Wie spart ihr für die Kinder?

    • (1) 07.12.18 - 11:44

      Hallo
      ich beschäftige mich schon länger mit der Frage, wie wir am besten für unseren Sohn sparen sollen da es auf normalen Tagesgeldkonten so gut wie keine Zinsen gibt.

      Wir möchten nicht, dass er zu allen Festen mit Unmengen Spielzeug überhäuft wird sondern lieber nur Kleinigkeiten und Geld bekommt. Meine Eltern hatten es bei mir auch so gemacht und ich war froh mir ein Pferd, einen Roller samt Führerschein und danach sogar das zweite Auto leisten zu können nachdem ich mein erstes nach nur drei Tagen zum Totalschaden gefahren hab.
      Hätte ich immer viel Spielzeug bekommen das mich dann höchstens ein paar Wochen interessiert, hätte ich mir das alles nicht leisten können.

      Jetzt ist nur die Frage, wie legt man das Geld am besten an? Es geht halt zum einen um die Geldgeschenke zur Geburt, Weihnachten und Geburtstag und zum anderen möchten wir einen bestimmten Betrag monatlich sparen.

      Ich hatte mich ein bisschen mit ETF beschäftigt aber da gibt es so viele dass ich da auch nicht weiter komme. Gerade weil da wohl auch Kosten fürs Depot anfallen...

      Wie macht ihr es?

      • Ganz klassisch und langweilig mit dem Sparbuch.
        Da gibt es etwas Zins, aber auch nicht viel.

        Dem Kind Spielzeug "vorenthalten" finde ich übertrieben.
        Alles kommt zu seiner Zeit...

        Ein Tagesgeldkonto käme noch in Frage ... für mich hat das aber immer den Geschmack von Enteignung, wenn Eltern das für ihre Kinder einfach entscheiden und machen.
        So lernt das Kind mMn auch nicht den Umgang mit Geld.
        Deswegen ... Sparbuch ... da ist es renditearm, aber auch sicher..

        Auf jeden Fall einen großen Bogen um alles machen, was auf -versicherung endet.
        Ausbildungsversicherung, Führerscheindurchfallversicherung, Studiengeldversicherung, was auch immer es da alles gibt.

        Taschengeld von Kindern gehört mMn nicht in ETFs.

        Zeigt dem Kind lieber den Eingang zur Sparkasse und fangt mit den Basics an ... ich halte es ansonsten für Bevormundung.

        • Danke für deine Antwort.
          Er wird sicher alles an Spielzeug haben was er möchte 😉.
          Ich sehe es nur an unseren Patenkindern, da wird immer mühsam irgendwas gesucht was man noch schenken kann. Dann gibt man 50-100€ für ein Teil aus, von dem man genau weiß dass es nach spätestens zwei Tagen irgendwo in der Ecke liegt und uninteressant ist. Wenn man nur was für 20€ nimmt und den Rest spart, glaube ich nicht dass das Kind auf irgendetwas verzichten muss.

          Aber allgemein finde ich kommt es auch sehr aufs Alter an. Mein Kleiner ist jetzt 10 Wochen alt und braucht eigentlich gar nichts mehr. Alle wollen was zu Weihnachten schenken. Soll ich mir jetzt irgendetwas ausdenken was nachher eh nur rum liegt? Nee, dann lieber Geld womit er sich später selbst was aussuchen kann.


          Zur Bevormundung hast du sicher Recht aber ich sehe da nichts schlimmes dran. Ein Kind kann das gar nicht abschätzen. Wenn er größer ist und Taschengeld bekommt, wird er schon lernen mit Geld umzugehen. Ich werde ihm aber sicher nicht mit 8 oder 10 oder 13 Vollmacht über mehrere tausend Euro geben... Dann muss ich gar nix sparen.

          Ich weiß noch wie es bei mir in dem Alter war. Ich hab alles ausgegeben was ich hatte. Waren es 10 Mark oder 100, wenn wir auf der Kirmes oder mit Freundinnen in der Stadt waren, war alles weg, egal wie viel es war. Und du kannst sicher sein, dass ich nichts wichtiges, sinnvolles oder was mich länger interessiert hätte davon gekauft hab...

