Nach Elternzeit arbeitslos, Erfahrungen gesucht!

    • (1) 07.11.18 - 21:09

      N‘Abend zusammen 😁
      Ich werde mich nach meiner Elternzeit arbeitslos melden mĂŒssen (ausgelaufener befristeter Vertrag)! Mich wĂŒrde einfach mal interessieren wie das dann so lĂ€uft, also mit gehen da z.B. folgende Fragen durch den Kopf

      - steht mir Arbeitslosengeld zu nach dem Elterngeld (Vertrag lief im Mitterschutz aus€
      - die letzte Zahlung des Elterngeldes wird im Dezember sein, bekomme ich dann ab Januar Arbeitslosengeld oder wird die fĂŒr Januar dann erst im Februar gezahlt?
      - ich habe einen Kita Platz aber MĂ€rz beginnt die Eingewöhnung! FĂŒr die Zeit der BewerbungsgesprĂ€che/ andere Termine die ohne Kind sein mĂŒssen wĂŒrde die Oma auf meinen Schatz aufpassen

      Das sind erstmal so die wichtigsten Fragen die mir gerade durch den Kopf schwirren!

      Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen oder kennt sich mit dem ganzen aus, dann wĂ€re ich dankbar fĂŒr eure Antworten!

      • (2) 07.11.18 - 21:59

        Guten Abend,

        also erst einmal kannst du dich selbstverstĂ€ndlich schon wĂ€hrend der Elternzeit arbeitslos melden. Nur wo, ob bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter, hĂ€ngt davon ab, ob du dich dem Arbeitsmarkt jetzt schon teilweise zur VerfĂŒgung stellst. Arbeitslosengeld I bekommst du, wenn du in den letzten 24 Monaten mindestens 12 Monate lang versicherungspflichtig gewesen bist. Das kannst du aber nur beantragen, wenn du dem Arbeitsmarkt mindestens 15 Stunden wöchentlich zur VerfĂŒgung stehst. Dieses Arbeitslosengeld erhĂ€lst du dann parallel zum Elterngeld. Tust du das nicht dann bleibt dir nur der Gang zum Jobcenter um Arbeitslosengeld II zu beantragen. Die rechnen dir dann aus, ob du trotz Elterngeld noch Anspruch auf Leistung hast. Solltest du erst nach der Elternzeit Leistungen benötigen stehst du ja wieder dem Arbeitsmarkt zur VerfĂŒgung und kannst zur Arbeitsagentur gehen, soweit du die oben genannten Voraussetzungen erfĂŒllst.

        Zu deiner zweiten Frage kann ich dir sagen, dass wenn du erst fĂŒr die Zeit nach der Elternzeit Leistungen beantragen möchtest, weil das zu viel Elterngeld ist, die Leistungen vom Jobcenter dann erstmalig in dem Monat gezahlt werden wo kein Elterngeld mehr fließt. Das Jobcenter zahlt immer am Anfang des Monats fĂŒr den kommenden Monat und die Arbeitsagentur am Ende des Monats fĂŒr den vergangenen Monat.

        Lg

        (3) 08.11.18 - 06:04

        Hallo,
        mein Vertrag lief auch in der Schwangerschaft aus.
        Nach dem Bezug des Elterngeldes steht Dir grundsÀtzlich ALG 1 zu, wenn Du vorher 24 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet hast, leider schreibst Du nicht, wie lange Dein Vertrag lief.
        Um einen nahtlosen Übergang der Zahlung zu gewĂ€hrleisten, hĂ€ttest Du Dich allerdings schon lĂ€ngst arbeitssuchend und arbeitslos melden mĂŒssen, Du solltest also schnellstmöglich alle Unterlagen und den Antrag auf ALG 1 fertigmachen und einen Termin bei der Arbeitsagentur machen, das kann dauern.

        Wann im Dezember bekommst Du das letzte Elterngeld? Wenn Dein Kind nicht gerade am 31.12. geboren ist und Du erst ab Januar ALG beziehst, könnte so eine LĂŒcke entstehen, in der Du dann auch nicht krankenversichert bist und entsprechend die Krankenversicherung selbst zahlen mĂŒsstest.
        ALG 1 wird immer am Ende des Monats gezahlt, fĂŒr Januar dann also Ende Januar.

        Die Sache mit dem Nachweis einer Kinderbetreuung, um vermittelbar zu sein, wird scheinbar regional sehr unterschiedlich gehandhabt. Du musst Dich darauf einstellen, dass gefragt wird, von selbst wĂŒrde ich es aber nicht thematisieren. Wenn gefragt wird, genau die Situation mit der Betreuung durch die Oma schildern.
        Mir wurde das ALG 1 nĂ€mlich bewilligt ohne eine Kinderbetreuung zu haben, mein Kind ist Mitte Dezember geboren und wir hatten einen Kita-Platz ab Februar, mit Eingewöhnung hĂ€tte ich frĂŒhestens Mitte MĂ€rz arbeiten können, eine Stelle habe ich aber erst weitere sechs Monate spĂ€ter gefunden.
        Wenn Du planst, kĂŒnftig nur Teilzeit zu arbeiten, dann bekommst Du das ALG 1 auch nur entsprechend der geplanten Stundenzahl, das kann bedeutend weniger sein als gedacht.

