Evtl. Kündigung nach Elternzeit

    • (1) 14.10.18 - 20:09

      Hallo liebe User!
      Ich habe ein Anliegen was mich in den letzten Monaten sehr beschäftigt. Ich brauche eure Meinungen und Ratschläge!
      In kurz zusammengefasst:
      Am 01.12.2016 habe ich in meiner jetzigen Firma angefangen zu arbeiten. (40 std, Vertrag unbefristet)
      Die Firma hat ca. 800 MA Deutschlandweit.
      Diese sind in verschiedensten Niederlassungen untergebracht.
      Im Febuar 2017 erfuhr ich von meiner Schwangerschaft. Im März klärte ich meinen damaligen Chef über die Schwangerschaft auf. Er hat sich sehr gefreut und mir zugesichert, ich könne wieder kommen wann ich möchte. Wir machen alles so wie ich das gerne möchte. Dieser Chef wurde dann ganz plötzlich im Oktober fristlos entlassen und ist auch wie vom Erdboden verschluckt. Nun ja, dann kam ein neuer Chef ... ist erst mal klar.
      Dazu muss ich sagen, dass es sich da um den Gebietsleiter handelt ... der Niederlassungsleiter (den es in meiner Zeit noch nicht gegeben hat) ist dann wieder eine andere Nummer.
      Ich habe dann natürlich fristgerecht schriftlich über meine Elternzeit (1 Jahr) die Hauptverwaltung informiert und dies auch schriftlich bestätigt bekommen.
      Meine Elternzeit endet am 10.11.18. Da es ein Samstag ist, muss ich am 12.11.18 wieder arbeiten.
      Im Mai 2018 hatte ich mein erstes Gespräch mit dem neuen Gebietsleiter. In diesem Gespräch teilte ich mit, dass ich gerne früher an meinen Arbeitsplatz zurück kehren möchte nähmlich am 03.09.2018. Er würde sich freuen und sicherte mir zu, noch eine Bescheinigung für die Stadt zukommen zu lassen, die belegt, dass ich nach der Elternzeit wieder Vollzeit arbeiten gehen möchte und somit einen Vollzeit Betreuungsplatz für meine Tochter brauche. Eine Woche später erhalte ich diese auch mit dem vermerkt, dass eine frühzeitige Rückkehr nicht möglich sei. Er hätte ja auch jemanden neues eingestellt und es wäre nicht so einfach diese Person in eine andere Niederlassung zu versetzen. Okay, dachte ich mir ... lässt sich wohl nicht schneller regeln. Die Bescheinigung war dann auf den 10.11.18 ausgestellt. Seither versuche ich meinen AG per Telefon und E-Mail zu erreichen und werde eiskalt ignoriert .
      Ich war letzte Woche schon beim Anwalt in mir etwas den Rücken stärken zu lassen. Das tat er auch. Er klärte mich auch auf, dass ich am 12.11 definitiv ins Büro fahren muss, da ich natürlich vertraglich dazu verpflichtet sei. Das werde ich auch tun ... denn einfach so absägen lasse ich mich nicht.
      Ich habe mir in den letzten Monaten den arsch aufgerissen einen vollzeitplatz für meine Tochter zu finden. Ich habe eine tolle Unterbringung gefunden, Vollzeit nur 4 min mit dem Auto von meinem Büro entfernt. Das weiß er auch ... Kommentar seinerseits war: Ach, das ist doch super! Sofort nebenan. Für mich ist es also nicht möglich in einer anderen Stadt zu arbeiten weil ich dann meine Vollzeit stelle nicht gerecht werden kann. Mein Anwalt meint, dass sie wohl nicht wissen wüssten wohin mit mir ... und bevor man etwas falsches sagt, sagt man lieber garnichts. Ich sollte damit rechnen die Kündigung zu bekommen und sollte dann umgehend zum Anwalt zurück. Jetzt die Frage: habt ihr schon sowas ähnliches erlebt? Habt ihr Tipps oder ähnliches für mich? Habe nur noch schlaflose Nächte. Habe Angst vor dem Tag ... denn keiner möchte wie bestellt und nicht abgeholt bei der Arbeit stehen ... viralem nicht unerwünscht. Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

      Vielen Dank und ich freue mich auf Rückmeldung

      • Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz dein Problem und auch nicht, warum du gekündigt werden solltest.

        Zudem ist die Kündigung garnicht so einfach.

        Dass du deine Elternzeit nicht einfach verkürzen kannst ist ja auch bekannt und aus der Ablehnung jetzt so etwas rauszulesen ist leicht übertrieben.

        Du gehst natürlich am 12.11. ganz normal zur Arbeit und wirst deinen Arbeitsplatz besetzen.

