzt auf ein BV ansprechen?
        Der hat damit erst mal gar nichts zu tun.
        Du kannst ja, wenn du es deinem AG gesagt hast Mutterschutzkonform weiter arbeiten. Das wird dann die Gefährdungsbeurteilung ergeben.

        Ich würde es ihm dementsprechend bald sagen und dann deinen Immunstatus prüfen lassen, evtl. Kannst du halt nur noch mit größeren Kindern und Erwachsenen arbeiten.

        (3) 24.08.18 - 18:36

        Ich denke nicht, dass du ein Beschäftigungsverbot benötigst. Viele hier im Forum vermitteln den Eindruck, man dürfte schwanger überhaupt nicht mehr zu Arbeit, was eine völlige Fehleinschätzung ist. Anstecken kann man sich mit allem überall, man verbarrikadiert sich ja nicht zuhause nur weil man schwanger ist.

        Ich würde es dem AG zeitnah mitteilen und schauen was nach der Gefährdungsbeurteilung und dem Mutterschutzgesetz für dich machbar ist und was nicht.

        LG

        das heißt, dass du jetzt seit einem Tag schwanger bist!!?

        Du sollst es dem AG sagen, sobald du geschützt werden möchtest.
        Hast du einen Impfpass, bist du gegen die üblichen Sachen geimpft? Masern, Mumps, Röteln? Hattest du Windpocken?

        Der AG macht dann eine Gefährdungsbeurteilung und setzt dich unschädlich ein. Vielleicht dann ohne direkten Kontakt zu den Klienten.

        Der Frauenarzt hat damit rein gar nichts zu tun.

      • Also nach meinen Informationen kann der Frauenarzt ebenfalls ein beschäftigungsverbot aussprechen ;)
        War bei einer Freundin so.

        Außerdem ist es ja nicht so, dass ich nicht arbeiten will!!!! Ich bin eher ein workaholic. Ich möchte mich und den kleinen Wurm schützen. Und ganz ehrlich, dieses Recht hat eine Frau !

        • Du hast das Recht geschützt zu werden und das geht über das Outing beim Arbeitgeber und über die Gefährdungsbeurteilung. Das ist auch fair gegenüber dem Arbeitgeber.

          Wenn du die Abkürzung über den Frauenarzt nimmst, ist das unfair. Dann hat der AG nämlich keine chance dich in ein Büro umzusetzen. Außerdem ist es rechtlich nicht ok.

          • (7) 25.08.18 - 15:30

            Was heißt denn hier Umweg über den Frauenarzt? Ein verantwortungsvoller FA stellt ein BV nur bei triftigen Gründen aus. Wenn die TE Bedenken bezüglich ihrer Arbeit hat, wird es außerdem schon Gründe dafür geben. Aber hier werden Frauen, die ein BV bekommen häufig direkt als faul abgestempelt. Das finde ich nicht okay!

            • (8) 25.08.18 - 17:09

              Hey du gerne noch mal für dich :

              Ein Frauenarzt DARF gesetzlich kein BV ausstellen, welches sich auf die Arbeitsbedingungen bezieht.

              Und das war hier die Frage der TE. Ich hoffe, du wirst nie erfahren müssen, wann ein FA ein BV ausstellen darf.

              • (9) 25.08.18 - 17:45

                Das ist mir alles bestens bekannt. Durch den Wahnsinns-Psychostress mit meinem letzten AG kenne ich die rechtlichen Bedingungen rauf und runter. Genau deshalb mein Kommentar. Hier wurde eben behauptet ein FA wäre eine schnelle Abkürzung zum BV. Ich wollte herausstellen, dass es eben nicht so ist.

        Mittlerweile kann der Frauenarzt ein BV nurnoch wegen Medizinische Gründen ausstellen, das war vor ein Par Jahren noch nicht der Fall!
        Es kommt ja drauf an wie du es einschätzt, du arbeitet doch von uns, du musst wissen wie viel „Gefahr“ du dir aussetzten willst? Zwecks Ansteckungsgefahr oder evtl auch Gewalt?
        Ein Freund hatte auch mal in einem Asylantenheim als Sicherheitsmann gearbeitet weil dort viel geschlagen wurde ..

        Also geh nach deinem Instinkt!
        Hat dein Frauenarzt dazu etwas gesagt?

        (11) 24.08.18 - 20:04

        Der Frauenarzt kann dann ein BV aussprechen, wenn eine medizinische Indikation besteht. Das trifft auf dich nicht zu, hier ist der AG zuständig.

        Das liest sich ehrlich gesagt nicht, als ob du arbeiten willst. Eher nach dem typischen Urbiaverhalten "wie komme ich möglichst schnell an ein BV?"

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