Der ewige Kampf zwischen Ag und An-Mutterschutz

    • (1) 16.09.18 - 14:28

      Hallo ihr lieben! Bin schwanger mit meinem 2. Kind in der 7. Woche ! 2014 musste ich schon um eine gefährdenbeurteilung kämpfen, das diese durchgeführt. Damals war ich im Krankenhaus!
      Jetzt bin ich ambulante Pflege und habe nun nach 2 Wochen Bekanntgabe der SS, freundlich darauf hingewiesen, das wir diese Prüfung noch machen müssen! Ich Spritze noch immer, hebe, lagere! Meine Chefin kommt dann mit dem Spruch an:"vor 40 Jahren als ich schwanger war, wurden mir nur spritzentouren und wundverbände zugeteilt, da es die leichteren Touren waren und unsere Patienten hätten ja kein HIV oder hep und wann hätte ich mich denn mal gestochen in den letzten Jahren"p
      Ich fragte sie dann, ob ihr das bewusst ist, das es Strafe kostet, wenn sie mich weiter auf diese Touren Schickt und ich mich dann doch an einer Kanüle steche.... Sie mache sich geDanken, hieß es! Nun wir sind wie Montag zu zweit eingeteilt, alles schön und gut, nur was mache ich, wenn die zweite Person erkrankt? Versteht mich nicht falsch, ich arbeite gern, aber meine Chefin will immer alles genau nach Gesetz, zieht Pausen ab, wenn wir keine hatten usw, ich möchte dann auch Gerne nach dem Gesetz arbeiten! Hab am Freitag Betriebsarzt Termin, ich hoffe er kann mir nochmal speziell für die ambulante eineiige Dinge nennen, die gemacht oder nicht gemacht werden dürfen. Man steht irgendwie total alleine dA und muss sich durchkämpfen. Im Netz steht es mal und so mal so, hat jemand das aktuelle gesetz von 2018? Sonntagsarbeit war ja früher noch erlaubt, jetzt lese ich, das es branchenunabgängig ist oder mit Genehmigung der frau

      • (2) 16.09.18 - 14:55

        Eine Tour zu zweit ist doch überhaupt kein Problem, wenn die Kollegin die Injektionen und die schweren körperlichen Tätigkeiten übernimmt.

        Sonntags zu arbeiten ist erlaubt, wenn du einwilligst und du einen anderen Tag in der Woche frei hast.

        Ruf doch einfach bei der Aufsichtsbehörde an und erzähle dort von deinen Schwierigkeiten. Aber es hört sich schon ein bißchen danach an, als wollest du gar nicht arbeiten.

        • (3) 16.09.18 - 15:21

          Danke für den tip, das wäre noch eine Option! Bin ein absolutes Arbeitstier!! Leider kündigen gerade jetzt 5 Personen bei uns! Langes und schwieriges Thema! Sie macht viele Sachen die absolut nicht gehen! Bin sozusagen die einzige Fachkraft die ihr besonders für die we noch übrig bleibt! Und möchte natürlich trotzdem nicht alle arbeiten zugeschoben bekommen, Vorallem an den we! Es ist wirklich kein Problem, wenn wir zu zweit sind! Ist die Person aber krank, bin ich trotzdem in der spritzen und verbandtour allein und wenn was passiert, dankt es auch niemand und ich sitze da und mache mir ewig Vorwürfe!

          • (4) 16.09.18 - 16:00

            Wenn die Kollegin erkrankt, kannst du die Tour gar nicht starten. Die Tour ist für zu zweit ausgelegt. Das muss schon besprochen werden. Aber an sich ist das ein Problem, was ja bei den Kolleginnen, die alleine rausfahren auch gelöst werden muss. Da muss eine Vertretung her.

            • (5) 16.09.18 - 16:13

              Die touren können immer alle allein gefahren werden! Wird da eine zweite Person krank, ist es dennoch möglich kinästetisch allein und gut zu arbeiten. Bei nicht Schwangeren! Deswegen wird die Tour da nicht umgelegt! Und das Hauptproblem ist eben dann in der ss, das sie verpflichtet ist, Pat mit spritzen, Verbänden, und komplizierten pflegen morgens 7 Uhr bei mir zu entfernen, wenn ich allein bin. Und das ist echt ein schwieriges Thema und wird ein Mega großer Kampf! Ich spüre es

              • (6) 16.09.18 - 16:55

                Du brauchst doch gar nicht deswegen zu kämpfen. Ihr habt die Unterstützung der Aufsichtsbehörde, die kann euch beraten, aber auch durchsetzen, dass du passende Arbeitsbedingungen bekommst.

          (7) 16.09.18 - 16:29

          Du musst schwanger nicht am Sonntag arbeiten. Bestehe auf deinen Rechten und lass dich nicht ausnutzen.

      (8) 16.09.18 - 15:53

      Das hört sich überhaupt nicht so an. Es hört sich mal wieder nach einem beschiss... AG an, der den Mutterschutz nicht ernst nimmt. Punkt.

