Beschäftigungsverbot durch Frauenärztin!?

    • (1) 29.11.18 - 17:15
      Inaktiv

      Hi Mädels,

      Vielleicht hat ja von euch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder einen Tipp?

      Wenn der Betriebsarzt sagt, dass man arbeiten darf/kann, man sich selber aber nicht dazu in der Lage befindet, weil die Schwangerschaft schon so kompliziert gestartet ist, kann dann rein theoretisch meine Frauenärztin ein Berufsverbot für mich erteilen? Und hätte ich dann irgendwelche Nachteile davon?

      Oder ist dies ausgeschlossen und ich muss das Wort des Betriebsarztes wahren, obwohl die mit mir nichtmal gesprochen haben sondern lediglich nur Blut abgenommen haben und meine Vorgeschichte daher überhaupt nicht kennen...

      • (2) 29.11.18 - 17:24

        Das ist keine einfache Entscheidung für eine Frauenärztin. Sie kennt deine Tätigkeit nicht, sie kennt deinen Betrieb nicht. Warum ist der komplizierte Start deiner Schwangerschaft so schwerwiegend, dass du die nächsten 6 Monate nicht mehr in der Lage bist zu arbeiten? Oder ist das eine vorübergehende Einschränkung? Oder bist du nur nicht voll belastbar? Wenn du selbstständig wärst, würdest du dann auch 6 Monate lang nicht mehr arbeiten?

        (3) 29.11.18 - 17:26

        Hallo
        Ein beschäftigungsverbot kann der Arbeitgeber oder Betriebsarzt aussprechen . Oder der Frauenarzt aber nur wenn das Leben oder die Gesundheit der Mutter oder des Kindes in Gefahr ist . Ich weiß nicht was du hast , aber der Frauenarzt kann kein BV ausstellen weil du zb . Übelkeit , schmerzen oder sonst was hast . Da kann er dich nur krankschreiben .
        Viele Grüße

        • (4) 29.11.18 - 17:41

          Hallo Momo und Lulu,
          Es geht mir nicht darum nicht arbeiten zu wollen! Sondern darum das es sich bei mir um eine ICSi mit Komplikationen handelt und seit Behandlungsbeginn unter starken Schmerzen und stark vergrößerten Eierstöcken leide und bei jeder kleinsten Bewegung aufpassen muss und deswegen auch letzte Woche stationär aufgenommen werden musste. Und daher überhaupt nicht mehr Belastbar bin. Und zum anderen das auf der Arbeit der Bach unter geht weil dort nichts mehr läuft und ich mich diesem Stress nicht zusätzlich aussetzen möchte und nachher noch meine Schwangerschaft gefährden möchte.

          • (5) 29.11.18 - 17:42

            Deine Probleme haben aber rein gar nichts mit der Arbeit zu tun, deswegen wird es dann auf eine AU (Krankschreibung) hinauslaufen.

            Nur weil du Probleme bei der ISCI hattest und kurz im Krankenhaus lagst ist dies kein Grund für ein BV. Ein BV wird nur ausgesprochen wenn durch die Arbeit eine gesundheitliche Gefährdung für Muter oder Kind besteht. Da die Ursache deiner Probleme nicht in deiner Arbeit liegt, sondern im privaten Bereich gibt es für den FA keinen Grund eine individuelles BV auszusprechen. Dein FA kann dich nur krank Schreiben (AU mit allen Kosequenezen).

            Ich habe auch eine ISCI mit Wassereinlagerungen und den Verlust einer meiner Zwillinge hinter mir. Beides kein Grund für ein BV, da beides unabhängig von meinem Job passiert ist.(wollte ich auch nicht, denn nur zu Hause sitzen würde mich wahrcheinlich durchdrehen lassen). War 4 Wochen krankkgeschrieben nach den Tod des Zwillings, danach gab es keine akute Gefahr mehr für den zweiten und ich bin wieder arbeiten gehen.

            Du bist schwanger fühlst dich nicht gut und hast einige Probleme mit der Ss, diese hättest du allerding auch zu Hause, also würde ein BV dir nichts bringen. Daraus folgt, dass nur die Krankschreibung in Frage kommt.

            Darüber hinaus sind Betriebsärzte und Arbeitgeben für BV zuständig, wenn sie dir keinen Arbeitsplatz nach dem Mutterschutzgesezt bieten können.

            LG Morgain

            • Natürlich hat sie einen Grund für ein Beschäftigungsverbot. Bei ihr an der Arbeit ist sie purem Stress ausgesetzt und dieser kann auch Mutter und Kind gefährden. Ist bei mir auch so und die Frauenärztin hat mir ein Beschäftigungsverbot angeboten.

              • (8) 29.11.18 - 19:05

                Bei ihr an der Arbeit ist sie purem Stress ausgesetzt ...

                Woher willst du das denn wissen?
                Und wenn es so wäre, sollte man dem AG die Gelegenheit zu einer Umsetzung geben. Dann ist der Stress ja wieder weg.

