Beschäftigungsverbot in 22. Ssw

    • (1) 07.12.18 - 20:30
      Inaktiv

      Hallo ihr Lieben,

      Ich komme mir allmählich ziemlich verrückt vor.
      Auf meiner Arbeit leite ich Gruppen von psychisch erkrankten Menschen.

      In der Gefahrenbeurteilung wurde definitiv festgelegt, dass ich ein Verbot habe mit fremdaggressiven Patienten zu haben. Alles schön und gut, nur oft lässt sich das vorher nicht einschätzen.
      Und wer in dem Bereich arbeitet weiß wie aufreibend es sein kann, oder auch stressig wenn jemand aggressiv wird. Wahrscheinlich weiß es jeder.

      Da hilft dann auch kein Telefon für den Notfall. Ich Frage mich in den Moment, wieso ich mir diesen Stress antun muss.

      Für gewöhnlich hatte ich vor der SSW kein Problem damit.
      Doch besondere Umstände machen es vllt anders.

      Mein Umfeld ist auch erstaunt, wieso ich noch arbeite.
      Meine Frauenärztin sagt sie dürfe kein BV ausstellen. Mein Hausarzt spielt den Ball zur Frauenärztin.
      Dieser Zustand macht mich mürbe.

      Gleichzeitig stresst es mich, weil ich mich der Aufgabe nicht mehr gewachsen fühle und ich komme mir nur noch vor als wäre ich zu empfindlich.
      Ist es wirklich so ungewöhnlich?

      Manch einer erhält sofort ein BV ohne dass es Gefahrenbeurteilungen gibt.
      Und meiner einer muss förmlich darum betteln.

      Könnt ihr das nachvollziehen?

      Ich dachte immer alles was der werdenden Mutter schadet schadet auch dem ungeborenen Baby. Stress gehört für mich dazu.

      Was meint ihr?

      • Also ich war in der 4. Woche als ich von der Schwangerschaft erfahren habe bin Altenpflegerin hätte am Anfang noch nix gesagt hätte aber 2 Wochen später Nachtdienst gehabt und da arbeiten wir alleine habe von beiden AG habe noch einen 450 € Job ein BV bekommen ohne wenn und aber ich würde mich an deiner Stelle krankschreiben lassen erstmal macht halt was am Gehalt aus

        • Krank schreiben mit welchem Grund?

          Dieser Arzt der das tut macht sich strafbar!

          Wenn man nicht mehr weiter weiß lässt man sich halt krank schreiben, was ne Moral! 🤦

          • Stress und Überforderung sind ein Grund für eine Krankschreibung! Meine Frauenärztin hat mir sogar ein individuelles Beschäftigungsverbot aus diesen Gründen angeboten! Ich arbeite auch mit psychisch kranken Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
            Ich finde das auch nur richtig!

      Nein Stress nicht. Dann würden so gut wie alle Mütter BV bekommen.
      Bzgl deiner Patientengruppe: was sagt denn euer betriebsarzt?

      Ich arbeite auch mit teils psychisch auffälligen oder potentiell aggressiven Leuten. Mein BA wollte mir am liebsten ein BV erteilen, aber ich habe mich „geweigert“.
      Man kann die „Gefahren“ bei uns sehr gut abschätzen.

    • Dann melde das dem zuständigen Amt, dein Arbeitgeber hat Sorge dafür zu tragen das Mutterschutzgesetz einzuhalten, tut er das nicht droht Strafe!
      Gewerbeaufsichtsamt!

      Dein Arzt, egal welcher, ist dafür auch nicht zuständig sondern dein Arbeitgeber!

      LG mom mit Babygirl inside ❤️

      Hallo, in der Situation wie du bist wäre dein Arbeitgeber für ein eventuelles Beschäftigungsverbot zuständig wenn er die Vorgaben des Schutzes einer werdenden Mutter nicht einhalten kann. Der FA ist meines Wissens nach nur dazu berechtigt, wenn medizinisch was vorliegt.
      Alles Gute!

      In der Gefahrenbeurteilung wurde definitiv festgelegt, dass ich ein Verbot habe mit fremdaggressiven Patienten zu haben. Alles schön und gut, nur oft lässt sich das vorher nicht einschätzen.