          Ich weiß noch dass viele meiner Freunde frei über ihr gesamtes Geld verfügen konnten. Die hatten mit 18 entweder eine uralte Schrottkiste oder gar kein Auto und saßen im Bus. Es gab natürlich auch die, wo die Eltern dann das Auto gesponsert haben aber wer weiß, ob wir dann so viel Geld dafür haben...

          • Wir machen es ja auch so ... es klang erst nach "gibt nen Ü-Ei" und 99,21EUR werden gespart. Egal was Wunsch ist oder auch nicht.

            Bevormundung ... Vollmacht ... ist auch immer eine Frage wie man es erklärt.
            Wir haben die Konten unserer Kinder auch unter unseren Fingern, aber die Kurzen sind auch noch so klein, dass Sie mit Geld noch nicht umgehen müssen. Das fängt klein an ... mal die Spardose durchzählen ... demnächst mal selbst Geld einzahlen oder abheben ... es geht ja eh nur mit den Eltern dabei.

            Ich war immer sehr sparsam und wusste auf der anderen Seite aber auch, wofür ich spare. Was von Lego Technik ... neues ferngesteuertes Auto usw. heute kosten die Dinger 29,95 und halten 6 Monate. Wegwerfgesellschaft. Früher war alles besser. ...;-)

            Bus fahren hat noch keinem geschadet ... Roller ist gefährlich und Auto reicht auch noch mit 22 Jahren. Ggfs. ziehen die Kinder zum Studium in eine Unistadt ... da ist ein Auto einfach nur überflüssig ... das Studium kostet dann ... und alles wird mit dem Fahrrad gemacht, was einem 3 Mal im Jahr geklaut wird.

            • Nee nee, so ist es nicht, er soll schon alles bekommen was er möchte. Ich bin auch erst durch folgende Situation überhaut erst so ins Grübeln gekommen: meine Freundin sagt mir immer was ich meinem Patenkind schenken soll. Sie schickte mir einen Amazon Link von einem Teil, wo ich schon dachte "was für ein Scheiss" (sorry). Aber gut, für 60€ bestellt, schön eingepackt und dem Geburtstagskind überreicht. Beim Auspacken machte er ein komisches Gesicht und sagte hääää. Sie sagte dann, ja das hätte er doch letztens im Geschäft gesehen und unbedingt haben wollen. Davon wusste er schon nichts mehr... Ich kann mir vorstellen wie oft er damit gespielt hat... Da hätte ich ihm auch aus seiner Kiste im örtlichen Spielwaren Geschäft eine Kleinigkeit zum Auspacken holen und den Rest aufs Konto tun können...

              Wenn man zentral wohnt, hast du sicher Recht dass man mit 18 kein Auto braucht. In unserem Dorf gab es 20 Häuser, der Schulbus holte uns morgens ab und brachte uns nach der Schule nach Hause. Im 2 km entfernten Nachbardorf fuhr noch nachmittags einmal der Linienbus. Zurück kam man damit aber nicht mehr... Also musste man entweder immer gefahren werden oder so schnell wie möglich mobil werden. Ich war immer sehr selbstständig und wollte unabhängig sein. Also mit 14 Mofa, mit 16 125er und mit 18 Auto. Meine Freundinnen wohnten auch alle in solchen Dörfern, meist um die 5-20 km entfernt. Da war auch nix mit Mal eben mit dem Fahrrad hin

      ich würde dir raten, dich einzulesen und selbst schlau zu machen z.B. Geldanlage für dummies oder was von Finanztest.... dann kann man selbst schauen, was für einen in Frage kommt, da es immer auf das Sicherheitsbedürfnis usw ankommt.