      • (9) 16.09.18 - 16:08

        Nicht ernst nimmt, weil ihm vielleicht die Notwendigkeit und die Haftung nicht bewußt ist.

        Hier nehmen so viele Frauen ihre Arbeitnehmerpflichten nicht ernst, und da gibts keinen Aufschrei. Zum Beispiel einfach so krankschreiben lassen, obwohl man gesund ist, und nur weil man sich noch nicht schwanger outen will. Bei der Arbeit chatten und daddeln, und so die Arbeitszeit stehlen .... alles das gibt keinen Aufschrei. Es wird sogar zum Kassenbetrug geraten, gegenseitig.

        Beschissene AN, die ihre Pflichten nicht ernst nehmen sind nicht besser als beschissene AG, die den Mutterschutz nicht ernst nehmen. Beide gleiches Kaliber.

        Das ist zwar hier nicht bei der TE, aber allgemein im Forum der Trend.

        • (10) 16.09.18 - 16:19

          Geb ich dir völlig recht! Die gibt es überall. Ich finde es trotzdem traurig, das man darum kämpfen muss das eine tour umgestellt Wird,weil man ja arbeiten will und muss! Trotzdem sollte der ag eine gewisse Verantwortung seinem ag gegenüber haben und diese sehe ich seit Wochen einfach nicht. Ich muss nunmal endlich an mein Kind denken!

        (12) 16.09.18 - 16:27

        Das ist eben bei der TE überhaupt nicht der Fall. Also warum sofort dieser Vorwurf deinerseits? Und dein Gefühl kann ich definitiv nicht teilen.

        • (13) 16.09.18 - 17:02

          Wenn man über Gleichgültigkeit, beschissenes Verhalten, Nichteinhalten von Regeln und Gesetzen schimpft, dann bitte bei BEIDEN Seiten (AN und AG), da wo es vorkommt.

          Jede Seiten hat Pflichten und Rechte. Da sich hier aber fast nur ANinnen tummeln, wird bei den ANinnen nur über Rechte gesprochen, fast nie über Pflichten. Es geht hier sehr oft nur um Vorteilsmaximierung. Das ärgert mich. Das ist sehr oft nicht fair den AG gegenüber.

          Ich habe einfach schon zu viel gesehen und würde sagen, auf einen AG der sich unkorrekt verhält kommen mindestens 1 ANin, die sich absolut unkorrekt verhält. Eher mehr.

          Mecci hat damit nichts zu tun, das Thema ist jetzt rein zufällig aufgekommen.

          • (14) 16.09.18 - 18:12

            Es steht außer Frage, dass es auch AN gibt, die sich nicht korrekt verhalten. Meiner Erfahrung nach fällt das Machtgefälle zwischen AN und AG jedoch überwiegend zugunsten der AG aus. Diese nutzen in der Regel alle Möglichkeiten um AN, die sich nicht wie gewünscht verhalten, schnellstmöglich wieder loszuwerden. Und ich persönlich hatte noch nie einen faulen Arbeitskollegen. Ich habe nur solche, die sich ständig verausgaben und ihre eigene Gesundheit teilweise gefährden, nur um ihren Job nicht zu gefährden. Du scheinst mir sehr befangen zu sein.

            • (15) 16.09.18 - 19:05

              Ich habe schon viel gesehen.

              Frauen, die unerbittlich um ein BV kämpfen, um sich dann anschließend gleich ins Ausland zu Mama abzusetzen, was sie ohnehin vor hatten, aber im betrieblichen BV gar nicht dürfen. Andere kommen nicht aus dem Urlaub zurück und lassen den AG im Regen stehen. Die Arbeit muss doch erledigt werden!

              • (16) 16.09.18 - 20:43

                Okay, das sind krasse Fälle. Sowas kann ich mir immer gar nicht vorstellen, weil ich meinen Job sehr ernst nehme. Wenn ich Zuhause bleibe, dann nur, weil ich mich wirklich nicht arbeitsfähig fühle und keinen Mist bauen will auf der Arbeit. Dann bin ich aber auch wirklich Zuhause und turne nicht irgendwo draußen rum!

      (17) 16.09.18 - 16:30

      Immer wenn ich dich lese, schimpfst du auf die bösen Arbeitnehmerinnen, die alle so egoistisch sind und den armen Chef ja nur nicht verstehen.

      Also ganz ehrlich, wenn ich oben schon lese, dass der AG dem AN Pausen von der Arbeitszeit abziehen obwohl diese KEINE hatten, ist das kein naiver AG, sondern genau das andere Extrem. Die vielen Kündigungen sprechen doch eine ganz eindeutige Sprache ...

      Nicht jeder AG hat das Wohl des AN im Kopf, da nehmen sich so manche AG so rein gar nichts zu mancher AN, die sich einfach eine AU holt, weil sie keine Lust auf Arbeit hat.

      Aber dieses Pauschalisieren ist doch langsam sehr auffällig bei dir.
      Zumal es nicht wirklich Thema war, aber du musstest es mal wieder anschneiden und die Chance nutzen auf die AN zu schimpfen.

