Erzieherausbildung und Schwangerschaft unter einem Hut bringen?

    • (1) 09.12.18 - 14:29

      Hallo ihr lieben,
      ich hab etwas das mir sehr auf dem Herzen liegt und teils auch belastet.
      Bin momentan in 10 ssw und gleichzeitig im dritten Jahr der Erzieherausbildung.
      Der ET verläuft sich genau mit den mündlichen Prüfungen und zwei Wochen davor sind die schriftlichen. (10.07.19)

      Zudem muss ich im April bis Mai ein praktika machen in einer Jugendpsychatrie machen. Da wäre die ss ja schon recht gut vorangeschritten. (Ende 7-8 Monat).

      Meine Lehrerin meinte zu meinen Bedenken lediglich "Sie sind schwanger und nicht krank!"

      Ich fühle mich ja jetzt schon ständig müde wenn ich 9 Stunden in der Schule sitze. Wie soll das nur gut gehen?

      Wie lief das bei euch, hat jemand villeicht ähnliches durchgemacht?
      Wäre über jedliche Antwort, dankbar. ✨

      Möchte mich aber natürlich auch nicht so anstellen... aber naja die erste ss alles und total verwirrend. 😵

      Liebe Grüße
      Hoffendlich baldige Mama, mit Gummibächen im Bauch (9+5)

      • Hallo,
        Ich kann deiner Lehrerin da nur zustimmen. Andere Schwangere arbeiten auch bis zum Mutterschutz.
        Du solltest nur schonmal abklären, ob du die Prüfungen nachholen kannst, wenn dein Baby vorher kommt. Und dich mit deiner Praktikumsstelle absprechen, das sie bescheid wissen, dass du Schwanger bist.

        Ich war zu Anfang der Schwangerschaften auch immer müde, so wie nie zuvor. Und trotzdem hatte ich jeden Tag 25 Kinder um mich rumturnen - bin auch Erzieherin.

        Mach solange weiter, wie es geht. Die Müdigkeit wird bald besser.

        Ich freue mich immer noch, dass ich meine Abschlussprüfung noch vor der Geburt über die Bühne gebracht habe. Die erste Zeit nach Geburt bist du auf Wolke 7 bezüglich Kind, da kann man weder lernen noch eine Prüfung planen - meine persönliche Meinung.

        Die Praktikumsstelle in der Jugendpsychiatrie wird eine Gefährdungsbeurteilung machen müssen und evtl nehmen sie dich schwanger gar nicht mehr. Sie müssen den Betriebsarzt stellen und die Kosten für den Betriebsarzt übernehmen. Rötelnimmunität brauchst du dafür auf jeden Fall, sonst läuft gar nichts. Schülerpraktikantinnen fallen seit diesem Jahr eben auch unter das MuSchG.

        • Ja, hab im Impfpass gesehen das ich gegen fast nicht geimpft worden bin (keine Röteln Impfung vorhanden)

          Im Januar habe ich ein Gespräch mit dem Rektor, da werde ich mal nachfragen ob ich das Praktika nach der Geburt nachholen kann. Wenn alle stricke reisen 😞

          • Wie kann man als angehende Erzieherin nicht gegen Röteln geimpft sein und dann auch noch schwanger werden? Das werde ich nie verstehen.

            Damit kannst du jeglichen beruflichen Umgang mit Kindern und Jugendlichen während der Schwangerschaft knicken. Kommt gar nicht in Frage. Niemand wird dir ein Praktikum erlauben, ohne Rötelnimpfung. Und wenn ihr selbst minderjährig an der Schule seid, dann ist es fraglich, ob du überhaupt weiter die Schule besuchen darfst. Das MuSchG gilt auch für Schülerinnen!

            • Bis jetzt habe ich auch gedacht das ich diese Mumps Masern Röteln Impfung habe, da sie in meinem Impfpass stehen, jedoch habe ich nach einen Gespräch vor kurzen von meiner Mutter erfahren das diese Impfung zwar unterschrieben wurde vom Arzt, aber sie nicht wollte das ich geimpft werde.

              Außerdem gibt es in unserer heutigen Gesellschaft doch viele die sich gegen Impfungen wehren und die dürfen nach deiner Ansicht nach dann nicht werden was sie möchten?

