Mobbing am Arbeitsplatz, was kann ich tun?

    • (1) 31.10.18 - 11:58

      Was kann ich tun wenn ich am Arbeitsplatz massiv gemobbt werde?

      Ich arbeite im Familienbetrieb, wir sind inkl mir 4 Personen.

      Permanent ist es so, dass ich für alles verantwortlich bin was mein Chef oder die Kollegen falsch machen, alles ist immer meine Verantwortung. Hierbei wird mein Chef extrem ausfallend und beleidigend, auch vor Kundschaft etc.

      Bei uns gibt es kein Handyverbot, jeder hat sein Handy am Arbeitsplatz in Griffnähe liegen. Gestern kam mein Chef und Griff sich mein Handy und wollte es in den Tresor legen mit der Aussage, ich würde deswegen meine Arbeit nicht richtig machen, was definitiv nicht stimmt. Mein Problem ist eher das man mir ständig die zusätzliche Arbeit von anderen aufhalst und ich so meine Arbeit nur halbgar erledigen kann weil mir einfach die Zeit fehlt, dabei arbeite ich schon schneller als die Kollegen.
      Als ich ihm mein Handy wieder abgenommen habe kam dann die Aussage das ich ab sofort das Handy nicht mehr mit in den Betrieb nehmen darf, allerdings muss ich aufgrund meiner Kinder das Handy dabei haben um im Notfall erreichbar zu sein.

      Diese permanente Entgleisung meines Chefs, die Wortwahl inkl Beleidigungen und Herabwürdigung meiner Person und meiner Arbeit.

      Im Mai sagte er allen ernstes ich sei doch gegen die Wand gelaufen und beschränkt. Mein Hausarzt hatte mich 2 Wochen krank geschrieben weil ich permanent Magenschmerzen und Schlafprobleme hatte.

      Wenn ich Urlaub brauche (90% dann wenn Arzttermine der Kinder anstehen oder sonst was) dann höre ich immer nur ich wäre nie da und immer bräuchte ich wegen Firlefanz Urlaub und so wie ich ja arbeiten würde stehe mir eigentlich kein Urlaub zu. Abgesprochene Urlaubstage werden vergessen, schriftlich bestätigt er mir keinen Urlaub, das habe ich versucht.

      An wen, außer dem Hausarzt kann ich mich wenden um endlich daraus zu kommen? Ich habe keine Kraft mehr. Bewerbungen schreibe ich seit 1 Jahr ohne Ende, bekomme aber entweder keine Rückmeldung oder Absagen oder die Stelle ist finanziell eine absolute Verschlechterung und das wo ich hier schon schlecht verdiene.

      • Wenn du auf Bewerbungen keine Rückmeldungen bekommst, dann sind die Unterlagen anscheinend nicht ansprechend genug, als dass du mal eingeladen wirst.
        Also ich würde die Unterlagen überarbeiten und weiter Bewerbungen schreiben. Ich weiß ja nicht in welchem
        Bereiten du tätig bist, aber Zähne zusammenbeißen und schnell was neues finden.

        Alles Gute

        • Ich habe mich bereits beim Arbeitsamt beraten lassen und die Bewerbungen damals zusammen mit meiner Cousine, die in der Personalabteilung einer großen Firma tätig ist, geschrieben, die sind wirklich in Ordnung.

          Mein Manko ist einfach das ich seit 17 Jahren im selben Betrieb bin und leider alleinerziehend mit 2 Kindern bin und das leider oft, auch laut Arbeitsamt das Ausschuss ko bedeutet.

          • Aber wieso lesen die potentiellen Arbeitgeber direkt, dass du alleinerziehend bist ? Das würde ich gar nicht mit reinschreiben. Wenn du das Interesse des AG weckst und dann eingeladen wirst, kann man das dann vor Ort sagen .

            17 Jahre im gleichen Unternehmen ist grundsätzlich ja kein schlechtes Kriterium !
            Ich glaube es gibt aber nur einen AG Wechsel, der dann auch das „Leid“ beendet.

            Alles Gute

            • Da hat mich meine Cousine ja hervorragend beraten, sie sagte es müsse darein und auch die Dame vom Arbeitsamt sagte es so. Naja dann werde ich die neuen mal überarbeiten und das alles weg lassen.

              Naja Betreuung im Krankenfall ist dann so ne Sache, mit meiner Mutter habe ich inzwischen keinen Kontakt mehr, aber ich kann mich da auf meinen Ex einigermaßen verlassen, je nach Schicht.

              Ja ich glaube inzwischen auch das nur ein AG Wechsel das ganze beendet.

              • Wie alt sind denn deine Kinder? Betreuung im Krankheitsfall wird ja mit zunehmendem Alter viel, viel seltener notwendig.

                Dass du Alleinerziehend bist würde ich unter keinsten Umständen in die Bewerbung schreiben, beim Vorstellungsgespräch würde ich es wenn denn als Stärke verkaufen, Familienarbeit bestens organisiert usw.

              • Hallo,

                selbstverständlich gehören weder der Familienstand noch Anzahl der Kinder etc. in eine Bewerbung. Das ist dein Privatvergnügen. Streich dies also unbedingt aus den Unterlagen.

