Stunden reduzieren lassen

    • (1) 16.10.18 - 20:48

      Leider ist es zu spät um beim Anwalt anzurufen und mein Mann ist arbeiten bis morgen früh. Ich weiß das mir hier keiner eine perfekte sichere Antwort geben kann aber ich brauche jetzt ein paar offene Ohren.
      Und bitte keine Anfeindungen derzeit Tag war harte genug.
      Die Situation ist so nach der Elternzeit habe ich in einem neuen Büro angefangen. Zuerst mit 21 Stunden, da ich aber die Arbeit einer Vollzeit Angestellten und einer Auszubildenden im dritten Lehrjahr übernehmen musste bin ich nach nicht mal einem halben Jahr nach Absprache auf 30 Stunden mit Home Office hochgegangen.
      Trotzdem war es immer sehr stressig und wir hatten Last immer alles fertig zu bekommen. Oft musste ich etwas zurück stellen weil wieder was anderes wichtiger war. Und mir zusätzlich noch etwas gegeben wurde was ich erledigen sollte wenn ich 'mal Langeweile und Zeit' habe.
      Nun war ich 4 Wochen krank. Magengeschwüre unter anderem.
      Da ich ins Krankenhaus eingewiesen wurde aber bis zur stationären Aufnahme eine Woche warten musste habe ich alle Unterlagen ins Büro gebracht und habe mich überreden lassen sogar noch etwas fertig zu machen obwohl ich krankgeschrieben war.
      Meine Kollegin und ich sind sehr verschieden. Aber bisher habe ich es wie immer mit solchen Personen gemacht. Ich war freundlich und habe meine Arbeit gemacht.
      Ich bin sogar ans Telefon gegangen im Krankenhaus wenn sie angerufen hat.
      Nun wurde meine Arbeit in der Krankheitszeit von meiner Kollegin komplett auseinander genommen und für nicht ordentlich befunden. Mir wurde ein Fehler vorgeworfen bei einem Jahresabschluss den ich nicht gemacht habe und wo ich nicht das komplette Jahr gebucht habe.
      Ich habe Konten nicht genug abgestimmt.
      Ja ich habe teilweise nicht abgestimmt weil einfach die Zeit nicht dafür da war. Ich hätte es gerne anders gemacht.
      Zusätzlich möchte mein Chef jetzt das ich entweder 21 oder 30 Stunden, ohne Homeoffice arbeiten soll. Ich müsste komplett im Büro sein um meine Kollegin entlasten zu können auch am Telefon.
      Und mich danach zu richten habe was meine Kollegin sagt wie ich zu arbeiten habe.
      Ihr passte especially von Anfang an nicht das ich zuhause arbeiten durfte, weil sie nicht alleine sein möchte.
      Ich habe bezüglich der Änderung meiner Arbeitszeiten nichts gesagt.
      Er hat seit zwei Wochen eine Stellenanzeige online mit dem direkten Hinweis auf Homeoffice Möglichkeiten.
      Welche Möglichkeiten habe ich? Darf er mir das Homeoffice einfach so entziehen? Muss ich zustimmen? Seine Stellenanzeige habe ich ausgedruckt und als PDF. Ich möchte nicht kündigen wegen der Sperre vom Arbeitsamt aber weiter dort arbeiten hilft meinem Magengeschwür bestimmt nicht.
      Arbeitszeugnis beantragen und bewerben ist klar. Ich hoffe natürlich recht schnell was zu finden aber ich finde das Verhalten nicht richtig. Ob ich morgen zum Arzt gehe (hatte eben wieder Magenkrämpfe) oder hingehe und irgendwie Zeit rum bekomme und das Zeugnis 5 Minuten vor Feierabend beantrage so wie er es heute mit mir gemacht hat.

