Beschäftigungsverbot Altenpflege Schwangerschaft

    • (1) 27.09.18 - 22:50

      Hallo,

      Hab da mal ne frage und zwar arbeite ich als exam. Altenpflegerin im Dauernachtdienst. Ich bin bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt wo ich ständig in wechselnden betrieben arbeite und ich teilweise bis zu 60km Fahrweg habe und auch teilweise alleine in den Häusern oder auf den Stationen arbeite.
      Nun war ich heute beim Frauenarzt und man konnte schon die Fruchthöhle und den dottersack sehen (ca. 5-6 ssw). Sie meinte ich soll am Montag nochmal kommen dann würde sie mir eine Krankmeldung für nächste Woche austellen da ich noch bis Montag Urlaub habe und ab Montag (1.10) ja eh ein neues Quartal wäre. Sie sagte ich soll dann mit meinem Arbeitgeber klären wie es weiter geht. Habe allerdings Angst das dieser das nicht berücksichtigt.
      Nun habe ich schon oft gelesen oder auch von bekannten die in der Pflege arbeiten gehört das diese direkt bei Feststellung der Schwangerschaft vom arzt ein beschäftigungsverbot bekommen haben da man schwanger die Tätigkeiten in der Pflege nicht ausführen darf und vor allem auch keine Nachtschicht arbeiten darf.

      Was soll ich nun tun? Arzt wechseln? Was meint ihr?

      Ich habe 3 Jahre auf diese Schwangerschaft gewartet und möchte nun kein Risiko eingehen.

      Liebe Grüße

      • Er MUSS es berücksichtigen!!
        Deshalb ein BV ist nicht nötig, er muss dich dort einsetzen wo du nach Mutterschutz Gesetz eingesetzt werden darfst zb Büro, Tagdienst Arbeit ohne schwer heben oder monotone Körperhaltung, keine Alleinarbeit usw.!
        Dann brauchst du kein BV und kannst weiter arbeiten!
        Du wirst das klären müssen... Sonst musst du dich ans Gewerbeaufsicht wenden, die klären das dann mit deinem Arbeitgeber!

        Wieso Arzt wechseln?! Dein Arzt gibt dir kein BV weil du noch nicht mal mit deinem Arbeitgeber geredet hast?! Was ja richtig so ist!
        Und nein, tatsächlich bekommt man nicht zwangsläufig in der Pflege ein BV, erst wenn dein Arbeitgeber kein geeigneten Arbeitsplatz zuweisen kann bekommst du eins!

        Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft 🌻❤️😍
        LG

        (3) 27.09.18 - 23:06

        Dein FA handelt schon nicht richtig, weil er dich krankschreiben will. Zumindest schreibst du hier nicht, warum er dazu einen Grund hätte.

        Und dein FA ist NICHT dafür zuständig, dich ins BV zu schicken wegen deiner Arbeitsbedingungen. Das ist Aufgabe deines AG, sollte er dir keinen Mutterschutzgerechten Arbeitsplatz anbieten können.

        Bei mir ist keine Pflegekraft im BV. Du darfst nicht nachts arbeiten. Das ist richtig. Aber du darfst durchaus noch pflegen, Doku machen, Tabletten stellen, mit Hilfsmitteln mobilisieren, im Bett lagern, essen anreichen etc.

        Dass du direkt deinen Arzt wechseln willst, finde ich total daneben, sorry, zumal du noch nicht einmal mit deinem AG gesprochen hast.
        Dein AG MUSS handeln, wenn er dies nicht tut kannst du dich direkt an die Aufsichtsbehörde wenden, die werden sich schon darum kümmern! Und "nur" weil du in der Pflege arbeitest, heißt das nicht, dass du direkt ein BV bekommst, du kannst noch genug machen, ohne dicj oder dein Baby zu gefährden...
        Also als erstes deinen AG informieren, der muss sich nämlich an das MuSchu halten!

      • Ist nicht böse gemeint, aber dein Beruf wird bestimmt nichts damit zu tun haben,.Dass du so lange auf diese Schwangerschaft gewartet hast und wie meine Vorrednerin schon gesagt hat, bekommt kein direktes BV nur weil man in der Pflege arbeitet. Du kannst noch x-Aufgaben machen, die deinen Krümel nicht gefährden.
        Und ich finde es auch echt sch****, dass du direkt deinen Arzt wechseln willst! Wofür und warum? Weil er nach dem Gesetzt handelt und dir nicht direkt ein BV gibt oder wo ist das Problem 🙄😑
        Sprich bitte als erstes deinen AG an.