      Ich habe z.B. bei der ING (ehemals Diba) ein kostenloses Depot, wo man auch ganz easy einen Fondsparplan (auch mit ETF) eröffnen kann. Man kann jederzeit die Fonds verkaufen und das Geld flüssig machen, wenn man es braucht und man bekommt doch ein wenig mehr raus, als beim Tagesgeld. Da würde ich dann das Geld investieren, von dem du sprichst, was eben vond er Verwandschaft zusätzlich geschenkt wird.

      Ansonsten mit den Taschengeld würe ich es halten wie mein Vorredner.... ob es unbedingt die Sparkasse sein muß ist fraglcih, aber wenn die Kinder größer werden ist es schon schön, wenn sie Tagesgel oder Sparbuch haben, wo sie selbst mit umgehen lernen.

      • Es gibt sehr feine aber entscheidende Unterschiede bei ETFs und so lange man die nicht drauf hat, gehört da kein Taschengeld rein. Taschengeld muss mMn sicher angelegt sein und auch ETFs können eben drastisch an Wert verlieren. Das war meine Einschränkung zu ETFs.

        (10) 07.12.18 - 14:39

        Man man 1 Jahr alt ist hat man unheimlich viel Zeit um evtl Verluste auszusitzen, das ist ja der Vorteil am frühen Sparen.

        Also es geht nicht um Taschengeld! Er wird in ein paar Jahren ein Konto und Sparbuch bekommen wo Taschengeld drauf kommt und mit dem er machen kann was er will. Wir möchten aber jetzt schon ca. 100€ im Monat für ihn sparen. Mit 10 hätte er dann 12.000€, die kann er sicher nicht auf den Kopf hauen.

        • Da bin ich kein Freund von ... das ist dann wie der Neuwagen zum 18. Geburtstag.
          Ja, Geld sparen ist richtig, aber das bleibt bei den Eltern, es kann der Fall eintreten, dass sie es brauchen ... Krankheit, Auto kaputt, Dach undicht ... geht ihr dann an das Konto ran?

          Für mich sind das Rücklagen der Familie ohne Zweckbindung und auf die Eltern angelegt.

          BTW: Das sollte überhaupt nur passieren, wenn die 100,- komplett über sind, also EFH ist bezahlt, Autos sind bezahlt, es fehlt an absolut nix und dann liegt noch ein Hunderter rum.

          • Eben, und genau das Geld ist doch dann gut in entsprechene Fonds investiert. Wenn man es sich nicht alleine zutraut, kann man sich auch beraten lassen. Bei der WS zahle ich glaub 8 Euro im Jahr fürs Depot. Da zahlen andere fürs Girokonto mehr.

            Auch ein guter Einwand, danke.
            Es soll kein Neuwagen sein, aber wenn noch etwas fürs Studium, die erste Wohnung oder ein Jahr im Ausland gebraucht wird, ist es doch gut das Geld zu haben.
            Ich war froh, dass ich Geld für die Einrichtung meiner ersten Wohnung oder für mein Pferd hatte.
            Klar, wenn Not ist, würden wir an das Geld dran gehen. Es würde auch alles auf unseren Namen laufen.
            Vielleicht sollte man es auch teilen überlege ich gerade... Geschenktes Geld aufs Tagesgeld und später Sparbuch, selbst gespartes von uns irgendwie anlegen.

Also wir sparen auch für unsere Kids. Allerdings läuft das auf unseren Namen und zwar aus dem simplen Grund wenn es uns mal finanziell schlecht geht können wir bedenkenlos an das Geld. Wenn es auf die Kinder läuft wäre es Diebstahl. Wir für uns nennen es „Kindersparkonto“ und es ist dafür gedacht wenn die Kids mal ein Auslandsjahr machen wollen, oder studieren, oder zig km entfernt eine Lehre machen. Sowas kostet ja.

Wir haben das Geld auch in ETF‘s investiert mit mtl. Sparplan. Wir orientieren uns am „Pantoffel-Depot“ von Finanztest. Depotgebühren liegen bei ca. 10€ im Jahr.

