SS im Vertrieb/ Außendienst Erfahrungen

    • (1) 21.09.18 - 13:54

      Hallo ihr lieben Mitschwangeren!#winke
      Ich bin noch ganz frisch dabei (9+3) und neben dem Papa weiß es eigentlich nur eine meiner Kolleginnen (und gleichzeitig Freundin) durch blöden Zufall #klatsch
      Sie meinte, die meisten hätten sich bisher sowieso schnell ins BV setzen lassen, nachdem der AG Bescheid wusste nach den 12 Wochen. Das BV bekommt man doch überhaupt gar nicht so leicht? Oder war das mal anders? Verstehen tu ich es nicht so ganz, wobei ich auch schon eine Woche zuhause bleiben musste, weil ich schlimmer Beschwerden am Anfang hatte, die im Außendienst so nicht überwindbar gewesen wären (Übelkeit, Schwindel usw.). Ich arbeite im Vertrieb, bin täglich einige Zeit im Auto auf der Autobahn unterwegs (selten mehr als 3 Stunden) und ich solle mir den Vertriebsdruck nicht mehr allzu sehr annehmen. Mein Chef wird es anders sehen #zitter
      Unser Chef ist zeitweise sehr streng, was man für Zahlen erwirtschaftet hat und setzt einen im Außendienst schon sehr unter Druck. Die 5 Kilo-Marke wird durch den Laptop und diverse Mappen mit Sicherheit überschritten.
      Ich frage mich, wie das bis zum MuSchu realisierbar sein wird? Ständiges Ein- und Aussteigen, das Autofahren mit dickem Bauch, das Tragen? Manche Kunden wohnen zudem im 5. Stock ohne Fahrstuhl, manche qualmen die Bude zu und manchen leben absolut im Dreck #schwitz

      Ist jemand von euch ebenfalls im Vertrieb/Außendienst tätig und kann mir Erfahrungswerte über meine 10. ssw hinaus geben? ;-)
      Wie habt ihr das verkraftet, wie lange konntet ihr arbeiten und wie ging es euch dabei? Viele Fragen, langer Text #sorry

      • (2) 21.09.18 - 14:04

        Hi,

        ja ich bin auch im Vertrieb im Außendienst und kenne deine Themen nur zu gut!

        Ich habe schon in der 8 Woche ein BV bekommen. Ich habe aber auch eine Risikoschwangerschaft.

        Wenn dir alles zu viel ist (auch der Mentale Druck ist nicht zu unterschätzen) kannst du dich ja erstmal krank schreiben lassen.

        Viele Grüße
        PPDT

        (3) 21.09.18 - 14:41

        Ich sehe nichts was ein BV rechtfertigen sollte. Beruflichen Druck kennt wohl jeder der einer Beschäftigung nachgeht.

        Wenn dir Laptop und Mappen zu schwer sind, kannst du auch zweimal laufen.

        LG

        • (4) 21.09.18 - 15:51

          Da hast du recht,Arbeit ist eben keine Freizeit :)
          Ich möchte auch nicht ab sofort zuhause bleiben und irgendwas vorschieben um nicht mehr arbeiten zu müssen. Wollte nur mal persönliche Erfahrungen hören. Zweimal laufen ist in der Realität kaum umsetzbar,vom Parkplatz zum Kunden,Treppe hoch,kurz vorstellen,wieder runter und den Rest holen? Kaum machbar. Selten parkt man das Auto in der Kundeneinfahrt. Einen Rolli habe ich,der wiegt leer schon ü 2 kg und muss in und aus dem Auto,Treppen hoch und runter leider auch getragen werden,weswegen ich mich schon immer dagegen sträube ;)

          • (5) 21.09.18 - 16:03

            Nicht böse gemeint jetzt, aber dann darfst du nur ein Kind bekommen, wenn du all deine Sachen nun genau wiegen möchtest.

            Und auch nicht mehr einkaufen jetzt. Das wiegt auch mehr als 5 kilo. Und es geht in dem Gesetz nur darum, dass du nicht dauerhaft mehr trägst. Von 10x am Tag ist da nicht die Rede.

            Dann kaufst du dir eben einen superleichten High-Tech-Rolli, und legst eine Rampe in den Kofferraum, dass du ihn rausrollen und wieder reinrollen kannst.

            Und nimmst nur die Mappen und Prospekte mit, die du tatsächlich brauchen wirst. Man hat doch immer viel zu viel Zeugs im Koffer drin.

            Was meinst du was der Kinderwagen leer wiegen wird, und den hebst du später auch ins Auto.