      • (2) 16.10.18 - 21:00

        Ich würde mich länger krank schreiben lassen, wenn du wirklich Magengeschwüre hast. und in der Zwischenzeit etwas anderes suchen.
        Aber du musst ganz dringend lernen dich besser abzugrenzen, sonst bekommst du bei der nächsten Stelle evtl das gleiche in grün und noch mal ein Magengeschwür. Das ist einfacher gesagt als getan: abgrenzen! Ich lese aus dem ganzen Bericht eine Beschreibung von jemand, der es allen recht machen möchte und am Ende alle enttäuscht.

        • (3) 16.10.18 - 21:39

          Bisher hatte ich nie Probleme mit abgrenzen oder meinen Kollegen und Arbeitgebern. Aber Essen stimmt das ich es allen versuche Recht zu machen.
          Am meisten enttäuscht bin wohl ich selbst. Ich habe versucht die geforderte Arbeit zu schaffen und habe mehrfach Sonntags oder Nachts gearbeitet um Termine zu schaffen und um das zu schaffen habe ich Aufgaben wie Ablage zurück gelegt. Ich habe die 30 Stunden nie genau gerechnet und wenn es sein musste auch zwei drei mal in der Woche 20 - 30 Minuten länger gemacht um gerade noch etwas zuende zu machen oder weil escape fertig werden musste.

          • (4) 16.10.18 - 22:35

            Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, es allen Recht machen zu wollen. Weil das gar nicht geht. Man geht dann über seine Grenzen der Belastbarkeit, man macht Fehler, man gerät in genau die Situation die man vermeiden wollte. Alle sind unzufrieden, dabei wollte man doch alle zufriedenstellen.

            Wenn du dich klar abgrenzt, übernimmst du Verantwortung für dich selbst. Das ist die Voraussetzung für ein gutes Miteinander. Du kennst deine Grenzen, du kennst dein Maß an Belastbarkeit, und du musst die Stundenzahl und die Arbeitsmenge annehmen, die du mit gutem Gewissen erfüllen kannst. Und was drüber hinausgeht: nein sagen, freundlich aber bestimmt.

            Wenn du das tust, bekommst du keine Magengeschwüre mehr.
            Du musst wahrscheinlich herausfinden, woher das Nicht sein-sagen-können kommt. Hat deine Mutter, dein Vater kein Nein geduldet? Musstest du immer für andere da sein? Evtl ältestes Kind das auf kleinere Geschwister aufpassen musste? Oder auf ein krankes Elternteil Rücksicht nehmen? (wäre alles denkbar)

            • (5) 16.10.18 - 23:00

              Das Recht machen kommt durch Probleme mit meiner Mutter. Das weiß ich.
              Nur hatte ich bisher meine Grenzen im Beruf gut abgesteckt. Nur hier wurde ich nicht gefragt sondern mir wurde gegeben und wenn ich gesagt habe das ich aber noch etwas anderes machen muss habe ich Anweisung bekommen das nach hinten zu schieben und das Andere erst zu machen.
              Ich glaube ich bin meinem Chef zu weit entgegen gekommen. Und er lässt sich zu viel von meiner Kollegin einreden. Sie möchte nicht das ich zuhause arbeite und hat ihm soweit überredet das ich falsch arbeite ohne ihre Kontrolle. Problem bei dem größten Fehler haben die beiden den Abschluß und denen Fehler gemacht nicht ich. Das habe ich ihm auch gesagt.
              Hätte ich wirklich so schlecht gea hätte er mich abgemahnt. Er will aber das ich das Homeoffice aufgebe. Was genau das ist was meine Kollegin immer wollte.
              Sie hat ihm gesagt was ich angeblich schlimmes falsch gemacht habe.
              Angeblich gibt der eine Mandant immer alles sofort rein. Deswegen hat unser Angestellter für die Löhne heute gerade noch bescheid gegeben das ich den Lohn da nicht buchen darf weil es immer wieder Korrekturen gibt weil der Mandant Wasser nachreicht oder ändert oder nicht auf Nachfragen reagiert.
              Ja ich haben Fehler gemacht aber nicht alle die mir da zugeschoben wurden.

