Versicherungen

    • (1) 17.11.18 - 12:33

      Hallo,
      bei uns kommen gerade die Finanzen und dabei v.a. die Versichrungen auf den Prüfstand.
      Ein einziges Chaos: Mein Mann ist deutlich älter als ich, hat Versicherungen, die seine Eltern in den 70er Jahren für ihn abgeschlossen haben. Andere haben wir gemeinsam abgeschlossen. Für mich, für die Kinder... Manche sind im Lauf der Jahre von alleine teurer geworden...

      Deshalb meine Frage - hauptsächlich an 4-5köpfige Familien, die im Eigenheim wohnen.
      Damit sind wir doch ein Standart, den man gut vergleichen können müßte.

      Welche Versicherungen habt ihr?
      Für Euch/für Alle
      Für die Kinder
      Fürs Haus
      Autos lassen wir mal außen vor, das ist ein anderes Thema.

      Und: Habt ihr einen Überblick, welche Summe ihr dafür zahlt? monatlich oder jährlich?

      Bei uns:
      Ich habe den Eindruck, dass wir über 3000 Euro pro Jahr für Versicherungen ausgeben... Das kommt mir (zu)viel vor.
      Darin sind zwar auch teure Kinderinvaliditäts-Versicherungen, die wir uns leisten wollen. Aber auch Zusatzversicherungen für Homöopathie, die unsere Krankenkasse mittlerweile abdeckt, zumindest teilweise. Im Moment noch ein Chaos - ich verschaffe mir gerade einen Überblick, welche Vericherungen wir überhaupt haben.

      Aber bestimmt sind manche von Euch sortierter.

      Wie ist das bei Euch?

      LG!

      • Homöopathie ist esoterischer Unfug, da würde ich ÜBERHAUPT nichts für zahlen.


        Wir haben

        - Hausrat
        - Haftpflicht
        - Risikolebensvers. (2x) (wegen Haus & Kind)
        - Dienstunfähigkeitsvers. (2x)
        - Riester-Fondssparplan (2x)
        - Rechtsschutz (werde ich aber vermutlich kündigen, eigentlich überflüssig)
        - Kfz-Versicherung (2x)
        - private Rentenversicherung (ungefördert, 1x)





        Einen guten Überblick über Abbuchungen und wie oft usw. verschafft die App Finanzguru

        https://finanzguru.de/

      Ja, ich habe einen Überblick, wie viel ich für Versicherungen ausgebe.

      Ein Anfang um das herauszufinden, wäre:

      Kontoauszüge ansehen und eine Tabelle auf Papier anlegen

      Monat 1
      Versicherung A Betrag x
      Versicherung B Betrag y
      Versicherung C Betrag z
      usw.

      Monat 2
      das gleiche

      1. das für alle 12 Monate machen!
      2. pro Monat den Versicherungsgesamtbetrag ansehen
      - Vorsicht: manche Versicherungen werden nur einmal im Jahr bezahlt, deswegen für jeden Monat machen.

      3. Die Gesamtsummen der einzelnen Monate addieren
      - so habt ihr einen Jahreswert
      - wenn ihr das Ergebnis habt, könnt ihr es durch 12 teilen und erhaltet so einen Durchschnittswert.


      Und dann, wenn du weißt, was ihr wirklich ausgebt dafür, kannst du/könnt ihr die einzelnen Versicherungen ansehen. Welche Versicherung ist es?
      Falls ihr z.B. zwei Unfallversicherungen hättet, könntet ihr offensichtliche Doppelungen aufspüren.

      Im nächsten Schritt wäre dann, herauszufinden, wie sich die Versicherungen inhaltlich überschneiden. Damit würde ich aber nicht anfangen. Sondern wirklich zuerst mit den Beträgen, die ihr so bezahlt.