        (7) 21.09.18 - 17:29

        Zweimal Laufen? Da hat jemand noch nie im Außendienst gearbeitet. Die Zeit ist da eng getaktet!

        • (8) 21.09.18 - 18:40

          Die Zeit darf schwanger aber nicht mehr eng getaktet sein!

          Und dann muss man als Schwangere auch Rückgrat beweisen und das durchsetzen.

          • (9) 21.09.18 - 19:54

            Das ist richtig! Wie gesagt, auf dem Papier ist das Mutterschutzgesetz super. Hatte damals versucht, mich durchzusetzen. Ende vom Lied war ein Chef, der komplett ausgeflippt ist und versucht hat mir zu kündigen. Psychoterror ohne Ende. Manche Menschen können mit Macht einfach nicht umgehen...als Schwangere braucht man sowas einfach gar nicht. Ich verstehe jede, die sich bei sowas krankschreiben lässt oder ins BV geht. Wie ich hier im Forum gesehen hab, bin ich leider kein Einzelfall.

            (10) 22.09.18 - 09:27

            Da arbeitet scheinbar jemand nicht im Vertrieb. Wenn du keine persönlichen Erfahrungen hast,dann bitte,ist diese Frage auch nicht für dich bestimmt. Ich möchte Meinungen von „Kollegen“ die es durchgemacht haben.

            • (11) 22.09.18 - 10:21

              Nein arbeite ich nicht. Aber ich habe das Gesetz sehr genau gelesen. Das ist auch nicht böse gemeint von mir. Aber egal in welchem Job man arbeitet, Stress und Zeitdruck ist nun mal per Gesetz in der Schwangerschaft zu vermeiden. Egal was du beruflich machst.

              Und da muss man eben als Schwangere auch auf seine Rechte achten und bestehen.

    (12) 21.09.18 - 15:30

    Das Autofahren ist im neuen MuSchG nicht mehr pauschal verboten, wenn die tägliche Fahrtzeit mehr als die Hälfte der Arbeitszeit ausmacht. Für die Taschen kannst du einen Trolly nehmen, dann brauchst du sie nicht zu tragen.
    Ansonsten gilt wie für jede andere Tätigkeit auch: man muss für jede Fahrt eine Gefährdungsbeurteilung machen, praktisch für jeden einzelnen Kunden. Wenn du Gefahr läufst, von einem Kunden zugequalmt zu werden, dann gehst du zu diesem Kunden nicht mehr hin. Wenn er einen bissigen Rottweiler frei rumlaufen hat, auch nicht.

    Die Provisionen bekommst du sicher nach dem Durchschnitt der letzten 3 Monate vor Eintritt der Schwangerschaft, jetzt unabhängig von der erbrachten Leistung.

    Wenn du Probleme hast, wende dich an die Aufsichtsbehörde.
    Einen Grund für ein vollständiges BV kann ich nicht erkennen.

    • Mit so einer Beurteilung habe ich mich noch gar nicht beschäftigt,ich wollte mich lediglich in der Runde nach Erfahrungwerten umhören,wie andere das persönlich geregelt und empfunden haben in dieser Zeit. Leider weiß man nie,was einen bei Kunden tatsächlich erwartet wenn man erstmal vor der Tür steht. Auch ein Trolly muss getragen werden,Treppen,Auto rein raus und der ist alleine schon schwer ohne das was drin ist,habe nämlich einen und es ist echt unbequem. Ich will um Himmels Willen auch nicht 30 Wochen zuhause rumhängen!

      • Bis 10 kg tragen, heben und bewegen ist erlaubt. Ständiges heben tragen und bewegen bis 5 kg.

        Und 10 kg ist schon ziemlich schwer. Dann überleg doch mal einfach selber, wie man die Arbeit erleichtern kann. Wenn es dein eigenes Business wäre, und du bist als selbstständige Unternehmerin schwanger, was würdest du anders machen? Dann packst du eben zwei Taschen und gehst zwei mal. Laß dir doch was einfallen.

        Ein Kunde der einen zupafft, ist das heute noch erlaubt mit den Nichtraucherschutzgesetzen? Kannst du nicht einfach bitten, dass du ein rauchfreies Gespräch bekommst? oder einfach wieder gehen?

        Du machst kürzere und weniger Touren. Es ist irgendwie alles regelbar und machbar, wo ein Wille da ein Weg.

        Aber von außen Ratschläge zu erwarten.... man kennt deine Branche nicht, deine Aufgaben. Wie soll man dir da blindlings raten?

        Überlege selber, frage deine Kolleginnen, die vor dir schwanger waren, nach Erfahrungswerten.