                Wenn du beim Vorstellungsgespräch nicht explizit danach gefragt wirst, sprichst du auch da nicht drüber (dass du alleinerziehend bist sowieso nicht, auch auf Nachfrage nicht).

                Nicht nur die eigenen Unterlagen müssen stimmen, ganz wichtig ist es KEINE Standardbewerbung zu verschicken, sondern die Unterlagen unbedingt IMMER auf die entsprechende Stelle anzupassen (insbesondere die für die gewünschte Stelle erforderlichen Erfahrungen sind ausführlich zu beschreiben).

                Viel Erfolg !

                VG
                B

                Hallo,
                Das muss auf keinen Fall da rein. Grundsätzlich geht dein beziehungsstatus niemanden etwas an. Genau so wenig MUSST du reinschreiben, dass du Kinder hast. Wie jemand schon schrieb: erst einmal bis zum Gespräch kommen.
                Du musst da echt raus!
                Viel Glück

      Wirklich helfen tut in solch einem Fall nur die Kündigung und ein neuer Job.

      Wenn Du so viele Absagen bekommst, würde ich schauen (lassen), woran das liegt. Sind die Bewerbungsunterlagen wirklich in Ordnung? Hast Du jemanden, der Dich da mal beraten kann?

      Zur konkreten Situation: hier hilft nur ganz starke Abgrenzung. Lerne Deine Grenzen deutlich abzustecken. Erledige erstmal nur DEINE Aufgaben und nicht Aufgaben, um die Dich andere bitten.
      Äußere ein klares "Nein!", wenn man Dir wieder etwas extra aufhalsen will.
      Wenn andere Persnen die eigenen persönlichen Grenzen überschreiten, liegt das oft daran, dass das "Opfer" die Grenzüberschreitung zuläßt.
      Bzgl. Handy: Der Vorgesetzte kann selbstverständlich den Handygebrauch am Arbeitsplatz untersagen. Du kannst Dein Handy in die Hosentasche oder Handtasche tun und auf Vibration schalten, dann bekommst Du Notfallanrufe (die es ja nun nicht jeden Tag, sondern eher alle paar Wochen mal gibt) trotzdem mit.

      Bei Beleidigungen oder Beschimpfungen: bleibe ruhig und sage ganz klar, dass Du das Gespräch jetzt hiermit beendest und ihr wieder sprechen könnt, wenn er sich beruhigt hat und in einem normalen Tonfall reden kann.
      Du musst Dir da unbedingt ein dickeres Fell wachsen lassen und Dich nicht in diese Opferrolle drängen lassen. Trete selbstbewußter auf!

      Bzgl. Urlaub: Du hast eine vertraglich festgelegte Anzahl von Urlaubstagen. Die Lage/Dauer reichst Du ein und läßt sie Dir genehmigen. Du lieferst KEINE Begründung, wofür Du einen Tag Urlaub brauchst. Das ist privat und geht den Chef gar nichts an! Mach Dich nicht so angreifbar!

      Alles Gute!

      • Ich habe mich bereits beim Arbeitsamt beraten lassen und die Bewerbungen damals zusammen mit meiner Cousine, die in der Personalabteilung einer großen Firma tätig ist, geschrieben, die sind wirklich in Ordnung.

        Mein Manko ist einfach das ich seit 17 Jahren im selben Betrieb bin und leider alleinerziehend mit 2 Kindern bin und das leider oft, auch laut Arbeitsamt das Ausschuss ko bedeutet.

        Das mit dem Handy ist so nicht richtig, ich hab mich informiert, er darf eben nicht nur einem Mitarbeiter solche Auflagen machen, dies dient lediglich meiner Schikane und sonst nichts.

        Mein Problem, mein Chef ist gleichzeitig mein Vater und inzwischen wird er immer schlimmer und ich bin an einem Punkt wo ich mir nicht mehr alle Demütigungen gefallen lasse.

        Tja ohne Angabe von Gründen weigert er sich etwas zu genehmigen und wenn dann sowieso nur mündlich, so das er immer sagen kann er habe davon nichts gewusst und es nicht genehmigt.
        Seit 17 Jahren teilen wir die Sommerferien, er 3 Wochen und dann ich 3 Wochen, jedes Jahr ist das so.
        Dieses Jahr hat er behauptet, ich hätte ihm nicht gesagt das ich da Urlaub habe, dabei ist es immer so das ich nach seinen 3 Wochen meinen Urlaub habe. Vor allem jetzt mit schulpflichtigem Kind brauche ich es auf jeden Fall so.

        ... und mit seinem Verhalten schießt er gegen seine eigenen Enkel?!?!

        • Ja das tut er.

          Als meine Tochter im Juni 2016 einen Tumor im Auge hatte und wir immer kurzfristig in die Klinik bestellt wurden hat er jedes Mal deswegen Theater gemacht und mir dafür sogar Urlaub abgezogen obwohl ich Atteste von der Klinik hatte.

          Mein Exmann arbeitet in einem großen Konzern, dort gab es sogar extra Urlaub vom Chef ohne Diskussionen oder Abzug vom Lohn. Da hat sich niemand angestellt.

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