Mutterschutz

    • (1) 09.11.18 - 16:18

      Arbeitet jemand von euch auch in der Altenpflege (stationär) ?
      Wenn ja wie ist es bei euch mit Mutterschutz, könnt ihr weiter Arbeiten oder habt ihr BV.

      • (2) 09.11.18 - 17:15

        Hey ... ich bin auch gerade in der Situation ... du bekommst vom Arzt eine Bestätigung das du schwanger bist . Damit gehst du AG und der beantragt sofort beim Betriebsarzt das Berufsverbot .... lieben Gruß

        • (3) 09.11.18 - 17:43

          Bei mir ist es eben nicht so.. war mit der Bescheinigung beim AG und dieser sagte zu mir er muss sich erst belesen und ist zu dem Entschluss gekommen das ich halt selbst aufpassen soll und es im Prinzip so weiter läuft wie bisher nicht zusätzlich geplant gar nichts.
          Fühle mich echt verar....t und ausgenutzt, es ist nicht so das ich nicht arbeiten will aber wenn dann mit denen Rechten die mir zu stehen ...

          • (4) 09.11.18 - 17:55

            Und ich weis jetzt nicht mehr weiter, da der Betriebsarzt zu mir sagte das er nicht dafür zuständig sei.
            Kann ich auch zu einem anderen Betriebsarzt gehen ?

    (8) 09.11.18 - 17:57

    Meibes Wissen muss der AG nit dir einen Gefährdungsbogen durchgehen. Da würden dann automatisch Tätigkeiten aufgeführt, die du nicht mehr mache darfst (z.B. schwer heben)
    Das würde ich so "einfach weiter arbeiten" nicht gelten lassen!

    https://m.baby-und-familie.de/Schwangerschaft/Mutterschutz-Was-Sie-wissen-muessen-108023.html#Welchen-Schutz-geniesse-ich-an-meinem-Arbeitsplatz

    (9) 09.11.18 - 18:01

    Also So lange der Arbeitgeber darüber nicht Bescheid weiß und sich belesen muss kann der Frauenarzt ein vorläufiges BV aussprechen bis das auf der Arbeit geklärt ist! Wenn dir der Arbeitgeber eine Arbeit ging wo das wohl von dir und Kind nicht gefährdet ist wie Büroarbeit dann kannst du weiter arbeiten! Wenn der Arbeitgeber dann alles geklärt hat und dir keine Arbeir geben kann die du ausführen darfst dann muss er dir ein BV aussprechen! Ich arbeite in der Krippe und habe nach meinen Blutergebnissen keine Immunität bei Cytomegalie und Ringelröteln gehabt und wurde sofort ins BV geschickt durch meinen Arbeitgeber! Ich würde nicht arbeiten solange es nicht geklärt ist was du machen darfst Bzw. Was nicht sprich mit deinem Arzt und er wird das BV aussprechen!

    (10) 09.11.18 - 18:24

    Juhu ich bin Krankenschwester auf einer inneren Abteilung, also Gastroentereologie vom feinsten...
    Mein Betriebsarzt ist mit mir die Gefährdungsbeurteilung durchgegangen und kam zum Entschluss ich könne arbeiten.
    -Nicht mehr als 5 kg heben
    - nicht mehr als 10 kg schieben
    - keinen Kontakt mit Isolationen
    - kein Kontakt mit Nadeln etc
    Und vor Exkrementen soll ich auch fern bleiben...
    Fazit:
    Ich bin zwar zusätzlich geplant was ja schonmal gut ist, aber ich fühl mich sowas von ausgenutzt von meinen Kollegen ( bin anscheinend die waschfrau für alle Patienten geworden und muss dann alle die, die gefüttert werden müssen auch noch betreuen) also nur arbeit auf die keiner Bock hat.
    Laut FA hab ich keine Risiko SS ( obwohl ich wie sich rausstellte eine frisch infizierte Toxoplasmose habe und Antibiotika nehmen muss)

    Mittlerweile ist es sehr schwer ins BV zu gehen ( zumindest in der Pflege wie ich finde)
    Was jedoch der AG definitiv machen muss, ist eine Gefährdungsbeurteilung mit dir durchgehen.
    Darauf würde ich an deiner Stelle pochen.
    Meine FA meinte wenn das der AG nicht tut könne man sich ans Gewerbeaufsichtsamt wenden
    LG marry mit Krümel inside 11+4

    • Ich verstehe das nicht. Solange du dich Patientenkontakt hast, kannst du dich dovh auch anstecken. Es wird doch nichts getestet in Deutschland bei der Aufnahme. Und jemanden waschen kann doch ziemlich körperlich anstrengend sein. Verstehe ich nicht.

      • Ja das Thema hatten wir auch, von wegen MRSA und Tuberkulose.. das ist auf meiner Station auch relativ häufig. Der Betriebsarzt sagte das erst nach mehreren Stunden des Umgangs mit dem Patienten eine Gefahr für mich besteht. Also ich soll zwar nicht in isozimmer, aber wenn sich doch plötzlich rausstelle das ein von mir seit Tagen betreuter Patient z.b. MRSA hat, seie das für mich bedenkenlos. Tja ich sehe das zwar anders aber gut. Neulich hatten wir ein v.a. Tuberkulose und ich bin auf Anraten meiner Stationsleitung und meiner Fa Zuhause geblieben. Der AG hielt davon überhaupt nix, sodass meine FA mir für den Zeitraum wo der Patient bei uns lag mich krankgeschrieben hat. Vom freistellen oder versetzen hält mein AG nämlich wenig.
        Alles irgendwie nicht ganz so einfach :(
        Ich hoffe für dich regelt es sich schnell und du hast nicht so ein Hick Hack...
        Wünsche dir alles gute
        Marry mit Krümel inside 11+5

        • Kontakt mit allen möglichen Bakterien etc kann man überall haben.

