Elternbrief- Beschäftigungsverbot

    • (1) 27.11.18 - 14:38

      Hallöchen, ich arbeite im Kindergarten. Seit dem ich weiß, dass ich schwanger bin hat mir meine Ärztin ein Beschäftigubgsverbot ausgestellt. Nun würde ich gerne die Eltern und die Kinder über meine Schwangerschaft und über mein Verbot informieren. Ich habe an einen Aushang gedacht. Über den Inhalt mach ich mir noch gedanken. Falls jemand Verbesserungsvorschläge hat würde ich sie gerne annehmen.

      Liebe Eltern, liebe Kinder,
      sicherlich ist Ihnen/euch allen mein Fehlen im Kindergarten aufgefallen. Auf diesem Wege möchte ich Ihnen/euch mitteilen, dass ich mich in der 13. Schwangerschaftswoche befinde. Aufgrund nicht vorhandener Immunität hat meine Ärztin ein Beschäftigungsverbot für die gesamte Schwangerschaft ausgesprochen. Das heißt, ich darf in der Schwangerschaft nicht im Kindergarten arbeiten. Gerne würde ich die Kinder im Sommer 2019 besuchen kommen.
      Ich wünsche Ihnen und allen Kindern alles Gute und eine schöne Zeit.

      Mit lieben Grüßen


      Wie findet ihr den Text? Habt ihr Verbesserungsvorschläge?

      • (6) 27.11.18 - 14:56

        Das "Problem" am Kindergarten ist ja auch, dass in der Regel Jemand neues für die Zeit des BV eingestellt wird (Sonst stimmt der Betreuungsschlüssel nicht). Allerspätestens da werden Fragen aufkommen.
        Ich persönlich würde das mit dem besuchen kommen nicht unbedingt mit rein schreiben, da man ja nie genau weiß wie sich der Nachwuchs so macht und wie es dir in der ersten Zeit so geht. Vielleicht wären noch ein paar persönlichere Worte schön? Das du dich auf den Nachwuchs freust, gerne in der Einrichtung gearbeitet hast, die Familien sehr gerne mochtest und denen alles gute und eine schöne Weihnachtszeit wünschst o.Ä. . An sich ist alles drin was rein muss, aber ein bisschen mehr Herzlichkeit wäre halt noch schön.

      • (7) 27.11.18 - 14:59

        Aber die te befindet sich in der 13. Ssw, die kritische Phase hat sie somit hinter sich.

        Wenn man das so sehen will wie du, darf man eine Schwangerschaft nie bekannt geben, weil ja immer etwas schief gehen könnte.

        Ich persönlich würde mich freuen, wenn wir den Fall hätten und die Erzieherin da so offen wäre, warum muss man da "Abstand halten"?

        Mit Kollegen zb redet man ja auch darüber wenn man schwanger ist, das sind ja in der Regel auch keine freunde, sondern einfach menschen, mit denen man zusammen arbeitet und mit denen man sich bestenfalls gut versteht, ich denke das Verhältnis Eltern/Kinder zu Erzieher ist da nicht unähnlich.

        Aber das muss jeder für sich selbst wissen.

        Lg waldfee

        • (8) 27.11.18 - 17:49

          Es kann trotzdem noch viel passieren auch wenn sie in der 13ssw ist. Ich arbeite selber in einer Kita und ich finde einfach das es die Eltern nichts angeht in welcher Woche man ist. Außerdem wenn die Eltern schon hinter dem Rücken reden...Muss man sich da verpflichtet fühlen dich zu rechtfertigen, auch warum man jetzt nicht arbeiten kann? Wenn sie die Eltern informieren will, Kann die das tun. Jeder wie er möchte. Ich würde aber höchstens schreiben dann ein familiäres Projekt in Arbeit ist, was meine volle Unterstützung und Zeit in Anspruch nimmt. Ich dankbar für die Zusammenarbeit bin und hoffe das man dich bald wieder in der Einrichtung sieht.

      (9) 27.11.18 - 16:02

      sehe ich genauso!

(10) 27.11.18 - 14:52

Ich finde die Idee gut! Hätte auch fast ein BV bekommen (Grundschule) und hätte auch nicht einfach sang und klanglos verschwinden wollen 🙈

Wie wäre es, wenn du es nicht ganz so förmlich schreibst? Sondern es lieber nur für die Kinder formulierst mit einem Bildchen (von einem Baby/Schnuller...) oder so? Die Eltern kriegen es ja dann trotzden dadurch mit und es klingt nicht so förmlich. Das mit der Immunität verstehen die Kids ja eh nioch nicht. Selbst meine 3. hat sich schwer getan...

