Innerer Konflikt wegen der Arbeit

    • (1) 14.09.18 - 15:22
      Inaktiv

      Hallo ihr lieben

      Seit einigen Wochen fühle ich mich in einem inneren Konflikt.
      Ich bin schwanger in der 8. Woche
      Sicher weiß ich es erst ab heute, da ich zuvor einen Termin bei der Vertretung hatte, der aber nicht so gut lief
      Die FÄ sah keine Frucht Höhle und redete mir negatives ein

      nun und heute die erwartete erfreuliche Nachricht. Alles ist gut und zeitgerecht entwickelt.

      Mein Konflikt ist:
      Ich arbeite auf Projektbasis im sozialen Bereich und mein Vertrag endet Ende diesen Monats.
      Sie wollen mit mir einen neuen Vertrag unterschreiben für ein zwei jähriges Projekt.
      Ich weiß nicht, ob ich sagen soll, dass ich schwanger bin
      Mich halt davon die Angst ab, dass man mit dir dann den Vertrag nixhvon untund schreibt. Und auch, dass nicht einmal Familie oder Freunde davon wissen, und mein Arbeitgeber soll es erfahren?
      Rechtlich gesehen muss ich es ja nicht sagen. Ich will aber meine Kollegin nicht im
      Stich lassen und irgendwo auch ehrlich sein.

      Dieses Dilemma treibt mich in den Wahnsinn. Ich schwanke zwischen : bleib egoistisch, du brauchst das Geld und jeder andere haette es genauso nicht gesagt
      Und : du warst immer ehrlich und aufrichtig und jetzt willst du es absichtlich verschweigen...


      Könnt ihr mir Ratschläge geben?
      Soll ich mich dem Betriebsrat anvertrauen? Wir sind ein kleiner betrieb und ich habe auch Zweifel, dass sie sich bei allen Thematiken an die Schweigepflicht halten...

      Bitte sagt, was würdet ihr machen,“??
      Danke schonmal für eure Hilfen...

      • (2) 14.09.18 - 15:25

        Was ich machen würde, würde vom Verhältnis zum Chef abhängen und ob ich nach der Elternzeit dort noch arbeiten wollen würde.

        Sie bieten dir den Vertrag ja an. Damit du das Projekt machen kannst, was du definitiv ja nicht beenden wirst, wenn es 2 Jahre dauert.

        • (3) 14.09.18 - 15:31

          Ich bin umgezogen und will mir nach der Elternzeit auf jeden Fall eine neue Stelle suchen ... das ist klar...
          Mit meinem Chef gibt es eine klare Chef Mitarbeiterin Beziehung. Mehr nicht.

          • (4) 14.09.18 - 15:46

            Naja, wenn dir der Job da eh egal ist, dann kannst du abwarten und unterschreiben.

            Ich bin zwar auch eher für Ehrlichkeit, aber du musst es deinem AG ja nicht mitteilen.

      Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich persönlich Ehrlichkeit für das beste halte hast du eine Mitteilungspflicht gegenüber dem AG.
      Irgendwann wirst du auch einen Nachweis vom Frauenarzt erbringen müssen (meist reicht Kopie des Mutterpasses).
      Und da steht drin wann die SS festgestellt wurde.
      Ich glaube spätestens dann wird der Arbeitgeber hinterfragen warum du es nicht früher gemeldet hast.

      • Das stimmt so nicht. Sagen muss es niemand, man hat dann aber kein Anrecht auf Einhaltung des MuSchG. Und was die Bestätigung angeht - bei uns steht da nicht drauf, wann die Schwangerschaft festgestellt wurde. Aber das mag in anderen Praxen anders sein...

        • Also ich war schon bei zwei verschiedenen AG schwanger und beide haben explizit darauf bestanden, dass sie einen Nachweis haben wann die SS festgestellt wurde und wann ET ist.
          Ich glaube das ist so üblich. Ja mit dem MuSchG hast du recht. Wenn man nicht möchte das es eingehalten wird muss man gar nichts mitteilen.

          • (9) 14.09.18 - 16:16

            Nein, das ist nicht so üblich, sondern vom Arbeitgeber abhängig. Meiner verlangt z.B. weder Bestätigung noch Mutterpass-Kopie, weil er sagt, dass er den Mitarbeitern vertraut (trotz über 500 Mitarbeitern). Ich hatte trotzdem beim ersten Mal eine Bestätigung besorgt, weil ich zuerst dachte, dass er sie sicher will. Da stand nicht drauf, wann die Schwangerschaft festgestellt wurde, sondern nur der voraussichtliche Beginn des Mutterschutzes und ET.

