Steuerfrage, vom Einzelunternehmen zur GmbH

    • (1) 03.12.18 - 23:40

      Hallo zusammen,
      mein Mann und ich haben dieses Jahr ein Einzelunternehmen gegründet und möchten zum 01.01.19 eine GmbH daraus machen (wegen der privaten Haftung) - mit Hilfe unseres Steuerberaters.

      Trotzdem möchte ich meine Frage hier stellen an die Experten unter euch.

      Wir haben einige Kunden, die noch im Dezember Rechnungen (10.000-60.000€) haben und bezahlen möchten für Ware, die im Januar geliefert wird.

      So kann es nun sein, dass wir am Jahresende sehr viel Geld auf dem Geschäftskonto haben, mit welchem wir in die GmbH starten und Anfang Januar die dazugehörigen hohen Eingangsrechnungen zahlen.

      Ist dies für uns steuerlich von Nachteil? Wäre es besser das zu vermeiden zb diese RG doch in den Januar zu verlegen o. hohe Eingangsrechnungen noch im Dezember zu bezahlen, auch wenn Zahlungsziel im Januar liegt?

      Der Staat hält ja überall die Hand auf...
      So 100% habe ich noch nicht verstanden, wie das mit der Umfirmierung funktioniert. Muss ich noch mal Rücksprache halten. Es wird auf jeden Fall ein neues Bankkonto geben zur besseren Übersicht.

      Aber vielleicht gibt es eine Antwort auf obige Frage.

      Vielen Dank und Liebe Grüße

      • Ich bin kein Steuerberater!

        Ich gehe davon aus, dass die Gewinnermittlung bei euch per einfcher EÜR erfolgt.
        Dann sind die Einnahmen auch gewinnerhöhend und müssen versteuert werden.

        Anders wäre es, wenn Du zur Bilanzierung z.B. im Rahmen einer GmbH wechseln würdest. Hier könntest Du Rückstellungen bilden, was bei der EÜR nicht möglich ist.

        Gestaltungsmöglichkeiten:

        Fehlt der GmbH noch Ausstattung in Form von EDV Hardware, Büromaterial, Möbel, o.ä. dann kaufe das jetzt. Die Ausgabe ist sofort gewinnmindernd. Natürlich nur Dinge anschaffen, die wirklich benötigt werden.

        Können die Rechnungen eurer Lieferanten vorgezogen werden?
        Sprich mit den Lieferanten.

        Eventuell ist es auch möglich, gezielt einige Rechnungen an Kunden zu stornieren bzw. mit den Kunden zu sprechen, dass diese erst Anfang Januar zahlen.

        Den Schritt zur GmbH solltet ihr nur mit Steuerberater machen, denn ihr dann ohnehin brauchen werdet für den Jahresabschluss.

        Sprecht mit dem Steuerberater auch bezüglich der 10 Tagesregel bei der EÜR.
        Ausgaben in den ersten 10 Tagen des Januar können wirtschaftlich dem Vorjahr zugerechnet werden, wenn sie zu Verträgen aus dem Vorjahr gehören. Das wäre aus meiner Sicht bei euch der Fall.

        Führt euch einfach vor Augen, dass Einnahmen euren Gewinn in der EÜR erhöhen und Ausgaben zur Reduzierung des Gewinns führen. Über Zahlungen und Kundenzahlungen könnt ihr direkt gestalten.
        Die Möglichkeit von Rückstellungen gibt es nicht, diese würden vom FA auch gezielt und intensiv geprüft werden ... wenn es eine GmbH wäre.

        BTW: Ein neues

        Lass Dich ordentlich beraten, mit welchen steuerrechtlichen und rechtlichen Folgen bei einer Umwandlung (Einbringung des Einzelunternehmens in eine neu zu gründende GmbH durch Sachgründung) Du zu rechnen hast. Die Ansprechpartner sind ein Steuerberater und ein Notar/ Rechtsanwalt, die auch für die Auskünfte haften. Vielleicht gibt es noch andere Gesellschaftsformen, die in Frage kommen.

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