Freistellung fordern als Arbeitnehmer nach erhaltener Kündigung

    • (1) 10.10.18 - 09:18

      Hallo Leute,

      ich habe mal eine Frage.

      Ich arbeite seit 10 Jahren im gleichen Unternehmen.. die letzten Jahre in Elternzeit, also nicht im Betrieb anwesend.

      Seit 2 Monaten bin ich wieder auf Teilzeit da und hatte auch vor dort zu bleiben.

      Jetzt bekam ich einen Brief mit einer Änderungskündigung. Man bietet mir an, dass ich in einer Firma - die im Übrigen nichts im Geringsten mit unserer Firma zu tun hat - ca 380km vom jetztigen Standort entfernt anfangen könne. Natürlich mit dem Wissen, dass ich das auf keinen Fall machen werde.. (ich habe 3 Kinder, einen Mann der selbständig ist und ein Haus.. also umziehen wegen eines Teilzeitjobs kommt überhaupt nicht in Frage).

      Mir ist natürlich klar, dass meine Firma mich unbedingt los werden möchte.. sie setzen alles auf eine Karte.. insbesondere im Hinblick darauf, dass die Kündigung gar nicht rechtswirksam ist, da eine erfundene Firma als neuer Arbeitsplatz angeboten wird.

      Jetzt könnte ich natürlich klagen, anwalt etc... Das möchte ich gar nicht. Ich finde die Art die mein Chef und einige Kollegen an den Tag legen einigen Kollegen gegenüber schon lange mehr als fragwürdig.. klagen bedeutet natürlich auch das ich meinen alten Arbeitsplatz behalte.. Das möchte ich nicht. Ich möchte nach einer gewonnenen Klage nicht hier wieder sitzen!

      Also jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Ich bin nicht mehr bereit mich hier "krumm" zu machen.. würde mich viel lieber um einen anderen Job bemühen und mich anderen Dingen widmen. Ich möchte gerne freigestellt werden. Habe ich da irgendwelche Möglichkeiten? Kann ich das so fordern?

      Danke für Eure Antworten

      • Dein AG will dich deiner Meinung nach loswerden, du willst den Job nicht weiter ausüben. Wo ist das Problem? Ihr macht einen Aufhebungsvertrag und fertig. Ihr seid euch doch einig darüber, dass ihr nicht mehr miteinander könnt und wollt.

        Du kannst weder eine Lohnfortzahlung noch eine Abfindung erwarten, solange du nicht mehr vor hast, dort zu arbeiten. Warum auch.

        Übrigens, wenn du die Klage verlierst, zahlst du die Gerichtskosten. Bei einem Vergleich zahlt ihr evtl beide.

        • Bei einem Aufhebungsvertrag gibt es meines Wissens eine Sperre vom Arbeitsamt. Blöde Idee.

          • Wenn man nicht arbeiten will, aber Geld will man haben. Das schließt sich irgendwie aus.
            Ein Arbeitsvertrag ist nun mal Geld gegen Arbeit.

            Das ist wie "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß." Man will unbedingt Vorteile aus allem und jedem ziehen, aber verschließt sich gegenüber seinen Pflichten.

            Solche Mitarbeiter wünscht man nicht mal seinem ärgsten Feind.

            Eine Sperre vom Arbeitsamt braucht man nicht, wenn man sich einen neuen Job gesucht und gefunden hat.

    Ich würde klagen und damit die Freistellung auch mehr oder weniger erzwingen. In vielen Fällen bedeutet Klagen nicht, dass du deinen Job behältst, sondern nur eine Abfindung bekommst, daher die Klage.

    Denke vor allem jetzt daran dich heute noch bei der Agentur für Arbeit zu melden und dir schon Stellenanzeigen anzusehen ;)

    • Es wurden schon mehrere Kollegen entlassen und haben geklagt.. alle mit keinem zufriedenstellenden Ergebnis und erst Recht nicht mit einer Abfindung. Die saßen nach Monaten wieder am Schreibtisch und hatten es erst recht schwer und sind dann doch freiwillig gegangen. Klagen kommt für mich nicht Infrage!

      Und auf mein Gehalt verzichten kann ich auch nicht.. dafür müsste ich erstmal was neues finden und das habe ich nicht. Also kommt ein Aufhebungsvertrag nicht inFrage!

      • Aber gerade wenn du dein Gehalt brauchst, hast du doch gar keine andere Wahl als suchen und/oder gleichzeitig klagen.

        Die Begründungen hier sind vollkommen widersprüchlich, die du bringst.

        Und die Argumente von momo darf man eh nicht ernst nehmen, in der Regel zahlt die Kosten die Rechtschutzversicherung, die man grundsätzlich für Arbeitsrecht haben sollte!

        Das ist jetzt aber extrem spitzfindig.
        Grundsätzlich zahlt jede Partei ihre Anwaltskosten und die Unterlegene die Prozesskosten, sofern welche entstehen.
        Ob die TE eine entsprechende Versicherung hat, wird sie wissen und die wir ihr auch sagen, ob sie die Kosten übernehmen oder nicht.
        Ob im Fall, dass keine Versicherung vorhanden ist oder zahlt, jetzt die reiche Erbtante oder wer auch immer einspringt, wird auch nur sie wissen.

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