        (6) 27.09.18 - 23:35

        Ich arbeite auf einer herzchirurgischen Intensivstation und hatte von meinen Kollegen auch gehört, dass man sofort ein BV bekommt. Das stimmt so aber nicht, vor allem ist - wie die anderen schon gesagt haben - nicht der Frauenarzt dafür zuständig, sondern der Arbeitgeber.
        Bei mir hieß es sofort, dass ich auf meiner Station nicht mehr arbeiten dürfe und sollte dementsprechend ein anderes Aufgabengebiet übernehmen, da es dann doch nirgends Platz für mich gab, wurde ich weiterhin auf Intensiv eingesetzt (leider war der Arbeitsplatz nicht so wirklich Schwangeren geeignet), daraufhin habe ich von meiner FA ein vorläufiges BV bekommen - mit dem der Arbeitgeber nochmals verpflichtet ist, mir einen geeigneten Arbeitsplatz zu stellen und ich hätte erst wieder arbeiten dürfen, wenn es diesen gegeben hätte. Da es weiterhin nirgends einen Platz für mich gab, hat mich mein Arbeitgeber dann ins BV geschickt!

      • Hi...

        Erst einmal ❤lichen Glückwunsch zur Schwangerschaft 🤗

        "
        Ich habe 3 Jahre auf diese Schwangerschaft gewartet und möchte nun kein Risiko eingehen. "

        Ich kann deine Sorge verstehen ... am besten redest du schnellstmöglich mit deinem Arbeitgeber... der muss sich um einen geeigneten Arbeitsplatz kümmern... da du in einer Zeitarbeitsfirma angestellt bist... haben die bestimmt Möglichkeiten dir eine andere Aufgabe zu geben...bzw können dir gut einen anderen Job vermitteln... der für dich und deine Umstände geeignet ist😊

        Falls nicht... musst du das wie schon von anderen geschrieben unbedingt melden...

        Falls dein AG dir kein geeigneten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann... wird er dich ins BV schicken...

        Der FA darf nur jemanden individuell ins BV schicken ... wenn du oder dein Baby aus gesundheitlichen Gründen gefährdet bist...zb eine fehlgeburt droht wegen Blutungen...ect

        Auch wenn hier ganz viele immer sowas schreiben... würde ich die Tätigkeit eines Pfleger so auch nicht mehr in der SS ausführen wollen...und kann deine Bedenken zu 100 % nachvollziehen...

        Glg
        Maja

        • (8) 27.09.18 - 23:48

          Ich kann die Bedenken auch durchaus verstehen. Aber, sollte es einen gefährdungsfreien Arbeitsplatz geben, dann MUSS die TE ihn nun mal annehmen. Das ist halt das Berufsrisiko und alles andere wäre dann Arbeitsverweigerung.

          Wie gesagt, nur, wenn er nach dem Gesetz auch wirklich gefährdungsfrei ist.

          Aber es werden halt immer noch Arbeiten am Menschen sein. Natürlich nicht in Infektionszimmern, aber man wird halt nicht komplett unbedingt an einen Schreibtisch verbannt. Und schon gar nicht bei einer Zeitarbeit. Denn für eine Bürokraft zahlt kein Heim oder KH so viel Geld.

          • Habe heute bei meinem Arbeitgeber angerufen und Bescheid gesagt. Wurde sofort ins beschäftigungsverbot geschickt..

            • Na siehst du, war doch gar kein Problem. Ich hoffe nur, dass dein AG gut weiß, was er tut, damit er nicht nachher Probleme bei der Erstattung bekommt und damit du das dir zustehende Geld (Gehalt inklusive Zuschläge der 3 Monate vor dem Eintreten der Schwangerschaft) erhältst.

      Wieso bist du krank geschrieben?

      Warum sagst du deinem AG nicht einfach Bescheid? Die MÜSSEN sich ans Mutterschutzgesetz halten!

      Dein FA hat nunmal nichts damit zu tun und ehrlich gesagt finde ich allein deine Gedanken an Ärztehopping eine Frechheit.

      Vielleicht solltest du nicht soviel auf „Hören-Sagen“ geben sondern auf Fakten.

      • (12) 28.09.18 - 06:06

        Hallo ich arbeite auch im altemheim als exam. Altenpflegerin ubd werde sofort in bv geschickt. Und alle anderen schwangeren auch. Ich wüsste nicht das man schwanger noch pflegen kann allein schon wegen Infektionen und keimen wir mrsa etc.

