Steuerklasse wechseln Schwangerschaft

    • (1) 16.10.18 - 08:33

      Guten Morgen Zusammen,

      meine Frau und ich bekommen unser erstes Kind :-D
      Der voraussichtliche Entbindungstermin ist am 25.05.2019, folglich der Beginn des Mutterschutzes am 13.04.2019.

      Ich bin in Steuerklasse III (verdiene ungefähr das 2.5 fache meiner Frau) und meine Frau hat dementsprechend die V. Um das Elterngeld aufzubessern würde ich meiner Frau gerne bis zur Geburt die Steuerklasse III geben da dies ca. 4.500€ Euro mehr Elterngeld bedeutet. Meine Frau wird nach der Geburt 24 Monate daheim bleiben und anschließend in Teilzeit weiterarbeiten (soweit der Plan). Nach der Geburt werden wir die Steuerklasse wieder wechseln.

      So wie ich die Berechnung des Elterngeldes verstehe, sind die letzten 6 Monate vor Beginn des Mutterschutzes ausschlaggebend. D.h. wenn ich vom 13.04.2019 rückwärts rechne hätten wir im September 2018 die Steuerklasse wechseln müssen um den Effekt von Oktober 2018 - März 2019 zu haben. Das haben wir leider verpasst.

      Wenn wir jetzt im Oktober die Steuerklasse wechseln tritt der Effekt erst im November 2018 ein. D.h. November 18 - April 19, dann hätten wir die 6 Monate. Da meine Fr. aber bereits ab dem 13.04.2019 in Mutterschutz ist, bekommen wir die 6 Monate nicht mehr hin. Daher folgende Überlegung:

      Meine Frau kann vor der Geburt selbst entscheiden wie lange Sie arbeitet. Natürlich soll Sie ab 13.04.2019 daheim bleiben sofern alles nach Plan verläuft. Die Zeit vom 13.04.2019 - 01.05.2019 würde Sie mit 12 Tagen Urlaub überbrücken. Sie würde erst ab dem 01.05.2019 offiziell in Mutterschutz gehen. D.h. Sie wäre bis zum 30.04.2019 beschäftigt und wir hätten wieder 6 volle Monate. Natürlich geht das alles nur, wenn es nach Plan verläuft, sollte aber möglich sein oder?

      Vielen Dank
      Grüße

      • Du weißt, dass man die Steuerklasse nur bis zu 7 Monate vor Geburt ändern kann? Und es zählen 12 Monate fürs Elterngeld. Nicht 6.

        • Danke Kati,

          wieso soll man die Steuerklasse nur 7 Monate vor Geburt ändern können? Das sollte sogar noch ein Tag vorher möglich sein, die Frage ist mehr ob es dann noch was bringt. Bei der Berechnung des Elterngeldes gilt nach meinen Kenntnissen natürlich die letzten 12 Monate. Sind aber in diesem Bemessungszeitraumes steuerliche Änderungen eingetreten (z.B. ein Steuerklassen Wechsel) wird verglichen welche Merkmale in den überwiegenden Anzahl der betrachten Monate (12 Monate) relevant waren. Bei gleicher Verteilung (im Fall meine Frau 6 Monate V, 6 Monate III sofern wir den Beginn des Mutterschutzes auf den 01.05 verschieben) gilt das Merkmal, das am aktuellsten ist, das wäre dann III.

          Grüße

            • Danke!

              Na dann werden wir wohl morgen zum Finanzamt gehen und das ganze auf den Weg bringen. Mir fehlt zwar dann einiges die nächsten Monate aber das gleicht sich ja bei der Steuererklärung (gemeinsam veranlagt) wieder aus.

              Ich würde ungern die 4.500€ mehr Elterngeld verschenken ;-)
              Grüße

      (15) 16.10.18 - 11:42

      "Steuerklasse wechseln – Beispiel 1
      Erwartet eine Schwangere für den 20. Dezember 2018 ihr Baby, beginnt ihr sechs­wöchiger Mutter­schutz am 9. November 2018. Spätestens ab Mai 2018 muss sie in der Steuerklasse III sein, um beim Eltern­geld von dieser Steuerklasse profitieren zu können. Da ein Antrag auf einen Steuerklassen­wechsel immer erst im darauf­folgenden Monat wirkt, muss die Frau den Wechsel beim Finanz­amt schon im April stellen, damit die Eltern­geld­stelle ihn noch berück­sichtigt.

      Schafft sie den Wechsel recht­zeitig, ist sie tatsäch­lich zwar nur in den sechs Monaten vor Beginn des Mutter­schutzes in der Steuerklasse III – von Mai bis zum Oktober (letzter Monat mit vollem Gehalt). Das reicht aber. Die Eltern­geld­stelle behandelt die Frau dann so, als sei sie während der relevanten zwölf Monate vor der Geburt (Bemessungs­zeitraum) in der Steuerklasse III gewesen. Auf Basis dieses fiktiven Netto­gehalts errechnet die Behörde dann das Eltern­geld."

      Und wechseln kann man immer, ob es was bringt ist halt die Frage.

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