Benachteiligung weil Teilzeit?

    • (1) 24.09.18 - 07:43

      Hallo zusammen,

      Ich bin seit 1.09.18 aus meiner 1,5 jährigen Elternzeit zurück gekehrt. Bin seit 2012 im Unternehmen und habe Vollzeit gearbeitet und arbeite nun aufgrund eines Betreuungsproblems in Teilzeit an 5 Wochentagen. Am 20.09.18 wurde offiziell folgendes bekannt gegeben:

      "Die Wandlungsoption (27 % mehr Gehalt oder 6 zusätzliche freie Tage pro Jahr ab 2019 für Eltern mit Kindern unter 10 Jahren) besteht ausschließlich für Vollzeitbeschäftigte – und für Teilzeitbeschäftigte, deren Teilzeitarbeitsverhältnis ab dem 01.01.2019 geschlossen wird.
      Die Regelung wurde bei der Tarifverhandlung 1:1 übernommen und die Unternehmensseite war weder direkt bei den Verhandlungen noch bei nachfolgenden Gesprächen dazu bereit, einzelne Aspekte anders zu gestalten."

      Ich würde gerne wissen ob das so richtig sein kann, dass ich jetzt bestraft werde nur weil ich zum 1.9. in Teilzeit gegangen bin und nicht zum 1.1. - ich fühle mich ehrlich gesagt ein bisschen verarscht....wenn es zusätzliche Betreuungstage für Eltern gibt dann doch für alle oder nicht?
      Im Mai 2018 habe ich meine Personalerin bereits gefragt ob mir die Tage zustehen und was man da machen muss, da konnte man mir keine Auskunft geben aber meinen Vertrag zur Änderung in Teilzeit musste ich so schnell wie möglich unterzeichnen.
      Ich habe gehört, dass das so nicht rechtens ist, weil man in Teilzeit nicht benachteiligt werden darf.

      Lieben Dank für Eure Hilfe #herzlich

      Wenn die Tarifparteien, dass so festgelegt haben, dann wird es wohl auch so umgesetzt werden. Was sollte daran nicht richtig sein?

      Persönlich betroffen fühlt man sich ja gerne verarscht ... ist aber nicht der Fall.

      Die Bedingungen sind festgelegt.
      Du gehört nicht dazu.

    • das ist ja unglücklich. Aber von Benachteiligung würde ich nict sprechen. Du wirst ja nicht schlechter gestellt, sondern erfüllst einfach nicht die Kriterien für die Bonusleistung. Und dass in der Verhandlung ein paar Kompromisse gemacht werden, ist ja das ganze Spiel. Völlig normal.

      Es gibt immer irgendwelche Stichtage und dass das Ergebnis einer Tarifverhandlung rechtswidrig ist, kann ich mir nicht vorstellen.

      Es ist ja auch nicht so, dass Du nichts bekommst, Du kannst nur eben keine Freizeit statt Geld wählen, das betrifft im Bereich der IG-Metall viele andere MA-Gruppen auch, die z. B. nicht im 3-Schicht-System arbeiten oder noch nicht lange genug und und und...

      Ich kenne so eine Regelung im IGM TARIF BW. Dort gilt sie nicht für Teilzeitbeschäftigte. Der Nachteil ergibt sich im Prinzip nur durch den Wegfall der Wahloption. Den Bonus gibt es trotzdem. Daher ist das zwar etwas blöd, aber nicht wirklich ungerecht.
      Wenn hier ein Stichtag festgelegt wird, dann ist das zumindest diskussionswürdig. Ich würde dazu den Betriebsrat befragen.

      • Der Tarifabschluss ist ja mit der Gewerkschaft erfolgt - da wird der Betriebsrat nichts dran ändern,

        • Fragen kostet doch nichts.
          Anderes Beispiel: wenn das Kind am Monatsersten Geburtstag hat, kommt es bei monatsweiser Elternzeit zu Nachteilen, da in diesem Fall die Freistellung immer einen Kalendermonat beträgt. Das ist rechtlich so geregelt, und dennoch hat unser Betriebsrat erreicht, dass im Sinne der Gleichstellung das Unternehmen darauf verzichtet, Urlaub, Sonderzahlungen und die Betriebszugehörigkeit um diese Zeit zu kürzen. Obwohl es das könnte.

    Teilzeitarbeit ist kein Grund für die Benachteiligung. Ich bin gerade auf der Jobsuche und würde gerne Teilzeit arbeiten. Ich habe schon viele interessante Stellenangebote bei https://de.jooble.org/stellenangebote-teilzeit gefunden.

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