Planung Schwangerschaft in Elternzeit, wie finanziell organisieren?

    • (1) 03.09.18 - 00:27

      Hallo Mädels,
      Mein Mann und ich können uns sehr gut ein 4. Kind vorstellen. Nun ist die Frage, wie und wann wir es einplanen (soweit wie es planbar ist).

      Die Situation:
      Unser drittes Kind ist nun fast 4 Wochen alt und ich habe in meinem Vollzeitjob 2 Jahre Elternzeit angemeldet. Mein Mann ist momentan auf Stellensuche, hat aber gute Chancen demnächst eine gute Stelle zu haben.
      Wenn ich in der Elternzeit SS werde hätte ich bis zum Mutterschutz ein paar Monate ohne Einnahmen (da Elterngeld vorbei nach 12 Monaten). Dann normal Mutterschaftsgeld und Elterngeld, was durch die paar Monate ohne Einkommen jedoch geringer wäre als jetzt.
      Seht ihr eine Möglichkeit zu einem Einkommen zu kommen für die Monate zwischen Ende Elterngeld Kind 3 und Beginn Mutterschutz Kind 4? Der alte Job ist keine Option auf verschiedenen Gründen. Würde es Sinn machen ein paar Monate vom Elterngeld (Basiselterngeld) des dritten Kindes umzuändern in Elterngeld-plus um den Auszahlungszeitraum zu verlängern? Denn die Zeit, in der man Elterngeld bezieht, wird ja für die Berechnung des neuen Elterngelds ausgenommen. Habe ich richtig gedacht oder einen Denkfehler drin?
      Gibt es noch andere Möglichkeiten damit diese Monate bis zum neuen Mutterschutz nicht mit 0€ in die neue Elterngeld Berechnung einfließen?

      Das Kind auf später zu schieben ist für uns eigentlich keine wirkliche Alternative, da ich nach der jetzigen Elternzeit nur noch Teilzeit arbeiten will und dann wäre das Elterngeld von einem 4. Kind so gering, dass die finanziellen Einbußen arg wären.

      Bin gespannt auf eure Ideen und Erfahrungen, da ich bestimmt nicht die erste mit solchen Überlegungen zur Familienplanung bin. Daher auch die Wahl dieses Unterforums, wo evtl jemand das schon durch exerziert hat und von Erfahrungen berichten kann.

      LG, Logo

      • (2) 03.09.18 - 05:52

        So weit ich weiß, darf zwischen den 2 Kindern nur 14 Monate liegen, um das selbe Elterngeld zu bekommen + Geschwisterbonus. Es sei denn, du gehst Teilzeit in den "leer" Monaten arbeiten, dann hast du ja in den Monaten wieder ein Einkommen. Es werden nur 12 Monate Elternzeit berücksichtig, unabhängig davon ob du dein Elterngeld auf 2 Jahre splitten lässt. So mein Stand jedenfalls.

        • Hallo,
          die Auszahlungsphase des Elterngeldes zu verlängern bringt leider nichts, es werden 12 Monate für die Elterngeldzahlung ausgeklammert, die Zeit darüber hinaus beträgt der Verdienst dann 0 Euro für die Berechnung des neuen Elterngeldes.
          Die Option wäre also, nach einem Jahr arbeiten zu gehen, sonst wird das Elterngeld weniger.

        (5) 03.09.18 - 07:37

        Ich den Leermonaten Teilzeit arbeiten wäre ja ideal, aber dann müsste ich es im alten Job tun (was für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kommt) oder bei einer neuen Stelle, wodurch ich aber dann auch nur noch Teilzeit-mutterschaftsgeld bekäme (und nicht mehr den Betrag vom Vollzeitjob).

        Das mit dem splitten und den trotzdem 12 Monaten habe ich auch mal gelesen. Ich dachte aber, dass das mit Elterngeld plus anders ist, dh. dass der tatsächliche Auszahlungszeitraum berücksichtigt wird.
        Vllt muss ich da einfach mal die Elterngeldstelle fragen ...