        (19) 21.09.18 - 18:11

        Sie ist aber nicht selbstständig. Für ihre Sicherheit zu sorgen ist in erster Linie Aufgabe des Arbeitgebers. Und das sind alles ganz tolle Vorschläge, gehen aber leider völlig an der Realität vorbei. Ich musste gerade so lachen, weil ich mir vorgestellt habe, wie mein Chef getobt hätte, wenn ich mich geweigert hätte, einen Kunden zu bedienen, der in seinen eigenen vier Wänden raucht... Man bekommt in der Regel im Außendienst seine Kunden zugeteilt und plant seine Route nicht selbst.

        • Auch Eure Chefs haben sich an Gesetze halten und wenn das nicht funktioniert, informieet und unterstützt die zuständige Aufsichtsbehörde.

          • (21) 21.09.18 - 23:12

            Ja, das ist zwar richtig. Aber ich z.B. war in einem ganz kleinen Unternehmen. Der Chef hat sich da aufgespielt wie Gott persönlich. Man kann zwar zur Behörde gehen, aber wie wird die Stimmung danach in der Firma sein? Das Vertrauen ist dann doch total kaputt. Wie soll man so produktiv arbeiten? Solche Leute schaffen es dann schon irgendwie dich rauszuschmeißen. Machen dich im Zweifelsfall so fertig, dass du freiwillig gehst.

      Ich habe EXPLIZIT nach persönlichen Erfahrungen gefragt. Jemand der sich nicht in meiner Branche auskennt ist überhaupt nicht angesprochen! Steht doch da,was ist denn nur los mit euch? Ich habe doch keine Gefährdungsbeurteilung von euch verlangt? Wer nichts dazu sagen kann,bitte lassen. Keine Einschätzung,keine Tipps,keine Vorwürfe wenn ihr selber keine PERSÖNLICHEN Erfahrungen habt. Nur die wollte ich hören. Keine Vorschläge von Branchenfremden oder wem der es nicht versteht. Danke.

      Wenn du branchenfremd bist darfst du dich auch gerne ausschließen,denn ich habe EXPLIZIT nach persönlichen Erfahrungen gefragt. Bist du nicht im Vertrieb und kennst dich nicht aus,bitte einfach zum nächsten Thema gehen! Ich will eben keine Ratschläge,denn so unnütze Aussagen von Leuten die davon keine Ahnung haben helfen nicht und interessieren mich nicht. Um mir um sowas keine Gedanken machen zu müssen,ja,genau daher habe ich mich gegen eine Selbstständigkeit entschieden. Bitte nicht beurteilen,raten,Tipps gebe oder so tolle Vorschläge machen,die sinnlos sind,weil sie von Nichtkennern kommen- danach habe ich nicht gefragt.

(24) 21.09.18 - 16:25

Ständiges Ein- und Aussteigen, das Autofahren mit dickem Bauch, das Tragen?

300 km Autobahnfahrten und "ständiges Ein- und Aussteigen" widersprechen sich. Wieviele Kunden pro Tag fährst du denn an? Du bist doch keine Postbotin, die ständig ein und aussteigt.

Und wenn du so viele Kunden anfährst, dann spielt es keine Rolle wenn einer raucht, weil du nur 1 min mit ihm sprichst.

Ein- und Aussteigen ist nicht schädlich, und der Bauch ist erst zum Ende hin so dick, dass das Autofahren wirklich Mühe macht. Bis dahin ist noch Zeit.

(25) 21.09.18 - 17:28

Ich habe bei meiner ersten Schwangerschaft auch teilweise Außendienst gemacht. Das war echt schwierig. Im Außendienst lassen sich die Gefahren ganz schwer einschätzen, weil man ja häufig nicht weiß, wohin man kommt. Ich hatte viele Einsatzorte, die nicht mutterschutzkonform waren und auch meine Ausrüstung war deutlich zu schwer. Hinzu kam, dass ich mich häufig übergeben musste, mir schwindelig war und ich ständig zur Toilette musste. Ich habe versucht mit meinem damaligen Chef zu sprechen, aber dieser hatte überhaupt kein Verständnis. Mir blieb nur eine Krankschreibung. Versuche mit deinem AG zu reden, ansonsten an die Aufsichtsbehörde wenden! Ein BV bekommst du, wenn die Mutterschutzrichtlinien nicht eingehalten werden können vom AG, bei entsprechenden Beschwerden von FA. Aber das ist halt nur Theorie. Viele AG glauben leider, sie stehen über dem Gesetz...

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