Was tun wenn der Job krank macht

    • (1) 18.09.18 - 15:05

      Ich bin soweit das ich nicht mehr weiter weiß.
      Ich bin nur noch müde, ich kann einfach nicht mehr.
      Ichs bingo jetzt seit etwa einem Jahr wieder am arbeiten. Es ist eine kleines Büro und wir sind total unterbesetzt. Mit ner 3/4 Stelle soll ich einen VollzeitAngestellte und eine Auszubildende ersetzen. Zusätzlich ist meine Kollegin eine nicht unbedingt einfache Person. Ich liebe meinen Beruf und mache ihn auch gar nicht schlecht. Aber ich habe Magenschmerzen und fühle mich leer wenn ich zur Arbeit muss oder dran denke.
      Mein Mann hat mich jetzt überredet mir eine Termin beim Arzt zu holen da ich zum einen eh erkältet bin und derzeit Verdauungsstörungen habe sobald ich etwas esse, egal was. Aber Krankschreibung oder Pillen sind ja keine Lösung. Eine passende Stelle habe ich heute nicht gefunden. Alle suchen Vollzeit aber mehr als 25 maximal 30 Stunden schaffe ich mit Kind nicht. Ich bin verzweifelt.

      • Arbeitest du 25h oder schrubbst du Überstunden? Sicher, dass es der Job ist und nicht dein Leben drumrum?

        Ich habe mal gelesen: wenn der Job zuviel wird, dann nicht weniger machen, sondern mehr - mehr für sich. Du brauchst einen Ausgleich. Wie sieht es aus mit Sport, Hobbys, Kopf frei kriegen?

        • Ich bib wegen Überstunden mit denen normalen Stunden hoch gegangen und richte meine Stunden so aus das ich Überstunden mache wenn es sein muss oder wegen Terminen sogar Samstags Sonntags arbeite. Wie soll ich einen Ausgleich schaffen wenn mein Chef tagsüber im Büro fragt was ich abends oder am Wochenende zum arbeiten mitnehme und aufzählt was aber eigentlich noch wichtig ist.
          Ich würde gerne mehr für mich machen aber das Kind und die Tätigkeit meines Mannes Job und freiwillige Feuerwehr kommen zuerst. Es ist mein Hobby ihn da zu unterstützen. Bei uns dauert es eine halbe Stunde bis die hauptamtliche Feuerwehr da wäre. Ohne die freiwilligen sähe essen hier ganz schlecht aus. Das nur sollte einer nicht verstehen warum mir das so wichtig ist.

          • Ich muss dich nicht verstehen.
            Ich habe lediglich wieder gegeben, was ich mal gelesen habe.
            BurnOut entsteht nicht weil man man viel arbeitet, sondern weil man nichts anderes mehr macht und man den Kopf nicht frei bekommt.
            Du befindest dich mMn auf denn Weg dorthin. Was du draus machst ist dein Ding.
            Wie sehr dein Mann sein, wenn auch wichtiges Ding, machen kann, wenn du total ausfällst sei mal dahin gestellt.

            • Ich mache ja noch etwas anderes. Ich kümmere mich um mein Kind und meine Familie. Icg häkel ich unterstütze meinen Mann bei seinem Hobby und helfe im Verein. Ich merke aber das ich versuche im Büro alles zu schaffen und nicht mal Urlaub nehmen kann weil es zu viel Arbeit gibt. Alle Gespräche mit meinem Chef haben nichts gebracht also muss ich etwas ändern. Aber escape fällt mir schwer das einzugestehen.
              Dieses Büro ist nichts für mich, ich bin nicht stark genug dafür.

              • Das rechtzeitig zu erkennen ist doch gut.
                Nur musst du jetzt eben auch die Konsequenzen ziehen.
                Lass dich zwei Wochen krank schreiben und mach einen Plan.
                Ich hatte das mal ähnlich. Ich habe Sonntags geheult, weil die Woche los ging. Meine Kollgen und ich haben ab 18 Uhr getrunken um die Zeit bis 22 Uhr zu ertragen. Wir haben irre viel gearbeitet. Eine Kollegin ist dann mit Magenbluten zusammen gebrochen und war dann ein Jahr wegen BurnOut raus.
                Ich hatte mich krank schreiben lassen und dann um meine Kündigung gebeten. Bevor diese wirksam wurde, hatte ich dann doch nen neuen Job.

      Suche dir einen anderen Job und dein Mann geht Teilzeit arbeiten.

    (11) 18.09.18 - 16:13

    Mehrere Überlegungen:

    Rollentausch - du voll (in einem anderen Büro), dein Mann Teilzeit und Kind

    Neue Stelle - du scheinst ja schon zu suchen; bleib dran und wechsle aber nur, wenn alles stimmt, keine faulen Kompromisse eingehen

    aktuelle Situation - versuche ganz sachlich deinem Chef darzustellen, dass du 3/4 arbeitest (wo du vorher voll mit Azubi gearbeitet hast) oder warum es dir eben für eine 3/4 Stelle zu viel ist (irgendwoher muss ja die Einschätzung kommen, dass du letztendlich 1,5 Stellen bedienst) Versuchen sachlich zu bleiben und eben sagen, dass du merkst, wie das dir an die Substanz geht und dass, wo du den Job ja eigentlich gerne machst....das Gespräch suchen ist schwer, aber sicher der einzige Weg...Kommunikation und zwar konstruktive ist meistens der Schlüssel in allen Lebenslagen

    Was kann dir dein Mann evtl abnehmen, was es insgesamt leichter machen würde?