    • Haftpflicht
      Risikoleben (1x wegen Haus)
      Wohngebäude
      Hausrat
      Rechtschutz

      Ich wüsste nicht, was eine Kinderinvaliditätsversicherung bringen sollte. So wie das klingt, ist das etwas, was man höllisch bereut im Fall der Fälle. Meine Kinder sind jedenfalls schon schwer behindert und wir haben das nicht - wohlwissend, dass jedwede Gelder ohnehin nicht bei unseren Kindern ankommen würden. Informiere dich mal was im Fall der Fälle (denn dafür ist die Versicherung ja) passieren würde mit:
      - Krankenversicherung
      - Anspruch auf Kindergeld/ und natürlich der lebenslange Unterhaltsanspruch des Kindes
      - Leistungen der Eingliederungshilfe (und was man als Behinderter als Einkommen/Vermögen haben darf)
      So eine Versicherung würde ich mir schenken und das Geld lieber so ansparen für die Kinder. Im Fall der Fälle gibt es dann ein Behindertentestament, wo ganz genau festgelegt wird, was das betroffene Kind monatlich zu bekommen hat und wofür dieses Geld einzusetzen ist und wofür nicht. So übel es klingt, aber so hat das betroffene Kind die Möglichkeit in der beitragsfreien Familienversicherung zu bleiben, die notwendigen Hilfen werden vom Sozialamt übernommen über die Eingliederungshilfe (Teilhabe am gesellschaftlichen Leben), notwendige Umbauten in Wohnung/Haus oder Auto werden von Pflegekasse oder Eingliederungshilfe wenigstens teilweise bezahlt. Die Eltern können lebenslang Kindergeld beziehen, da das Kind kein nennenswertes Einkommen hat und sie ebenfalls lebenslang unterhaltspflichtig sind. So eine Versicherung blockiert dir einfach Vieles, auf was fun normalerweise Anspruch hättest in dem Fall. Es ist zwar super für die Solidargemeinschaft, wenn dein Kind den Steuerzahler z.B. 1000€ monatlich weniger kostet, letztendlich kann es das aber nicht für sich mehr ausgeben. Hier würde ich mich an deiner Stelle nochmal genau informieren und die Versicherung dann nochmal überdenken. Spiele einfach mal verschiedene Möglichkeiten durch und suche im Internet, wie sich die Ämter und Versicherungen bei entsprechenden Geldeingang verhalten und was sie fordern.

      • Ah, Danke, das ist ein spannender Aspekt. Gerade bei den Versicherungen hatten wir bisher das Gefühl, das wäre eine wichtige Sache... Das werden wir unbedingt prüfen.

        Betrifft das nicht auch Unfallversicherungen? Die würden doch im Zweifelsfall auch lebenslang zahlen...

        Wir werden da mal verschiedene Szenarien durchdenken.

        • UV zahlt einmalig. Rente nur, wenn dazugebucht

          Unfallversicherung ist auch voller Fallen.
          Eine schwerbehinderte Person ist in der Unfallversicherung nicht versicherbar. Mir ist keine einzige Versicherung bekannt, die Schwerbehinderte versichert. Ist die Behinderung erst später eingetreten, muss man lt. Versicherungsbedingungen die Behinderung umgehend melden. Das Gleiche gilt für Pflegebedürftigkeit. Sobald also der Fall der Fälle eintritt bedeutet das zwar eventuell eine Einmalzahlung der Unfallversicherung (je nachdem wann und wo das passiert ist), aber danach ist das Kind aus der Versicherung raus.

          Unbedingt Verträge genau lesen. Da hilft dir kein Vergleich hier im Forum. Wenn du irgendetwas abgesichert haben willst, informiere dich, was du in dem Fall brauchen würdest, wer sonst leisten würde (irgendjemand muss ja zahlen) und ob derjenige trotzdem zahlt.
          Renten sind Einkünfte. Nicht vergessen.

          • Hallo,
            ja klar, sobald wir Versicherungen ggf kündigen werden wir auch die Verträge von den Versicherungen prüfen, die wir behalten.

