Stundenzettel 2 tage zu spät!

    • (1) 07.11.18 - 14:07

      Guten Tag, habe ein Anliegen, ich arbeite bei der NOZ und Problem ist folgendes habe mein Stundenzettel zu spät eingereicht nun meinen die 1 kompletten Monat nicht zahlen zu müssen, finde sowas echt ziemlich schräg, weiß jemand ob es erlaubt ist und was man machen kann???

      • Warum hast Du den Stundenzettel zu spät eingereicht?
        Dass sie den betreffenden Monat gar nicht zahlen, kann ich mir nicht vorstellen, eher, dass der dann mit dem Folgemonat zusammen abgerechnet wird.

        • wegen Umzugsstress leider und heute eingereicht aber trotzdem meinen die die zahlen erst 15.12 dann aber sorry wie soll eine Familie damit leben???

          • Naja, die lassen das halt einmal im Monat durch die Lohnbuchhaltung laufen. Das ist bei uns auch so. Was bis zum 10. des laufenden Monats nicht eingereicht ist, wird erst für den übernächsten Monat berücksichtigt (wir bekommen unser Gehalt am letzten Werktag des Monats im Voraus für den Folfemonat).
            Da es Dein Verschulden ist, dass der Zettel zu spät eingereicht wurde, ist das wohl dumm gelaufen.

          • Sorry, aber das ist doch nicht das Problem Deines AG.
            Ich hab keine Ahnung, was NOZ ist aber in größeren Firmen gibt es feste
            Abrechnungs- und Zahlungsläufe und wenn Du zu spät bist, rutscht Deine Zahlung in den nächsten Lauf (hier eben der 15.12.).

            Da das Verschulden bei dir liegt und nicht bei deinem Arbeitgeber, ist der Vorgang völlig richtig. Du musst jetzt halt eiben Monat länger warten. Blöd gelaufen, aber sowas passiert Dir bestimmt in Zukunft nun nicht mehr... ;-)

      Im Gegensatz zu den anderen bin ich nicht der Meinung, dass der Arbeitgeber die Zahlung verweigern kann. Es ist durchaus möglich, dir entgegen zu kommen, denn dass du gearbeitet hast, daran besteht wohl kein Zweifel.

      Der Arbeitgeber hat durchaus eine Fürsorgepflicht.
      Erziehen muss er dich dagegen nicht, selbst wenn du einen Termin verpasst hast.

      Sich hinter der Lohnabrechnung zu verstecken, ist jämmerlich. Natürlich kann der Arbeitgeber einen Abschlag zahlen, sogar auf Basis der nachgereichten Daten, die bereits eingepflegt werden können und durch eine Probeabrechnung gejagt.

      Die Antworten hier sprechen Bände. Jemandem an der Existenzgrundlage zu rütteln, für so ein Pillepalle oder sich voller Schadenfreude die Hände zu reiben, erbärmlich.

      Sprich den AG darauf an, dass du einen Vorschuss möchtest auf die Nachberechnung. Der zusätzliche Aufwand ist nicht der Rede wert und kein Vergleich zu den Auswirkungen einer verspäteten Gehaltszahlung.

      • Existenzgrundlage? Weil ein Monatsgehalt sich um einen Monat verschiebt? Dann geht es hier um ganz andere, sehr erntshafte Probleme, und nicht darum, dass man etwas vergessen hat einzureichen.

        • Keineswegs, etwa 1/4 der Deutschen haben keine Ersparnisse. Es ist also nicht so unwahrscheinlich, dass man keine Luft hat, um mal eben einen Monat auf sein Geld zu warten, weil man umgezogen war.

      Es gibt Branchen, wo der Arbeitgeber bei eibem fehlenden Stundenzetteln eine komplette Refinanzierung für eine Dienstleistung nicht bekommt...
      Lohn zahlen tun die Betriebe netter Weise oft trotzdem... Das gefährdet am Ende aber die Existenz aller Mitarbeiter weil Mal wieder eine Flachpfeife den Zettel nicht abgegeben hat....

      • Das halte ich für ein den Haaren herbeigezogenes Konstrukt, das kaum Realitätsbezug hat. Man kann fast immer Dokumente nachreichen.

        Hier geht es um Arbeit gegen Geld. Die Arbeit wurde geleistet, das Geld ist zu zahlen. Wenn die Höhe wegen eines verspätet abgegebenen Stundenzettels unklar ist, kann ein Durchschnittswert genommen und im Folgemonat korrigiert werden.

        • Wir können gerne darüber telefonieren. Dann erkläre ich es dir in Ruhe.

          Es gibt Bereiche da refinanziert eine öffentliche Stelle die Leistung.
          Beispiel in einer Wohngruppe von 2 Menschen mit psychischer Behinderung arbeitet ein Team von 5 MA.

          Gibt nun einer seinen Zettel nicht ab, wird die komplette Refinanzierung der Wohngruppe geblockt!

          Aber die MA wollen trotzdem ihr Geld...
          Wenn der Betrieb Rücklagen hat, geht das.
          Wenn er nei auf dem Markt ist nicht!

          Ich hatte so schon Aussenstände von 20.000 euro. Weil 2 Mitarbeiter ihren Zettel nicht abgegeben haben und auf drei Stellen verteilt waren.

          Da kotzt man... Weil es auch nicht einmal passiert sondern ständig...weil sie es nicht verstehen wollen, dass die Refinanzierung dann nicht kommt.

          Ich habe immer trotzdem irgendwie die Löhne gezahlt, aber einfach war das manchmal nicht!

(14) 07.11.18 - 21:03

Für dich sind es 2 Tage. Der Arbeitgeber rechnet aber nicht nur dein Geld aus, was er dir überweist, er ist auch gezwungen, innerhalb einer recht kurzen Frist bestimmte Beiträge und natürlich die Steuer zu überweisen.
Dein zu spät abgegebener Zettel führt nun beim Arbeitgeber zu einer falschen Abrechnung bei allen Behörden und Versicherungen, die dann im nächsten Monat korrigiert werden muss.
Ich bin nicht der Meinung, dass du den Arbeitgeber vor dem 15. (der ja nun wirklich bald ist) zu einer neuen Abrechnung zwingen kannst, jedoch kannst du deinen Arbeitgeber mit Hinweis auf die unstrittig erbrachte Arbeitsleistung um einen Vorschuss bitten. Dabei muss der Arbeitgeber keine exakte Berechnung durchführen und am 15. kann er es einfach mit dem alten und den neuen Stundenzettel verrechnen.

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