              • Es kann jeder seine Gesundheit riskieren, wie er lustig ist, muss dann aber mit den Konsequenzen leben. In diesem Fall geht es um ein Gesetz zum Schutz ungeborener Kinder, und ich kenne persönlich eine Frau, die während der Schwangerschaft Röteln hatte - ihr Kind wurde taub geboren. Das Mutterschutzgesetz wurde aus guten Gründen erlassen und kein Arbeitgeber wird dir zuliebe das Gesetz umgehen (und damit die Gesundheit deines ungeborenen Kindes riskieren), nur weil du dich vorher nicht um die Impfungen gekümmert hast.

                Im Übrigen, zu deiner Frage nach der Berufsfreiheit, hoffe ich doch sehr, dass die zukünftigen Erzieherinnen meines Kindes alle geimpft sein werden. Wenn es noch nicht so ist, dann würde ich es sehr begrüßen, wenn der Staat die Kinder schützen und die von der Stiko empfohlenen Impfungen gegen ansteckende Krankheiten zur Voraussetzung dafür machen würde, dass man als Erzieherin arbeiten darf. Wie gesagt, jeder kann seine eigenen Entscheidungen für sich treffen, sollte aber mit den Konsequenzen leben können.

                Die MMR-Impfung muss ja zweimal erfolgen. Es hat bei dir im Ernst im Impfpass ein Arzt zweimal für eine nicht erfolgte Impfung unterschrieben? Das kann ich mir kaum vorstellen, damit macht er sich ja strafbar.

                Das hat auch was mit dem Schutz der Kollegen und Kinder zu tun!
                Wenn du in der Kinderkrankenpflege arbeiten willst machen viele (alle?) Kliniken vorher eine Titerbestimmung. Bei Bedarf wird nachgeimpft. Eine Bekannte (Krankenschwester) hätte nicht die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester dran hängen dürfen ohne Impfung.
                Im Erzieherbereich wird immer ein riesen Aufriss um Röteln, CMV usw gemacht, 99,9% brauch natürlich ein BV. Aber vor der Ausbildung mal nen Titer bestimmen ist zu viel verlangt.
                Da hat deine Mutter echt Bockmist gemacht.

                Du bist ungeimpft ein Gesundheitsrisiko für die Kinder in der Einrichtung und für schwangeren Mütter, die in der Einrichtung ihre Kinder abliefern und abholen! Wenn die Eltern so sehr Druck bekommen, ihre Kinder impfen zu lassen, dann sollte das m.E. erst recht für die Erzieherinnen gelten. Röteln verlaufen im Erwachsenenalter nicht so harmlos wie bei Kindern.

                Du kannst natürlich auch ungeimpft Erzieherin werden wollen, aber es dich in der Schwangerschaft garantiert niemand als Praktikantin nehmen.

                (11) 09.12.18 - 17:17

                Der Ansicht bin ich zumindest. Ja. Ü

                Ziemlich sicher unterschreibt ein Arzt nicht für eine Impfung, die er nicht verabreicht hat.
                Wenn deine Mutter das nicht gewollt hat, dann wäre die Impfung nicht eingetragen.
                Irgendwas scheint sie da zu verwechseln, oder du bindest uns hier einen Bären auf.

                Wie auch immer, es wird eh eine Titerbestimmung erfolgen, dann weißt du es genau.

                • Das war eine falsche Annahme.
                  Eine doppelt dokumentierte Impfung im Impfpass genügt, die Titer müssen nicht bestimmt werden.

                  Aber wie ich schon sagte, wird sie schwanger den Praktikumsplatz nicht bekommen, denn da fallen Kosten an, die der AG kaum übernehmen werden wird.

                  • Selbstverständlich wird der Titer bestimmt, sobald man beim Betriebsarzt vorstellig wird.

                    Und warum sollte sie den Praktikumsplatz nicht bekommen? Evtl. hat sie sogar schon eine Zusage, dann ist es egal, ob sie jetzt schwanger ist oder nicht.

                    • wie es aussieht, hast du von der Materie keine Ahnung.

                      • Richtig, da bin ich als Erzieherin und stellvertretende Leitung einer 7gruppigen Kita sicherlich völlig uninformiert #rofl

                        • Es ist nicht dein Job zu wissen, was der Betriebsarzt genau macht.

                          • Deiner etwa???? #rofl

                            Und, es wird dich erstaunen, man darf auch Dinge wissen, die NICHT zu seinem eigentlichen Job gehören. Und diese Sache weiß ich nunmal.
                            Zumal ich selbst 2 Schwangerschaften als Erzieherin hinter mir habe und somit auch zweimal selbst beim Betriebsarzt war deswegen.

                            Und nun?