            Unfallversicherung haben wir für uns Erwachsene z.B. deshalb, weil wir keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Das ist in unserem Bereich einfach extrem schwierig bis unmöglich. Daher die Unfallversicherung, die auch eine lebenslange Rente zahlen würde - verbunden mit der Hoffnung, dass wir a) nie invalide werden und b) wenn doch, dann bitte durch Unfall...

            Für die Kinder haben wir so etwas ähnliches. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass einem im Fall der Fälle staatliche Leistungen entgehen könnten...

            Mit ging es bei der Frage hier eher darum, welche Versicherungen andere Familien haben:
            Krankenzusatzversicherung scheint selten zu sein - ich halte unsere auch für überflüssig.
            Unfallversicherung müssen wir wohl noch mal genau prüfen - für uns Erwachsene wird sie auf jeden Fall bleiben.
            Irgendeine gravierende Versicherungslücke scheinen wir nicht zu haben - eher zuviel als zuwenig.
            Mich überrascht, dass doch viele eine Hausratversicherung haben. Die hätte ich - außer für unsere Instrumente - eher als überflüssig erachtet: so teure Möbel haben wir nicht, selbst bei einem Komplettverlust könnten wir das finanziell auffangen. Da würde ich lieber eine Rücklage in entsprechender Höhe beiseite legen. Außer, wie gesagt für die Instrumente. Aber da das doch die meisten haben, werden wir das jetzt nicht so "leichtfertig" kündigen.

            Wobei ich es ohnehin schwieriger finde (emotional gesehen) eine Versicherung zu kündigen, als eine neue abzuschließen. Aber vielleicht ist genau das unser Problem.

            • Es geht bei Hausrat nicht um die Möbel. Möbel sind billig im Vergleich zu dem, was in den Möbeln drin ist. Überlege mal, wie du eventuell stöhnst, wenn du alle halben Jahre die Kinder neu einkleiden musst. Nun stell dir vor wie es ist, wenn du nicht nur die Kinder, sondern auch noch dich und deinen Mann komplett neu einkleiden musst. Dazu tausende Euros für Spielzeug, was sich mittlerweile so angesammelt hat - Kinder in dem Alter spielen ja nicht mehr mit einer Babyrassel. Mein Sohn will jetzt einen 3D-Drucker...gut, er kauft das zumindest teilweise selbst, aber trotzdem ist es teuer, wenn es neu gekauft werden muss. Brille, falls ihr Brillenträger seid, ist ein typischer Fall für die Hausrat.
              Ich würde lieber die Instrumente (ok, habe aber nur 3 verhältnismäßig „preiswerte“) selbst neu anschaffen, als den kompletten Hausrat.

    Gebäudeversicherung
    Hausrat+Haftpflicht
    2 Autos jeweils Haftpflicht

    ich selbstständig = private Rentenversicherung
    Frau angestellt = BU/Rente
    Frau angestellt= Rechtsschutz Beruf

    Hallo,

    Wir haben
    Rechtsschutzversicherung , Haftpflichtversicherung, tierhaftpflichtversicherung, Unfallversicherung für alle 5!,
    Hausratversicherung,
    Wohngebäudeversicherung,
    Schutzbrief,
    2x Vollkaskoversicherung Auto
    Risikolebensversicherung

    Ganz schön viel.... aber meiner Meinung nach alle notwendig!

    Lg

    • Hallo,
      das klingt nach einer vernünftigen Zusammenstellung, Danke!

      • Was istceine kinderindividualitätsversicherung?

        Ich würde die Zusatzversicherung für Homöopathie kündigen....uchvhalte im allgemeinen nichts von Zusatzversicherungen....

        • Kinder-Invaliditäts-Versicherung ;-)
          Die hängt bei uns mit der Unfallversicherung zusammen und würde im Falle von Invalidität eine lebenslange Rente zahlen. Quasi wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung aber bevor ein Beruf überhaupt da ist.

