Zwangsvollstreckung bzw. Zwangsversteigerung

    • (1) 25.09.18 - 07:58

      Guten Morgen,
      eine Person schuldet mir ca.43000 Euro.
      Sie hat ein Haus geerbt und wohnt meines Wissens auch in diesem.
      Ich werde wohl bei Gericht die Zwangsvollstreckung beantragen müssen, jetzt frage ich mich ob man so einfach alle Wertgegenstände usw. beiseite schaffen kann, das nichts mehr gepfändet werden kann?
      Und kann man z.B.die Immobilie einfach jemand anderem überschreiben oder verschenken?
      Weil sie eigentlich genug Zeit hatte um dies zu machen, da es für sie schon vorauszusehen war, das sie diesen Prozess verliert....

      Danke fürs lesen und vielleicht kennt sich ja damit jemand etwas aus...😁

      • Um deine Forderung via Zwangsvollstreckung durchzusetzen musst du die Forderung titulieren lassen. Da Du von einem Prozeß schreibst, gehe ich davon aus, dass Du einen rechtskräftigen Titel hast.
        Hier musst Du aufpassen ob die Gegenseite nicht einen sog. Vollstreckungsschutz beantragt hat.
        Das geht normalerweise aus dem Urteil hervor, bzw. muss aus dem Urteil hervorgehen.
        Dies schützt z.B. den Unterlegenen vor einer Vollstreckung wenn er in Revision gehen will.

        Falls dies nicht der Fall ist kannst Du einen mit dem Titel zum zuständigen Gerichtsvollzieher gehen, Anträge hierfür kann man beim örtlichen Gericht runterladen.


        Da der Unterlegene von dem Urteil weiß und um die daraus resultierende Zahlungsverpflichtung macht er sich strafbar, wenn er Vermögen "um die Ecke bringt". Das wird die eine oder andere kriminell veranlagte Person aber nicht dran hindern. Und was weg ist, ist weg.

        Daher zählt hier vor allem Zeit.

        Sollte die Person nach dem ergangenen Urteil das Vermögen z.B. überschrieben haben, kann man sicher erwirken, dass dies rückgängig gemacht wird. Hier wird dir aber ein Anwalt helfen.

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