Beschäftigungsverbot

    • (1) 05.11.18 - 19:56

      Hallo ūüėä

      Ich arbeite als medizinische fachangestellte in einer kinderarztpraxis. Habe nat√ľrlich Kontakt zu den kranken kleinen Patienten. Sitze zwar meist an der Anmeldung was ziemlich stressig ist mit patientenannahme, alles herrichten was gemacht geh√∂rt, Telefon usw. Die kleinen sitzen auch teilweise auf der Anmeldung und Husten oder Niesen zu mir runter. Ich finde das ein besch√§ffigungsverbot angebracht w√§re aus gesundheitlichen Gr√ľnden zwecks Ansteckungsgefahr. Was meint ihr?

      Habe heute meinem Chef offenbart das ich schwanger bin, er war nicht begeistert hat aber auch nichts gesagt wegen Verbot usw.
      Bin in der 9 Woche und jetzt kommt die doofe erk√§ltungszeit wo wirklich alles angeschleppt wird. Es w√ľrde auch nichts bringen , wenn er mich ins B√ľro verfrachtet weil ja die keine trotzdem in der Praxis sind.

      Eure Meinung bzw Erfahrung bitte.

      LG ūü§ó

            • (5) 05.11.18 - 20:14

              Der Facharzt kann auch ein BV ausstellen, wenn eine medizinische Indikation besteht.
              Geht es um den Arbeitsplatz, ist der Chef bzw die zuständige Aufsichtsbehörde der richtige Ansprechpartner!

              Wenn es um Gefährdungen am Arbeitsplatz bei dir ging, dann ist das völlig falsch gelaufen, das darf der Frauenarzt nicht.

      Ja ich seh das auch so, bei Kindern weiß man nie was sie mit sich rumschleppen.

      Danke

      • ??? Na, was sollen die Kinder denn schon gro√ü mitschleppen???
        Eine Erk√§ltung kannst du dir √ľberall einfangen und ist nun wahrlich keine Gefahr f√ľr Leib und Leben! #augen
        Hat ja mächtig Bock auf deinen Job......

    (12) 05.11.18 - 21:23

    Um ein BV beten kann man da eher zu Gott.

    Falsch.
    Nur weil sie in einer Kinderarztpraxus arbeitet, besteht nicht grunds√§tzlich eine Gefahr f√ľr ihre Gesundheit oder die des Babys.
    Erst wenn das besteht, d√ľrfte der Da eins ausstellen.

Dein Chef muss eine Gefährdungsbeurteilung machen, dann sieht man weiter.

Wenn nur die Gefahr einer Ansteckung mit Erk√§ltung besteht, sehe ich keinen Grund f√ľr ein Besch√§ftigungsverbot. Sonst m√ľssten ja alle Frauen Zuhause bleiben, die irgendwie Kontakt mit anderen Menschen haben.

  • Ja das habe ich auch schon geh√∂rt bzw gelesen. Mal schauen was er morgen macht. Ob er die gef√§hrdungsbeurteilung schreibt, da bin ich gespannt. ;-)

    Danke dir

    • Die Arzthelferinnen in unserer Praxis haben bis zum Mutterschutz am Empfang gearbeitet.

      Ich verstehe dich auch nicht wirklich. Wenn du nach Kinderwunschbehandlung jetzt in der 9. Woche bist, weißt du schon eine Weile von deiner Schwangerschaft. Warum sagt du es "erst" jetzt, wenn du so besorgt bist und möchtest unbedingt ein BV?

      • (17) 05.11.18 - 22:06

        Vielleicht weil sie Sorge hat, dass es negative Konsequenzen hat, wenn sie es so fr√ľh sagt und es dann noch abgeht. Ich kann sie da absolut verstehen.

(18) 05.11.18 - 22:04

Ja, aber sie ist ja eben nicht mit der normalen "öffentliche Verkehrsmittel" oder "Supermarkt" Bevölkerung konfrontiert, sondern mit kranken Kindern im Übermäß...

Dein Chef muss die Gef√§hrdungsbeurteilung laut Mutterschutzgesetz ausf√ľllen, idealerweise mit dir besprechen. Danach ergibt sich, ob ein Risiko bei der Arbeit f√ľr Mutter und Kind besteht.
Da wo ein Risiko vorhanden ist, mzss geschaut werden, wie und ob dieses abgestellt werden kann. Ist dies nicht möglich, muss dein AG ein BV aussprechen.

Alles Gute f√ľr dich.

An der Anmeldung arbeiten ist doch v√∂llig in ordnung. impfen, blutabnehmen, offene wunden sind nat√ľrlich tabu.
Dein impfstatus sollte ja vollständig sein wenn du in einer praxis arbeitest.
Angehustet werden ist kein grund f√ľr ein besch√§ftigungsverbot..

  • Einerseits stimmt das nat√ľrlich bin vielleicht etwas √ľbervorsichtig, weil ich endlich nach 4 Jahren Kinderwunsch und dann auch nur mit k√ľnstlicher Befruchtung (5 mal) schwanger geworden bin. Es ist sehr stressig an der Anmeldung was ich teilweise nicht mehr ertrage. Mal schauen wie lange ge ich es aushalte und meine Hormone mich nicht ausflippen lassen. ;-)

    • Das sind ja ganz andere Gr√ľnde. Da ist die Ansteckungsgefahr mit Husten und Schnupfen nur vordergr√ľndig - der eigentliche Grund ist deine Psyche mit dieser Vorgeschichte.

      √úbrigens w√§re es sinnvoll gewesen, bei 4+1 damit herauszur√ľcken. Die gr√∂√üte Gef√§hrdung besteht in der Fr√ľhschwangerschaft. Je fr√ľher desto sch√ľtzenswerter ist die Schwangerschaft.

(23) 05.11.18 - 20:14

Bei uns bekommt man als MFA besch√§ftigungsverbot weil ja auch Kinder mit Windpocken und R√∂teln da aufschlagen ūü§∑ūüŹĹ‚Äć‚ôÄÔłŹ ist ja in der ss nicht so prickelnd au√üer man ist Immun dagegen! Kommt halt auf deinen impfstatus an

  • (24) 05.11.18 - 20:37

    Röteln sind sehr selten in Deutschland, weniger als 1000 gemeldete Fälle pro Jahr.
    Du verwechselst wohl etwas.
    Und gegen Röteln muss man doch als MFA geimpft sein.

Husten und Schnupfen ist nichts was dein Ungeborenes oder dich ernsthaft besch√§digen w√ľrde.
Allerdings könnten die Kinderkrankheiten (Masern, Mumps, Röteln, Ringelröteln, Windpocken, Keuchhusten) dich gefährden und auch die Cytomegalie.

Diese Gef√§hrdungen muss ein Betriebsarzt oder Arbeitsmediziner beurteilen. Wenn du zu allen diesen Krankheiten Immunit√§t besitzt, spricht nichts dagegen, dass du die T√§tigkeit weiter ausf√ľhrst.

Der Frauenarzt hat damit rein gar nichts zu tun.

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