        • (13) 28.09.18 - 06:57

          Bei uns werden examinierte Fachkräfte in der Dokumentation eingesetzt. Sie können auch Mahlzeiten eingeben, "leichte" Personen versorgen usw. Ich selbst habe auch bis zum Mutterschutz gearbeitet.

          Da die Gesetze diesbezüglich zu Beginn des Jahres verschärft wurden, ist es für den AG auch nicht mehr so einfach, jede Beschäftigte bei Schwangerschaft ins BV zu schicken. Dafür gibt es, meiner Meinung nach, auch gar keinen Grund.

          (14) 28.09.18 - 08:13

          Hallo... also ich bin exam. Gesundheits und Krankenpflegerin und hab bis zum Mutterschutz auf meiner Station gearbeitet... als schwanger darf man nicht mehr alleine im nd arbeiten, kein Blutzucker messen und in infektiöse Zimmer gehen z.b, aber ansonsten kann auch eine schwangere ganz normal im kh oder einem alten/Pflegeheim arbeiten !!

    (15) 28.09.18 - 07:37

    Wenn Deine Arbeitszeiten laut Vertrag auf nachts festgelegt sind, kommst Du sofort ins BV, denn dann kann Dir die Zeitarbeitsfirma keine mutterschutzgerechte Ersatztätigkeit anbieten.

    Vielleicht verstehst Du ja, wieso Deine Ärztin Dir kein BV ausstellen darf, wenn Du das mal von der anderen Seite betrachtest: Stell Dir vor, Du hast einen Betrieb, in dem viele Frauen arbeiten, in dem aber auch viele Tätigkeiten anfallen, die nach dem Mutterschutzgesetz nicht mehr ausgeübt werden dürfen. Jetzt wird eine Mitarbeiterin schwanger und erzählt ihrem Gyn, was sie da bei Dir arbeitet. Dabei erwähnt sie vielleicht nur die Arbeiten, die sie schwanger nicht mehr ausüben darf. Oder der Arzt hat nur eine ungefähre Ahnung von dem Beruf und den dort vorherreschenden Gefahren. Er schreibt sofort ein BV aus (was lieb gemeint ist, aber ohne medizinische Indikation eben falsch). Du bekommst also gar nicht die Möglichkeit zu prüfen, ob Du die Schwangere anderweitig einsetzen kannst. Vielleicht hattest du eh vor, eine zusätzliche Kraft fürs Büro einzustellen, oder Du könntest die Arbeitsabläufe umorganisieren, so dass die Schwangere gefahrlos beschäftigt werden kann. Vielleicht gibts grad einen Dauerkranken auf einem ungefährlichen Arbeitsplatz, den die Schwangere nach etwas Einareitung wenigstens zum Teil vertreten könnte. Die Möglichkeit, all das erstmal abzuchecken, wird Dir genommen. Wie fändest Du das?

    Ich kenne mich im Bereich Zeitarbeit/Pflege relativ gut aus. War 4 Jahre bei einer auf Pflege spezialisierten ZA als Disponentin.

    Die meisten Heime, besonders wenn du auf Station alleine bist was ich rechtlich sehr gewagt empfinde, werden dich nicht mehr einsetzen wollen, da sie dann für Fremdpersonal die Verantwortung tragen /die Zeitarbeit als Arbeitgeber kann wiederum nicht sicherstellen, dass das Muschu-Gesetz vor Ort wirklich eingehalten wird. Manwird man versuchen dich im Bürobereich zu beschäftigen oder in der Tat den Weg wählen, das Bv auszusprechen, sollte eine gesetzeskonforme Tätigkeit nicht möglich sein.

    Generell solltest du deinem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilen, dann sehen, welche Möglichkeiten die haben um dich und deine Schwangerschaft zu schützen. Nachtschichten fallen weg, allerdings ist dein Arbeitsweg kein Grund für ein Bv.
    Wenn dein Arbeitgeber sich querstellt kannst du das Gewerbeaufsichtsamt informieren.

    Deine Frauenärztin kann im Moment nicht mehr tun, als dich krankschreiben, da es um Arbeitssicherheit geht, erstmal ist dein AG und oder der Betriebsarzt am Zug.
    Frauenärztin dürfen ein Bv nur ausstellen, wenn es um Gesundheitliche Probleme geht, drohend Frühgeburt etc.
    Von daher würde ich an deiner Stelle davon absehen zu wechseln, wenn du ihr sonst vertraust nur weil sie sich an Regeln hält.

