Hemmungen wegen Beschäftigungsverbotes - Rat?

    • (1) 25.11.18 - 21:58

      Guten Abend!
      Ich hab gestern erst positiv getestet und mir schwirrt schon ein bisschen der Kopf.
      Ich arbeite mit geistig beeinträchtigten Jugendlichen und kenne es so, dass man, sobald man seine Schwangerschaft bei dem Vorgesetzten meldet, gleich ins Beschäftigungsverbot geht. Jetzt hab ich grad erst im August meine Stelle angetreten und schon oft wegen Krankheit gefehlt. Ich hab so in schlechtes Gewissen, jetzt direkt raus zu gehen! Auf der anderen Seite soll aus diesem Zellhaufen in meinem Bauch ein gesunder Mensch werden. War/Ist jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir da einen Rat geben? Ich hab halt in drei Wochen eh Urlaub und danach wäre ich über die 12. Woche hinaus. Soll ich es lieber erst dann sagen? Danke schon mal im Voraus!

      • Ich hab auch bis zur 12. Woche gewartet.

        Sag es gleich, bzw nach der Bestätigung vom Frauenarzt. Ich bin Erzieherin und hätte am Montag meine neue Stelle angetreten, bin jedoch jetzt auch schwanger und hab leider ein bv bis zur 20. Woche bekommen. Es ist immer blöd aber besser mit offenen Karten zu spielen und sich nicht jeden Tag um das Wohl seines Kindes zu sorgen 🍀auch der Arbeitgeber ist froh, zu wissen woran er ist und würde sich natürlich große Vorwürfe machen wenn etwas passieren würde

        Huhu liebes
        Ich habe mit u3 Kinder gearbeitet und das beschäfigungsverbot wird dort genauso gehandhabt wie bei dir.
        Ich hatte panische Angst vor einer fehlgeburt und wie dann wohl meinen Arbeitgeber mit mir umgeht. Ich habe nochmal Rücksprache mit meiner Ärztin gehalten und ihr meine Sorge geschildert. Ich habe aber auch gesagt das ich finde das in vielen Bereichen übertrieben wird sobald man schwanger ist. Sie bestätigte meine Meinung und sagte auch das sie den Trend zum beschäfigungsverbot völlig Quatsch fibdet. Der Arbeitgeber möchte sich zu 100% absichern.
        Lange Rede kurzer sinn. Ich bin bis zur 12ssw arbeiten gegangen und habe dabei natürlich auf mich geachtet.
        Letztendlich musst du das für dich und dein Gefühl selber entscheiden.
        Liebe grüsse

      • wenn die Arbeit nicht körperlich anstrengend ist/ du nicht an deine Grenzen kommst; würde ich bis nach deinem Urlaub warten...aber warum bekommen die anderen gleich bv? ist die Arbeit gefährlich?

        • Hey! Danke für deine Antwort. Die Arbeit ist nicht per se gefährlich. Es kann halt immer mal dazu kommen, dass ein Klient fremdaggressiv ist. Und da hab ich grad so eine am Wickel. Und heben gehört eben auch oft dazu.

      Erstmal. Herzlichen Glückwunsch:-)

      Sag es doch einfach. Durch das Beschäftigungsverbot entstehen deinem Arbeitgeber keine Kosten!!! Die Krankenkasse übernimmt die Lohnfortzahlung. Dafür gibt es Reglungen.
      Und du sparst dir deinen Uralub auf!

      • das stimmt nicht.auch ich habe bv ubd der ag muss 100% zahken, nur im muttterschutz beteilgt sich die kk mit gerade nal 13 Euro pro tag, den rest muss auch hier der ag aufstocken...

        • Nop. Das Geld wird dir zwar vom Arbeitgeber überwiesen aber der holt es sich an andere Stelle wieder.

          • (10) 25.11.18 - 23:10

            echt jetzt? und von wem holt er es sich wieder? von der kk?

            • also muss nur im mutterschutz der ag mein gehalt anteilig bezahlen und im bv holt er sich 100% zurück??? und ich hatte immer ein schlechtes Gefühl meinem chef gegenüber...anscheinend unbegründet...

              • (12) 25.11.18 - 23:20

                Hättest du nicht haben müssen ;-)

                Ich kann das auch nicht haarklein erklären.(lasse mir da gerne von jemandem helfen ;-) )
                Es handelt sich dabei um sowas wie eine zusätzliche Versicherung. Der Chef/ Arbeigeber hat dadurch keinen Nachteil.

                Es wird weiterhin von ihm überwiesen aber er bekommt es zurück.

                • (13) 26.11.18 - 07:20

                  "Arbeitgeber hat dadurch keinen Nachteil."

                  Sowas können nur absolute Laien von sich geben.
                  Der Chef hat natürlich Nachteile vom Beschäftigungsverbot. Er bekommt nur die regelmäßig gezahlten Gehälter zurück, nicht aber Einmalzahlungen und das was der in der Zeit angehäufte Urlaub später noch kosten wird. Er muss die Stelle auf ungewisse Zeit freihalten und gleichzeitig für Ersatz sorgen, und das meist ganz kurz, von jetzt auf gleich.

                  Allein was die Erstattung betrifft, bleibt er auf mindestens 10% der Kosten sitzen.

              Der AG holt sich dein Gehalt übers Umlageverfahren zurück, Krankenkasse ist nur auszahlende Stelle. In die Umlageversicherung muss jeder AG einzahlen.