        • Hallöchen
          Sie hĂ€tte sich nicht schon melden mĂŒssen/können (ausgenommen arbeitssuchend)... Am Auslauftag kann sie sich frĂŒhstens arbeitslos melden, denn ab da kann sie tatsĂ€chlich Arbeitslosengeld bekommen... Und es zĂ€hlt erst ab dem Tag an dem sie dort vorstellig geworden ist... Jeder "fehltag" wird abgezogen...
          Sie hat vier Jahre Anspruch auf das Geld...
          Ansonsten wars richtig was du geschrieben hast :)

          Alles liebe

          • Arbeitsuchend melden geht ja auch online. Aber ich habe mich im vergangenen Jahr anderthalb Monate vor Auslaufen des Elterngeldes arbeitslos gemeldet und bekam "automatisch" mein ALG 1 im Anschluss gezahlt, dafĂŒr musste ich nicht nochmal zum Amt. Arbeitsuchend gemeldet habe ich mich sogar vier Monate vor Ablauf des Elterngeldes. Hatte ich vielleicht nur GlĂŒck mit den SachbearbeiternđŸ€”?

        Aber, dass das alg nur entsprechend der Wunschstunden gezahlt wird, ist mir neu...
        Sowas wurde mir beim BeratungsgesprÀch nicht gesagt... Das werde ich aber nochmal nachfragen, da es mir doch ziemlich komisch vorkommt...

        • Das ist nicht neu - ALGI gibt es nur anteilig, wenn man nur fĂŒr Teilzeit zur VerfĂŒgung steht und sucht.

          • Hallöchen
            Ich war ja auch schon bei der Beratung dort und habe auch gesagt, dass ich nur höchstens 6 Stunden arbeiten gehen kann/werde... Wieso sie mir da nichts gesagt hat frage ich mich nur... Sie hat mir vorgerechnet wie viel ich bekomme fĂŒr die paar Monate und da war nichts zu erkennen, dass es anteilig gezahlt werden soll oder, dass ein gewisser Betrag wegfĂ€llt wegen der nicht vollen Stundenzahl...
            Deswegen war und bin ich verwirrt...

            Alles liebe

      (9) 08.11.18 - 06:53

      Sie ist dann aber nach Ablauf des Elterngeldes noch 4 Wochen krankenversichert. Und wenn sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellt, wird sie rĂŒckwirkend vom Amt versichert. Sie muss da nichts selbst zahlen.

      Ich hatte das nĂ€mlich bei meinem Sohn. Mein Vertrag lief aus und ich war dann 33 Tage arbeitslos. 30 Tage war ich noch versichert, da ich keine Leistungen vom Amt bezog, musste ich die Zeit zwar selbst zahlen, aber die Krankenkasse sagte mir, hĂ€tte ich 3 Tage frĂŒher in meinem neuen Job begonnen, dann hĂ€tte ich nichts zahlen mĂŒssen.

      • (10) 08.11.18 - 18:13

        Eigentlich sind das sechs Wochen Nachversicherungszeit. Aber die Krankenkasse ist die erste Stelle, die versucht, an BeitrÀge zu kommen, so schnell kann man gar nicht gucken.

        • (11) 09.11.18 - 09:05

          Ich musste nicht viel zahlen und mit Kleinkind hat man auch keine Lust auf Ärger 😅 aber gut zu wissen, falls man nochmal in so eine Situation kommen sollte, danke đŸ€—

    (12) 08.11.18 - 13:08

    "Mir wurde das ALG 1 nÀmlich bewilligt ohne eine Kinderbetreuung zu haben..:"

    Weil nicht darĂŒber gesprochen war oder wusste der Sachbearbeiter Bescheid?

    • (13) 08.11.18 - 18:10

      Es waren sogar mehrere Sachbearbeiter (Leistungsabteilung und Jobvermittlung) bei denen ich war, und alle haben danach gefragt und ich habe wahrheitsgemĂ€ĂŸ geantwortet. Denn ich wusste, dass diese Frage kommen wird. Man hat sich dann gewundert, dass ich trotz damals 10 Monate altem Kind Vollzeit arbeiten will und wollte mich davon abbringen.

(14) 08.11.18 - 06:46

Also erstmal: du bist nicht in Elternzeit, da du keinen laufenden Arbeitsvertrag hast.

Du kannst dich nach dem Elterngeld problemlos arbeitslos melden, wenn du dem Arbeitsmarkt zur VerfĂŒgung stehst.

Du bekommst ALG fĂŒr die Stunden, du dich zur VerfĂŒgung stellst, mĂŒssen min. 15/Woche sein.

(15) 08.11.18 - 10:04

Hallo,

da du jetzt "Zeit" hast, wĂŒrde ich dir raten dich schon mal arbeitssuchend zu melden. Nach meiner Erfahrung dauert es leider bis zum ErstgesprĂ€ch mit dem Arbeitsvermittler.

Ansonsten wurde schon viel zu den Voraussetzungen fĂŒr Alg I geschrieben. Bei uns braucht man einen schriftlichen Vertrag ĂŒber die Betreuungszeiten und danach bemisst sich dann auch das zu erwartende Geld.

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