Was kann ich als Gehaltswunsch verlangen?

    • (1) 20.11.18 - 12:58

      Hallo.
      Ich habe eine sehr interessante Stelle gefunden. Der Chef möchte eine Bewerbung mit Gehaltsvorstellung.
      Ist 20 Stunden bei einem gut gestellten Handwerker im Büro. Also quasi alleinige Büroverantwortung.
      Falls es hilft, in Ba-wü....
      Meine letzte Vollzeitstelle war mit 2800 brutto bezahlt. Ist 1400 bis 1500 brutto zu hoch, oder zu niedrig oder gerade richtig?
      Ich hatte bisher nur Verhandlungen im direkten Gespräch, will ja nicht verschrecken. Nicht dass er vom Stuhl fällt, aber aucb nicht dass er gleich jubelt....#schein

      Habe Fachabitur und fast 20 Jahre erfahrung in drei verschiedenen Büros.
      Im Moment bin ich in ungekündigter Stellung als Minijob, den ich nicht aufstocken möchte, da die Bezahlung beim aktuellen AG total schlecht ist.

      Soweit die Daten.... was würdet ihr verlangen....?

      • (2) 20.11.18 - 13:00

        Für Norddeutschland wäre das viel zu hoch.

        (3) 20.11.18 - 14:31

        Ich fände das angemessen. (aber ich beurteile aus Konzernsicht, allerdings im Osten)

        Die Frage ist aber auch für was bist du bereit zu arbeiten? Ich finde weniger lohnt gar nicht, sonst ist es nur Taschengeld.

        Ich finde es ist eine gesunde Verhandlungsbasis, damit solltest du aber auch rechnen, dass er durchaus auch noch nach unten korrigiert.

        • (4) 21.11.18 - 20:58

          Naja....lohnt gar nicht ist ja völliger Quatsch. Die TE hat ca 18€ Stundenlohn mit 1500€/Monat aufgerufen. Für eine einfache Büroarbeit in nem kleinen Betrieb ist das sehr viel. Vollzeit wären das 3000€. Wie kommst du darauf, dass das nicht lohnt?

          • (5) 21.11.18 - 21:04

            Möglicherweise setze ich da falsch an...
            Die Frage die ich mir stelle ist, was bleibt übrig, wofür braucht sie das Geld.
            Soll es lediglich ein Einstieg sein, gebe ich dir recht. Sollte damit aber was gerissen werden, ist ja doch egal was es Vollzeit wäre, wichtig ist, was bringt es mit 20h netto.
            Ich stelle mir den Job zudem nicht als einfache Bürotätigkeit vor, wenn sie das Backoffice allein schmeißt.

            • (6) 21.11.18 - 21:13

              ich glaube, Du hast nur keine Ahnung von Stundenlöhnen.
              Ich bin Juristin und verdiene ganz gut. Aber eine Freundin ist PTA und verdient 1800€ bei 40 Stunden. Weil die Branche nichts anderes hergibt.
              Floristen verdienen fast nix.
              Und bürokauffrauen eben auch nicht.
              Da kann man dann darüber senieren dass das nicht schön ist , aber es hilft nix: nicht jeder Job wird super bezahlt . Und da ist auch nicht die Frage, wozu sie das Geld braucht wichtig. Sondern: was zahlt man dieser Frau mit dieser Qualifikation. Wie du gelesen hast , hat sie 2800€ beutto verdient Vollzeit. Da sind 1500€ brutto Teilzeit schon eine ordentliche Gehaltssteigerung

              "Ich stelle mir den Job zudem nicht als einfache Bürotätigkeit vor, wenn sie das Backoffice allein schmeißt."
              Da die meisten kleinen Handwerker das Backoffice sogar selbst machen , ist es auch nicht soooo anspruchsvoll. Sie wird nicht bei Goldman Sachs Aktienpakete schnüren.

