Muss ich Beschäftigungsverbot in Schwangerschaft vom AG hinnehmen?

    • (1) 31.08.18 - 20:21

      Hallo,
      ich hab nochmal eine Frage. Hab neulich schon mal was bezüglich des Immunstatus in der Schwangerschaft gefragt.
      Ich bin Erzieherin bzw. Heilerzieherin und arbeite in einer Kita mit Kindern von 0-6 mit und ohne Behinderung.
      Laut Immunstatus von meiner letzten Schwangerschaft von vor 7 Jahren bin ich gegen alles immun (Zytomegalie, Ringelröteln,...). Mein FA meint, der Schutz ist dann lebenslang.
      Nun möchte ich meine Chefin demnächst informieren (bin 6.ssw) Ich möchte aber auf keinen Fall bis zum Termin beim Betriebsarzt ins Beschäftigungsverbot. Ich gewöhne ab Montag ein Kind mit Trisomie 21 ein, da kann und will ich nicht fehlen. Ich bin die einzige Heilerzieherin.
      Kann ich meine Chefin informieren und darauf bestehen, in der Kita zu bleiben, bevor der Termin beim Betriebsarzt stattfindet bzw das Laborergebnis da ist?
      Danke und Lg

      • Ich finde es immer furchtbar, wenn Leute auf eine Frage mit einer Gegenfrage antworten, aber warum wartest du mit der Mitteilung deiner SS nicht einfach bis die Eingewöhnung vorbei ist, wenn du jetzt mutterschutzrechtlich nichts in Anspruch nehmen willst/musst.

        • Hallo,
          Ja, das hab ich mir auch schon überlegt. Ich weiß aber von Kolleginnen, dass meine Chefin es total blöd findet, wenn man es erst spät sagt. Ich dachte, es wäre besser, es so früh wie möglich zu sagen, damit Ersatz gefunden werden kann.
          Ich weiß auch nicht #zitter
          Danke und liebe Grüße

          • Hi,
            sobald der AG Kenntnis erlangt, muss er handeln.
            Also entweder sagst du es deiner Chefin und gehst bis zur Klärung ins BV oder du wartest die Eingewöhnung ab und sagst es ihr dann...
            Dauert die Eingewöhnung länger bei einem Kind mit Trisomie 21? Ansonsten ist der Zeitraum doch überschaubar.
            LG

          • Wie lange dauert es denn? Woche 6 finde ich eh noch sehr früh. Kann mir nicht vorstellen, dass der AG da böse ist. Manche wissen da noch nicht mal, dass sie schwanger sind.

            Du bist in der 6. SSW ..
            Einfach Klappe halten! ;-)

            Frauen die nicht ständig testen und jeden Monat hoffen SS zu sein oder auch einfach einen unregelmäßigen und unzuverlässigen Zyklus haben, wissen das zu dem Zeitpunkt vielleicht noch nichtmal.

            Es geht deine Chefin nichts an!

      Hallo,
      ich finde es ziemlich egoistisch von dir. Hast du bei deinen ganzen Plänen auch mal an das Kind gedacht? Ganz toll für das kleine behinderte Kind gleich 2 Eingewöhnungen hintereinander durchzumachen.

      • (8) 31.08.18 - 21:23

        Wieso denn 2?

        • Immunitäten sind die EINE Seite bei einem BV in einem Kiga - es gibt da aber auch noch einige andere Pünktchen zu beachten, oder?
          Gerade bei der Arbeit mit BEHINDERTEN Kindern kann es schon mal zu einigen Zwischenfällen kommen. Dieses Kind hier hat nun Trisomie 21, was die anderen Kids haben, wurde nie gesagt...Kinder mit irgendwelchen Wahrnehmungsstörungen sind heutzutage praktisch überall vorhanden (ich bin selbst Mutter von 2 Autisten und kenne diese Situation zur Genüge - für das Kind ist es wirklich bescheiden). Bei meinen Ältesten war mal in der Grundschule eine wirklich schwer betroffene Frühkindliche Autistin gegangen - tja, die Kleine neigte zu Fremdaggression und biss auch mal kräftig zu. Das blutete dann schon ganz ordentlich. Einmal hat sie die Taxifahrerin gewürgt während der Fahrt.
          So...Mutterschutzgesetz dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Nur wie soll das in so einem Umfeld geschützt werden? Ich habe selbst 2 behinderte Kinder. Die Kids sind nicht verantwortlich für das, was sie tun. Sie wissen es nicht besser.
          Die TE braucht ein BV nicht wegen ihren vollständigen Immunstatus, sondern wegen ihrem Arbeitsort und den Personen mit denen sie arbeitet.

          • (10) 01.09.18 - 13:37

            Weil jetzt 1 Integrationskind da ist???