                • (9) 29.11.18 - 19:14

                  Ich habe der Schreiberin jetzt einfach mal geglaubt, als sie von ihrem Stress berichtet hat. Meine Frauenärztin sagt, dass sie die Erfahrung gemacht hat, dass nur wenige Arbeitgeber Rücksicht auf Schwangere nehmen. Vor allem kommt es ja auch immer auf die Ersatzbeschäftigung an...eine Schwangere die z.B. vorher mit Menschen gearbeitet hat, ist vielleicht nicht damit zufrieden, dass sie dann z.B. alternativ in der Buchhaltung die Ablage machen soll.

                  • (10) 29.11.18 - 19:41

                    Die Ersatzttätigkeit ist einzig zu dem Zweck, die Belastungen und Gefährdungen zu vermeiden. Da muss dann auch die Frau ein bißchen Abstriche an ihren Erwartungen machen. Und es ist nur vorübergehend, max. 6 Monate.

                    Zufrieden oder nicht, ist hier nicht die Frage.

                    Der AG muss der Schwangeren einen mutterschutzkonformen Arbeitsplatz
                    schaffen aber keinen, der ihr gefällt...

              (12) 29.11.18 - 19:10

              Sie sagt selbst sie fühlt sich nicht belastbar wegen der Komplikationen der ISCI. Nur weil sie ihre aktuelle Arbeitssituation als Stress empfindet gekommt sie kein BV. Einen Grund für eine BV wäre wenn ihre Arbeit messbar auf ihre Gesundheit oder auf die ihres Kindes auswirkt. Ansonsten gibt es die AU. Wer sagt denn, dass sie sich nicht in 8 Wochen von den Komplikationen der ISCI erholt hat und dann wieder voll arbeiten kann.

              Ich weiß auch dass einige FA sich nicht an die gesetzlichen Richtlinien halten wenn es um ein BV geht, sondern sich den Wünschen ihrer Patientinnen beugen. Wenn der FA der TE sich an die Richtlinien hält, kann man dem FA keinen Vorwurf machen. und wenn sich auch der Betriebsartz an die Richtlinien hält und keine Grund für ein BV sieht, denke ich dass es sich um das reine subjektive Empfinden der TE handelt, dass sie ein BV will.

      (13) 29.11.18 - 18:53

      Meine Frauenärztin hat es mir angeboten, weil ich mich überlastet fühle! Ich kann die Ängste der Schreiberin vollkommen verstehen und hoffe für sie, dass sie ein Beschäftigungsverbot von der Frauenärztin bekommt. Außerdem entstehen ihr dann auch keine finanziellen Nachteile, anders als bei der ständigen Krankschreibung.

      • (14) 29.11.18 - 19:06

        Ich kann die Ängste ja auch nachvollziehen.
        Aber finanzielle Erwägungen sind überhaupt nicht relevant, wenn der Arzt entscheiden muss.

        Jeder Fall ist ein Einzelfall. Nur weil es bei dir so gelaufen ist, muss das nicht immer so sein.

        Krebspatienten haben auch Ängste und müssen finanzielle Einbußen hinnehmen.
        Ein BV ist weder dazu gedacht, das Umfeld det schwangeren AN ein nettes Arbeitsumfeld nach Wunsch zu gestalten, noch dazu, finanzielle Nachteile durch Arbeitsunfähigkeit zu umgehen.

        • "Krebspatienten haben auch Ängste und müssen finanzielle Einbußen hinnehmen."

          Genau, das ist jetzt neuerdings auch immer meine Erklärung, wenn eine Schwangere jammert, dass sie nach 6 Wochen Krankengeld bekommt und das ja absolut nicht geht. Ich habe Krebspatientin, die sind seit über einem Jahr krank geschrieben, wer fragt die denn, ob sie finanziell zurechtkommen? Zumal sich der Krebspatient die Krankheit nicht mal ausgesucht hat, eine Schwangerschaft, besonders eine ICSI, aber in den meisten Fällen gewünscht ist.

(19) 29.11.18 - 18:33

Hi, was die Damen vor mir geschrieben haben, ist so nicht richtig. Die Frauenärztin kann sehr wohl ein Beschäftigungsverbot ausstellen. Meine Frauenärztin hat es mir z.B. angeboten, da ich in der Vergangenheit schon 4 FG hatte und mein Job als Pädagogin (ich arbeite mit psychisch kranken und benachteiligten Jugendlichen) sehr anstrengend ist. Zusätzlich habe ich aktuell auch noch mit den verschiedenen Begleiterscheinungen der SS zu kämpfen. Sie sagt, sie hat vollstes Verständnis dafür, dass ich mich überlastet und angespannt fühle. Auch wenn unser Betriebsarzt ebenfalls keinen Grund dafür sieht. Ich werde zunächst kein komplettes Beschäftigungsverbot haben, sondern werde versuchen max. 4 Stunden am Tag zu arbeiten. Sollte mir dies immer noch zu viel sein, wird sie mich komplett raus nehmen. Das beruhigt mich ungemein. Das Ganze hat auch keinerlei finanziellen Nachteil, im Gegensatz zur ständigen Krankschreibung.
Liebe Grüße 😊

  • (20) 29.11.18 - 19:08

    Finanzielle Erwägungen spielen dabei für den Arzt keine Rolle, für dich natürlich schon. Aber der Arzt entscheidet darüber, nicht die Patientin.

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