      • (18) 16.09.18 - 16:42

        Richtig;das ist der Grund weil zur zeit viele bei uns gehen! Überstunden frei, darunter steht im dienstplan Springer! Wir dürfen uns also an dem Tag nix vornehmen, da wir jederzeit zu Dienste sein müssen! Pausen abziehen nach 6 h, obwohl keine in der Tour geplant war, Urlaub einfach einteilen und am Ende des Jahres -6 Urlaubstage zu haben. Ständig 4 zu 2 augengespräche... Geplante ops auf ihrem Wunsch und ihrer Empfehlung. Noch mehr so sachen, die man nicht mehr nennen kann! An dem Tag als ich meine Kündigung schrieb, testete ich positiv! Nun habe ich noch zusätzlich einen Kampf, der mir die anderen Dinge gerade egal erscheinen! Ich will Gerechtigkeit für mich und mein Kind!

        • (19) 16.09.18 - 16:59

          Wenn du schon mit dem Gedanken gespielt hast zu kündigen, dann kann dir das Verhältnis zur Chefin ja definitiv egal sein. Dann kannst du sämtliche Schritte unternehmen um zu deinem Recht zu kommen. Und dir dann in der Elternzeit entspannt was neues suchen. Bei so einem Arbeitgeber würde ich nicht freiwillig bleiben wollen.

          • (20) 16.09.18 - 17:05

            Glaub mir, sie kann einem die letzten Wochen noch sehr schwer machen, wenn sie merkt, man will sein recht... Am besten wie sie! Gute Miene zum bösen Spiel und man ist auf der sicheren Seite

        (21) 16.09.18 - 19:20

        Grundsätzlich sollten solche Dinge nicht vorkommen.

        Wo kein Kläger, da kein Angeklagter!

        Anstatt zu kündigen, wäre es gut und richtig gewesen sofort gegen die Verstösse anzugehen.

        Ohne den positiven Test wärst Du genauso feige wie egoistisch gewesen und nun da weg.
        Nun musst Du eben den unbequemen Weg gehen. Eine mußte es treffen.

(22) 16.09.18 - 15:12

Hallo,

ich arbeite zwar nicht in der ambulanten Pflege sondern stationär auf einer Früh- und Neugeborenenintensivstation, aber die erlaubten bzw verbotenen Tätigkeiten dürften sich ja nicht all zu sehr unterscheiden. Auf dem Foto siehst du die Maßnahmen, die in meiner Gefährdungsbeurteilung aufgeführt worden sind. Bei uns im Haus ist es jetzt neuerdings auch so, dass Schwangere nur noch im Frühdienst von Montag bis Freitag eingeteilt werden dürfen. Das soll aber wohl nur eine interne Regelung sein und steht nicht im Gesetz.

Ich würde nochmal dringend mit deiner Chefin sprechen und wenn das nichts bringt ggf. das Gewerbeaufsichtsamt informieren. Das Verhältnis wird dadurch aber mit Sicherheit nicht besser werden.

Alles Gute für dich und eine schöne Schwangerschaft.

(23) 16.09.18 - 16:04

Hallo,

Ich verstehe dich so gut, der Kampf ist echt schier endlos. Der Tipp mit der Aufsichtsbehörde ist Gold wert, viele, die ich beraten habe, haben davon profitiert. Hier mal ein Link, damit du die passende findest: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/mutterschaftsleistungen/aufsichtsbehoerden-fuer-den-mutterschutz-und-kuendigungsschutz/aufsichtsbehoerden-fuer-mutterschutz-und-kuendigungsschutz--informationen-der-laender/73648
In NRW gibt es sogar eine Telefonhotline.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und, dass Du den längeren Atem hast!

  • (24) 16.09.18 - 16:22

    Danke für den tip! Brauche einfach ne zweite Meinung, auf die ich noch beruhen kann, Sonst rede ich gehen Wände und womöglich wird mir noch Arbeitsverweigerung unterstellt! Sie ist zu allem
    Fähig!

(25) 16.09.18 - 16:22

Huhu,

am besten ist es gleich am Montag die zuständige Behörde anzurufen und sie über den Fall in Kenntnis setzen und sich beraten zu lassen.
Bei mir gab es knallhart die Aussage, dass ich das Spritzen verweigern darf und es trotzdem kein Kündigungsgrund ist. Ich darf nicht gezwungen werden gegen das Mutterschutzgesetz zu verstoßen aus Angst vor negativen Konsequenzen (Abmahnung / Kündigung).

Also mit dem Amt telefonieren und sollten sie die gleiche Aussage tätigen, dann den Arbeitgeber informieren, dass du nicht spritzen / Verbände machen / lagern wirst und fertig. Dann muss dein bequemer Arbeitgeber sich doch mal einen Kopf machen und deinen Arbeitsbereich schwangerentauglich umstellen (also zB garantieren, dass immer eine zweite befugte Person dabei ist etc).

Von Abwarten löst sich dein Problem nicht, dein AG hat doch einen Dummen, der alles weiter macht wie bisher und im Zweifelsfall zahlst du den hohen Preis dafür #zitter

Gute Nerven für den Kampf mit dem AG!

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