Geldgeschenke werden bei uns in einen „Kindergeldbeutel“ gepackt. Wir handhaben es mit Geschenken nämlich so wie Du es gern hättest. Die Großeltern schenken Weihnachten etwas was gewünscht wird z. B. Taucherbrille und Schnorchel mit neuen Bademantel. Kostenpunkt ca. 30€. Die Großeltern geben uns aber immer 100€ damit wir was besorgen. In diesem Fall gehen 70€ in den Geldbeutel. Davon werden dann Schuhe, Kleidung Hobbys bezahlt bis es aufgebraucht ist. Also ausschließlich für die Kids.

Taschengeld kriegen unsere Kids auch. Aktuell auf Grund des Alters wöchentlich bar. Das ist zum ausgeben und lernen. Mal hauen sie es auf den Kopf für Süßkram. Dann sparen sie wieder für ein Spielzeug.

LG

Unser Sohn ist jetzt auch erst 15 Monate alt und wir haben bzw. hatten folgende Anlagen (teilweise haben wir auch nur das Willkommensgeld bzw. die ersten Monate gute Verzinsung mitgenommen und jetzt in die Finanzierung der Eigentumswohnung gesteckt):
- Hipp Sparbuch bei der Commerzbank (bis zu 10.000 €, 0,55%)
- Kinderkonto Spardabank (bis zu 1.500 €, 0,5%)
- Kinderkonto Sparkasse (bis zu 2.500 €; 1%)
- ETFs
- Aktien
- Tagesgeld ING-DiBa (bis zu 50.000 €, die ersten 4 Monate %)
- Unfallversicherung
- Immobilien Crowdsourcing Funding
- Kleine Eigentumswohnung

Die meisten Anlagen laufen auf unseren Sohn, wir haben natürlich die Vollmachten (einige laufen aber auch auf uns). Ganz klarer Vorteil: er hat nicht nur den Sparer Pauschbetrag in Höhe von 801 €, sondern den Grundfreibetrag in Höhe von derzeit 9.000 €.
Ja, einige Anlagen bergen Risiken aber wir haben ja auch 18 Jahre Zeit. 😉
Und nur Tagesgeld oder Sparbuch mit min. bzw keinem Zinssatz deckt ja bei Weitem nicht mal die Inflation.

  • Ach ja, ne Spardose hat er natürlich trotzdem. Er soll ja auch den Umgang mit Geld lernen (später).
    Und ja, es ist mir sehr wichtig, für ihn Geld anzulegen, weil meine Eltern es bei uns nicht konnten und ich mir alles selbst erarbeitet habe. Ich will ihm den Start leichter machen, aber garantiert nicht verhätscheln. Muss er ja nicht wissen, was er später bekommt ;-)

Die Geldgeschenke für unsere Kinder zahlen wir jeweils auf das entsprechende Tagesgeldkonto des Kindes ein. Zusätzlich besparen wir monatlich die ETF-Depots. Zum Jahresende rechnen wir alle Geldgeschenke der Verwandten zusammen und verteilen die Beträge. 70% gehen ins Depot. Der Rest verbleibt auf dem jeweiligen Tagesgeldkonto.

  • Bei welcher Bank habt ihr das Depot und was kostet das im Jahr? Kannst du mir auch was zur Rendite sagen?

    • Das Depot haben wir beim S-Broker. Es nennt sich "Mindejährigendepot". Kostet 2,95€ pro Monat bzw. ist ab einem Depotwert von 10.000€ kostenlos. Wir haben jeweils Sparpläne auf den S&P 500, DAX und MSCI-Word. Rendite liegt aktuell bei ca. 6 Prozent/Jahr.

      Es steht und fällt alles mit der aktuellen Weltwirtschaft. Von 2007 - 2009 sah es ziemlich mau aus. Man muss bei einem Investment in Aktien ein sehr starkes Mindset haben und darf nicht zu früh die Nerven verlieren.

Hallo,

Unsere Kinder haben Sparkonten, da zahlen wir monatlich einen kleinen Betrag ein.
Größere Geldgeschenke kommen dann auch drauf.
Ich halte nichts von festen anlegen und will sich kein Risiko eingehen!

Also nur minimale Zinsen.... aber sicher ;)

Lg

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