              • (6) 16.10.18 - 23:08

                Dann solltest du die Probleme mit deiner Mutter aufarbeiten.

                Nicht die anderen sind immer schuld. Schau wo deine Denkweise herkommt, nur so kann man das ändern.

                Es gibt Menschen, die können nur ganz ganz schwer oder fast gar nicht nein sagen wenn sie um etwas gebeten werden. Ich hätte es nicht gedacht, wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Es ist wirklich erstaunlich.

              • (7) 18.10.18 - 14:10

                Hallo,

                es tut mir leid, dass Du solche Probleme hast.

                Zunächst solltest Du lernen, Dich zu positionieren. Setz Dich zu Wehr, wenn Du keinen Fehler gemacht hast. Und wenn doch, dann lerne daraus.

                Zu klären wäre dringend, welche Arbeiten bei der Fibu gemacht werden müssen. Ich bin der Meinung, dass man die Konten schon abstimmen sollte (Anlagevermögen erfassen, AFA gebucht, Verrechnungskonten abgestimmt, Bank- und Kassensaldo stimmen, opos abgestimmt, Lohnkonten...). Fehlende Unterlagen sollten gleichzeitig beim Mandant angefordert werden. Dies würde ich auch in DMS speichern bzw. in die Akte ablegen. Wenn ein Mandant die Unterlagen nicht gibt, dies schriftlich in DMS/in der Akte festhalten. Dann kann Dir doch nichts passieren. Du kannst dann dokumentieren, dass Du Dich gekümmert hat und der Chef kann die Buchführung anders abrechnen.

                Bespreche doch mit Deinem Chef, ob Du den Lohn so verbuchen sollst, wie abgerechnet worden ist, wenn noch Korrekturen zu erwarten ist. Entweder Du verbuchst den Lohn so wie abgerechnet und buchst später die Korrekturen nach oder Du lässt den Lohn weg und buchst später den korrekten Lohn ein.

                Deine Kollegin hat Dir nichts zu sagen, es sei denn sie ist Deine Vorgesetzte.

      (8) 16.10.18 - 21:28

      Wenn Du zum Arzt gehst, kannst du mit ihm besprechen, dass Du aus gesundheitlichen Gründen kündigen möchtest. Der Arzt muss das dann in seinen Unterlagen vermerken. Dann wendest Du dich an das Arbeitsamt und sagst dort, dass Du aus gesundheitlichen Gründen kündigen willst. Di schicken Dir dann Unterlagen, die Dein Arzt ausfüllen muss. Wenn Du dann kündigst, bist Du nicht gesperrt!

      • (9) 16.10.18 - 21:44

        Wenn ich aber aus gesundheitlichen Gründen kündige kommt er damit durch das er mir das Homeoffice streicht unter einem Vorwand und jemand anderem das anbietet.
        Dazu ist vielleicht noch anzumerken das meine Vorgänger auch wegen Differenzen gegangen sind die ähnlich waren.
        Ich finde das Verhalten nicht richtig. Aber vielleicht ist es für meinen Magen das gesündeste.

        • (10) 16.10.18 - 21:52

          ich wollte Dich nur darüber informieren, dass Du bei einer Kündigung aus gesundheitlichen Gründen keine Sperre bekommst.
          Ja, ich verstehe Deinen Unmut und weiß auch nicht, wie die Rechtslage ist und kann verstehen, dass Du Dir eigentlich Gerechtigkeit wünschst...
          Eine meiner Chefinnen war mehr als ungerecht zu mir, kündigte mir, als ich dann AU wurde und ich musste noch mein letztes Gehalt einklagen...mittlerweile habe ich eine tolle neue Stelle mit einer sehr netten Chefin, bin in einer viel besseren Position, verdiene viel mehr Geld und bin nicht mehr erschöpft (hatte schon eine Mutter-Kind-Kur deshalb beantragt), obwohl ich nicht mehr 50%, sondern 100% arbeite...

