Beschäftigungsverbot SS

    • (1) 10.09.18 - 11:04
      Inaktiv

      Hallo, ich möchte Eure Erfahrungen wissen. Bitte keine blöden Kommentare!

      Also ich bin 35, frisch schwanger 5 SSW, hatte 2 FG und hab auch Vorerkrankungen, die eine Risikoschwangerschaft rechtfertigen.

      Ich hatte gestern weil ich bisschen Wäsche und sowas im Haushalt gemacht hab, schwache Blutungen bekommen.

      Sonst gehts mir relativ gut. Bis auf die Sorgen die ich mir mache.

      Ich wollte heute zum Hausarzt und mich wegen Beschäftigungsverbot erkundigen.

      Weil bei mir fallen mehrere Faktoren zusammen, die gesundheitliche Vorgeschichte mit 2 FG, Mobbing in der Arbeit, Arbeiten mit Zugluft weil ständig im Büro Tür und Fenster auf ist und es wird erwartet, dass ich 150 % Arbeite nix mit ausruhen und hinlegen. Dazu haben wir keine Möglichkeit. Dazu der ständige Termindruck. Achso ich arbeite im Büro. Ich weiß jetzt schreien alle auf. Da ist doch nicht anstrengend - doch ist es!

      Jetzt überlegen ich ob ich mich wegen der Blutugen für 2 Wochen bis nächsten US Termin krank schreiben laden soll oder ob ich gleich BV ansprechen soll.

      Wer war in einer Ähnlichen Situation und was habt ihr gemacht?

      Wenn ich arbeiten geh und es passiert was, würde ich immer denken, das war weil ich arbeiten war, auch wenn es nicht so ist.

      • (2) 10.09.18 - 11:09

        Hey du. Also der offizielle und rechtlich richtige Weg ist, dass du deine Schwangerschaft bekannt gibst, denn nur so kann dein AG sich ans Mutterschutzgesetz halten. Tut er das dann immer noch nicht, dann wendet man sich an die zuständige Aufsichtsbehörde.
        Mobbing, welches vor der Schwangerschaft schon bestand ist leider auch kein Grund für ein BV, höchstens für eine AUB psychisch bedingt.

        Eine Krankmeldung wegen Blutungen würde ich definitiv mal ansprechen, aber bisher rechtfertigt leider keines deiner beschriebenen Argumente ein individuelles BV vom Frauenarzt.

        • (3) 10.09.18 - 12:30

          Also, die Blutungen könnten erstmal Krankschreibung bzw. eventuell vorläufiges BV rechtfertigen. Aber eure Arbeitsbedingungen klingen trotzdem nicht sehr schwangerenfreundlich. Laut Mutterschutzgesetz müssen zusätzliche Pausen eingeräumt werden und unter ständigem Zeitdruck darfst du auch nicht arbeiten. Theoretisch kannst du sogar eine Liegemöglichkeit verlangen. Hast du den AG denn schon informiert? Falls sich da dann nichts ändert nachdem du deine SS bekannt gegeben hast, kannst du dem Arzt die Situation schildern wie sie ist und erklären wie sehr es dich belastet, denn das hört man deutlich aus deinen Zeilen heraus. Ansonsten ist es halt schon so, dass der Arzt nur bei entsprechenden Beschwerden ein individuelles BV aussprechen darf.

      Verstehe mich nicht falsch, aber an deiner Stelle würde ich erst mal meinen AG informieren, der müsste sich dann ja an das MuSchu halten und dir dann den Arbeitsplatz dementsprechend gestalten. Und wenn er dann nichts machen sollte etc, ist in erster Linie dein FA dein Ansprechpartner und nicht HA! Und das BV stellt er dir auch nur aus, wenn für dich und das Leben des Krümels Gefahr besteht.

      • (7) 10.09.18 - 11:18

        Darf ich deinen durchaus richtigen Text kurz korrigieren.

        Wenn ein AG sich nicht an Mutterschutzgesetz hält, dann ist dafür trotzdem nicht der FA zuständig, sondern die Aufsichtsbehörde. Das ist wichtig! Denn der FA kann niemals die Bedingungen am Arbeitsplatz nachvollziehen. 🤗

    (9) 10.09.18 - 11:35

    Ich weiß gar nicht ob ein Hausarzt ein BV ausstellen könnte 🤔.

    Würde also gleich zum Frauenarzt. Da werden ja auch im Mutterpass alle Risiken angekreuzt (bei mir zb. u.a. psychischer Stress im Job). Ich hab allerdings eh von Arbeitgeber aus ein BV bekommen.

    Alles Gute für dich!

Hallo Katharina,
Ab 35 zählst du doch sowieso als Risikoschwanger 🤔
Ich habe auch einige Probleme auf Arbeit, bin zwar „erst“ 34, aber das war auch Grund genug für meine Frauenärztin, mir das BV auszustellen. Also mein Tipp, rede mit deiner Ärztin und schildere deine Probleme.

Drück dir die Daumen 👍

  • (15) 10.09.18 - 11:45

    Dann kennt deine Ärztin das veränderte Gesetz nicht.
    Das ist nicht böse gemeint.

    Ist ja auch nicht dein Problem, wenn sie kontrolliert wird dann. 🤗

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