          • Das stimmt wohl, aber im Krankenhaus ist es dann doch eher geballt was da an keimen und Bakterien auf einen einprasselt.
            Zumindest auf einer Gastroentereologie kommen einige Erreger zusammen wie z.b. clostridien, Salmonellen, Noroviren, rota-& adenoviren und das ist nur ein kleiner Einblick.

Hey, hing bis heute Nachmittag auch in der Luft,weil von meinem AG nichts kam,nachdem ich bereits am Montag von der Schwangerschaft berichtet habe 😅 arbeite zwar nicht in der Altenpflege, aber in einer vollstationären Einrichtung für Menschen mit Behinderungen! Bei mir ist es so,dass ich nächste Woche einen Termin habe,wo ich mit dem Sicherheitsbeauftragten eine Gefährdungsbeurteilung erarbeite. Bis dahin wird darauf geachtet,dass alle im Muschg festgehaltenen Dinge eingehalten werden. Allerdings habe ich von mir aus gesagt,dass ich weiter arbeiten gehen möchte!!! Normalerweise ist es aber so,dass du, solange bis die Gefährdungsbeurteilung nicht geschrieben ist, freigestellt werden musst!

  • Mir hat meine PDL gesagt das sie noch die Gefährdungsbeurteilung schreibt und dann noch unterschreiben sollt.
    Das ganze kommt mir ziemlich komisch vor.

    • Hm, also denke schon,dass es auch normal ist,wenn die Beurteilung ohne dich geschrieben wird,aber da wir so viele Bereiche haben und er sich nicht in jedem Bereich gut auskennt bin ich halt dabei!!
      Der AG ist verpflichtet,die die Beurteilung vorzulegen!! Falls diese aber nicht korrekt geschrieben wurde kannst du dich beim zuständigen Aufsichtsamt beschweren!! Würde aber vorher immer erst mit dem AG selbst sprechen!!

(18) 09.11.18 - 20:59

Also:
Mutterschutz steht dir per Gesetz zu, 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt. Die Wochen vor der Geburt kannst du auf eigenen Antrag weiterarbeiten, die Wochen nach der Geburt ist es in Deutschland verboten! Das zum Mutterschutz.

Ein GANZ anderes Thema ist das Beschäftigungsverbot. Grundsätzlich kann dein AG immer erst handeln, wenn er von einer bestehenden Schwangerschaft erfährt. Im OPTIMALFALL (und seit diesem Jahr verpflichtend für ALLE Arbeitsplätze - egal ob Mann oder Frau) liegt eine Gefährdungsbeurteilung für die jeweilige Tätigkeit vor. In dieser muss der AG bereits jetzt (also bevor er von einer Schwangerschaft erfährt) beurteilen, welche Gefahren für den Arbeitnehmer bestehen und wie diese abgewendet werden können. Das gilt natürlich auch für eine Schwangere, sprich er muss beurteilen, ob die Tätigkeit durch eine Schwangere weiterhin voll oder nur eingeschränkt ausgeführt werden kann/darf. Z.b. Darf er eine Schwangere nicht mehr mit sog. CMR-Stoffen arbeiten lassen, da diese das Kind im Mutterleib schädigen können. Oder er darf eine Schwangere keinen Infektionen aussetzen oder schwerer als 10 kg bzw. regelmäßig 5 kg heben lassen. Ebenso gelten Arbeitszeitbegrenzungen.

Wenn er zu dem Schluss kommt, dass gewisse Tätigkeiten nicht mehr auszuführen sind, muss er sich überlegen, ob er der Schwangeren einen Teil dieser Tätigkeiten streicht (kein Umgang mit Stoffen, keine schweren Lasten geben, keine Nachtarbeit usw.) oder ob er ihr einen ganz anderen Arbeitsplatz geben muss (z.b. im Büro oder am Empfang). Er MUSS es geprüft haben. Erst wenn er feststellt, dass er der Schwangeren keinen schwangerschaftsgerechten Arbeitsplatz bieten kann, DARF er ein Beschäftigungsverbot aussprechen. Das kann ein Teil-BV sein, dass man einfach die Stunden reduziert oder nur wegreiße Tätigkeiten nicht mehr machen darf, oder er schickt die Arbeitnehmerin in das volle BV.

Der Arzt ist lediglich dann zuständig, wenn es um gesundheitliche Faktoren geht, die die Mutter oder das Kind schädigen können. Der Betriebsarzt spricht da lediglich eine Empfehlung aus, wenn es nur um die Arbeitsplatzbedingungen geht, das BV spricht trotzdem der AG aus.

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins dunkle bringen 😊

(19) 10.11.18 - 17:12

Ich arbeite in der Geronto Psychiatrie und habe kein BV.
Kenne kaum eine Kollegin die eines erhalten hat als sie schwanger war.
Es wird eine Gefährdungsbeurteilung gemacht und wenn daraus hervor geht das du weiter arbeiten kannst dann ist das nunmal so.
Mir ist echt schleierhaft warum hier so viele Pflegekräfte BV erhalten.Kann mir das nur so erklären das der Ag sich den Stress mit ständigen Au ersparen und will und lieber die durch BV frei gewordene Stelle durch eine nicht Schwangere ersetzt.
Ich bin jetzt in der 26.Woche und arbeite wie gesagt normal weiter seitdem ich meine SS geroutet habe.
Nur ohne Nd und ich darf nicht mehr als 10kg heben und nicht in ISO Zimmer.

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