          • (11) 16.10.18 - 22:03

            Die Info ist auch sehr gut.
            Und ich bin echt am überlegen ob er nicht Gerechtigkeit bekommt weil er dann mit Glück wieder nur eine für 21 Stunden bekommt. Das würde ihn mit seinen Terminen ganz schön nach hinten werfen. Vor allem da ich versucht habe Arbeit zu schaffen die er sich schon vor nem Jahr hat bezahlen lassen.

    (12) 16.10.18 - 23:20

    Hallo.

    Natürlich kann er dir das Homeoffice entziehen. Warum auch nicht? Er ist der Chef!?!
    Es liegt ja scheinbar daran, dass du deinen Job nicht zufriedenstellend erledigt hast - wohl im Homeoffice. Wieso hast du nicht vorher schon mal das Gespräch mit ihm gesucht und ihm gesagt, dass du mit der Arbeit nicht hinterher kommst? Was wäre gewesen, wenn du nicht krank wärst und die Kollegin scheinbar zufällig auf deine Fehler aufmerksam wurde? #zitter

    Und sicher kann er einer anderen Person das Homeoffice genehmigen. Wenn diese das zufriedenstellend erledigt - warum nicht?

    Ich würde Rückgrat zeigen, meine Arbeit wieder aufnehmen (sofern gesund) und mich schleunigst weiter bewerben.

    LG

    • Ich habe meine Arbeit gut gemacht. Ich habe ihm gesagt das der Fehler der mir direkt vorgeworfen wurde nicht mein Fehler war und ich den Abschluß nicht gemacht habe.
      Ich habe ihm immer gesagt was liegen geblieben ist weil ich etwas anderes machen sollte. Da war es OK und es musste halt liegen bleiben.
      Nur weil er Chef ist darf er nicht alles.
      Wäre ich nicht krank gewesen hätte ich mich beworben oder wäre hoffentlich bald schwanger gewesen.
      Sie hat selber heute in den Unterlagen nachgeschaut das die angeblich eingereichten Belege nicht da sind.
      Derzeit Fehler beim Abschluß kann nicht meiner sein da ich den Abschluß nicht gemacht habe.
      Der Mandant der angeblich so zuverlässig ist schafft es nicht die Unterlagen von zwei Angestellten vom Januar an den Sachbearbeiter zu geben.
      Es ist meine Fehler wenn Mandat die schon seit Jahren selbstständig sind jeden Monat unpünktlich sind weil ich sie nicht jeden Monat Anrufe und bettel.
      Meiner Kollegin passte es nicht das ich zuhause arbeiten durfte und jetzt wird es passend gedreht.
      Er entzieht mir seinen Angaben nach nicht das Homeoffice weil ich schlecht arbeite sondern weil ich meine Kollegin im Büro mehr abnehmen muss wie zB Telefon und mehr da sein muss für die Mandanten.
      Wenn ich wirklich so viele Fehler gemacht hätte, warum mahnt er mich nicht gleich ab?
      Mir wird auch kein Fall entzogen.
      Wäre ich nicht krank gewesen hätte ich den Fehler gesehen beim nächsten Abschluss oder sie hätte ihnen gese und sich aufgeregt das er das gemacht hat und wie immer nicht geschaut sondern einfach alles platt gemacht hat. Ist ja nicht so das wir das nicht schon gehabt hätten.
      Mir wurde schon einmal vorgeworfen ich hätte etwas falsch gemacht nur leider habe ich zu der Zeit wo das gemacht wurde noch nicht dort gearbeitet.

      "Natürlich kann er dir das Homeoffice entziehen. Warum auch nicht? Er ist der Chef!?!"
      Nein, so einfach ist es natürlich nicht. Steht es im Vertrag drin, dann geht das nur über eine Änderungskündigung.

(15) 17.10.18 - 15:08

Was steht im Arbeitsvertrag? Also steht dort konkret etwas zu xy Stunden Homeoffice?

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