              • (7) 21.11.18 - 21:16

                Es geht hier um eine Vorstellung bei der Bewerbung. Wenn es im Endeffekt 1400€ sind, ist es das Geld was sie vorher auch hatte.
                Aber ich streite mich nicht mit dir.
                Meinetwegen habe ich keine Ahnung.

                • (8) 21.11.18 - 21:22

                  Nein es geht darum, dass Du 1500€ Oder 1400 € als mindest Gehalt ansetzt (alles darunter ist Taschengeld) und so tust, als sei es ernsthaft möglich , dass sie mit 20 Stunden wirklich mehr verdient.

                  Das ist schon irgendwie frech. Vor allem diesen genannten Frauen (PTA, Floristen etc) gegenüber die für deutlich weniger arbeiten, also für höchstens ein Taschengeld. Und trotzdem arbeiten und nicht einfach Hartz 4 beziehen sondern sogar noch steuern und Sozialversicherung zahlen. Die Jungs und Mädels die am Fließband stehen oder Fenster putzen für den Mindestlohn. Mithin knapp 10€ Weniger als die TE veranschlagt und damit unfassbar geringes Taschengeld in Deinen Augen. Ich weiß nicht was Du bei der Bahn verdienst, aber es sind sicher keine Millionen. Ich frag mich daher, woher diese Einstellung kommt

                  • (9) 21.11.18 - 21:28

                    Okay, ich verstehe.
                    Ich wollte niemanden hier klein reden!
                    Was ich verdiene ist unerheblich, weil ich eben nach akademischem Beruf bezahlt werden und damit nicht vergleichen will und kann.
                    Und das darf man auch sonst nicht. Wer Florist wird oder Friseur oder oder oder, der weiß von vorneherein, dass er im Angestelltenverhältnis nicht reicht wird!

                    Aber mit „Taschengeld“ wollte ich niemanden beleidigen. Du hast recht, was doof formuliert.

      (10) 20.11.18 - 14:45

      Handwerksbetrieb ... also kleine "Bude".
      Mach die Bewerbung fertig und schreib eine Zahl rein.

      Die 1500,- wären mMn Oberkante.

      Wenn Du jetzt deutlich schlechter bezahlt bist, würde ich etwas weniger rein schreiben und im Gespräch z.B. über die Schiene Weihnachtsgeld / Urlaubsgeld gehen, wenn Du merkst, dass die Zahl nicht far away war.

      Auch solltest Du die Bewerbung persönlich beim Chef abgeben und zu verstehen geben, dass Geld nicht alles ist, Du dir bei der Nennung der Gehaltsvorstellung "unsicher" warst und Du für die Position angemessen bezahlt werden möchtest.

      • (11) 20.11.18 - 16:22

        Oh das ist ja gruselig! Wie kann man solche Tipps geben?
        @TE: nein bitte tu das nicht, lauf nicht persönlich dort hin und erkläre, dass Geld nicht alles ist und du dir da ja so unsicher bist!
        Dann kann man auch gleich sagen, man will gerne umsonst arbeiten und ausgenutzt werden..

        • (12) 21.11.18 - 09:20

          Bitte sinn erfassend lesen. #danke

          Es ist üblich in kleinen Betrieben die Bewerbung persönlich abzugeben.
          Natürlich sagt sie nicht wörtlich, "Geld ist mir egal" ... Sie kann aber durch die Blume zu verstehen geben, dass es ihr um die Stelle geht, aus dem Minijob raus in die Teilzeit und dass sie "für die Position angemessen bezahlt werden möchtest."

          Es ist offensichtlich, dass Sie beim Gehalt unsicher ist ... das merkt der Chef eh nach 3 Worten im Bewerbungsgespräch, wenn das zum Thema wird. Was ist so schlimm daran? Wenn es ihr zu wenig ist, kann sie ablehnen und Chef muss nachlegen oder man kommt eben nicht zusammen.

          • (13) 21.11.18 - 09:30

            Ja und genau das sind keine guten Tipps! So verhält man sich nicht, wenn man Erfolg haben möchte.