    Und....beantrage eine Kur und zwar für dich alleine. Wenn du jetzt sagst, dass das nicht geht, dann bist du noch nicht ausgelaugt genug.

    lg

    • Es war nicht ich die vorher Vollzeit dort gearbeitet habe.
      Meine Vorgängerin und die Auszubildende sind wegen Stress mit der Kollegin nicht geblieben.
      Die Einschätzung von meinem Chef kommt weil er niemanden findet und auch nicht möchte da er angst hat das es wieder Stress gibt. Ich habe bisher ja immer alles mitgemacht.

Hallo!

Rede mit deinem Chef und sage ganz klar, mehr als das, was du in deinen Stunden schaffst, kannst du nicht machen. Was Du nicht geschafft hast, schreibst du dann zusammen und meldest es am Ende jeder Woche.

Und das machst du jede Woche. Du machst keine Überstunden und arbeitest auch nicht im Eiltempo, sondern in einem zügigen, aber gründlichen Tempo.

Mir geht es ganz ähnlich, aber mal ehrlich: das ist nicht mein Problem, wenn ich nicht alles schaffen kann, sondern da bleibt dann eben etwas liegen. Fertig. Ich sage jede Woche, dass ich nicht alles schaffen werde, und so kommt es dann auch. Ich arbeite nach Dringlichkeit ab, was ich in der Zeit hinbekomme, und fertig. Kein Grund zu meckern, die lieben Kollegen brauchen trotzdem wesentlich länger als ich.

Man muss sich in solchen Firmen einfach ein gewisses "LMAA-Gefühl" anschaffen, sonst wird man irre.

Hausarzt ist ein guter Ansatz.

Stimmt: Krankschreibung ist keine Lösung, Pillen auch nicht.
Aber mal darüber reden, evtl. Kur ambulante Therapiestunden können gut tun.

Damit meine ich keine behandlungsbedürftige Krankheit, sondern mal darüber reden!
Mit jemandem, der Schweigepflicht hat. EInfach mal Anspannung rauslassen können, ohne dass dein AG dir was kann.

Das hilft schon enorm.
Zusätzlich kann es helfen, Lösungsansätze zu finden.

Möglichkeiten einen Burn Out zu umgehen, bis du was anderes gefunden hast.
Strategien für den Alltag / mit der Situation umzugehen.


Wie ist das mit Vollzeit und der aktuellen Zeit?
Arbeitest du momentan die 25 bis 30 Stunden reell und es bleibt vieles liegen
oder schiebst du auf Grund der Situation sowieso schon so viele Überstunden, dass es zu einem Vollzeitjob nicht mehr weit wäre?

Gibt es noch andere Branchen, die dich reizen würden?
Nicht als das Optimale, aber vielleicht als Einstieg?
Z.B. auch um bei einer anderen Firma den Fuß in der Tür zu haben, wenn dort was frei wird, was eigentlich deinem Bereich entspricht?

Warst du mal beim Arbeitsamt?
Damit meine ich jetzt nicht arbeitslos melden.
Sondern einfach für Tipps. Ok, manche helfen so gar nicht weiter, andere schon.

Könntest du dir auch eine Weiterbildung vorstellen?
Sofern finaziell machbar.
Einen VHS Kurs oder Schulungen, die zu deinem Bereich passen. Das könnte die Chancen auf eine Teilzeitstelle erhöhen.


Sind die Stellenausschreibungen ausdrücklich auf Vollzeit?
Manche suchen zwar Vollzeit, aber bei guter Qualifikation vielleicht auch verhandelbar. Je nachdem wie gesucht in deiner Branche wird.

Hausarzt wäre ein erster Weg.

Auch Eisenmangel, Vitamin Mangel, Schilddrüse etc. könnten dahinter stecken.
Das wirkt sich auf die Arbeit aus
die nicht geschaffte Arbeit wieder auf sich selbst.

Das könnte sich dann gegenseitig pushen und toppen.
Sonst mal mit dem Arzt reden, welche Präventionsmaßnahmen es bei Burn Out gibt. Es ist ja meistens nicht einfach da, sondern schleicht sich ein.

  • Ja ichs werde morgen mal schauen.
    Ein anderer Job kommt erstmal nicht in Frage. Die die am suchen sind suchen schon so lange da würden sicher bestimmt einige auf Teilzeit einlassen.
    Ich war für 21 Stunden eingestellt und weil ich immer Überstunden gemacht habe sind wir auf 30 hoch gegangen. Mein Chef drückt mir allerdings Arbeit für ne volle Stelle auf und wenn ich sage das ich irgendwas nicht schaffe wird halt geschoben auf "wenn ich dann Zeit habe" und so sammelt sich dann alles und wird stressig da manche Sachen sich nicht ewig schieben lassen.
    Schilddrüse muss ich eh untersuchen lassen. Eine Kur oder besser Reha steht nächstes Jahr auf dem Plan wenn mein Mann sich in neuen Betrieb eingearbeitet hat. Es wird eine Reha da ich die schon aus Krankheitsgründen dann alleine gezielt mache.
    Dort wurde mir beim letzten Mal schon gesagt ich kümmere mich zu viel um andere und setze mich zu weit nach hinten aber was man als Kind erlernt hat stellt man nicht so leicht ab.

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