Umgang mit anzüglichkeiten

    • (1) 24.11.18 - 13:44

      Bei einer Freundin im Betrieb gibt es einen Kollegen der tendenziell anzüglich ist.

      So wie sie berichtet fallen olgende Sätze/Worte: süße, püppi, schatzl, etc
      "Jetzt müsst ihr eure knackärsche mal in Bewegung bringen"...

      Ich habe meine Freundin gefragt, was passiert wenn man ihn da maßregelt, hinweist...

      Er fragt dann wohl in wiefern das denn anzügkich wäre.

      Sprich:
      Sie: " Entschuldigung, ich finde das nicht gut, wenn Sie so mit mir oder anderen reden"
      Er:" warum?
      Sie:" es ist anzüglich"
      Er:" was genau?"
      Sie: " naja es ist halt Grenzüberschreitend."
      Er : " was genau ?"
      Sie:" naja Knackarsch sagt man halt nicht
      Er:" warum? Das müssen Sie mir genauer erklären"..

      Und so weiter...
      Er drängt die Leute da in die Ecke.

      Und ich weiß auch nicht was er mit der Fragerei bezweckt.

      Zur Chefin will sie nicht gehen und die Kollegen auch nicht

      • (2) 24.11.18 - 14:01

        Was ist jetzt deine Frage?

        • (3) 24.11.18 - 14:05

          Also wenn deine Frage ist, wie ich damit umgehen würde: gar nicht!
          Wenn besagter Kollege auf mein Bitten, das zu unterlassen, nicht reagiert, würde ich entsprechend auf seine Anzüglichkeiten nicht mehr reagieren. Fertig. 🤷‍♀️ wenn seine Eltern bei der Erziehung versagt haben, muss man eben ein bisschen nachhelfen...

            • (5) 25.11.18 - 00:32

              Es geht nicht darum, nichts zu sagen. Sondern darum, EINMAL was zu sagen und das sehr bestimmt und deutlich. Und auf weitere Diskussionen bzw. Sprüche nicht zu reagieren und somit auch keine Angriffsfläche zu bieten. Damit meine ich nicht, dass man so ein Verhalten ignorieren sollte, sondern dass man tatsächlich nicht reagiert. Also so tut, als wäre man überhaupt nicht angesprochen worden. Denn nur wenn man auf sowas reagiert, bekommt der Gegenüber Feedback. Wenn mich aber jemand „Mäuschen“ oder „Schätzchen“ nennt, fühle ich mich nicht angesprochen und reagiere dementsprechend nicht. Dann wird es dem anderen ganz schnell (dem einen mehr dem anderen weniger schnell) zu langweilig 🤷‍♀️

              Also wenn deine Freundin der Meinung ist, sie will nicht zum Chef und sich auch ansonsten argumentativ nicht wehren kann, dann wird ihr nur noch die oben genannte Alternative bleiben. Und verletzen tut es einen nur, wenn es einen berührt. Das sollte sie ganz schnell abstellen, denn ich fände so ein Verhalten lediglich lächerlich, aber ganz gewiss nicht verletzend. Zudem hast du ja schon von den anderen Usern hier gute Tipps bekommen 😉

        (6) 24.11.18 - 14:06

        Ich Frage mich, was ein Mensch mit diesen Gegenfragen bezweckt.

        Und was man ggf contern könnte.

        • Deine Freundin ist von Anfang an zu zögerlich, und mit diesen Sprüchen nutzt er ihre Unsicherheit aus und macht sich noch größer. Es geht ja bei Anreden wie "Schätzchen" nicht darum, dass man denjenigen besonders mag, sondern im Betrieb macht man die Kollegen damit KLEIN. Er muss permanent seine Dominanz markieren, sich wichtig machen, und fühlt sich besonders wohl, wenn sich die Kolleginnen nicht mehr wohl fühlen.

          Damit ist jede dieser Diskussionen erst recht toll für ihn, weil er damit nicht nur die Beschwere abwürgt, sondern die Mädels erst recht als dumme kleine Mäuschen hinstellen kann. Und die machen das auch noch bereitwillig mit.

          Weißt Du, bei mir würde sich das kein Kollege trauen, weil ich einfach ein anderes Auftreten habe.

        (9) 24.11.18 - 16:14

        Ich Frage mich, was ein Mensch mit diesen Gegenfragen bezweckt.
        Und was man ggf contern könnte.

        Mit solchen Gegenfragen läßt man das Gegenüber auflaufen, wenn man keine verbindliche Antwort geben will. Das ist ein ganz bekanntes Muster, wie man Kritiker zum Schweigen bringt. Man fragt so lange dumm nach, bis dem anderen nichts mehr einfällt und sich das ganze im Sande verläuft.

        Man kontert, indem man gar nicht auf Gegenfragen eingeht.

        "Ich bin nicht ihre Süße! Ich verbitte mir diese Anrede!" ist auch eine gute Reaktion.

        Aber man sollte dann auch Abstand von dem Typen halten und ihn nicht allzu sehr in vertrauliche Runden einbeziehen.

(10) 24.11.18 - 14:08

Sie: " Entschuldigung, ich finde das nicht gut, wenn Sie so mit mir oder anderen reden"

Für diesen Satz muss man sich in keinster Weise entschuldigen! Das Entschuldigung in der Einleitung ist ein Fehler! Damit schwächt man das ab, was kommt.
Bitte drückt das klar und deutlich aus.

"Herr Müller, ich möchte nicht, dass Sie mich so anreden! Ich heiße Frau Maier, und so möchte ich von Ihnen angeredet werden."

Wenn er dann sagt, "warum?" dann sagt man "Das muss ich Ihnen nicht weiter erläutern!"

Und dann muss man bei jedem Ausrutscher "stopp!" sagen.
"Wenn Sie damit nicht aufhören, werde ich mich bei Ihrer Chefin beschweren müssen."

(11) 24.11.18 - 15:26

Hallo!

Die Freundin geht ja von Anfang an in die Defensive, wenn sie sich dafür entschuldigt, dass er ein Chauvi ist.

Das ist die falsche Herangehensweise. Nicht warten, bis es wieder passiert, sondern Gespräch suchen, mit Zeugen, gerne dem Betriebsrat wenn es einen gibt, und aktiv sagen "Hören Sie auf, mich mit Kosenamen anzusprechen, ich bin nicht Ihre Süße, und ich will auch keine Kommentare zu irgendwelchen Körperteilen mehr von Ihnen hören".

Wenn er anfängt zu diskutieren, dann sagen "das muss ich nicht erklären", bei weiteren Diskussionsversuchen: "das können wir gerne mit der Chefin besprechen, wie die diese Wortwahl einordnet"

Wahrscheinlich reicht schon die Drohung, mit der Chefin zu reden. Die ist schließlich auch eine Frau.

(12) 24.11.18 - 20:56

Will nicht zum Chef gehen? Dann sorry - Pech gehabt

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