              Ebenso kann er sich den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zurück holen. :-)

      (15) 25.11.18 - 23:10

      Bist du dir da sicher?
      Meine kk übernimmt das.

      Im Mutterschutz ist das nochmal was anderes aber beim BV hat der Ag die Möglichkeit für dich so Ersatz einzustellen .

      (16) 26.11.18 - 01:15

      Hey, im BV bekommst du deine Lohnfortzahlung von deinem Chef, und dein Chef holt sich das Geld von der Krankenkasse zurück, um ersatz für dich zu holen. Im Mutterschutz hast du recht mit den zahlungen vom ag und der kk. Brauchst kein schlechtes gefühl haben - genieß deine ss #herzlich

Ich persönlich würde die ss bekannt geben, damit das MuSchu gesetz sofort greifen kann. Man macht sich leider immer zuviele gedanken was der AG dabei denken könnte, aber für ihn ist es dann auch einfacher :)

Lg

Alle Arbeitgeber zahlen in die Umlagekasse 2 ein, wo sie sich im Falle eines BVs zB die Lohnkosten erstatten lassen können. Allerdings eben nicht zu 100%, aber zu einem sehr hohen Anteil. Wenn du dir dadurch Urlaub ansparst, wird das nämlich nicht vergütet.
Auch dass jemand von heute auf morgen langfristig ausfällt, ist natürlich ungünstig für den Arbeitgeber. Das vergessen viele im BV.

Andererseits arbeite ich ja genau deswegen als Angestellte, damit ich da abgesichert bin.

Ich arbeite auch als Lehrerin mit geistig behinderten Kindern und da ich einen Schutz gegen CMV hatte, habe ich kein Beschäftigungsverbot bekommen- ich wüsste gar nicht warum...
Habe es in der 12. Woche meinem Chef gesagt und nach und nach den Kollegen.
Für mich war es perfekt so und ich war so froh.
Lass dich doch von deiner Ärztin auf die Titter untersuchen und dann kannst du weitersehen.
Ich finde es übertrieben, aus „Prinzip“ gleich ins BV zu gehen.
Zur Not kann man ja auch einzelne Kollegen informieren, die einen im Fall der Fälle unterstützen oder gewisse Arbeiten abnehmen.
Alles Gute und eine schöne SS!:)
Lg

  • Hey! Danke für deine Antwort. Genau, ich lass mich auch auf CMV Antikörper untersuchen.
    Hast du keine Schüler, die fremdgefährdendes Verhalten zeigen? Ich hab schon ein Kind und bin bei der Schwangerschaft sowohl wegen CMV als auch wegen möglichen Fremdaggressionen raus gewesen. Da gabs dann allerdings die Möglichkeit, in den Innendienst zu gehen. Ich weiß nicht, ob das hier jetzt auch geht, da ich das Bundesland gewechselt hab.

    • Hallo,
      Doch einen Schüler mit Down Syndrom habe ich tatsächlich, der körperlich eher anstrengend ist.
      Aber vor
      Gewalt usw habe ich keine Angst.
      Ich habe meine Kollegin eingeweiht, seither habe ich immer Unterstützung.
      Ich finde es gibt nichts schlimmeres als ein BV, wenn die Kolleginnen in der 4./ 5. SSW aus dem Verkehr gezogen werden.
      Und dann kommen sie teilweise nach kurzer Zeit wieder zurück,
      Falls es doch zur Fehlgeburt kam. Da habe ich es lieber für mich behalten die ersten 12 Wochen und bin arbeiten gegangen. Es hat
      Mir auch gut getan.
      Alles liebe für dich!

      • Danke dir! Ja, davor habe ich eben auch n bisschen Angst. Also, Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen. Und am Ende sind es nur noch vierzehn Arbeitstage für mich bis zum Urlaub.
        Ich wünsche dir eine schöne weitere Schwangerschaft und alles Gute!

Mir geht es da,wie dir. 🙈
Ich arbeite auch seit kurzem in der Jugendhilfe,mit verhaltensauffälligen Kindern. Ich habe auch ein sehr schlechtes Gewissen,allerdings freuen wir uns riesig,dass es geklappt hat.
Ich bin mittlerweile in der 11.ssw und habe Donnerstag endlich meinen nächsten Termin.
Wenn dann alles gut ist,möchte ich es endlich sagen,denn die Dienste sind sehr anstrengend und ich arbeite immer in einem 24 Std Dienst. Ich habe mich immer versucht gut zu schützen,aber in meinem letzten Dienst hatte ich plötzlich solche Schmerzen im Unterleib,als würde dieser aufreißen.
Ich bräuchte einfach Ruhe.Ich habe mich zusammen gerissen,aber ich weiß,dass ich das nicht nochmal machen kann.Es ist einfach zu anstrengend und beim nächsten mal,würde ich es so auch nicht mehr machen.
Dein Risiko ist bestimmt auch groß,aber wenn du nicht mehr lange bis zum Urlaub hast und es dir soweit gut geht,dann warte noch. Sollte es dir nicht gut gehen und dich dabei nicht wohl fühlen,dann sag es deinem Arbeitgeber.
Ich muss mir auch immer sagen,es wird mir keiner meinen Kopf abreißen und wir als Familie freuen uns über das Baby. Zur Not,sich ich mir eine neue Stelle.😉

Glg pipi86

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