            • (10) 14.09.18 - 19:28

              Das ist nicht nur vom AG abhängig, sondern die Mutterpass Kopie ist gar nicht zulässig, ein Datum der Feststellung zu verlangen auch nicht, das machen nur AG, die sich nicht an Gesetze halten.

          Der AG jat aber keinen Anspruch auf die Info, wann die Schwangerschaft festgestellt wurde!

          Das ist weder üblich noch zulässig, das geht den AG genauso wenig an, wie die Diagnose und du kannst da auch nicht drauf bestehen. Du hast also den AN belogen, ihn unter Druck gesetzt usw. sind alles nette Verstöße.

          Und du möchtest doch scheinbar nicht, dass das MUschG eingehalte wird, sonst wüsstest du, dass du auf diese Infos eh keinen Anspruch hast.

          Nur arschige AG verlangen solche Daten oder gar noch die Kopie vom Mutterpass!

    Das ist falsch.
    Erst die Geburt ist mitteilungspflichtig

    Wie kommt man dazu hier zu antworten, wenn man so gar keine Ahnung hat und damit nur falsche Auskünfte gibt?!?

    Eine Kopie vom Mutterpass geht niemanden etwas an, auf der Bescheinigung vom Arzt (die der AG bezahlen muss, wenn er sie denn haben will), steht kein Datum drauf, wann die Schwangerschaft festgestellt wurde, das geht nämlich den AG nichts an und fällt unter Datenschutz.

    Außerdem ist man eh nicht verpflichtet das mitzuteilen, man soll nur, muss aber nicht. Müssen tut man nur die Geburt.

    Außerdem will sie eh nicht zurück und muss auch mal an sich und das Kind denken.
    Also ist die sinnvollste Aktion die Klappe zu halten und ordentlich weiter zu arbeiten und es erst irgendwann mit neuem Vertrag zu sagen.

    • Wenigstens bin ich im Gegensatz zu dir dazu in der Lage sachlich zu antworten. Aber wenn man sonst nix zu tun hat als sich über Fremde so hoch zu fahren - bitte. Ich habe berichtet wie es bei mir war und offenbar ist es überall ein bisschen anders. Und da ich selbst eine Führungskraft bin kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass solche Leute die nur an sich denken der Horror für jedes Unternehmen sind. Man erwartet vom Chef Verständnis und das keiner einem was böses will und verhält sich dann so. Solche Leute möchte jeder gerne in seinem Unternehmen haben. Dem Chef wird vorsätzlich die Chance genommen eine andere Arbeitskraft anzustellen die das Projekt auch beenden kann. Ich finde das unsozial. Da kann jede von euch halten was sie will.

      • Nein, du hast nicht sachlich, sondern total falsch geantwortet!

        Ich habe sehr sachlich gefragt, wie man auf so etwas antworten kann, wenn man keine Ahnung hat, das ist und bleibt mir ein Rätsel!

        Und nein, das läuft nicht bei jedem anders, sondern ist gesetzlich vorgeschrieben und du hast nun mal einfach falsche Infos verbreitet und der TE Angst gemacht, nur weil du keine Ahnung hast.

        Und nein, nicht solche Leute sind der Horror für das Unternehmen, sondern solche Führungskräfte, die keine Ahnung haben so wie du, sind der Horror und sorgen dafür, dass AN erst dazu gebracht werden so egoistisch handeln zu müssen!

        (17) 14.09.18 - 20:15

        Nein, es ist nicht überall anders, es ist überall gleich, das Mutterschutzgesetz gilt Deutschland weit. Und dort steht klar, dass man spätestens zur Geburt bescheid sagen muss.

        Wenn dein AG das anders will, dann ist das nicht gesetzeskonform.

        Aber bei dem Rest gebe ich dir vollkommen recht.
        🤗

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        • (19) 14.09.18 - 21:50

          Als ob gerade im sozialen Bereich die neuen Mitarbeiter vor der Tür Schlange stehen.

          Ich gehe jetzt in den Mutterschutz, habe seit März eine Vertretung gesucht und die kommt jetzt im November.

          Es kommt halt immer auf den Job an.

          Und hier beginnt die TE dann ein Projekt (Werder du noch Ich wissen was für eines), kann nicht mal eben Überstunden etc. machen (sobald sie ihre Schwangerschaft mitgeteilt hat) und dann muss sie mittendrin gehen.