            • (14) 21.11.18 - 11:51

              Mmh, definiere Erfolg.
              Von Minijob auf Teilzeit wechseln würde ich als Erfolg verbuchen.

              • (15) 21.11.18 - 14:24

                Das heißt, für Dich ist die bloße Steigerung der Arbeitszeit schon ein Erfolg? #kratz
                Also ich würde definitiv nicht von einem halbwegs gut bezahlten Minijob in einen schlecht bezahlten TZ-Job wechseln! #zitter

                • (16) 21.11.18 - 15:03

                  Du verdrehst da etwas die Realität ....

                  Ich kann auch schon 3*7 rechnen ... sie schreibt, dass der Minijob schlecht bezahlt ist und aufstocken nicht möglich ist bzw. eben wegen der schlechten Bezahlung von ihr nicht gewollt ist.

                  "Im Moment bin ich in ungekündigter Stellung als Minijob, den ich nicht aufstocken möchte, da die Bezahlung beim aktuellen AG total schlecht ist."

                  Ja, da ist ein Teilzeitjob, der vielleicht nicht TOP bezahlt wird, aber besser bezahlt wird in jedem Fall dann eine Verbesserung.

                  Wir gehen aber beide nicht hin zum Chef und schreiben auch nicht die Bewerbung.
                  Die TS wird das Beste für sich raus ziehen, denn es ist Ihr Ziel einen neuen AG zu finden. ;-)

                  Der TS wünsche ich daher viel Erfolg und Dir eine schöne Zeit.

      (18) 20.11.18 - 16:43

      Auf gar keinen Fall sagen, dass man beim Gehalt unsicher ist. Das ist doch direkt das Signal für den Arbeitgeber herunter zuhanden

      • (19) 21.11.18 - 09:22

        Siehe oben.
        Wo steht, dass sie da mitgehen muss?

        Was ist denn Dein konkreter Vorschlag?
        Nenne doch mal eine Zahl!

        Nein nein, mache es bloß nicht so, aber selbst nix besseres liefern ... irgendwie blöd oder?

(20) 20.11.18 - 15:44

Also bei uns in der Gegend geht es den Handwerksbetrieben sehr gut. Und gerade deshalb ist es für diese Betriebe auch wichtig, eine fähige Kraft im Büro zu haben.
Ich finde, eine gute Kraft muss auch im Handwerksbetrieb gut bezahlt werden und deine 1500€ finde ich nicht zu hoch. Und ganz ehrlich, wenn es nachher an 100 oder 200 Euro im Monat scheitert die der AG nicht zahlen möchte, ist es auch nicht der Richtige.

(21) 20.11.18 - 16:25

Ich finde das angemessen und logischerweise ist das noch keine Gehaltsverhandlung, sondern man soll nur einen ungefähren Wert angeben. Auch wenn du 200€ über Budget liegst, wird er dich deswegen nicht gleich ausladen, wenn sonst alles passt. Die richtige Gehaltsverhandlung kommt doch dann erst im Gespräch!

(22) 20.11.18 - 16:54

Hallo,

setze lieber etwas zu hoch an. Sich runter handeln lassen geht immer!

(23) 20.11.18 - 17:52

Ich persönlich würde immer ein Jahresgehalt angeben. Da wären dann Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, evtl Prämien inkludiert und man kann verhandeln..

  • Habe ich auch so gelernt, gefühlt ist das der Verhandlungsapielraum besser.

    • (25) 20.11.18 - 22:07

      Jahresgehalt ist eine super Idee. Danke.
      Ich denke ich bleibe bei meiner Zahl. Die Firma ist gross und gut aufgestellt.
      Habe heute nachmittag ein Vorstellungsgespräch gehabt. Für 15 Stunden bei der Stadt wurden mir 1050 Euro geboten. Da lieg ich wohl nicht soo schlecht.

      Danke nochmal an euch alle#herzlich

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