Lg und alles Gute 🍀

(11) 27.11.18 - 14:56

Also ich finde es schön das du informieren möchtest!
Und mal ehrlich? Passieren kann immer was! Möchte man sich deswegen 9 Monate verstecken? Danach kann dem Kind genauso was passieren...
Und dann wissen danach halt alle Bescheid. Ist das schlimm? Find ich nicht... dann wird man wenigstens nicht zugetextet.
Bin auch sofort ins BV und hatte dann eine Fg. Also wieder zurück. Die Kollegen wussten allle Bescheid. Hat mich kein bisschen gestört. Im Gegenteil, keiner hat mehr gefragt „und wann ist es bei dir so weit?“.

Also ich finde es schön formuliert.

Alles Gute für die SS 🍀

(12) 27.11.18 - 14:56

Ich würde es auch geschäftsmäßiger machen.

Ich muss ja sagen, dass ich persönlich es immer ne ziemliche Frechheit finde, wenn Erzieherinnen mit unzureichender Immunität in eine Schwangerschaft gehen. Gerade die sollten es doch wissen!

Daher würde ich wohl nur schreiben, dass ich schwanger bin (Woche würde ich weg lassen) und für die Zeit der Schwangerschaft frei gestellt bin (Grund weg lassen). Dass ich danach in Elternzeit gehe. Gute Wünsche. Fertig.

LG Jelinchen

  • (13) 27.11.18 - 14:58

    Wieso Frechheit?
    Dürfen sie dann keine Kinder bekommen?

    • (14) 27.11.18 - 15:00

      Natürlich ja!

      Aber sie sollten vorher ihren Immunstatus prüfen lassen und sich ggf. impfen lassen.

      • (15) 27.11.18 - 15:04

        Man kann sich aber nicht gegen alles impfen lassen. CMV und Ringelröteln zB.
        Da ist man nur immun wenn man es mal hatte.
        Die Erzieherinnen können doch nicht warten und hoffen sich irgendwann mal anzustecken um dann immun zu sein

        Aber gegen CMV und Ringelröteln kann sie dies ja nicht tun, selbst wenn ihr ihr Immunstatus bekannt ist.

        • CMV und Ringelröteln würde aber nicht zu einer kompletten Freistellung in der gesamten Schwangerschaft führen müssen!

          Sie hat eine komplette Freistellung für die gesamte Schwangerschaft.

          • Das kann gut sein. Ich wollte damit nur klar machen, dass wir aus ihren Zeilen nicht lesen können, dass sie unverantwortlich war. Vielleicht ist sie auch ein Impfversagerin bei Masern (oder was auch immer eine komplette Freistellung versursacht). Finde wir können das nicht pauschal beurteilen.

            • Wenn alles durchgeimpft ist, bestimmt der Betriebsarzt normalerweise keine Titer. Die Impfungen gelten als ausreichend.

              Und somit gibt es nur zwei Möglichkeiten:
              entweder die Impfungen waren nicht vorhanden,
              oder die Einrichtung hat die Maßnahmen nicht korrekt umgesetzt.

              Bei Ringelröteln geht das BV nur bis zur 20.SSW und bis dahin könnte die TE auch noch von zu Hause aus Dinge für den Kindergarten erledigen. Das geht - wenn man es will.

              • Woher weißt du das der BA keine Titer bestimmt? Bei uns wird der Titer von Hep A und B bestimmt (andere Berufsgruppe)... Wenn du also Impfversager bist wirst du also nachgeimpft oder darfst bestimmte Dinge nicht tun.

                • Das RKI macht die verbindlichen Vorgaben. Die Bestimmung der Titer ist bei MMR, Windpocken nicht erforderlich, wenn die Impfungen dokumentiert sind. Bei Mumps und Keuchhusten geht es sogar nur über Impfpasskontrolle.

                  Hep. A+B ist in der Kita nicht so relevant, dass es zu einer Freistellung für die gesamte Schwangerschaft käme. Hep B gar nicht relevant.

              Wo schreibt sie das mit dem Titer? Vielleicht wusste sie es ja bereits.
              Bei einer Freundin von mir wurde auch erst in der Schwangerschaft festgestellt, dass sie über keine Immunität gegen eine Krankheit trotz Impfung verfügte. Sie war davon ausgegangen, immun zu sein.
              Keine Ahnung, ob das von Kindergarten zu Kindergarten oder Bundesland zu Bundesland verschieden ist, ob das nochmal überprüft wird.

    (24) 27.11.18 - 15:05

    Das hat nichts mit impfen zu tun! Ich bin auch voll durchgeimpft, habe sogar mehr Impfungen, da ich in der DDR geboten bin und dennoch gibt es bestimmte Dinge gegen die du nicht impfen lassen kannst und wenn du dann nicht immun bist, dann geht man ins BV als pädagogische Kraft. War bei mir nicht anders!

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