    • Danke für die Antwort:) den Frauenarzt zu wechseln ziehe ich nur in Erwägung da ich das erste mal bei ihr war da mein vorheriger Frauenarzt wo ich jahrelang war im Mai in Rente gegangen ist. Als hätte hier noch nie jemand den Arzt gewechselt wenn er nicht zufrieden war;)

      Ich habe zum Arbeitsvertrag eine Zusatzvereinbarung wo steht das ich nur im Nachtdienst eingesetzt werden darf spielt das jetzt noch eine Rolle?

      • Das meine ich nicht, nur deine Frauenärztin macht ja defacto keinen Fehler, hat nur nicht die Entscheidung getroffen, die du gern gehört hättest😉

        Ich bin, wenn ich nicht Grad im Mutterschutz bin, nun Personalreferentin in einem ambulanten Pflegedienst mit 1:1 Patienten da händel ich das mit unseren Nachteulen so, das sie in Tagdienst wechseln. Eine Hand wäscht die andere, die wenigsten wollen komplett zu Hause bleiben. Es ist ein miteinander

        Deine Zusatzvereinbarung würde wahrscheinlich auf deinen Wunsch geschlossen? Generell ist das eine rechtliche Frage, denn die Zv ist Vertragsbestandteil und damit bindend.Diese kann aufgekündigt oder durch eine weitere aufgehoben werden. da Nachtschichten rechtlich nicht möglich sind, wäre eine Einigung, das dein Dispo, wenn sie dich denn anderweitig beschäftigen können, bis zum Mutterschutz anbietet, diese Zv ruhend zu legen und du Früh/Spätdienste leistest, bei einem Kunden, dem der Dispo vertraut. Finanziell könnte man annehmen, das deine Nachtdienstzulagen durchschnittlich der letzen 3 Monate vom AG als Aus gleich zu zahlen wären🤔
        Dafür müssen aber beide Parteien bereit sein, geht nicht wenn du dich dagegen entscheidest oder aber dein Dispo eine Änderung ablehnt.

        Wie das dann weiterführend rechtlich läuft, kann ich nur spekulieren.

        Wenn du ablehnst, kann das gefühlt Arbeitsverweigerung wertbar sein. Wenn dein AG dich nur auf Grund der ZV ins Bv schickt, ist das auch nicht astrein, da nicht wie seit dem 01.01.18 verpflichtend, alle Möglichkeiten einer Mitterschutzkonformen Beschäftigung ausgelotet wurden.

        Wie gesagt, das wäre spekulativ, da ich selbst diesen Fall so noch nicht hatte.

        Aber grundsätzlich würde ich mir eine Bescheinigung über die Schwangerschaft geben lassen und gleich Montag vor deinem Dienst ins Büro um das Gespräch und Lösung zu finden. Vielkeicht sogar eher heute noch, denn dann kann das Haus in dem du eingesetzt bist und dein Dispo noch Ersatz für Die Nacht am Montag finden, das sehe ich als fair.

        • "Wenn du ablehnst, kann das gefühlt Arbeitsverweigerung wertbar sein. Wenn dein AG dich nur auf Grund der ZV ins Bv schickt, ist das auch nicht astrein, da nicht wie seit dem 01.01.18 verpflichtend, alle Möglichkeiten einer Mitterschutzkonformen Beschäftigung ausgelotet wurden. "
          Nicht ganz, denn ihre familiären Verpflichtungen müssen auch berücksichtigt werden, wenn sie also die Zusatzvereinbarung hat, weil sie tagsüber keine Kinderbetreuung hat, dann darf sie tagsüber nicht eingesetzt werden als Ersatztätigkeit.

          Es könnte ja aber auch einfach sein, dass die Zeitarbeitsfirma nur Kunden hat, die Nachtdienste besetzt haben wollen und dann haben sie auch keinen Arbeitsplatz o.ä. Tatsache ist ja, der AG hat sie sofort nach Mitteilung ins BV geschickt! Der Rest ist dann sein Problem und nicht ihres!

(20) 28.09.18 - 17:42

So einfach ist es alles nicht. Bin in der ambulanten Pflege tätig, mein AG stellt von sich aus so oder so nie einen BV.
Ich konnte mich entscheiden zwischen Büro Arbeit oder Tagespflege.
Hatte es auch nochmal mit meiner betriebsarztin gesprochen und sie meinte auch die Zeiten sind vorbei wo man schnell einen bv bekommt. Es sei denn der AG hat keine passende Arbeit für dich.
Also geht so lange arbeiten wie ihr müsst bzw könnt.

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