Fachkräftemangel und Millionen Arbeitslose

    • (1) 25.08.18 - 22:17

      Hallo.

      Wieso wird hier nicht besser durchgegriffen und bildet Arbeitslose dementsprechend aus?

      Her mit euren Meinungen!

      P.S. Ich spreche hier von den Hunderttausenden jungen, gesunden Arbeitslosen.;-)

      #winke

      • 1. Wo sind die hundert Tausend junge, gesunde und, Ergänzung von mir, fähige Arbeitslose? Ich kenne und sehe sie nicht.
        2. Es herrscht in weiten Teilen Deutschlands Vollbeschäftigung. Die, die dann noch arbeitslos gemeldet sind, sind in irgendeiner Weise nicht kompatibel zu den gesuchten Fachkräftestellen. Woran das liegt, das darf diskutiert werden.

            • "Jede Ausbildung erfordert gewisse Talente und Begabungen, bzw der Auszubildende muss gewisse Voraussetzungen erfüllen und die notwendige Motivation haben"

              Ja, das ist mir schon klar. Aber man möchte doch meinen, dass doch für jeden irgendwo auf der Berufspalette was dabei sein dürfte. Liegts also rein an der Motivation?

              Warum finden die Ausbildungsstätten keinen Nachwuchs? Es werden ja nicht überall "Superhirne" gesucht. An der mangelnden Intelligenz kanns ja wohl nicht liegen. Bleibt wieder nur die mangelnde Motivation übrig? #gruebel

              • Ob mangelnde Intelligenz oder mangelnde Schulbildung, doch, genau daran wirds in vielen Fällen liegen.
                Ich lebe in der Schweiz, bin Berufsbildnerin, und ich kann dir sagen, dass schwächere Hauptschulabsolventen hier nicht eine einzige Berufslehre schaffen würden. Weils einfach nicht reicht. Anlehren (heisst heute anders), also im Prinzip eine Ausbildung zum Hilfsarbeiter, das kann gerade so klappen.

                • "Ich lebe in der Schweiz, bin Berufsbildnerin, und ich kann dir sagen, dass schwächere Hauptschulabsolventen hier nicht eine einzige Berufslehre schaffen würden. Weils einfach nicht reicht."

                  An was liegt das? Wird in den Berufsschulen zu viel verlangt???

                  Wie sollen das dann die vielen Migranten schaffen, die nicht mal die Sprache richtig beherrschen??

                  • Die Berufsschulen haben die Anforderungen schon runter geschraubt, aber ab einem bestimmten Punkt wird es nun mal untragbar oder gefährlich.

                    Das Problem liegt eher bei den Schulen und/oder Schülern.

                    Und was die Migranten angeht: Sprachkenntnisse kann man sich aneignen, wenn man denn will. Ich arbeite in der Pflege, da sind entsprechende Sprachkenntnisse unabdingbar. Einer "meiner" Lernenden ist Flüchtling aus Afghanistan, der geht in seiner Freizeit in den Intensivsprachkurs.

                    • Das heißt, die Lehrpläne der Schulen sind zu wenig aufs tatsächliche Leben zugeschnitten? Oder nehmen die Schüler einfach das Lernen nicht ernst genug`?

                      • Naja, vielleicht liegt es an zu grossen Schulklassen, an der Tatsache, dass an vielen Schulen nicht mehr die Kernaufgabe, nämlich Wissen zu vermitteln im Zentrum steht, sondern Erziehungsaufgaben übernommen werden müssen? Weil rudimentärste Grundregeln des Zusammenlebens nicht eingehalten werden? Kinder die ohne Frühstück zur Schule kommen, die null Körperhygiene haben?
                        Weshalb sollten die Schüler in der Lage sein, "das Lernen ernst zu nehmen", wenn ihnen dies nicht zuhause vermittelt wird?
                        Wenn RTL2 bei zwei Dritteln der Klasse Alltagsrealität ist, was willst du dann noch bewirken?

          Fähig... weil Arbeitsbereitschaft und Motivation zunehmend Mangelware wird. Von fachlichen Qualifikationen ganz zu schweigen. Die die was drauf haben sind nicht arbeitslos. Wer fähig ist der findet nicht nur immer schnell nen Job... der will das auch. Natürlich sollte man arbeitslose ausklammern die Aufgrund ihres Alters oder ihrer Gesundheit schwer vermittelbar sind oder Alleinerziehende ohne Kinderbetreuung und kleinen Kindern. Aber Fakt ist wer unter 40 ist... nicht schwer krank oder durch Kleinkinder eingeschränkt bzw pflegebedürftige Angehörige. Und längere Zeit nen Job (angeblich) sucht. Hat entweder selbst zu hohe Ansprüche oder macht im Bewerbungsverfahren nicht den Eindruck die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Ich bin selbst schon im Bereich von Assistentenjobs ettlichen Bewerbungsgesprächen beigewohnt. Es ist ja kaum noch wer in der Lage sich richtig verkaufen zu können von korrekter Arbeitsweise mal ganz zu schweigen!!!