      Du hast die Gefährdungsbeurteilung und ein Gesprächsangebot vom AG zur weiteren Anpassung der Arbeitsbedingungen. Das beinhaltet deinerseits die Verpflichtung aktiv auf den AG zuzugehen und rückzumelden, dass es eben nicht klappt mit der Umsetzung dessen was ihr festgelegt hattet. Hast du das schon gemacht? Wenn ja, was ist dabei herausgekommen? Wenn nein, warum denn nicht?

      • (10) 07.12.18 - 22:44

        Ich hatte das Gespräch mit dem Betriebsarzt. Theor. könne er mir ein BV ausstellen. Ich kam nicht dazu mitzuteilen, dass es nicht klappt mit dem was wir festgelegt hatten.

        Aber das ist dann der nächste Schritt wenn ich wieder auf dem Damm bin.
        :)
        Vielen Dank für eure Antworten.

        • Das Gespräch musst du schon mit deinem Vorgesetzten führen und nicht mit deinem Betriebsarzt.

          Aber so wie du schreibst, willst du gar keine Änderung der Arbeitsbedingungen, du willst einfach nur von der Arbeit freigestellt werden. Schade.

          • (12) 08.12.18 - 10:12

            Das weist du doch nicht...du mutmaßt nur.Hast du schon mal in einer Psychiatrie gearbeitet?

            Sie muss.mit dem Vorgesetzten sprechen,das ist richtig. Ich find es grob fahrlässig da zu arbeiten. Psychisch Kranke SIND UNBERECHENBAR!Sie sollte sich ans Gewerbeaufsichtsamt wenden und dann hat sie KLARHEIT!

    (13) 08.12.18 - 10:15

    Hey,ich habe selbst 3 Jahre in der PsYchiatrie gearbeitet. Ich würde dir raten.mit deinem Chef zu sprechen und ihm deine Meinung dazu zu sagen. Psychisch Kranke sind unberechenbar,machen wir uns da mal nichts schön😢

    Des Weiteren würde ich dir raten, dich mit dem Gewerbeaufsichtsamt in Kontakt zu setzen,wenn dein Chef dir nicht entgegenkommt!

    Stress und Angst sind übrigens auch ein Grund für eine AU...es belastet nämlich die Psyche.

    Alles Gute dir noch

    Ich arbeite in einer JVA mit hauptsächlich Gewalt - und Sexualstraftätern. Ich führe mit den Insassen therapeutische Einzelgespräche und Gruppentherapien durch. Als ich schwanger war hieß es nur, vorher war es ja auch kein Problem.
    Ich habe weiter gearbeitet, mich aber oft sehr unwohl gefühlt. Interessiert hat das niemanden.
    Ich verstehe auch das prinzip des Beschäftigungsverbotes, es für uns leider in solchen Berufen schwer, weil die Gefahr nicht so greifbar ist wie bei Infektionsgefahren z. B.

    • Klar ist die Gefahr greifbar! Es muss nur eine vernünftige Gefährdungsbeurteilung gemacht werden. Der Vorgesetzte MUSS abschätzen können, welche Gefährdungen in welcher Wahrscheinlichkeit auftreten können, unabhängig von einer bestehenden Schwangerschaft. Nicht umsonst führt er die Beurteilung eigentlich auch zusammen mit dem Mitarbeiter durch. Das erfordert allerdings, dass man sich wirklich Zeit nimmt und zusammen hinsetzt und das gewissenhaft durchgeht!

      Die Gefahr variiert natürlich in euren Berufen, aber sie ist grundsätzlich gegeben und die Schwangere ist dagegen zu schützen, Punkt. Die logische Konsequenz wäre, dass sie keinen Umgang mit entsprechenden Personen hat, also eine Umstrukturierung ihrer Tätigkeit. Weg vom Klienten, hin zu alternativer Beschäftigung. Da muss nicht sofort ein BV her.

      Dass es bei dir anders gelaufen ist, ist natürlich unschön und tut mir leid für dich. Niemand sollte solche Vorgesetzten haben...

      • Es wurde eine gefährdungsbeurteilung mit mir gemacht und es wurde vermerkt, dass sich durch die Schwangerschaft die Gefährdung nicht erhöht, die ja sowieso schon da wäre - keine Ahnung, ich wusste es nicht besser und habe nichts unternommen. Zum Glück ist alles gut gegangen. Bei der nächsten Schwangerschaft (wenn es denn eine geben wird) weiß ich es besser, allerdings graut es mir jetzt schon vor dem Verwaltungsjob - ich hoffe da findet sich noch ein anderer Bereich, in dem ich arbeiten kann.

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