          Klar, für ihre Sicherheit sollte sie unterschreiben und nix sagen, aber je nach Projekt 8st das für den AG ggf. eine Katastrophe.

          • (20) 15.09.18 - 14:18

            Es kann immer passieren, dass ein Mitarbeiter ausfällt. Durch Unfälle und Krankheiten sehr viel unvorhergesehener als durch eine Schwangerschaft. Da MUSS dann auch eine Lösung gefunden werden!
            Warum werden dann schwangere Mitarbeiterinnen, die ja offensichtlich wegen guter Arbeitsleistungen weiter beschäftigt werden sollen, so benachteiligt, wenn sie etwas machen, das zum Leben dazugehört? Erklär das!

            Ausserdem geht es hier um ein paar Wochen und nicht um Monate!

            Auf den Punkt 'Soziale Verantwortung' gehst Du gar nicht ein. Aus Unwissenheit oder weil Du eben glücklicherweise doch keine echte Führungskraft bist.
            Leider haben wir solchen Flaschen die derzeitige Situation zu verdanken! Schlecht bezahlte Jobs, die dennoch gemacht werden müssten - Hauptsache die Bilanz stimmt. Dünne Personaldecken, damit auch ja kein Mitarbeiter nicht zu 100% produktiv sein kann. Über unfaire Befristungen ohne stichfeste Gründe, die ja eine Planbarkeit des Privatlebens immer schwieriger brauchen wir nicht zu sprechen. Bis hin zu eben "Führungskräften" , die weder die notwendige Kompetenz noch die Qualifikation besitzen Personal zu führen.

            Der "AG" sind übrigens auch nur Menschen, die ganz schnell in Situationen geraten können, die einen plötzlichen Ausstieg aus dem Berufsleben erfordert oder die angekündigt aussteigen, sodass agiert werden muss. Und das geht... Ging es schon immer.

            • (21) 15.09.18 - 14:35

              *** [vom urbia-Team editiert. Bitte bleibt höflich/sachlich.] ***

              Ich sagte nie, dass ICH eine Schwangere wegen einer Schwangerschaft nicht entfristen würde. Das zu dem Thema.

              Und es geht um ein Projekt hier, welches insgesamt 2 Jahre dauern wird. Sie kann es aber max. 9 Monate begleiten. Da geht es sehr wohl um Monate und nicht um Wochen.

              Und ich weiß nicht wo du arbeitest. Aber geh m in die Pflege. Da kommt nicht tgl. Ein Bus mit neuem Personal vorbei. Ich habe zurzeit 4 offene Stellen und genau 0 Bewerbungen, die zu was zu gebrauchen sind. Und verdienen tut man in der Pflege nur schlecht, wenn man sich eben nicht gut verkaufen kann und sich einen privaten Träger sucht. Das ist aber weder mein, noch das Problem irgendeines anderen Chefs.
              Das ist ein politisches Problem, dass Pflege immer noch privatisiert werden darf.

    (22) 15.09.18 - 16:50

    Leider kann man nur einen Stern vergeben #stern

´"hast du eine Mitteilungspflicht gegenüber dem AG."

Unfug.

(24) 14.09.18 - 15:45

Ich fnde es hängt davon ab, ob und wie lang du über den Mutterschutz hinaus ausfallen würdest. Einige Monate ließe sich sicher eine Lösung finden. Oder Hmeoffice und der Vater übernimmt mehr?
Wenn du so planst, dass du das Projekt attsächlich nicht konstruktiv beenden bzw. begleiten kannst, würde ich den Vertrage nur dann unterschreiben, wenn du sicher bist, dass du nicht mhr für diesen AG arbeiten musst bzw. auf ihna ngewiesen bist. Sagen würde ich es nicht prinzipiell. Je nach Vertrauensverhältnis kannst du vielleicht sagen, das ein anderes oder späteres Projekt besser passen würden? Keine Ahnung, wie viele Projekte dort laufen.

(25) 14.09.18 - 15:57

Bei mir würde ganz klar die finanzielle Absicherung im Vordergrund stehen. Klar ist es deiner Kollegin gegenüber nicht so toll, aber wer weiß, wie sie sich an deiner Stelle verhalten würde.

Ich habe meine Schwangerschaft erst in der 19. Woche mitgeteilt, um meine Beförderung nicht zu gefährden. Letztes Mal wurde die nämlich abgelehnt wegen der Schwangerschaft.
Das fand meine Chefin nun auch unmöglich von mir, aber ganz ehrlich, das ist mir wurscht.

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