                            • Hoffentlich warst du beim Betriebsarzt und hast auch die Pflichtvorsorgen gemacht. Sonst dürftest du gar nicht in der Kita arbeiten. Somit müßtest du weit mehr als nur 2 mal beim Betriebsarzt gewesen sein.

                              Du gehst von dir aus und schließt von deinem Fall auf alle anderen. Das ist der Fehler. Die genaue Herangehensweise zur Bestimmung von Immunitäten kennst du nicht. Das geht nicht bei jeder Infektionskrankheit nur über Titer - genau genommen nur bei wenigen.

                              Woher weißt du, ob ich die genaue Herangehensweise zur Bestimmung der Immunität nicht kenne? Und, die Frage aller Fragen: warum solltest DU das so genau wissen?

                              Ob und wie oft ich beim Betriebsarzt war, geht dich nun mal so absolut gar nix an. Wüsste nicht, warum ich mich da rechtfertigen sollte.

                              Und was ich DARF und was nicht, entscheidest zum Glück nicht du.

                              ZUm Betriebsarzt müssen wir alle jährlich. Da werden wir aufgeklärt,daß bestimmte Impfungen Sinn machen. HABEN müssen wir sie nicht. Kann man davon halten, was man will, aber keine Erzieherin darf zu irgendeiner Impfung gezwungen werden. Da kannst du jetzt 100 mal bockig mit dem Fuß aufstampfen und behaupten, daß man da ja gar nicht in eine Kita arbeiten darf. Doch, man darf...

                              Und bevor du jetzt wieder mit irgendwelchem Mist daher kommst: erkundige dich einfach #winke

                Warum sollte ich unbekannte Menschen bei einer Frage die mich belastet und ich mir hilfe erhoffe, anlügen? Also muss schon sagen was hier für Müll erzählt wird ist wirklich traurig. So wie ich es geschrieben habe stimmt es auch und ich lass weder mich, noch ein Teil meiner Familie als Lügner oder sonstiges darstellen. Ich bin Schwanger und nicht völlig verblödet!

                Zudem finde ich es schrecklich wie manche teilweise hier mit einem Umgehen. Wenn ihr nichts zu sagen habt, dann schreibt doch auch bitte nichts.

                War heute beim Frauenarzt und habe meinen Fall geschildert, da manche von euch das ja ganz schlimm dargestellt haben. Und auf diesem Weg möchte ich sagen das meine Frauenärzte meinte wenn ich mit Menschen über 3 Jahren arbeite, es keine Probleme wegen meinen fehlenden Impfungen gibt. Natürlich werde ich meinen Arbeitgeber von der Schwangerschaft berichten und mein Impfbuch vorlegen, jedoch spielt dies in der Regel keine sonderlich Rolle.

                Ebenfalls möchte ich mich bei denen bedanken die mir wirklich mit zugesprochen haben und mich bei meiner frage unterstützt haben. :)

                Der Rest sollte sich einfach nur schämen eine Schwanger Junge Frau so zu bedenken und unter Druck zu setzen!

                • Wenn du nochmal genau nachliest, steht in meinem Text vorrangig, daß sich deine Mutter evtl, getäuscht hat bzw. etwas verwechselt. Ist das soooo ausgeschlossen? Ein Arzt macht sich nunmal strafbar, wenn er Impfungen einträgt, die es nie gegeben hat. Darum zweifel ich das eben an.

                  Was du ansonsten an meinem Text so schlimm fandest, kann ich nicht nachvollziehen.

        (23) 09.12.18 - 15:13

        Bei der Gelegenheit kannst du auch gleich nach Alternativterminen zur Prüfung fragen. Die wenigsten Babys kommen genau zum ET und es könnte passieren, dass du die Prüfungen nicht mehr ablegen kannst, weil du gerade entbindest / entbunden hast.

        LG

        (24) 09.12.18 - 17:16

        Wieso arbeitet man als Erzieher und ist gegen fast nichts geimpft?

Hey, das mit der Müdigkeit wird besser! War bei mir bis zur 12 Ssw auch ganz schlimm. Ich würde dir auf jeden Fall raten, die Ausbildung wenn möglich zu beenden. Alleine schon, weil du dann eine abgeschlossene Ausbildung hast und es nicht nachholen musst. Das klingt doch wesentlich vernünftiger oder? Du bist ja quasi kurz vor dem Ziel!

Das mit dem Röteln musst du aber abklären. Vielleicht ist es ja doch irgendwie möglich, da es ja Jugendliche sind. Ihr habt ja keinen engen Körperkontakt, wie im Kindergarten. So genau kenne ich mich da aber nicht aus!

Top Diskussionen anzeigen