Befristetes Beschäftigungsverbot bei Infektionskrankheiten

    • (1) 02.11.18 - 22:19

      Hallo,
      Da es bei uns gerade wieder ziemlich viele meldepflichtige Krankheiten ausgebrochen sind und wir auch Schwangere auf Arbeit haben, sind die jetzt aktuell immer mal wieder in befristeten Beschäftigungsverboten.
      Nun hab ich aber vor allem hier gelesen, dass sich dieses Jahr einiges an den Beschäftigungsverboten geändert hat. Vor allem auch im Hinblick darauf, dass man ein Beschäftigungsverbot als Schwangere nicht mehr wahrnehmen muss. Ist das auch bei den vom AG befristeten wegen einer Krankheit so? Derzeit ist es nämlich Scharlach und ich z. B. hatte nun schon mehrmals Scharlach und würde dieses Verbot als unnütz für mich(!) empfinden. Könnte ich dies ablehnen? Oder muss ich mich fügen?
      Vielen Dank!

      • Scharlach ist eine bakterielle Halsinfektion und kann mit hohem Fieber sowie Schmerzen einhergehen. Dass du es mehrfach hattest, zeigt auch dass dein Immunsystem nicht allzu fit ist. Du kannst es auch ein weiteres Mal bekommen. Antikörper werden sich dagegen nicht bilden. Impfen kann man auch nicht.

        Es gibt bei Scharlach eine Wartezeit von 3 Tagen bis nach der letzten Erkrankung in der Einrichtung. Das BV betrifft aber nur den direkten Umgang mit den betreuten Kindern. Was dir zusteht, ist nach dem neuen Mutterschutzgesetz eine Ersatztätigkeit. Du kannst verlangen, dass dein AG dich ins Büro umsetzt oder dir Tätigkeiten zuweist, die keinen direkten Umgang mit Kindern erfordern, wie z.B. Bestellungen, Verwaltungstätigkeiten, Telefondienst, Dokumentationen, ect.... Es ist nicht verboten das Gebäude zu betreten. ggf. auch außerhalb der Zeiten, in denen die Kinder anwesend sind. Händewaschen vorausgesetzt natürlich!

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