Frage zum Elterngeld

    • (1) 26.08.18 - 06:53

      Guten Morgen,

      Mein Mann und ich sehnen uns so sehr nach einem kleinen Wunder😊

      Doch,ich habe keine Ahnung,wie dass mit dem Elterngeld so richtig ist.

      Ich habe erst jahrelang als Kinderpflegerin in einem Kindergarten gearbeitet und habe dann nachdem der Vertrag auslief noch drei Jahre die Erzierausbildung absolviert,wo ich Meisterbafög erhalten habe.Diese habe ich nun seit Mitte Juni Verzug und arbeite nun in der Kinder-und Jugendhilfe.

      Meine Frage ist nun,wird das Meisterbafög mit angerechnet,wenn ich jetzt Schwanger werden wĂŒrde?Denn,wenn ich nun z.B diesen Monat schwanger werden wĂŒrde,wĂ€re der ET Ende Mai.Dann habe ich ja nicht rĂŒckblickend 12 Monate „gearbeitet“ sondern noch die Ausbildungszeit mit Meisterbafög in der Berechnung.
      WĂŒrde ich dann nur den Mindestsatz mit 300 € bekommen oder wĂŒrde nun von meinem Gehalt die 67 % gerechnet werden?
      Kennt sich damit jemand aus?

      Glg pipi86

      • (2) 26.08.18 - 07:30

        Meiszerbafög zÀhlt nicht, nur das Ausbilfungsgehalt

        • (3) 26.08.18 - 07:40

          Das ist ja echt Mega unfair😟
          In der Erzieherausbildung bekommt man ja kein Gehalt.Deswegen kann in dem Falle ja Meisterbafög bezogen werden...
          Da arbeitet man die ganze Zeit und Qualifiziert sich noch mehr und dann muss man warten mit dem Kiwu,weil man sonst genau so viel Elterngeld heraus bekommt,wie die,die zu Hause waren....
          Da lĂ€uft doch irgendwas nicht richtig im System đŸ€”

          Bin echt traurig...😔

            • (5) 26.08.18 - 08:07

              Wie meinst du das?
              Klar mach ich mich erst schlau,bevor wir nun anfangen zu ĂŒben.Deswegen frage ich doch...
              Trotzdem saß ich nie zu Hause,sondern habe immer was gemacht und dann wird man nicht belohnt,dass man schwanger werden kann,wenn man möchte.Nein,man muss warten,damit man dann das eine Jahr voll bekommt....
              Das ist doch so nicht richtig

              • (6) 26.08.18 - 08:20

                Das ist aber der falsche Ansatz. In Deutschland haben wir den absoluten Luxus von diversen Sozialleistungen beispielsweise in Form von Elterngeld und daran sind nun mal Bedingungen geknĂŒpft.
                Du bist gerade fertig mit deiner Qualifizierung zur Erzieherin. Ist doch gut, wenn du da noch ein bisschen Berufserfahrung drauf packst und dann dein Kind oder deine Kinder bekommst. Alles hat etwas positives oder auch negatives.

              • Stell dir mal vor, du wĂŒrdest in einem Land leben, wo es so einen Luxus gar nicht gibt... WĂŒrdest du dann kein Kind bekommen wollen, weil es kein elterngeld gibt?

                • Doch,natĂŒrlich.Dann wĂŒrden aber alle auf der gleichen Stufe stehen.
                  Jetzt steh ich auf der gleichen Stufe,wie die,die nichts vorher gemacht haben,obwohl ich immer gearbeitet habe und darin liegt der Unterschied 😉

                  • Augen auf bei der Berufswahl... Es hat dich doch niemand gezwungen, eine Ausbildung zu machen, bei der man nix verdient...

                    • (10) 26.08.18 - 12:01

                      Zum GlĂŒck denken nicht alle so. Sonst hĂ€tten wir ein sehr armes Deutschland 😏.

                      • (11) 26.08.18 - 12:21

                        Stimme dir voll zu.

                        Nachher wird dann gemeckert, warum es nicht genug Erzieher gibtđŸ€Šâ€â™€ïž.

                        • Genau, Hauptsache die Höhe des elterngeldes stimmt.... Der Fehler liegt wohl eher darin, dass in dieser Ausbildung nichts bezahlt wird. Aber auch das weiß man ja vor der Ausbildung...

                          • (13) 26.08.18 - 13:05

                            Klar liegt da der Fehler im System. Da muss der Staat auch dringend was machen.
                            Das die TE hier jetzt enttÀuscht ist finde ich auch nicht richtig.

                            Aber dennoch kann man froh sein ĂŒber jeden, der noch als Erzieher oder Pflegekraft arbeiten möchte. UnabhĂ€ngig von Elterngeld.
                            Das wlte ich damit nur mal sagen.

                  (14) 26.08.18 - 09:50

                  Elterngeld ist eine LohnERSATZleistung. Du kannst nur das ersetzt bekommen, was dir durch die Elternzeit "fehlt", ist doch logisch, oder?

                  >>>und dann wird man nicht belohnt,<<<

                  FĂŒr was willst du belohnt werden?

            (15) 26.08.18 - 11:15

            Du hast dich aber nunmal fĂŒr eine Ausbildung entschieden, bei der du kein Gehalt bekommst.

            So hart es auch klingt.

            (16) 26.08.18 - 16:25

            Du musst ja nicht warten. Du möchtest es, weil es dir wichtig ist, Anspruch auf bestimmte Leistungen zu erwerben.