            Und sie will ja gar keines. Und das ist nun mal jetzt Uhr gutes Recht seit diesem Jahr ein BV abzulehnen. Wenigstens eine, die nicht gleich in Panik verfällt, nur weil sie schwanger ist.

            Und es gibt ja immer noch die Gefährdungsbeurteilung 😉

            • Tja, wo bleibt das "gute Recht" des dreijährigen (?) Kindes?

              Weißt du, ich sehe das einfach von der Seite des Kindes, weil ich als Mutter zweier I-Kinder das Ganze schon selbst mehrfach durchhabe und mittlerweile zumindest ein traumatisiertes Kind habe deswegen. Und ja, man darf mir durchaus nachsagen, dass ich es keinesfalls so toll finde.
              Ich habe das nicht nur durch mit Schwangeren, nein Menschen werden verständlicherweise auch mal krank (bei meinem Jüngsten hatte die THA leider einen schweren Unfall im Urlaub und fehlte gleich mal 2,5 Monate gleich nach der Eingewöhnung nach der 1. Klasse ... danach gab es einen fast täglichen Wechsel der THA - soll ja Kinder geben, die ohne Anwesenheit ihrer THA die Einrichtung nicht betreten dürfen). Die letzte THA blieb 3 Jahre bei uns - so eine Bezugsperson braucht ein Kind. Die aktuelle THA war eine Woche da, da beichtete er uns, dass er ein geplantes 3-wöchiges Praktikum hat. Sowas meinem Sohn beizubringen ist praktisch unmöglich. Mein Sohn hat die Nahrungsaufnahme verweigert und hat ständig geweint, weil L. nicht da war. Nun...ab morgen hat er seine geliebte THA wieder.
              DAS meine ich damit. I-Kinder haben eine oftmals sehr, sehr lange Laufbahn mit unglaublich vielen und wechselnden THA vor sich. I-Kinder sind nicht gesund und doch verlangt man von ihnen oft deutlich mehr als von gesunden Erwachsenen.
              Ich weiß, dass es für die TE kein Problem ist. In einem halben Jahr hat sie dieses Kind vollständig vergessen. Sie ist dann in Mutterschutz, bekommt ihr eigenes Baby, Elternzeit,... Aber was ist mit dem Kind? Sie wird doch gerade Mutter! Was würde sie sich denn als Mutter eines Kindes wünschen? Ständig wechselnde Bezugspersonen? Gerade für ein behindertes Kind?

              • (12) 02.09.18 - 19:19

                Wer redet denn hier von ständig?
                Sie gewöhnt es nur ein, danach sind in so einer Gruppe für gewöhnlich mehr als nur eine Erzieherin oder Heilpädagogin.

                Mein Sohn ist auch in einer I-Gruppe. Die beiden integrativen Kinder haben Bezug zu all den Erzieherinnen dort. Und es sind insgesamt 3.

          Ich verstehe nicht, warum du mich hier so komisch anmotzt. Ich fühl mich für, ich habe alle Immunitäten und ich würde gerne ganz normal weiter arbeiten. Wo ist denn da das Problem???

          ich kann deinen scharfen Ton gerade nicht mit dem Ursprungsbeitrag von Hanah696 in Einklang bringen... #kratz Darum frage ich jetzt nach:
          Für mich klingt das jetzt so, als sei Hannah696 egoistisch, weil sie so kurz vor der Eingewöhnung eines behinderten Kindes selbst schwanger wird. Habe ich das so richtig verstanden?

          • Da kann ich dich beruhigen. Das hast du falsch verstanden.

            Sie handelt in meinen Augen nur egoistisch (konkret gegenüber dem Kind), indem sie ihre Schwangerschaft gegenüber ihrem Arbeitgeber absichtlich verschweigt um noch bis zur Gefährdungsbeurteilung arbeiten zu können. Das behinderte Kind hat sich in dieser Zeit gerade an sie gewöhnt. Sie ist die Hauptbezugsperson im Kiga für sie und dann gehts ins BV oder spätestens nach ein paar Monaten in den Mutterschutz. Die Bezugsperson zu verlieren für ein gesundes Kind im Kiga ist eine Katastrophe...für ein behindertes Kind ist es oft noch schlimmer.
            Und sie handelt egoistisch gegenüber ihrem Arbeitgeber, dem sie die Zeit nimmt eine entsprechende Ersatzkraft zu finden...auch nicht so leicht in der Branche.
            Und sie handelt egoistisch gegenüber ihrem ungeborenem Baby...ein I-Kiga mit gesunden Kindern und Kindern mit verschiedenen Behinderungen - da dürfte es auch einiges an unbeabsichtigten Unfällen geben.

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