          Ich bin auch für umschlungen von Langzeitarbeitslosen für Jobs die gesucht werden. Bringt aber nix wenn kaum noch wer von jüngeren Generationen (und ich Gehör selbst dazu!) FÄHIG ist... weder in grundrechnen, Rechtschreibung, Allgemeinwissen und "softskills" die immer wichtiger werden.

          • Ja, du hast recht. Die Arbeitsbereitschaft lässt echt total zu wünschen übrig.
            Ich selbst wohne in einem kleinen Kaff. Aber selbst hier reichen 10 Hände nicht, um die abzuzählen, die noch nie in ihrem Leben gearbeitet haben. Und ich rede hier von Leuten zwischen 18 und 40 Jahren. Teilweise bereits in 2. Generation.

            Oft habe ich echt den Eindruck, dass Deutschland "verblödet". Einige Bekannte von mir sind in verschiedenen Branchen selbständig. Es ist zum Weinen, wenn diese von ihren Bewerbungsgesprächen erzählen...... #schwitz

            • Da kann ich auch Bücher füllen. Bewerber die Sprachkenntnisse angeben obwohl sie nur Urlaubsniveau sprechen (Wenn es danach geht kann ich spanisch... griechisch und polnisch... Bringt mir aber nix wenn ich kein Gespräch führen kann!)

              Oder gehaltsvorstellungen wo ich mir denke -haben die was geraucht?! 4000 Euro als bürohilfskraft ohne zusatzquali? Jaaa klar und goldenes Toilettenpapier?

              Oder dann wird wer eingestellt der tatsächlich mehrere Sprachen spricht aber neben deutsch nur bereit ist englisch zu nutzen. Auf die Frage warum das angeblich könnende spanisch nicht wenn 70% der Belegschaft Lateinamerikaner sind? "Nicht für den Lohn nicht in der Position"... wtf????

              Ich kenn auch solche Leute. Praktisch nie gearbeitet oder nur so aushilfsjobs aber schimpfen aufm Staat. Ich denk mir dann immer nur. Es gibt kein anderes Land auf der Welt wo dir dermaßen der Hintern vergoldet wird. Geh mal nach Amerika da gibt's keine staatliche Rente... keine gesetzliche pflichtversicherung... Kindergeld... Elterngeld oder Arbeitslosengeld. Bekommst du in anderen Ländern den Arsch nicht hoch lebst unter der Brücke und keiner kann mal eben zum Arzt gehen ohne Versicherung.

              Natürlich bekommst du nicht den selben Lebensstandard arbeitslos wie arbeitend. Wäre auch ne verarsche für jeden der was tut.

              Für mich gibt's keine niedrige Tätigkeit. Nur Faulheit. Und ich empfinde mich schon als bequem. Aber ich könnt es vom selbststolz her nie abhängig vom Staat zu sein. Da würde ich die würde vor mir selbst verlieren. Ich nimm staatliche Zusatzleistungen gerne dankend an. Aber für mich ist Elterngeld oder Kindergeld ein Segen und nix was in meinen Augen selbstverständlich wäre oder worauf es ein generelles anspruchsrecht menschlich gesehen gebe.

              • Ich frag mich echt täglich, mit welcher Selbstverständlichkeit es angesehen wird, dass die Arbeiterbienen die faulen Stinktiere durchfüttern müssen.

                Es kann doch nicht sein, dass so viele offene Stellen unbesetzt bleiben und auf der anderen Seite so viele Sozialschmarotzer - ja, so wage ich sie zu nennen! - sich auf der faulen Haut ausruhen.

                Es sollte viel besser unterschieden werden zwischen den Arbeitslosen. Ein 58jähriger Straßenbauer z.B., der sein Leben lang gearbeitet hat und im Alter leider arbeitslos wurde, sollte mehr Sozialleistungen erhalten als jemand, der sich noch nie in die Arbeitswelt eingebracht hat zwecks mangelnder Motivation.

                Für die "harten Fälle" sollten Kurse stattfinden, in denen sie lernen, dass man z.B. morgens um 7 Uhr anzutreten hat und seine Pflicht zu erfüllen hat. Mir geht nämlich schon die Hutschnur hoch, wenn ich höre, dass manche vom Jobcenter sanktioniert wurden, weil sie "es nicht geschafft hatten" pünktlich zum Termin zu erscheinen.:-[

            Hallo,

            das fängt doch schon im Elternhaus an. Da wird auf das Gymnasium gepelzt, obwohl die Noten es nicht hergeben. Und egal welcher Abschluss mit Ach und Krach geschafft wurde, das Kind geht keinesfalls in den Einzelhandel, in Schichtarbeit oder was auch immer. Das Kind muss von Anfang an viel Geld verdienen in einem Beruf, der ihm gar nicht liegt. Und dann bewerben sie sich, fangen vielleicht an und dann kommt das böse Erwachen für den Betrieb.
            Und dann gibt es noch die Jenigen, die mehr Geld bekommen, wenn sie zu Hause bleiben. Geld gibt es in Deutschland genug, zu viel, meiner bescheidenen Meinung nach, zumindest was die antriebslosen Arbeitslosen betrifft.

            LG

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