      (17) 26.08.18 - 15:11

      Ich könnte es auch voll unfair finden, nicht mal die 65% meines ehemaligen Einkommens zu kriegen. Schließlich hab ich hart gearbeitet, ein gutes Gehalt bezogen und entsprechend Steuern gezahlt. DafĂŒr könnte man mich ruhig auch belohnen! TatsĂ€chlich bin ich aber dankbar fĂŒr die Möglichkeit, meine Kinder im ersten Jahr zu Hause betreuen zu können, ohne dass uns die HĂ€lfte des Haushaltseinkommens fehlt

      (18) 26.08.18 - 20:06

      Sei doch froh, das du fĂŒrs zu Hause beliben ĂŒberhaupt Geld bekommst. Vor 12 Jahren gab es gar nichts!

      (19) 26.08.18 - 21:03

      Hallo du,

      Ich kann dich absolut verstehen. Ich hab mein erstes Kind einen Monat vor dem Beginn des Elterngeldes bekommen. Von heute auf morgen 0€ Einkommen. Ich durfte meine Kreditkarte abgeben, da ich nicht mehr kreditwĂŒrdig war. Ich hab mich wie ein Mensch zweiter Klasse gefĂŒhlt. Und nur, weil ich Mutter geworden bin.
      4 Wochen spĂ€ter hĂ€tte ich 1800€ pro Monat bekommen - 1800€!!!! Das ist ein wahnsinns Unterschied. Und die MĂŒtter ab 2007 haben auch "nur" gearbeitet und haben fĂŒrs Nichtstun Geld bekommen.

      Mein zweites Kind kam dann Recht schnell, sodass ich nach heutiger Berechnung wieder auf sehr viel Elterngeld gekommen wĂ€re. Ich habe mich damals aber auch ĂŒber die 300€ gefreut, das war im Vgl. zu 0€ schon ein beachtlicher Schritt.

      Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich meine Finanzen inzwischen lĂ€ngst wieder im Griff habe. Auch weil ich natĂŒrlich schnell wieder mit dem Arbeiten anfangen musste (nochmal: wĂ€re mein Kind 4 Wochen spĂ€ter geboren, hĂ€tte uns der Staat ein schönes Leben finanziert)

      Aber ich verstehe deinen Unmut total!
      Ich hatte auch schon immer das GefĂŒhl: ich maloche und die anderen haben ein einfaches Leben.

      Ich denke auch, dass diejenigen mit den "das weiss man doch"- Parolen keine Ahnung davon haben wir es ist, um sein finanzielles Überleben zu kĂ€mpfen.

      Ich habe auch einen unterbezahlten Berufszweig gewĂ€hlt. Aber mir macht meine Arbeit Spaß, das hĂ€lt mich (noch) optimistisch.

      Ich wĂŒnsche dir daher alles Gute fĂŒr die Familienplanung. Noch kannst du entscheiden wann und wie.
      Ich kann nur sagen, dass ich stolz auf mich bin, dass ich alles ohne einen Cent vom Staat geschafft habe. Aber leicht war es v.a. am Anfang nicht.
      Zum GlĂŒck gehören ja zum Kinderkriegen zwei 😂

      • >>>Ich habe auch einen unterbezahlten Berufszweig gewĂ€hlt.<<<
        >>>4 Wochen spĂ€ter hĂ€tte ich 1800€ pro Monat bekommen - 1800€!!!!<<<

        Wie passt das zusammen?

        • (21) 26.08.18 - 21:15

          Das habe ich mich auch gefragt.

          Ich hab ja nicht geschrieben, dass ich wenig verdient habe. Aber im Vgl. zu anderen Studierten mit entsprechender Berufserfahrung war es wenig.
          Da ist es eben frustrierend, wenn man nach dem Kinderkriegen wieder bei 0 anfĂ€ngt. Zumal ja schon viele Jahre fĂŒr Ausbildung bzw. Studium draufgingen. Da fragt man sich manchmal halt schon wofĂŒr. 😎

          Und der Sprung auf 0€ ist umso heftiger.

      >>>Ich kann nur sagen, dass ich stolz auf mich bin, dass ich alles ohne einen Cent vom Staat geschafft habe.<<<

      Verstehe ich jetzt nicht so richtig.
      Es war doch damals normal, dass es nach der Geburt eines Kindes nur ganz minimal was gab. Das ging doch allen so.

      • Naja,

        Bis zu einer gewissen Einkommensgrenze gab es Erziehungsgeld. Da war ich aber drĂŒber. Die Besserverdiener werden heutzutage wesentlich mehr unterstĂŒtzt. Auch das Familiengeld in Bayern ist einkommensunabhĂ€ngig.

        Aber wie gesagt, ich habe ĂŒberlebt und wĂŒrde nach wie vor meine Kinder nicht nach externer finanzieller UnterstĂŒtzung bekommen. Denn das Kinderkriegen ist auch nicht immer so planbar wie man denkt, da spielt die Biologie noch mit.

        Was ich aber sagen will, ich verstehe den Unmut der TE. Man arbeitet und schaut vermeintlich in die Röhre, wĂ€hrend manche nix machen und ĂŒberall unterstĂŒtzt werden. Darum geht es ja in der Fragestellung.

        Ich wĂŒrde jedoch immer den Weg des Arbeitenden wĂ€hlen. Selfmade sozusagen.

        • >>>Was ich aber sagen will, ich verstehe den Unmut der TE.<<<

          Echt? Ich halte ihr Gejammer fĂŒr unverschĂ€mt. Wenn sie noch zwei Monate wartet mit dem Schwangerwerden (ist ja auch nicht gesagt, dass es so schnell klappt, wie sie es gerne hĂ€tte), bekommt sie doch volles Elterngeld. Also, worĂŒber jammert sie?

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