          • Ah ok

            Die ist bei uns in der Unfallversicherung drin.
            Extra kostet es bestimmt eine Menge....

            Ich habe die aber eher niedrig. Finde eine Einmalzahlung um die Lebensumstände anzupassen wichtiger....zumal man nie weiß was wirklich ausgezahlt wird.

            Lg

            Unfallversicherung und Kinder­invaliditäts­versicherung kann mMn beides weg.
            Der Unfallteil wird teuer sein.

            Eine solo Kinder­invaliditäts­versicherung kann Sinn machen und gibt es für kleines Geld.

            Sortiert mal einfach die Risiken.
            Eine Versicherung soll Risiken abdecken, die die Existenz gefährden.
            Allgemein versichern wir in Deutschland viel zu viel Sachwerte und viel zu wenig die Personenschäden, dabei bedeutet letzteres oft den wirtschaftlichen Ruin.

            Stichwort Berufsunfähigkeit oder Tod des Partners als Hauptverdiener.

            Es macht keinen Sinn hier Versicherungen aufzuzahlen, ohne eure Lebensumstände näher zu kennen.

            Berufsunfähigkeit (bekommt nicht jeder)
            Risikolebensversicherung (braucht nicht jeder)
            Riestern mit gutem Produkt (will nicht jeder)
            priv. Haftpflichtversicherung (unstrittig, MUSS man haben)
            gesetzliche Krankenversicherung/Familienversicherung
            Auslandsreisekrankenversicherung für die ganze Familie
            Wohngebäudeversicherung (Sturm, Brand, Elementarschäden)

            Luxus:
            Hausratversicherung
            Rechtsschutzversicherung ... könnte man auch als sinnlos bezeichnen

            Produkte die man prüfen/kündigen sollte
            fondsgebundenen Rentenversicherungen
            Glasbruchversicherung
            Sterbegeldversicherung
            Ausbildungsversicherung
            Krankenhaustagegeldversicherung
            Insassenunfallversicherung

            https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Das-sind-die-zehn-sinnlosesten-Versicherungen-Deutschlands-id24833701.html

        Die Zusatzversicherung habe ich auch auf dem Kieker ;-)
        Die stammt aus der Zeit, als mein Mann aus der privaten Familienversicherung seiner Eltern in die gesetzliche KK gewechselt ist. Die hat einen Baustein Homöopathie, der ihm damals wichtig war. Außerdem Chefarztbehandlung und Zweibettzimmer im KH. Da es heute aber fast nur noch Zwei- und Dreibettzimmer gibt und man ein Zweibettzimmer sowieso nur kriegt wenn eins frei ist finde ich, die kann weg.

Man sollte die Risiken absichern, die einen finanziell umwerfen können. Dies kann auch durchaus der Totalschaden am PKW sein. In dem Fall wäre eine Vollkaskoversicherung unumgänglich. Wenn man sich ein Auto aus vorhandenem Guthaben leisten kann oder will, dann ist die Vollkaskoversicherung wiederum nicht so wichtig.

Ansonsten halte ich persönlich für unabdingbar:

- private Haftpflichtversicherung
- Pflegeversicherung (für jedes Familienmitglied)
- Krankentagegeld ab dem 48. Krankheitstag
- Absicherung des Einkommens, am besten natürlich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung
- Hinterbliebenenabsicherung (RisikoLV oder ähnliches) sofern Familie vorhanden

Wenn dann noch Geld "übrig" ist stehen Altersvorsorge, Unfallversicherung, Zahnzusatzversicherung usw. am Zettel. Wobei die Altersvorsorge (in welcher Form auch immer) davon die Priorität haben sollte.

Sofern eine Immobilie vorhanden ist muss diese selbstverständlich auch entsprechend abgesichert sein. Dies alleine kann schnell ein paar 100 € kosten. Hier ist unbedingt auf die korrekte Angabe der Wohnfläche zu achten, da sonst im Schadenfall eine Unterversicherung angerechnet wird.

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