        LG :-)

        Bei Elterngeld Plus werden 14 Monate ausgeklammert, bringt also schon etwas.

    Hi,

    Ihr könnt es natürlich länger Auszahlen lassen, habt dann aber auch monatlich weniger und zudem hat es keinen Einfluss auf die Berechnung des EG.

    Um möglichst wenig Verlust zu haben müsstest du jetzt direkt wieder schwanger werden.

    • Das direkt wieder ss werden, wäre für uns kein Problem. Da ich voll stille, kann es aber zu Leermonaten kommen, wenn ich nicht gleich meinen normalen Zyklus wieder haben sollte. Mein Zwerg ist jetzt 4 Wochen alt.

      Das mit dem splitten und den trotzdem 12 Monaten habe ich auch mal gelesen. Ich dachte aber, dass das mit Elterngeld plus anders ist, dh. dass der tatsächliche Auszahlungszeitraum berücksichtigt wird.
      Vllt muss ich da einfach mal die Elterngeldstelle fragen ...

      LG :-)

Dein Elterngeld in Elterngeld Plus umzuwandeln bringt dir 2 Monate mehr, die du ausklammern kannst vom Elterngeld.

(10) 03.09.18 - 08:49

Die Aussagen hier sind nicht ganz richtig.

EG Plus verlängert den Zeitraum tatsächlich, aber nur auf 14 Monate.

Es macht also Sinn, die letzten beiden Basis EG Monate in EG Plus umzuwandeln und somit 14 Monate ausklammern zu lassen. Mehr als 14 Monate sind allerdings nicht möglich.

Auf diesem Wege können 16 Monate zwischen den Geschwistern liegen und man erhält das gleiche Elterngeld (+ Geschwisterbonus).

Ansonsten kannst du auch bei einem anderen AG in Teilzeit arbeiten auch wenn du bei deinem "Haupt-AG" weiter in EZ bist.
Das muss dein AG allerdings genehmigen. Bei einem 450 Euro Job zB als Nebenverdienst in den 0-Monatrn (wenn du welche hast), könnte das vielleicht funktionieren.

VG Isa

  • (11) 03.09.18 - 10:00

    Da muss ich mal genauer nachfragen

    DH zum Beispiel meine elternzeit würde noch bis Oktober gehen. Ich würde mir spontan überlegen ich möchte diese noch in Elterngeld plus umwandeln - geht das ?
    Würde dann November und Dezember Elterngeld plus nehmen. Möchte dies aber zum Januar wieder kündigen um ab Januar wieder Vollzeit arbeiten zu gehen, würde dann schwanger werden und mir würden dann 14 Monate ausgeklammert werden. Ich würde dann im mai erst schwanger, dann würde mir expliziet die 14 Monate elternzeit ausgeklammert werden ?

    Danke - hoffe das war jetzt verständlich 😅

    • (12) 03.09.18 - 10:24

      Da geraten gerade Elternzeit und Elterngeld etwas durcheinander bei dir, glaube ich.

      Also, wenn dein Basiselterngeld bis Oktober ausgezahlt werden würde, könntest du statt Sept/Okt Basis EG auch Sept-Dez. EG Plus beziehen.

      Ja, den Elterngeld Antrag darfst du einmal ändern (mit guter Begründung wohl auch mehrfach).

      Wenn deine Elternzeit ebenfalls nur bis Oktober geht, musst du diese natürlich gesondert verlängern bei deinem AG. Innerhalb der ersten zwei Jahre kannst du dies aber nur mit Genehmigung des AGs.

      Was meinst du mit "zum Januar wieder kündigen"?
      Beides kannst du ja direkt in der Länge beantragen wie du es brauchst.

      Geht deine Elternzeit länger als bis Januar und du möchtest sie innerhalb der ersten zwei Jahre verkürzen, geht das wiederum nur mit Genehmigung des AGs (ausgenommen die Beendigung der EZ zum neuen MuSchu).

      Ja, es würden (egal wann du danach schwanger wirst), diese 14 Monate ausgeklammert.

      VG Isa

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