        • Hallo Verena! DAnke für deine Antwort. Ich denke, dass es schwer ist, meine Situation richtig rüber zu bringen. Aber natürlich kann es auch sein, dass ich mir zu viele Gedanken mache. Einen schönen Tag

      (4) 15.10.18 - 08:46

      warum bewirbst du dich nicht einfach neu ?
      wenn du aus der Elternzeit zurück bist, können sie dir leider innerhalb der gesetzlichen Kündigungsfristen schnell kündigen.

      Ist ehrlich auch blöde, wenn man neu anfängt, gleich schwanger zu werde. Das kostet den Arbeitgeber viel Geld und Zeit, neue Mitarbeiter einzustellen, die er anlernen muss und das nur für eine Befristung.
      und das die chefs wechseln ist ja auch recht normal.

      ist doch toll, wenn du jetzt einen kiga platz hast und dazu Vollzeit. Davon träumen andere Mütter. Seh es als Chance und nutze die zeit die du noch hast für die Jobsuche als Backup.

      lg
      lisa

      • (5) 15.10.18 - 09:03

        Natürlich kann der AG nach der Elternzeit innerhalb der gesetzlichen Kündigungsfrist kündigen. Das ist aber nicht so einfach. Dafür brauch der AG schon triftige Gründe. Und zu 95% habe diese keinen Bestand. Außerdem setzt dann auch erstmal der Sozialplan ein.
        Ich würde sehr gerne weiter in diesem Unternehmen arbeiten... und solange ich in einem Arbeitsverhältnis stehe, darf ich mir nicht so einfach eine neue Stelle suchen. Es sei den ich möchte kündigen. Aber das möchte ich ja eben nicht.
        Ob es blöde ist schwanger zu werden wenn man gerade eine neue Stelle angefangen hat lass ich einfach mal so stehen. Nicht alles im Leben ist bis in detail geplant.
        Ich danke dir für deine Antwort und wünsche dir einen schönen Tag!
        LG Pia

    (6) 15.10.18 - 12:03

    Hallo,
    ich weiß nicht warum du soviel Angst hast gekündigt zu werden.
    Aber etwas anderes...hast du denn nun die Zusage, dass du in DEINER Niederlassung arbeiten kannst, oder nur die Bescheinigung für den Kiga? Hier sehe ich nämlich sonst viel eher die Möglichkeit dich sozusagen herauszuekeln. Gerade wenn in deinem Arbeitsvertrag kein fester Arbeitsort vereinbart ist, wäre das doch die perfekte und einfachste Lösung für den Arbeitgeber.

    • (7) 15.10.18 - 12:28

      Hallo Kati!
      Ich habe eine Bescheinigung darüber, dass ich meine Beschäftigung ab dem 10.11.18 wieder bei diesem AG aufnehmen soll und zudem noch eine separate Bescheinigung mit genauem Arbeitsort und wie weit dieser von dem KG entfernt ist. Ansonsten hätte ich den Vollzeitplatz für meiner Tochter nicht in einer anderen Stadt bekommen. Zudem wird in anderen schreiben darauf hingewiesen, wo sich mein Arbeitsort befindet. Laut Anwalt kann mein AG mit nicht so einfach an einen anderen Standort setzen.
      Der Betreuungsplatz ist in der Stadt wo ich arbeite, nicht unser Wohnort!
      Meine Angst bezieht sich darauf, dass letzter Stand war, dass mein Platz besetzt ist und bisher keine Lösung dafür gefunden wurde. (Stand Ende Mai) seither wird auf Anrufe oder E-Mails nicht reagiert. Das heißt, ich habe keine Ahnung was genau passiert und leider spricht auch niemand mit mir.
      Ich hoffe, dass vorher noch ein Gespräch folgt... und alles fair abläuft. Und nicht um irgendwelche unfairen Mitteln gekämpft wird um mich zum kündigen zu bewegen.

      Vielen Dank für deine Antwort
      LG Pia

      • Hallo

        Steht in deinen Vertrag ein genauer Einsatzort?

        • Hallo!
          Ja, Einsatzort ist die Stadt in der ich die Stelle angefangen habe, und auch fortsetzen möchte. Allerdings steht da auch, dass ich aus betrieblichen Gründen auch anderswo eingesetzt werden kann. Nur bin ich der Auffassung, dass dann der Soazialplan greift. Denn mir wurde ja zusätzlich ein Schreiben ausgehändigt und unterschrieben der zukünftig meinen Arbeitsort regelt. Damit ich den Betreuungsplatz für mein Kind zugesprochen bekomme.
          VG und Danke für deine Teilnahme

      Hallo,

      ich hatte anhand deines Eingangstextes jetzt rausgelesen, dass dein momentan neu besetzter Platz der Grund dafür ist, die frühzeitige Rückkehr aus der Elternzeit abzulehnen, aber nicht generell deine Arbeitskraft?
      Meistens werden die Leute ja als Elternzeitvertretung befristet eingestellt.

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